3-Milliarden-Euro-Deal: Griechenland kauft israelisches „Achilles-Schild“

Von Ioannis Karagiorgas, Euronews 31/08/2026:
3-Milliarden-Euro-Deal: Griechenland kauft israelisches „Achilles-Schild
Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums baut Israel in Griechenland ein umfassendes, mehrschichtiges Luftverteidigungssystem auf, das vollständig aus israelischen Systemen besteht.
Die Verteidigungsbeziehungen zwischen Griechenland und Israel treten in eine neue, deutlich operativere Phase.“
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Eine ausführlichere Darstellung der militärischen Verflechtung mit Israel lieferte Niels Kadritzke: HIER

Tvxs.gr, 31. August 2026:
Neue Linke: Die Mitsotakis-Regierung wird zum Satelliten Israels
Die Neue Linke spricht von einer Umwandlung Griechenlands in einen „Kunden, einen Vorposten und einen militärischen Satelliten Israels“. Mit diesen Worten kommentiert sie die Unterzeichnung des Abkommens zwischen Griechenland und Israel bezüglich des „Schildes des Achilles“, des Luftabwehr-, Raketenabwehr- und Drohnenabwehr-Schutzschilds.

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Inhaftierter Neofaschist schwört politisches Comeback

Logo der Partei „Spartianer“ im Parlament, die Kasidiaris beherscht

Von Sarantis Michalopoulos, EURACTIV.com 31.8.2016:
Inhaftierter griechischer Neofaschist schwört politisches Comeback
Ilias Kasidiaris, eine führende Persönlichkeit der neonazistischen Partei Goldene Morgenröte, verspricht eine Rückkehr, die in den kommenden Wochen „für eine Überraschung sorgen wird“.
Die bevorstehende Entlassung aus dem Gefängnis von Ilias Kasidiaris, einer führenden Persönlichkeit der neonazistischen Partei Goldene Morgenröte, bereitet Athen Kopfzerbrechen, nachdem er angekündigt hat, ein triumphales Comeback in der Politik zu feiern.
Kasidiaris sitzt seit sieben Jahren im Gefängnis, nachdem er wegen der Leitung einer kriminellen Vereinigung verurteilt worden war, doch seine politische Kampagnentätigkeit hat er nie eingestellt. Während seiner Bewährungszeit traf er sich mit Anhängern, hielt Kundgebungen ab und blieb auf Telegram und YouTube aktiv.
Sein Name tauchte im Sommer erneut auf, als der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk auf seinem X-Account eine Darstellung von Kasidiaris teilte, wonach dieser von der Justiz im Zusammenhang mit seinem Antrag auf vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis ungerecht behandelt worden sei.“
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Mehr dazu, wie es Kasidiaris seit Jahren gelingt, aus dem Gefängnis heraus Parteien zu beherrschen, von denen eine sogar aktuell Parlamentssitze hat, beschreibt dieser Beitrag von AthensLive News 370 (nach der Zwischenüberschrift „Kasidiaris’s next Trojan horse“): https://steady.page/de/athenslivegr/posts/bddc8afb-da4d-4094-a47a-549d67767b1c

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Klage zum Überwachungsskandal beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Efsyn, 26.08.2026:
>“Thanasis Koukakis hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eine Beschwerde gegen Griechenland wegen der doppelten Überwachung durch den EYP und Predator eingereicht.
Im Mittelpunkt der Beschwerde steht die Weigerung der nationalen Behörden, den Fall unabhängig, unparteiisch und wirksam zu untersuchen.
Der Journalist Thanasis Koukakis wird vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Rechtsbehelf wegen der doppelten Überwachung durch den EYP und „Predator“ einlegen, wie sein Anwalt Zacharias Kesses, in einem Beitrag in den sozialen Medien bekannt gab.
Wie Herr Kesses mitteilte, wurde die Klage gegen Griechenland gestern, am Dienstag, eingereicht. …Dabei betonte er, dass „die Frage der objektiven Unparteilichkeit von besonderer Bedeutung ist, da der damalige Generalstaatsanwalt des Obersten Gerichtshofs, Konstantinos Tzavellas, die entsprechende Akte bearbeitet hat, obwohl er selbst im Jahr 2020 die Anordnungen zur Aufhebung der Geheimhaltung im Fall Koukakis unterzeichnet hatte, ohne sich zurückzuziehen oder sich für befangen zu erklären“.<

Zu kürzlichen Entwicklungen des Überwachungsskandals siehe: „Überwachung: Zerfall des Rechtstaates“

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Was verbindet Griechenland mit den Gefangenen in Stammheim und den Kriegen Israels und der USA? Die israelische Rüstungsfirma Elbit.

