Sie kamen nicht als Touristen – Hitlers Wehrmacht in Griechenland

„Der 6. April 1941 ist ein in Deutschland vergessenes Datum des Zweiten Weltkriegs. Am 6. April vor 80 Jahren begann der Angriff Deutschlands auf Griechenland. Dieser Film will einen Anstoß geben, sich mit diesem Teil der verdrängten und verschwiegenen Geschichte deutscher Schuld, die nie aufgearbeitet wurde, zu beschäftigen. Drei deutsche Schülerinnen haben sich den Film „DER BALKON – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ des griechischen Dokumentarfilmers Chrysanthos Konstantinides, angesehen, um zu verstehen, was damals passiert ist. Sie waren sehr schockiert. Eine Schülerin, die aus Syrien geflüchtet ist, hat erschreckende Parallelen zu ihren eigenen Erlebnissen entdeckt. Mehr als drei Jahre von 1941 bis 1944 hielten deutsche Soldaten Griechenland besetzt, plünderten es aus und zerstörten es bei ihrem Abzug. Mehr als 100 Dörfer wurden so vollständig zerstört. Den Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung fielen zehntausende Kinder, Frauen und Männer zum Opfer, mindestens 140.000 verhungerten. Mehr als 100 Dörfer wurden vollständig zerstört. Nahezu alle griechischen Juden wurden deportiert und ermordet. Respekt für Griechenland e.V. empfiehlt den Film der „Der Balkon-Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Er ist schon erfolgreich in der Schule eingesetzt worden. Wir suchen weitere Lehrkräfte und andere Pädagogen, die den Film in ihren Lerngrupen zeigen wollen. Begleitmaterial ist vorhanden.
Auch mit griechischen Untertiteln / Και με ελληνικούς υπότιτλους“
https://www.youtube.com/watch?v=RUvuUvMIdjg

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„Massiver Widerstand in Griechenland gegen erneuten Angriff auf Arbeitszeit und Streikrecht etc. im neuen Arbeitsgesetz“

Massiver Widerstand in Griechenland gegen erneuten Angriff auf Arbeitszeit und Streikrecht etc. im neuen Arbeitsgesetz
„Weg mit denen, die die 8 Stunden bedrohen! – 1. Mai auf die Straße!“

labournet.de, 7.5.2021:
„Nachdem sich die griechischen Transportarbeiter*innen einem 24-stündigen Streik im öffentlichen Sektor angeschlossen haben, kam am Donnerstag der Verkehr in Teilen Athens zum Erliegen. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen einen Gesetzentwurf der Regierung, der u. a. auf eine Flexibilisierung des Achtstundentages abzielt. Die Gewerkschaften sagen, das es die Rechte der Beschäftigten in einer Zeit einschränke, wenn sie wegen der Pandemie ihren Job zu verlieren riskieren (Anhebung der täglichen Arbeitszeit von acht auf zehn Stunden, Abschaffung der Fünftagewoche und kollektiver Vereinbarungen). Die Regierung streitet das ab, die Änderungen sollten die Flexibilität für die Arbeiter*innen erhöhen (eine gewisse Freiheit für sie und die Arbeitgeber*innen, wie sie den achtstündigen Arbeitstag gestalten)… So die kurze Zusammenfassung der Agenturmeldung “Gridlock in Athens as transport staff strike over labour reform” am 6. Mai 2021 bei swissinfo.ch.“
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„Toter Mann umgeben von Ratten im Geflüchtetenlager gefunden – beendet diese Schande jetzt, Griechenland und Europa!“

AthensLive Wire Newsletter, 8.5.2021: >In unserem letzten Newsletter haben wir ausführlich über den Fall eines illegalen Push-Backs durch Griechenland geschrieben, für den eine Klage gegen das Land beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht wurde. Wir berichteten auch über den Bau von Mauern um Flüchtlingslager und den Plan, dort Überwachungssysteme zu installieren. Diese Woche kamen neue Beweise ans Licht.

2.000 Todesfälle von Flüchtlingen stehen laut einer Analyse des Guardian im Zusammenhang mit illegalen Pushbacks der EU, die auch herausfand, dass „EU-Länder brutale Taktiken angewandt haben, um fast 40.000 Asylsuchende am Überqueren der Grenzen zu hindern.“ Seit Januar 2020 hat Griechenland etwa 6.230 Asylsuchende von seinen Küsten zurückgedrängt“, so die Daten des Border Violence Monitoring Network (BVMN), einer Koalition von 13 NGOs, die illegale Pushbacks auf dem westlichen Balkan dokumentieren, die die Zeitung zitiert. Im selben Bericht heißt es, dass das BVMN bei 89% der Pushbacks den unverhältnismäßigen und übermäßigen Einsatz von Gewalt beobachtet hat“. Diese alarmierende Zahl zeigt, dass die Anwendung von Gewalt in einer missbräuchlichen und damit rechtswidrigen Weise zur Normalität geworden ist.

