Spendenaktion: Wärme für Geflüchtete auf Lesbos im Winter

Wärme für Geflüchtete auf Lesbos im Winter
Spendensammlung des Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin

Der nächste Winter steht vor der Tür. Die ohnehin katastrophalen Lebensbedingungen der Geflüchteten auf Lesbos haben sich weiter verschlechtert. Noch mehr Menschen, die im Lager Moria auf engem Raum, teilweise in Sommerzelten, leben und nun in der Kälte stundenlang nach Essen und heißen Getränken anstehen müssen. Andere sind vor der Gewalt im Lager geflohen und campieren ohne Unterstützung im Freien.
Wir möchten das Hope Project unterstützen. Die Kempsons sind eine britische Familie, die seit dem Jahr 2000 auf Lesbos lebt und arbeitet. 2015 haben sie das Hope Project gegründet und setzen seitdem ihre ganze Kraft für die Unterstützung der Geflüchteten ein. Sammelt mit uns Geld für warme Kleidung und Decken! Wärme für die Menschen, um einen weiteren Winter zu überstehen.
Spendenplattform:
mydonate.bt.com/…bundnisgriech

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„Schwere Vorwürfe gegen griechische Grenzpolizisten“

Grenzfluss Evros, Foto: Starliner (Wikipedia)

Griechenland. Drei Flüchtlinge sterben am Grenzfluss Evros“
Von Gerd Höhler, Frankfurter Rundschau, 05.12.2018:
„Griechische Beamte hatten sie zur Rückkehr in die Türkei gezwungen, wo sie wohl erfroren. Von „systematischen Pushbacks“ ist die Rede.
Schwere Vorwürfe gegen griechische Grenzpolizisten: Sie sollen drei Flüchtlinge, die aus der Türkei nach Griechenland kamen, zur Rückkehr über den Grenzfluss Evros gezwungen haben. Auf der türkischen Seite der Grenze fand man diese Woche ihre Leichen. Die drei Männer sind vermutlich erfroren.
Seit Jahren gibt es immer wieder Berichte, wonach griechische Grenzpatrouillen am Evros (türkisch: Meric) Migranten zur Rückkehr in die Türkei zwingen. Auch aus der Ägäis gibt es solche Meldungen. Das berüchtigte Pushback ist völkerrechtlich verboten. Die griechischen Behörden haben stets bestritten, dass es diese Praxis gibt. Jetzt erregt ein neuer Verdachtsfall großes Aufsehen in den türkischen Medien.
713 Migranten sollen in jüngster Zeit zur Rückkehr in die Türkei gezwungen worden sein.
Diese Woche wurden in den grenznahen türkischen Dörfern Serem, Akcadam und Adasarhanli die Leichen von drei Flüchtlingen gefunden. Sie waren vermutlich erfroren. Näheres soll eine Obduktion klären. Unterdessen nahm die türkische Polizei einen Afghanen im Grenzgebiet fest. Er war nach eigenen Angaben mit einem der drei tot aufgefundenen Männer über den Fluss nach Griechenland gekommen. Dort wurden sie von der Polizei aufgegriffen und mit zwei Booten über den Fluss ans türkische Ufer zurückgebracht, berichtete der 29-Jährige laut der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.“ weiterlesen

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Sarah Mardini und die anderen Beschuldigten aus Haft entlassen

Sarah Mardini und die anderen Inhaftierten der Flüchtlingshilfeorganisation ERCI werden, bzw. wurden freigelassen. Die Kaution von 5000,- Euro für Sarah Mardini stellte das Bard College Berlin, an dem Sarah Mardini studiert, zur Verfügung. Laut der Zeitung Kathimerini scheinen Justizkreise die Anklagen der Polizei mittlerweile in Frage zu stellen. Der Koordinator von ERCI auf Lesbos sei aus diesem Grund bereits im letzten Monat freigelassen worden. 30 ehrenamtliche und angestellte Mitarbeiter von ERCI sind wegen Schlepperei, Geldwäsche und sogar  Spionage angeklagt. (Siehe Bericht des Tagesspiegels).