Foto: https://ulm5.info/de/

Griechenland wurde zu einem der engsten militärischen Verbündeten Israels (siehe dazu unten). Für Deutschland gilt das schon lange. Eine große Rolle spielt dabei für beide Länder die israelische Rüstungsfirma Elbit. Von ihr wird behauptet, sie sei der „wichtigste Ausstatter für völkerrechtswidrige Kriegshandlungen in Gaza“i . Am 8. September 2025 drangen „fünf Personen aus Deutschland, Großbritannien, Irland und Spanien – die zuvor überwiegend in Berlin lebten – in ein Gebäude am Hauptsitz von Elbit-Systems Deutschlandii in Ulm ein… Das Unternehmen fertigt dort militärische Kommunikationstechnik für internationale Streitkräfte.“iii Die fünf Aktivist*innen zerstörten Technik und andere Dinge im Gebäude von Elbit-Systemsin Ulm. Sie wurden verhaftet und verbringen seitdem unter z.T. unmenschlichen Bedingungen (siehe dazu den Bericht von Kontextwochenzeitung iv ) in sogenannter Unterschungshaft in Stuttgart-Stammheim v. Der Prozess gegen sie – u.a. wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung – begann im April dieses Jahres und soll voraussichtlich bis Anfang 2027 dauern.

Foto: https://www.instagram.com/keep.elbit.out/p/DbseEN8jQl2/?hl=de
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Von Räumung bedrohte Gemeinschaft Prosfygika: Neuer Stand

Nagaremono, CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0, via Wikimedia Commons

JungeWelt.de 04.07.2026:
„Erfolgreicher Widerstand der von Räumung bedrohten Gemeinschaft Prosfygika in Athen
Die Kampagne »Internationalisten schützen Prosfygika« informierte am Freitag über den Erfolg der von Räumung bedrohten selbstverwalteten Gemeinschaft in Athen: Nach fünf Monaten ununterbrochener Proteste hat die Gemeinschaft der besetzten Prosfygika einen vielschichtigen Sieg errungen. Diese Woche beantwortete die Europäische Kommission die parlamentarische Anfrage zur Rechtmäßigkeit der Räumungspläne, die von 33 Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus verschiedenen Fraktionen gestellt worden war. Die Europäische Kommission, die angeblich für die Finanzierung des Gentrifizierungsplans verantwortlich war, bestätigte die Rechtswidrigkeit der Räumung und das Fehlen von Fördermitteln; es wurden entgegen den Behauptungen der Regionalregierung niemals Mittel für diesen Plan bewilligt.
In ihrer Antwort hieß es eindeutig: »Die griechischen Behörden haben der Kommission mitgeteilt, dass bislang keine Ausschreibung zur Aufnahme des Prosfygika-Projekts in das Regionalprogramm ›Attika‹ veröffentlicht wurde. Da kein Vorhaben für eine EU-Förderung ausgewählt wurde, liegen der Kommission keine projektspezifischen Informationen vor.« „
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Athen setzt sich in der EU mit Ausnahmeregelung für russische LNG-Transporte durch

Griechenland Zeitung, 01. August 2026:
Athen setzt sich in der EU mit Ausnahmeregelung für russische LNG-Transporte durch
Griechenland hat sich in Brüssel erfolgreich gegen geplante Einschränkungen beim Transport russischen Flüssigerdgases durchgesetzt. Die Entscheidung sorgt vor allem für Erleichterung beim griechischen Reeder George Prokopiou, dessen Unternehmen eine bedeutende LNG-Tankerflotte betreiben und eng mit dem russischen Energieprojekt Yamal LNG verbunden sind.“
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Zu seinem „Geschäft mit Todesfahrten“ in der Straße von Hormus und zum schillernden Miliardär Prokopiou allgemein siehe: Geschäft mit „Todesfahrten“

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Griechenlands Social-Media-Verbot für Kinder droht zum Papiertiger zu werden

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis 29. Juli 2026:
„Athen wollte Meta, TikTok und X zur staatlichen Alterskontrolle verpflichten. Doch der EU-Rechtsrahmen macht den nationalen Alleingang weitgehend wirkungslos.
Bereits seit 2025 kündigt die griechische Regierung an, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren von sozialen Netzwerken fernhalten zu wollen.
Es ist ein ähnlicher Vorstoß, wie ihn aktuell auch Frankreich ins Auge fasst. Das griechische Verbot soll ab 1. Januar 2027 gelten. Premier Kyriakos Mitsotakis hat die Maßnahme des Jugendschutzes zur Chefsache erklärt. Vor rund drei Monaten wandte er sich persönlich an die Jugend.“
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75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention – Feiertag, Trauertag, Todestag?

