[Online] Report Launch: „Controlling the Message: Challenges for independent reporting in Greece“ on March 28, 2022

WHERE | Online (Zoom). Please register for the event. 

WHEN | 28.März.2022 02:00 PM in Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

WHAT |

On 28 March 2022, the Media Freedom Rapid Response (MFRR) will publish the report of its online fact-finding mission to Greece that took place in December.

Under the title ‘Controlling the Message: Challenges for independent reporting in Greece’, the report reflects the mission’s findings and recommendations on:

  • The assassination of Giorgos Karaivaz;
  • Polarisation of a fragmented media landscape;
  • Reporting on migration;
  • Reporting on protests; and,
  • Legal threats.

The report will be launched with an online panel on 28 March at 2pm CEST (=3pm EEST) with:

  • Laurens Hueting, Senior Advocacy Officer of the European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF)
  • Iliana Papangeli, Managing Director of Solomon
  • Renate Schroeder, Director of the European Federation of Journalists (EFJ)
  • Nikos Smyrnaios, Associate Professor at the University of Toulouse
  • Anne ter Rele, Advocacy Officer at the International Press Institute

The report will be made available on mfrr.eu and the websites of the MFRR partner organisations at the time of the launch event.

ABOUT |

The fact-finding mission to Greece was coordinated by the Media Freedom Rapid Response (MFRR), which tracks, monitors and responds to violations of press and media freedom in EU Member States and Candidate Countries. This project provides legal and practical support, public advocacy and information to protect journalists and media workers. The MFRR is organised by a consortium led by the European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) including ARTICLE 19, the European Federation of Journalists (EFJ), Free Press Unlimited (FPU), the Institute for Applied Informatics at the University of Leipzig (InfAI), International Press Institute (IPI) and CCI/Osservatorio Balcani e Caucaso Transeuropa (OBCT). The project is co-funded by the European Commission

LINK | https://www.ecpmf.eu/report-launch-controlling-the-message-challenges-for-independent-reporting-in-greece/

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[Berlin] Info-Veranstaltung „Kampf gegen Gentrifizierung in Athen und in Berlin“ am 7. Mai 2022

WANN | Samstag, 7. Mai 2022, um 19.00 Uhr

WO | Kiezraum auf dem Dragonerareal, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Die Ursachen für die Verdrängung gerade der ärmeren Bevölkerung aus ihren Wohnquartieren sind in beiden Städten die gleichen: Immobilienkonzerne, internationale Investoren und Banken eignen sich immer größere Teile der Innenstädte an. Aus Beton machen sie Gold, erwirtschaften horrende Renditen, die stetig und fast automatisch steigen.

Die Formen der Gegenwehr unterscheiden sich allerdings. In Athen lebt ein Großteil der Einwohner nicht zur Miete, sondern in Eigentumswohnungen, deren Kosten sie sich mühsam erarbeiten und durch Kredite absichern mussten. Und genau hier setzen die Investoren und Banken an. Wer Schulden hat und seine Kredite nicht bedienen kann, dem droht die Zwangsversteigerung und damit Zwangsräumung.

Jahrelang konnten Initiativen in Griechenland die Zwangsversteigerungen verhindern. Dagegen hat die griechische Regierung immer neue Gesetze erlassen; Zwangsversteigerungen können nun nicht mehr blockiert werden.

Tonia Katerini aus der Athener Initiative gegen Zwangsversteigerungen und aktiv in „european action coalition for the right to housing and to the city“ wird über ihre Erlebnisse in Athen und den aktuellen Stand des Kampfes berichten.

Anschließend diskutieren mit ihr auf dem Podium Hermann Werle von der Berliner Mietergemeinschaft e.V. sowie Berliner Aktivist*innen gegen Verdrängung und Mietenwahnsinnn, u.a. „Deutsche Wohnen & Co enteignen!“, Initiative „Hände weg vom Wedding“ und dem Bündnis „Zwangsräumungen Verhindern“.

Veranstalter: Gewerkschaftliche Solidaritätsgruppe gegen Spardiktate und Nationalismus.
Mit organisatorischer Unterstützung der Nachbarschaftsinitiative Dragopolis und der Initiative Kreativ Haus Kreuzberg.

