Chefprivatisierer in Superman-Torte

Keeptalkinggreece, 21.4.2021: .“Minister, der große griechische Unternehmen privatisierte, wurde als …Superman vorgestellt.
Der Minister für Arbeit und Soziales, Costis Hatzidakis, feierte seinen Geburtstag mit einer Torte, die so kontrovers dekoriert war, dass die Griechen zunächst dachten, sie sei das Produkt eines Photoshops von einem Social-Media-Troll.

Die Torte war mit den Zuckerpasten-Logos der öffentlichen Unternehmen dekoriert, die Hatzidakis in seiner Zeit als Entwicklungsminister privatisiert hatte.

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Fallschirmjägervereinigung hatte Genehmigung, 80 Jahre Nazi-Überfall auf Kreta vor Ort zu feiern

Erschießung griechischer Zivilisten durch deutsche Fallschirmjäger, Kreta, 2. Juni 1941. Bild: Bundesarchiv, Bild 101I-166-0525-30 / Weixler, Franz Peter / CC-BY-SA 3.0

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 20. April 2021:
„Fallschirmjägervereinigung mit Verbindung zur Nato und zur Ukraine wollte Überfall der deutschen Nazi-Truppen auf die Insel positiv gedenken. „Wir werden ihre Tapferkeit nie vergessen“
Auf Kreta wollte eine Fallschirmjägervereinigung, die European Paratroopers Association, der Premiere der „first strategic airborne operation in history“, ersten strategischen Luftlandeoperation der Geschichte, gedenken. Sie wollten ihre gefallenen „airborne brothers“ ehren.
Zum Event hatten sie ein Plakat veröffentlicht, auf dem sie explizit schrieben, dass „80 Jahre vergingen seit die Elite-Truppen des Dritten Reichs absprangen und die Insel Kreta eroberten. Wir werden ihre Tapferkeit nie vergessen“.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Vereinigung in Griechenland mit Feierstunden aktiv wird. Im vergangenen September, am 21. des Monats, marschierten sie von Lamia nach Sparta, um der Schlacht der Spartaner gegen die Perser in der Antike zu gedenken.
Auch nach der Absage des Events auf Kreta wird der Sparta-Marsch für 2021, wo er am 18. September stattfinden soll, beworben. Interessierte können gegen sich gegen einen Geldbeitrag registrieren, bekommen jedoch im Fall der Absage keine Erstattung.
Das antike Sparta, die Spartaner und die aufopfernde Schlacht der 300 unter ihrem König Leonidas bei den Thermopylen, das ist ein Thema, dessen sich auch Rechtsradikale angenommen haben.
„European Paratroopers“: Nato-Lieferant mit Trainingsevents in der Ukraine
Interessant an der in Italien mit Hauptquartieren und in der Slowakei mit einem Trainingslager registrierten Vereinigung ist, dass sie in ihrem Präsidium auch Griechen hat. Zwischenzeitlich waren auch ein aktiver griechischer Polizeioffizier sowie ein weiterer Grieche als Mitglied des Präsidiums eingetragen. Ihre Namen verschwanden jedoch auf der Internetpräsenz, nachdem die Affäre um Kreta bekannt wurde.
Die Vereinigung rühmt sich, als offizieller Lieferant der NATO eingetragen zu sein. Eine Tatsachenbehauptung, welche sich auf der Internetpräsenz der NATO verifizieren lässt. Aktuell hat die Vereinigung mehrere Trainingsevents für Fallschirmspringer in der Ukraine im Programm.“ weiterlesen