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#medfaces 8.Mai 2021

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Gleichgültigkeit

Indiferéncia, Αδιαφορία, Gleichgültigkeit

Dritte Grafik von Yorgos Konstantinou / Imagistan auf griechenlandsoli.com. Jede Woche einmal visuelle Aufklärung vom Feinsten.

Yorgos Konstantinou ist Pionier im Bereich der visuellen Kommunikation, Konzeptentwickler und Bildungsvisionär. Er hat die Gabe, komplexe Sachverhältnisse durch Bilder zugänglich zu machen und Lernprozesse mittels visueller Rhetorik zu ermöglichen.
Er entwickelt und realisiert weltweit innovative Bildungskonzepte und Werkzeuge für staatliche, gemeinnützige, wie auch private Organisationen mit dem Schwerpunkt Friedensförderung, Interkulturalität und Kreativität und bildet Multiplikator_innen aus. Er unterstützt Gruppen und Organisationen und fördert ihre Lern- und Kommunikationsprozesse mittels einer präzisen Bildsprache in der Graphic Facilitation. Er ist Gründungsmitglied der mit dem Intercultural Innovation Award (gestiftet von der UN Agentur UNAOC) ausgezeichneter Gruppe Irenia.
Kooperationspartner und Auftraggeber sind u.A. katalanisches Bildungsministerium, Direktion für religiöse Angelegenheiten Kataloniens, Diputació de Barcelona, Casa Arabe (Madrid), AECID (Jordanien), The Parents Circle (Israel&Palestina), MEDCITIES, UNIMED, HAU Hebbel am Ufer, EOTO, KickFair, Citizens for Europe, FU Berlin/Edition Romiosini.

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„Wird Griechenland zu einem neuen Ungarn?“

Wird Griechenland zu einem neuen Ungarn?
Nein, Griechenland ist nicht zu einem neuen Ungarn geworden. Es befindet sich aber auf dem „rechten“ Weg dorthin

Von Dimitris Christopoulos, Freitag.de:
„Macht Griechenland einen autoritären Wandel durch? Ein Blick auf den Umgang der Regierung mit Krisen lässt jedenfalls einen Rechtsruck befürchten.
Im Oktober 2019 nahm ich (zum letzten Mal als Vorsitzender der Internationalen Liga für Menschenrechte) an einem Treffen mit Geldgebern aus der internationalen Zivilgesellschaft teil. Einer von ihnen, vielleicht nicht die bekannteste, aber eine besonders einflussreiche und sehr gut informierte Person, fragte mich damals – wissend, dass ich aus Griechenland komme: „Macht es denn Sinn, der Zivilgesellschaft in Griechenland zu helfen, wenn alles danach aussieht, dass das Land wie Ungarn enden wird?“
Ich muss gestehen, die Frage schockierte mich. Ein steinreicher Humanist, dessen Stiftung zivilgesellschaftliche Organisationen auf der ganzen Welt fördert, sagte mir ganz unverhohlen: „Dein Land wird zu einem neuen Ungarn, und deswegen ziehe ich mich zurück.“ Ich antwortete, dass sich die neue Regierung Mitsotakis auf zwei Säulen stütze: einerseits auf das traditionelle volkstümlich-konservative Spektrum, andererseits auf das bürgerlich-liberale europäische Establishment, dem die griechische Regierungspartei seit ihrer Gründung treue Dienste leiste. Die gegenwärtige Regierungspartei Nea Dimokratia sei in Griechenland schon immer die pro-europäische Partei schlechthin gewesen. Daher könne ich mir nur schwer vorstellen, dass diese Partei, zu deren Selbstverständnis die bedingungslose Hinwendung zu Europa gehört, zu einer Karikatur der nationalpopulistischen Rechten à la Orbán mutieren werde. Aus diesem Grund sei ich schon immer der Auffassung gewesen, dass linke Analysen der Nea Dimokratia als rechter oder gar rechtsextremer Partei vollkommen falsch seien. Denn die Nea Dimokratia sei seit jeher ein Zusammenschluss verschiedener Kräfte.“ weiterlesen

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Solidarität gegen Folter

Titel der efemerida ton syntakton vom 16.03.2921: „Folterungen in der GADA“

Solidaritätsschreiben der Solireisegruppe „Gegen Nationalismus und Spardiktate“ an das Kollektiv Masovska:
Liebe Leute des Kollektivs Masovska,
mit Entsetzen und Wut haben wir die Nachricht über die Folterung von Aris Papazacharoudakis aufgenommen. Folter ist der stärkste Ausdruck von Gewalt und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine missliebige Person und ihr Umfeld sollen vernichtet  und Widerstand gegen Unrecht verhindert werden. Unser Mitgefühl gilt Aris und der ganzen Gruppe. Aris hatte den Mut, mit seinen Horrorerfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Er hat damit uns allen die Möglichkeit gegeben, gegen das Verbrechen vorzugehen. Wir hoffen, dass er die nötige Unterstützung erhält. Offensichtlich hält sich Griechenland nicht an die Antifolterkonvention der UN, die es selbst unterschrieben hat. Griechenland entwickelt sich mehr und mehr zu einem autoritären Polizeistaat und bedient sich der Praktiken, die wir aus der finsteren Zeit der Obristenherrschaft kennen.
Wir sehen auch unsere eigene Regierung  und die EU in der Verantwortung. Sie sollten alle Möglichkeiten nutzen, um bei der griechischen Regierung einzu-greifen.Wir werden die Öffentlichkeit in Deutschland auf das Geschehene aufmerksam machen und verantwortliche europäische Politiker auffordern zu handeln.Eure Klage gegen den Anti-Terror-Dienst möchten wir finanziell unterstützen und bitten euch deshalb um eure Kontonummer.
Mit solidarischen Grüßen
Solireisegruppe „Gegen Nationalismus und Spardiktate“.