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Historisches Mazedonien-Trauma der griechischen Kommunisten

Von Dennis Püllmann, Junge Welt, 29.9.2018:
„Historisches Trauma – Der Namensstreit um Mazedonien hat für die griechischen Kommunisten nicht nur eine geostrategische Dimension – es geht auch um die eigene Geschichte
»Namensstreit um Mazedonien beigelegt«, vermeldete die »Tagesschau« am 12. Juni 2018 über die Einigung zwischen dem griechischen und dem mazedonischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und Zoran Zaev. Die Wende dürfte bereits im Oktober 2017 während des Staatsbesuches von Tsipras in Washington eingeleitet worden sein. Bei der Instruierung des griechischen Ministerpräsidenten standen sicherheitspolitische Fragen im Mittelpunkt: der Ausbau des für die Kontrolle des südöstlichen Mittelmeerraumes wichtigen Militärstützpunktes auf Kreta und eine Modernisierung der fast ausschließlich aus US-amerikanischen F-16-Kampfjets bestehenden griechischen Luftwaffe. Sicherlich wurde hier auch über den bislang durch ein Veto Griechenlands blockierten Beitritt des zur Stunde noch »Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien« (EJRM, englisch FYROM) heißenden Staates zur NATO gesprochen, über den die Bürger der EJRM nun am 30. September ebenso abstimmen wie über ihren künftigen Staatsnamen »Nord-Mazedonien«.“ weiterlesen

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[Berlin] Veranstaltung „Die Folgen des Ukraine-Krieges für unsere Gesellschaft“ am 9. Mai 2022

WO | IG Metall Haus EG Raum E02, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

WANN | Montag, den 9. Mai, von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Finanzkrise – Klimakatastrophen – Corona Pandemie und nun der Krieg in Ukraine. Das alles wird  erhebliche Auswirkung auf unsere soziale Situation haben.

Nun droht der Importstopp für Gas und Kohle aus Russland, die Lieferschwierigkeiten aus den vom Krieg betroffenen Ländern, dazu die geplante milliardenschwere Aufrüstung, die den Staatshaushalt belasten.

Die Herausforderungen der Transformation sind fast in den Hintergrund getreten. Zu Unrecht, weil nur ein verantwortungsvoller Umgang das Klima retten kann.

Krisen! Wie kommen wir da raus?

Die Auswirkungen auf unser Leben sind vielfältig:

  • Menschen haben Einkommensverluste oder verlieren ihre Arbeit.
  • Die Preise gehen durch die Decke, die Einkommen steigen nicht.
  • Streit um Waffenlieferungen, die richtige Klimapolitik, Impfpflicht und die Corona Maßnahmen zerreißen die Gesellschaft.

Doch nicht nur bei uns ist mit weiteren sozialen Folgen zu rechnen. In Griechenland hat schon die Sparpolitik der letzten 12 Jahre zu einer Verarmung großer Teile der Bevölkerung geführt.

Am 9. Mai haben wir daher Theodoris Panagiotopoulos ein Metall Gewerkschaftskollege und weitere Kolleg*innen aus Griechenland zu Gast in Berlin.

Folgende Fragen möchten wir bezüglich den Krisenauswirkungen mit ihm und weiteren Gästen besprechen:

  • Wie sieht es in einem deutlich ärmeren EU- Land, wie in Griechenland aus?
  • Wie ist die Situation bei uns in den Betrieben?
  • Wie wird sich das auf unsere Tarifbewegung 2022 auswirken?

Mit uns diskutieren werden außer Theodoris Panagiotopoulos auch Patrick Hesse, Bezirks-Tarifsekretär BBS und Kai Schmidt von Behren, Betriebsrat Biotronik.