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Aktionen gegen Autoritarismus in Griechenland in vielen Ländern

zu den Aktionstagen

viele Fotos aus vielen Ländern

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5 Jahre Ölausgabe in Bochum

Im fünften Jahr ihres Olivenölprojekts „Öl-Connection Ruhr“ zieht die Initiative Hellas-Solidarität Bochum eine positive Bilanz. Seit 2017 ist es den Mitgliedern der Initiative gelungen, insgesamt rund 20.800 Liter qualitativ hochwertiges Olivenöl nachhaltig vom Südpeloponnes nach Bochum zu bringen. Mittlerweile bestellen bei ihrer Kampagne „Öl-Connection Ruhr“ mehr als 700 Bochumer*innen jährlich ihr Olivenöl, das von der Erzeugerkooperative „Messinis Gäa“ aus dem griechischen Dorf Daras kommt. Die Bauern erhalten von den Bochumer*innen das Doppelte vom üblichen Marktpreis, was diese in die Lage versetzt, faire Löhne zu zahlen und nachhaltig zu wirtschaften. Jeweils 1 Euro pro Liter geht außerdem an soziale Hilfsprojekte in Griechenland, z. B. für eine Soziale Arztpraxis und Apotheke, Kinderheime und Geflüchtete in Griechenland. In diesem Video kommen alle Akteur*innen zu Wort: Produzent*innen und Konsument*innen des Olivenöls, die Bochumer Initiative und die vielen Unterstützer*innen des Projekts. Bilder aus der Anbauregion auf dem Peloponnes und von der Ölausgabe in Bochum runden den Film ab. (9 Minuten Deutsch/ Griechisch mit deutschen und griechischen Untertiteln). 

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Das neue Griechenland der Ordnung – der permanente Ausnahmezustand

Die Nea Dimokratia hat den Nach-Diktatur-Konsens aufgekündigt und findet durch die
Pandemie günstige Umstände für eine Politik zur Schaffung eines neuen Mainstreams. Pavlos Roufos analysiert die herrschende Politik in Hellas.
„Was die aktuelle Situation jedoch zeigt, ist, dass die ständigen Sparmaßnahmen keine vorübergehende Lösung waren. Sie sind hier, um zu bleiben.“
Von Pavlos Roufos, brooklynrail.org, April 2021:
Governing the Ungovernable
“Your days are over.” This is what Greek policemen shouted at a group of lawyers who were being (illegally) prevented from getting access to their clients, who had themselves been (illegally) detained for attempting to start a demonstration which, in a typical indication of the government’s recent disregard for its own authoritarian laws, had not been officially declared illegal. This particular exchange, which took place outside the central headquarters of the police in Athens, on March 6, 2021, could have passed unnoticed. The structural role of the police is such, after all, that a wide spectrum of similar attitudes diachronically accompanies the exercise of the “monopoly of legitimate violence.” If there is something that renders it noteworthy, however, it is the fact that in the contemporary context, such moments perfectly capture an increasingly common form of governance of an ungovernable world.“
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Globale Aktionstage gegen Autoritarismus in Griechenland

Poster: Jo Di

Am 17. und 18. April werden Gruppen von griechischen Migrant*innen aus Australien, Spanien, Frankreich, Irland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Norwegen, Dänemark, Schweden und Deutschland einen Aktionstag gegen Autoritarismus organisieren. Auch München und Berlin sind beteiligt.
München
Sonntag, 18. April 14:00 Uhr am Karlsplatz
Veranstalter: Münchner Initiative gegen den repressiven Staat in Griechenland, Griechische kämpferische Bewegung in Deutschland
Berlin
Veranstalter: Reakt-Aktion against Repression und Soli Tsoli
The two groups invite everybody who wants to protest against police authoritarianism and express their anger, indignation, opposition to raise individual banners in different locations in Berlin.
• Write a slogan (preferably in English) on one or more placards.• Choose a recognisable part of the city (monuments, parks, etc.).• Take a photo (or video).• Wear a mask if you choose to appear in the photo.• Upload the photo in this event or send it per message to ReAKT-Action Against Repression.• Put the hashtag #Migrants_against_Authoritarianism_in_Greece on your banner.
The photos will be collected by the event management and will be made available to the greek press as part of the international weekend, along with the actions of other cities.***Deadline for sending the material: Sunday, 18/4 18:00 (Berlin local time).***To accompany the individual actions, we are gathering on Sunday, 18 April at 13:00.