„Die griechische Küstenwache tötet weitere 15 Menschen“, „Äh, ja!“, „Verstehen Sie nicht, dass wir Angst haben, dass sie unsere Kultur verändern könnten?“Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Gestern jährte sich die Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention zum 75ten Mal. Pro Asyl kommentiert das mit einem Beitrag, der mit den Worten „Feiertag, Trauertag, Todestag?“ beginnt (s.u.).
Aus Anlass des Jahrestages startete das UNHCR (das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen) die Kampagne „The Promise“ („Das Versprechen“; siehe dazu unten den Link des UNHCR). Es geht um „eine öffentliche Solidaritätserklärung, die Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen zusammenbringt, um ihre Unterstützung für Flüchtlinge und das Recht, Schutz zu suchen, erneut zu bekräftigen.“ Zu den 75 ersten Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gehören der Bürgermeister von Athen, Haris Doukasi, die griechische Sängerin Marina Satti ii sowie die griechischen Gewinner des UNHCR-Preises Nansen 2016 aufgrund der Solidarität mit den neu angekommenen Flüchtlingen, die Aktivistin Efi Latsoudi und das „Griechische Rettungsteam“ iii.

Pro Asyl, 28. Juli 2026 iv :
„Zum Jubiläum: Die Genfer Flüchtlingskonvention unter Dauerbeschuss
Feiertag, Trauertag, Todestag? Ein Blick in die Berichterstattung zeigt, mit welch gemischten Gefühlen der 70. Geburtstag der Genfer Flüchtlingskonvention begangen wird. Am Lautesten feiern pflichtgemäß die Regierungen in Europa, die morgen den Kern der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) wieder vergessen haben und ihn mit Füßen treten werden.“
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UNHCR 28. Juli 2026 v:
>Zum 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention: 75 Stimmen aus aller Welt schließen sich UNHCR an und starten „The Promise“<
Weiterlesen und Text der Solidaritätserklärung

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Odyssee III : Held oder Gauner?

Ich kann den Film von Christopher Nolan empfehlen. Odysseus kommt nicht als der strahlende Held daher, den viele von uns vielleicht von anderen Filmen oder Büchern in Erinnerung haben. Er ist übermenschlich effektiv in den vielen Kämpfen auf Leben und Tod, die gezeigt werden – erinnert insofern an Superhelden. Aber der Film gibt viele Hinweise für eine kritische Sicht auf den Heldennmythos. Ich denke der Film macht Lust auf Lesen über Odysseus.
Ich empfehle als Lektüre das Buch „Odysseus. Mythos und Wahrheit“ i, das gerade anlässlich des Nolan-Films veröffentlicht wurde. Der Althistoriker Raimund Schulz dekonstruiert darin das idealisierte Bild des antiken Sagenhelden und bettet die Odyssee in ihren realen historischen Kontext ein.
Er entzaubert den Helden. Die Figur Odysseus ist in der Odyssee kein strahlender Held, keine Idealfigur, sondern ein „Trickster“. Odysseus wird nicht als moralisch makelloser Vorbildheld dargestellt, sondern als skrupelloser Überlebenskünstler, Pirat und Gewaltmensch, der über Leichen geht. Er sichert sein Überleben und seinen Erfolg durch Täuschung, Lügen, Hinterhalte und Schliche, was ihn eher zu einem „Schlaukopf“ mit dem Gebaren eines Seeräubers macht.
Laut Raimund Schulz spiegelt er damit eine brutale historische Realität, das ungeschminkte Antlitz der archaischen Zeit. Das Epos spiegelt die reale, fragile Übergangsepoche der griechischen Antike wider, die von massiver Unsicherheit, politischer Instabilität, Raub und existenziellen Ängsten geprägt war.

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Odyssee II : Die Bedrohung des Peloponnes durch Nolans Odysseus

Die Bucht von Voidokilia. Foto: By Fæ – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11542225

Von Isabel Armbrust.
Christopher Nolans Odyssee ist auch in Griechenland ein prominentes Thema. Die athens-times berichtete zum Kinostart von einer begeisterten Aufnahme durch das Publikum, die allerdings auch von kritischen Tönen durchsetzt gewesen sei: Eine Minderheit habe z.B. Unbehagen über eine allzu offensichtliche Anlehnung des Films an aktuelle gesellschaftliche Themen geäußert und ihn „woke Mythologie“ genannt. Und die Besetzung einiger Rollen wie z.B. die der Helena mit Lupita Nyong’o war insbesondere in den sozialen Medien umstritten.
Aber auch die Folgen des Drehs einiger Filmszenen auf dem Peloppones beschäftigen die Menschen in Griechenland. Denn es könnte, wie indicator.gr berichtet, in der wasserarmen Region Messenien zu einem unkontrollierbaren Touristenboom kommen.
Mehr erfahren:

Indicator.gr, 20. Juli 2026 :
„Die Bedrohung des Peloponnes durch Nolans „Odysseus“ – Ein ökologischer Reisebericht des Guardian“ i
Voidokilia und die gesamte Region Messenien stehen aufgrund der Dreharbeiten zu Christopher Nolans „ Die Odyssee “ erneut im Mittelpunkt des internationalen Interesses. Die Filmproduktion, die beeindruckende Ticketverkäufe verzeichnet, dürfte noch mehr Besucher anlocken. Das löst in einer Region, die bereits durch den Klimawandel und die rasante Tourismusentwicklung stark unter Umweltdruck steht, Besorgnis aus.

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