Veranstalter: Arbeitskreis Internationalismus, IG Metall Verwaltungsstelle Berlin und IG Metall Berlin

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[Berlin] 25. Griechischer Salon: „Festung Europa – Abschottung und brutale Pushbacks in Griechenland“ Info-Veranstaltung und Diskussion am 10. Mai 2022

WANN | Dienstag, 10. Mai 2022 um 19.30 Uhr

WO | Regenbogenkino/Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Alle diejenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, können die Veranstaltung auch online verfolgen. Der Link dazu lautet: https://youtu.be/WDR7ER9qSqo

Menschenverachtende Pushbacks, Internierung, Übergriffe und Misshandlungen: Die Situation für Geflüchtete an den Außengrenzen Griechenlands wird immer schrecklicher. Und Europa schaut zu bzw. weg.

Unsere Gäste werden über die aktuelle Situation informieren und die Politik Griechenlands und der EU gegenüber den geflüchteten Menschen bewerten.

Parvin A. ist eine iranische Frau, die sechsmal nach Griechenland flüchtete und jedes Mal illegal durch die griechische Polizei und die Banden, die die Polizei als ihre Helfershelfer rekrutiert hat, in die Türkei zurückgestoßen wurde. Vorher wurde sie misshandelt und gedemütigt.
Ihr war es gelungen, ihre Erlebnisse und das Verhalten der Grenzer zu dokumentieren. Nachdem sie nach Deutschland flüchten konnte, beschloss sie, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen. Sie hat sich in einem Video und mit Unterstützung von forensic architecture an die Medien gewandt und klagt nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Harald Glöde von borderline europe wird vom Ausmaß der Pushbacks von den griechischen Inseln, von deren brutalen Abläufen, von den ausführlichen Dokumentationen dieser Verbrechen sowie dem Umgang der EU und der griechischen Regierung damit berichten. Außerdem wird er über die drakonischen Strafen für sog. Schleuser informieren, also Geflüchtete, die oft lediglich für einen Moment das Steuer des Boots, mit dem sie nach Griechenland übersetzen wollten, gehalten haben.

Achim Rollhäuser ist Rechtsanwalt, der in Deutschland und Athen lebt. Er wird einen Überblick über die Pushbacks von Griechenland in die Türkei geben, aber auch über die Zurückschiebungen von anderen Mittelmeerländern informieren. Er wird über die schrecklichen Lebensbedingungen von Geflüchteten in den Lagern berichten sowie über die Kriminalisierung von Solidarität mit Flüchtlingen.
Moderation: Ingrid Stipper, aktiv im Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Der nunmehr 25. GRIECHISCHE SALON wird präsentiert vom Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin in Zusammenarbeit mit der Regenbogenfabrik, SoliOli und attac Berlin.
Unterstützt von Respekt (www.respekt.tv) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt zur bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland findet ihr unter: https://griechenlandsoli.com.

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[Berlin] Veranstaltung „‘People Carrying Their Home‘ – Lesvos Solidarity visits Berlin“ am 14. Mai 2022

WO | Oyoun Berlin, Lucy-Lameck Str. 32, 12049 Berlin

WANN | Samstag, den 14. Mai 2022, 16.00 – 18.30 Uhr

Wir freuen uns, Sie zu unserer Veranstaltung „PEOPLE CARRYING THEIR HOME“ einzuladen, die im schönen Garten von @oyounberlin (Lucy-Lameck-Straße 32 an der Hasenheide) stattfinden wird.

Anlässlich der Verleihung des Internationalen Friedenspreises der Stiftung „die Schwelle“ findet eine offene Diskussion mit Efi Latsoudi (Mitbegründerin von Lesvos Solidarity) über die aktuelle Situation der Geflüchteten Menschen auf den griechischen Ägäis-Inseln und insbesondere auf Lesvos statt.

Wir werden auch über die Arbeit sprechen, die wir bei Lesvos Solidarity seit 2012 leisten, indem wir ein Modell der Solidarität vorschlagen, um die komplexe Situation der Migration mit konkreten Beispielen der Arbeit an der Basis direkt mit den Gemeinschaften anzugehen.