Liste der Veranstalter:
Australien:
Initiative against Police Impunity (Sidney)
Niederlande:
REINFORM (den Haag)
Belgien:
Grecques solidaires de Belgique (Brüssel)
Spanien:
GR Solidarity Initiative (Barcelona)
Frankreich:
Initiative des travailleurs.euses et étudiantes grecques à Paris (Paris)
Großbritannien:
Bewegung der Einwohner von Birmingham gegen Polizeiherrschaft (Birmingham)
Greek Migrant Solidarity Initiative Scotland (Edinburgh)
Real Democracy Now Edinburgh GR (Edinburgh)
Solidary Edinburgh (Edinburgh)
Greek Solidarity Network UK (London, Birmingham, Bristol, Edinburgh, Newcastle, Brighton, Loughborough)
Norwegen:
IRANT (Oslo)
Ireland:
Greek Solidarity Ireland (Dublin)
Schweden:
Initiative der Bewohner Uppsalas gegen die Polizeiherrschaft (Uppsala)
Göteborger Bürgerinitiative gegen Autoritarismus und Polizeiarbeit in Griechenland (Göteborg)
Dänemark:
Initiative von Dänen gegen Autoritarismus und Polizeiherrschaft in Griechenland (Kopenhagen)
Deutschland:
Münchner Initiative gegen den repressiven Staat in Griechenland (München)
Griechische kämpferische Bewegung in Deutschland (München)
Reakt-Aktion against Repression (Berlin)

Manifest zu den Aktionstagen (englisch und weiter unten griechisch)
We are migrants from Greece. We are those who were forced to leave our country or cannot return, because of the financial crisis brought upon us by the memoranda agreements.
The political developments in Greece and the intensifying state and police authoritarianism, brutality and oppression fill us with rage.

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Touristen, willkommen – Einheimische im Hausarrest

Aus dem Newsletter von AthensLive, 10.4.2021:
„Die Zahl der Todesfälle im Lande steigt weiter an, und die täglichen Fälle brechen einen Rekord nach dem anderen. Trotzdem soll Griechenland entschlossen sein, am 14. Mai für den Tourismus zu öffnen, wie Tourismusminister Haris Theocharis am Montag im Parlament erklärte. Er versprach, dass wir sicher öffnen werden, „trotz der Gefahr“. Da wir uns noch an das absolute Fiasko des letzten Jahres erinnern, fällt es schwer, dies zu glauben. Der Minister sagte, dass entweder eine Impfung oder ein negativer PCR-Test und eine Probenentnahme bei der Ankunft Vorbedingungen für die Touristen wären (Ist das so lange der Fall, bis TUI seine Vorbedingungen stellt, wie im letzten Jahr, als der Premierminister einen Rückzieher machte und sogar eine eintägige Quarantäne für die Testergebnisse der Touristen aufhob, nachdem das Unternehmen gedroht hatte, alle Reisen nach Griechenland zu stornieren)? Inzwischen wurde auf Kreta der erste positiv auf Covid19 getestete Tourist registriert.
Theocharis sagte: „Es wird keine Diskriminierung von Touristen geben, die nicht geimpft sind. Alle Menschen werden reisen dürfen.“ Und das zu Recht.

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Wer beauftragte den Mord an dem Journalisten Giorgos Karaivas?