Sie brauchen finanzielle Unterstützung, weil sie gegen den sogenannten „Antiterror Dienst“  klagen und die besten Anwälte haben, die auch im Prozess gegen die Chr.Avgi tätig waren.
Falls ihr etwas spenden wollt und könnt:
Silvio KulolliIBAN GR 4901100790000007900533170
BIC ETHNGRAA „

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„Mauern und Massenüberwachung in Griechenlands Flüchtlingslagern mit dem Segen der EU“

AthensLive Wire Newsletter, 1.5.2021:
„Mitleid kennzeichnet die ND-Regierung sicher nicht, obwohl man sie jetzt zu Ostern als „gute Christen“ posieren sieht.
Diese Woche gab es eine Kette von schrecklichen Nachrichten im Zusammenhang mit Flüchtlingen. Am Montag wurde bekannt, dass die Nichtregierungsorganisation Legal Centre Lesvos beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage gegen den griechischen Staat eingereicht hat, in der sie Athen eines schockierenden Ausmaßes an Gewalt in ausgeklügelten behördenübergreifenden Operationen beschuldigt, die Teil einer illegalen Pushback-Strategie sind, um die Ankunft von Flüchtlingen und Migranten zu verhindern. Wie der Guardian berichtet, dreht sich die Klage um einen Vorfall im Oktober letzten Jahres, bei dem ein Fischerboot von Marmaris in der Türkei nach Italien aufbrach und etwa 200 Menschen an Bord hatte, darunter 40 Kinder und eine schwangere Frau. Das Boot geriet in einem Sturm vor der Südküste Kretas in Schwierigkeiten, was den Kapitän dazu veranlasste, über Funk um Hilfe zu bitten. „In der Klage wird behauptet, dass ein griechisches Such- und Rettungsschiff und zwei kleine Patrouillenboote das Boot des Schmugglers in einer Operation von beispielloser Größe und Raffinesse fünf Stunden lang festgehalten haben, bis Schnellboote mit maskierten Kommandos eintrafen, anstatt den gestrandeten Menschen an Bord zu helfen. Mehrere Passagiere behaupten, dass sie bei dem darauffolgenden Vorfall geschlagen wurden“, berichtete der Guardian. Die Flüchtlinge behaupten, dass sie auch von Männern mit Sturmhauben durchsucht und ihre Habseligkeiten konfisziert wurden, bevor sie in türkische Gewässer zurückgedrängt wurden „und auf dem Meer ausgesetzt wurden, ohne Nahrung, Wasser, Schwimmwesten oder irgendeine Möglichkeit, um Hilfe zu rufen“.

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Zum 1. Mai: PIR-MOLL singt „Apergia – Streik!“

PIR-MOLL antifaschistischer Laienchor aus Pirna:
„Heute, zum Tag der Arbeiter:innenbewegung, melden wir uns nach langer Zeit wieder mit einem Beitrag, diesmal zum griechischen Lied Apergia – Streik! Am 1. Mai 1890 wurden zum ersten Mal am „Protest- und Gedenktag“ in der ganzen Welt Demonstrationen und Streiks durchgeführt. Auch über 130 Jahre später ist Streik noch immer ein legitimes und zielführendes Mittel im Kampf um Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Doch nicht immer ist ein Streikaufruf auf die konkrete Situation in den Fabriken und Betrieben, auf den Feldern oder in den Minen bezogen. Ein Beispiel aus Griechenland zeigt, dass der Aufruf zum Streik auch die Verbesserung der Lebensbedingungen ganzer Bevölkerungsteile, hier der verarmten Landbevölkerung, zum Ziel haben kann.

Deshalb präsentieren wir euch ein griechisches Lied mit dem Namen „Apergia„ (απεργία, „Streik„). Der 1950 geborene  Sänger Vasilis Papakonstantinou veröffentliche das Stück 1975 auf seinem Album „Ta Agrotika“ (Τα αγροτικά, „Das Ländliche“).“
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80 Jahre Unrecht ohne Reparation!

Bild: y0rgos/imagistan

Etwas verspätet, aber immer noch hochaktuell: Mit diesem Bild zum 80. Jahrestag des Überfalls der Wehrmacht auf Griechenland setzen wir die Reihe der Grafiken von Yorgos Konstantinou / Imagistan fort. Ab sofort jede Woche einmal visuelle Aufklärung vom Feinsten.

Zweite Grafik von Yorgos Konstantinou / Imagistan auf griechenlandsoli.com.

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