„Nach dem Gedenktag ist nichts mehr so wie es war“

Text zum Video: „Protesters hurled Molotov cocktails, stones and fireworks during running battles with police in Thessaloniki.“
Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 21. November 2017:
„Eine Bürgerrechtsanwältin wurde bei Tumulten von einem Phosphorgeschoss lebensgefährlich verletzt. Anarchisten bejubeln den „Treffer“. Das Land ist geschockt.
Alljährlich zum 17. November finden in Griechenland Gedenkveranstaltungen zum gewaltsam niedergeschlagenen Studentenaufstand von 1973 statt. Dieses Jahr ließ das anfänglich gemeinsame Gedenken der Griechen an die Möglichkeit, einem Militärregime mit zivilem Ungehorsam Paroli zu bieten, ein in vieler Hinsicht zerrissenes Land zurück.
Eine bei den Demonstrationen von anarchistischen oder autonomen Demonstranten durch Beschuss mit einer nautischen Leuchtrakete schwer verletzte Rechtsanwältin ringt immer noch um ihr Leben.“ weiterlesen

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Aktionen für die Geflüchteten am 20/21. Nov. – international und auch in Berlin

Willkommen in der Hölle“ titelte das ZDF Auslandjournal am 15.11.2017 seinen Beitrag über die Situation der Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos (ZDF Auslandjournal ansehen – ab Minute 15:02). Die Hölle ist es jetzt schon, aber auch in diesem Jahr gibt es nur ungenügende Vorbereitungen auf den Winter. Es ist absehbar, dass das Leiden dann noch viel größer sein wird.  Am 23. Oktober 2017 hatten sich deshalb 19 Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen an die griechische Regierung und an die Öffentlichkeit gewandt.

schnee

Foto vom letzten Winter auf Lesbos. Dieses Jahr wird es nicht anders sein.

Die Geflüchteten führen aktuell mehrere Aktionen durch, um auf sich aufmerksam zu machen (Infos dazu hier). Sie rufen dazu auf, am 20. November 2017 anlässlich ihrer eigenen Protestdemonstration in der Stadt Mytlini auf Lesbos überall auf der Welt Kundgebungen und Demos durchzuführen.
Am 21. und 22. November 2017 wird der Bundestag seine vielen Auslands-Militäreinsätze verlängern. Unfaire Handelsbeziehungen, Waffenlieferungen, Klimazerstörung und Militäreinsätze sind auch Fluchtursachen!
In Berlin gibt es eine
MAHNWACHE für die Geflüchteten in Griechenland am 21. November 2017 Weiterlesen

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17. November 1973: blutige Niederschlagung der Studentenrevolte gegen die Militärdiktatur


Video von Ioanna Kryona

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Aus der Niederlage lernen. Teil 4 – Video von TTT


ab Minute:Sekunde 6:55

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UN-Menschenrechtskommissar: „übereinandergestapelte“ Menschen. Politik der EU gegenüber den Geflüchteten ist „unmenschlich“

Eingesperrte Flüchtlingskinder im Hotspot Moria auf Lesbos. Foto: Salinia Stroux

Der UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra’ad al-Hussein bezeichnete die Politik der EU gegenüber den Geflüchteten am Dienstag als „unmenschlich“. Er bezog sich dabei darauf, was die EU in Lybien macht. N-TV.de schreibt in seiner Widergabe des Statements des UN-Menschenrechtskommissars:
„Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht länger die Augen verschließen vor dem „unvorstellbaren Grauen, das Flüchtlinge in Libyen ertragen“. Dem Kommissar zufolge waren UN-Mitarbeiter kürzlich beim Besuch von Auffanglagern in Libyen „schockiert“: Sie hätten „ausgemergelte und traumatisierte Männer und Frauen“ gesehen, die „übereinandergestapelt“ und eingesperrt gewesen seien.“
Dass die Politik der EU gegenüber den Geflüchteten unmenschlich ist, gilt auch für die Geflüchteten in Griechenland. Davon berichtet Barbara Lochbihler, außen- und menschenrechtspolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, die gerade aus Griechenland zurückgekehrt ist.

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Bewegung „Ich zahle nicht“

zahle nicht

Unsere Waffe: Die Solidarität / Bewegung „Ich zahle nicht“

Zum Beginn der Online-Zwangsauktionen von Immobilien

Von Ralf Kliche
Die Zeitung der Redakteure EFSYN berichtet am 9.11.2017 an einer Stelle davon, dass Ministerpräsident Tsipras in einer Rede vor Syriza-Abgeordneten betonte, dass „alle wirtschaftlichen Indikatoren auf eine voraussichtliche Erholung hindeuten“ und „die dritte Überprüfung ohne zusätzliche Maßnahmen abgeschlossen werden wird“ (1). An anderer Stelle berichtet EFSYN in derselben Ausgabe darüber, dass die Regierung jetzt zusätzliche gesetzliche Sicherheitsmaßnahmen beschlossen hat, um Notare angesichts der Ende November anlaufenden Zwangsauktionen von Immobilien vor Protesten zu schützen (2). Und damit hat Tsipras natürlich Recht, weil die Auktionen schon beschlossen waren. Damit erhalten Banken die Möglichkeit, die Zwangsversteigerung für Immobilien zu betreiben, deren Kredite nicht mehr bedient werden. Ihr Beginn war nur verschoben worden, um die Sanierung der Banken nicht durch zusätzliche Verschärfung der Wohnungsfrage zu belasten. Für diejenigen, die jetzt ihr Dach über dem Kopf verlieren sollen, stellt sich die Situation allerdings anders dar… Weiterlesen

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Die vergessenen Juden von Thessaloniki

Bundesarchiv_Bild

Demütigung der Juden von Thessaloniki durch die deutschen Besatzer am 9. Juli 1942. Foto: Bundesarchiv_Bild

Die Progrome des 9. November 1938 markieren den Übergang von der Diskriminierung der Juden in Deutschland zu ihrer systematischen Verfolgung und Ermordung. Anlässlich des 9. November posten wir einen Beitrag über die Geschichte der Juden von Thessaloniki – bis zu ihrer fast vollständigen Vernichtung durch Deutsche – und was nach dem Sieg über die Deutschen passierte.

Klaus Hillenbrand, taz.de
„Die vergessenen Juden von Thessaloniki
Überall Schatten
Thessaloniki nannte man einst Jerusalem des Balkan. Dann kamen die Nazis. Die Erinnerungen sind erloschen, die Stadt will griechisch sein.“
weiterlesen

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