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 10. April 2021:
Griechenland: Die Ermordung eines Journalisten und viele mögliche Motive
Giorgos Karaivaz schrieb über Polizeiarbeit, Kriminalität und Korruption. Am Freitag wurde er auf offener Straße erschossen
Der griechische Journalist und Blogger Giorgos Karaivaz wurde am Freitag kurz nach 14 Uhr in Alimos, einem Vorort von Athen auf offener Straße erschossen. Seit Jahrzehnten war er einer der führenden Kriminalreporter des Landes. Abseits seiner, seit den neunziger Jahren intensiven Tätigkeit für das griechische Fernsehen betrieb er mit dem bloko.gr als Herausgeber und Chefradakteur ein Internetmagazin, das sich auf den Themenkomplex Polizei und Kriminalität in Griechenland spezialisiert hat. Seine Mitarbeiter schrieben dort am Freitag:
„Trauer – Giorgos Karaivaz, der Gründer und Inhaber von bloko.gr, ist nicht mehr unter uns. Einige haben beschlossen, ihn mit Kugeln zum Schweigen zu bringen, damit er aufhört, seine Texte zu schreiben.
Er wurde vor seinem Haus hingerichtet. Für uns, die wir in den letzten Jahren mit ihm zusammengearbeitet haben, hat er uns in schwierigen Zeiten geführt, wir haben zusammen Wein getrunken, er hat uns mit seiner Freundschaft geehrt, jetzt erleben wir sehr schwere Stunden.
Die Freunde Spyros Levidiotis, Manolis Asariotis“
Zahlreiche mögliche Motive
Für alle Beobachter in Griechenland steht außer Frage, dass Karaivaz im Zusammenhang mit seiner Arbeit ermordet wurde. Sein Tod wirft Fragen auf: Wem ist er mit seinen Reportagen zu nahe getreten? Der Journalist hatte vor allem in den vergangenen Wochen zahlreiche Reportagen über Missstände innerhalb der Polizei, Korruption und Amtsmissbrauch sowie einen begründeten Verdacht der politischen Einflussnahme auf Ermittlungsbehörden veröffentlicht.“ weiterlesen

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Der König spendiert weitere Almosen

Mitsotakis als Gönner

Seit Beginn der Pandemie wurde heftig kritisiert, dass es in überfüllten Athener Bussen unmöglich ist, Abstand zu halten. Da Mitsotakis als guter Neoliberaler die Privatisierung öffentlicher Dienstleisungen auf dem Programm hat, ist nichts passiert, um die Buspassagiere vor einer Virusinfektion im Bus zu schützen.

Jetzt hat die griechische Regierung – nach über einem Jahr Pandemie – Busse geleast. 40 Busse sind einsatzbereit. 260 weitere sollen kommen. Allerdings sind sie nicht so ausgestattet, wie Virologen empfohlen haben. Die Busse haben kaum Fenster, die zum Lüften geöffnet werden können und sie haben auch nur zwei Türen – statt wie empfohlen drei.

Reiche fahren nicht mit Bussen. Quelle

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Spiegel: „Tausende Flüchtlinge fliehen aus Griechenland nach Deutschland“

Spiegel online, 09.04.2021:
Verärgerung in der Bundesregierung – Tausende Flüchtlinge fliehen aus Griechenland nach Deutschland
Weil Griechenland anerkannte Flüchtlinge schlecht behandelt, reisen viele nach Deutschland und beantragen erneut Asyl. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Bundesregierung Athen dafür scharf kritisiert.
In der Bundesregierung wächst der Ärger über den Umgang Griechenlands mit Flüchtlingen. Hintergrund ist die seit Monaten große Zahl an Menschen, die nach Deutschland weiterreisen, obwohl sie von den griechischen Behörden schon als schutzberechtigt anerkannt wurden. Nach SPIEGEL-Informationen kamen allein am Osterwochenende an deutschen Flughäfen mehr als 300 meist afghanische Flüchtlinge mit Linienmaschinen an und beantragten umgehend Asyl.
Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) haben in den ersten drei Monaten des Jahres rund 2900 Männer und Frauen, die bereits in Griechenland anerkannt wurden, einen neuen Asylantrag in Deutschland gestellt.“ weiterlesen

Siehe auch „Ziel Deutschland-fluchtlinge-fliehen-vor-obdachlosigkeit-und-armut-in-griechenland“


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