Schließlich werden wir live eine Zeichnung unseres Freundes @yorgos.konstantinou im Siebdruckverfahren drucken, um unser neuestes Kunstberatungsprojekt „People carrying their home“ zu bewerben. Die Drucke werden vom Künstler signiert und wir werden sie exklusiv an diesem Tag verkaufen. Das Geld wird zur Unterstützung der Arbeit von Solidarity Lesvos und insbesondere des Wohnungsbauprogramms verwendet.

@oyounberlin hat uns den Raum kostenlos zur Verfügung gestellt, da es eine gemeinschaftliche und politische Aktivität ist. Wir bitten Sie, den Raum zu unterstützen, indem Sie die Produkte in Oyouns Indoor-Café @abadan.berlin konsumieren.

Der Eintritt ist frei!

Veranstalter: Lesvos Solidarity – Pikpa

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English Version:

We are very excited to invite you to our event „People Carrying Their Home“, which will take place in the beautiful garden of @oyounberlin

The invitation is to have an open conversation with Efi Latsoudi (co-founder of Lesvos Solidarity) about the situation refugees are experiencing today in the Greek islands of the Aegean, and mainly in Lesvos.

We will also tell you about the work we have been doing at Lesvos Solidarity since 2012, proposing a model of solidarity to deal with the complex situation of migration with concrete examples of grassroots work directly with communities.

Finally, we are going to be screen printing live a design from our friend @yorgos.konstantinou with the idea of promoting our latest artistic-advocacy project „People Carrying Their Home“. The prints will be signed by the artist and we will sell them exclusively that day. The money will go to support the work of Lesvos Solidarity, and specifically our Housing Program.

@oyounberlin has offered us the space for free as this is a community and political activity. We ask you to support the space by consuming the products at Oyoun’s inhouse Café @abadan.berlin

Bring your friends and people you believe would like to join.

Entrance is free!

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Berliner Bezirksbürgermeister setzt sich für inhaftierte Retterin ein

Prenzlberger Stimme, 26.9.2018: >Bürgermeister Sören Benn bittet Bundesregierung um Einsatz für Sara Mardini
Am 21. August 2018 wurde die in Pankow studierende Sara Mardini in Griechenland verhaftet. Sie war auf dem Weg zurück von Lesbos nach Deutschland, um ihr Studium der Sozialwissenschaften fortzusetzen.
Die Anschuldigungen gegen Sara Mardini und einen weiteren festgenommenen Freiwilligen, den deutschen Staatsbürger Sean Binder, wiegen außerordentlich schwer: Menschenschmuggel, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Spionage und Geldwäsche. Sie können dem Zweck zu dienen, die Arbeit von Freiwilligen zur Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zu unterbinden und sie einzuschüchtern.
Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke): “Ich bitte die Bundesregierung, sich bei den griechischen Behörden für ihre sofortige Freilassung sowie die ihrer Mitstreiter zu verwenden. Praktische Nächstenliebe ist kein Verbrechen, aber ein äußerst seltenes Schutzgut.”< weiterlesen

Siehe auch: Eine Flüchtlingshelferin, die im Gefängnis landete

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[Berlin] Konzert „Hommage an Mikis Theodorakis“ am 21. Mai 2022

WO | Apostel-Paulus-Kirche, Akazienstraße 18, 10823 Berlin

WANN | Samstag, den 21.05.2022 um 20.00 Uhr

Zur Ehre von Mikis Theodorakis, der am 02.09.2021 verstarb, und seiner unendlich reichen und vielseitigen musikalischen Hinterlassenschaft, widmet der Kulturverein Exantas ihm die erste Veranstaltung nach langer Pandemie-Pause. Gemeinsam mit dem Deutsch-Griechischen Chor POLYPHONIA organisiert er ein Konzert am 21. Mai 2022 in der Apostel-Paulus-Kirche.
Die Leiterin des Chores Frau Dr. Ursula Vrysaki hat für das Konzert ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Zusätzlich schuf Asteris Kutulas ein visuelles Begleiterlebnis mit Filmausschnitten aus seinem umfangreichen dokumentarischen Fundus, der Material aus der jahrelangen On-the-Road-Erfahrung mit Mikis Theodorakis enthält. Impressionen aus dieser Film-Schatzkiste werden großformatig in der Kirche projiziert.