So sehr die Freilassung zu begrüßen ist – das Verfahren gegen die Angeklagten läuft weiter und die Kriminaliserung von Flüchtlingshelfern zeigt Wirkung: Auf Lesbos soll es nur noch ein einziges NGO-Boot zur Rettung von Flüchtenden aktiv sein. (Siehe Arte-Bericht)

 

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Arte-Film: Sarah Mardini seit August im Gefängnis


Weitere Beiträge über Sarah Mardini

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>„Makedonien“-Problematik spaltet nun auch Griechenlands Schüler<

Schüler-Demonstration am 29.11.2018 in Athen mit dem Motto „Faschisten aus den Schulen raus“. Foto: Griechenland Zeitung

Von Elisa Hübel, Griechenland Zeitung, 30. November 2018:
>„Makedonien“-Problematik spaltet nun auch Griechenlands Schüler.
In Griechenland stehen zahlreiche Schulen unter Besetzungen. Vor allem in Nordgriechenland protestieren Schüler damit gegen die Nutzung des Begriffs „Mazedonien“ durch das Nachbarland FYROM. Doch es gibt auch Gegenproteste. Einige politische Parteien versuchen, die Lage für sich auszunutzen.
Viele Schulen in Griechenland sind derzeit von Schülern besetzt. Wie das Bildungsministerium am Donnerstag bekannt gab, sind 13,9 % der Bildungseinrichtungen besetzt.
Die meisten dieser Aktionen werden in Nordgriechenland durchgeführt. Das Ziel ist ein außenpolitisches. Die Schüler protestieren gegen eine Lösung der Namensfrage der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM). Eine entsprechende Vereinbarung haben im Sommer die Außenminister der beiden Länder unterzeichnet. Künftig soll das Nachbarland „Republik Nordmazedonien“ heißen. Dieser Name hat bereits das Parlament in Skopje passiert. Nun muss noch die Volkvertretung in Athen dafür stimmen. < weiterlesen

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Freisprüche für die Goldminen-Aktivisten

Transparent: Solidarität mit den Kämpfern auf der Chalkidiki, Sofortige Freilassung, Raus mit Eldorado

Von Ralf Kliche
Mit Freisprüchen endete am Freitag, 30.11.2018 das Gerichtsverfahren gegen insgesamt 21 Aktivisten der Anti-Goldminen-Bewegung vor einem Berufungsgericht in Thessaloniki. (1)
Die Anklage ging zurück auf Ereignisse aus dem Februar 2013. Damals wurden im Rahmen des Widerstandes gegen den Betrieb der Goldmine in Skouries, Chalkidiki auch Baufahrzeuge des Konzerns angezündet. Die Aktivisten waren von der Polizei als Verantwortliche ausgemacht worden und u.a. des Raubes, des Besitzes von Sprengstoff, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und des versuchten Mordes angeklagt worden. Es handelte sich um ein reines Strafverfahren, das geschädigte Unternehmen „Ellinikos Xrysos“ war nicht als Nebenkläger aufgetreten. Weiterlesen

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„Syriza wird repressiv“

Eric Vernier (CC BY-SA 2.0)

Von Costas Lapavitsas und Stathis Kouvelakis, Ada Mag:
Syriza wird repressiv. Die Regierung von Alexis Tsipras versprach ein Ende der Kürzungspolitik. Doch sie verteidigt die Banken gegen die Opfer von Zwangsversteigerungen und verfolgt alle, die sich dagegen auflehnen.
Innerhalb der internationalen Linken ist bei vielen der Eindruck entstanden, die Lage in Griechenland würde sich langsam zum Besseren wenden und mit der Syriza-Regierung sei weiterhin eine linke Kraft an der Macht, welche die Interessen von Arbeiterinnen und Armen unter schwierigen Bedingungen verteidige. Für alle, die solche Ansichten vertreten, gab es in letzter Zeit einige böse Überraschungen.
Die bittere Realität ist, dass seit sich Tsipras und seine Regierung der Troika (EU, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) unterworfen haben sie die neoliberale Politik aller griechischer Regierungen seit dem ersten Schuldenpakt mit der Troika im Jahr 2010 fortgeführt haben.“ weiterlesen

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