Ticket Vorverkauf: https://www.eventim-light.com/

Preise
15,00 € normal
12,00 € ermäßigt (Schüler*innen, Studierende, ALG II Empfänger*innen).


Veranstalter: Polyphonia Berlin Deutsch-Griechischer Chor Berlin e.V. und der Kulturverein Exantas Berlin e.V. unter Mitwirkung von Asteris Kutulas

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Korruption? Angriff auf die Pressefreiheit? Streit um Gelder für Geflüchtete

Eingesperrte Flüchtlingskinder im Hotspot Moria auf Lesbos. Foto: Salinia Stroux

Von Ralf Kliche
Die deutschsprachige Griechenland-Zeitung berichtete am 25.09.2018 über einen aktuellen Konflikt in Griechenland unter der Überschrift „Politische Kontroverse in Griechenland wegen Festnahme von Journalisten“ mit einem Fokus auf die Pressefreiheit. (1) Das ist nicht die einzige Dimension, unter der über die Ereignisse berichtet werden kann.
Bei den 3 dort genannten Vertretern der Zeitung „Phileleftheros“ („Liberal“) handelt es sich um den Herausgeber Mavridis, seinen Direktor Lampiasias und die zuständige Ressortleiterin für Politische Reportagen Galanou. Sie haben sich am Samstagnachmittag, 22.09. zur Polizei begeben und wurden am Sonntagvormittag dort wieder entlassen. Vorausgegangen war eine Anzeige des Verteidigungsministers Kammenos, der damit auf einen Zeitungsartikel mit Korruptionsvorwürfen reagierte. Nachdem aber die Polizei aber nicht wirklich aktiv geworden sei – so zumindest die Darstellung in der Zeitung der Redakteure EFSYN – hätten sie sich entschlossen, selbst aktiv zu werden. Mit den Worten von Mavridis: „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen“. (2)
Hintergrund sind Vorwürfe über den zumindest unsachgemäßen Umgang mit Zahlungen, die die Europäische Union zur Flüchtlingsbetreuung an Griechenland leistet. Der Opposition nahe stehende liberale Medien, neben „Phileleftheros“ auch die Plattform „liberal.gr“, verbanden die Vorwürfe mit generellen Angriffen auf die Regierung. Als Kammenos von der ANEL dann mit einer Strafanzeige wegen Verleumdung reagierte, wurde das Rad eine Umdrehung weiter gedreht und es kamen Vorwürfe über den Umgang mit der Pressefreiheit hinzu. Parallel dazu hat die liberale Partei „To Potami“ im Parlament die Offenlegung von Verträgen zwischen dem griechischen Staat und Auftragnehmern gefordert, die in die Flüchtlingsbetreuung eingebunden sind. Weiterlesen →

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[Berlin] 26. Griechischer Salon: „Griechenland und Türkei: Parallele und verflochtene Nationsbildungen“ Vortrag und Diskussion am 9. Juni 2022

Hale Decdeli-Holzwarth (Wirtschaftswissenschaftlerin und Soziologin)
Dr. Nikolas Pissis (Dozent für Neugriechische Geschichte an der FU Berlin)

WO | Regenbogenkino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

WANN | Donnerstag, 9. Juni 2022, 19:30 Uhr

Die heutige konfliktgeladene Situation zwischen Griechenland und der Türkei lässt oft vergessen, dass beide heutige Staaten aus der Erbmasse des Osmanischen Reiches entstanden sind, allerdings zeitlich sehr unterschiedlich und unter sehr verschiedenen internationalen Rahmenbedingungen.

Griechenland erkämpfte seine Unabhängigkeit von dem Osmanischen Reich um 1830 mit Unterstützung aus Großbritannien und Russland. Die Republik Türkei wiederum wurde 1923 nach einem Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien, Frankreich, Italien und Griechenland gegründet, die als Folge des Ersten Weltkriegs das Osmanische Reich besetzt hatten.

Wir wollen die historischen Zusammenhänge beleuchten, um die heutige politische Situation besser verstehen zu können.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, SoliOli und attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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