
Von Isabel Armbrust
Beim Abbau von Arbeitnehmerrechten und dem Rückzug des Staates aus der Gewährung von Arbeitssicherheit (Stellen- und „Bürokratieabbau“) ist Griechenland Vorreiter in der EU. Für die Beschäftigten birgt diese Kombination große Risiken, wie der Fall der Violanta-Keksfabrik in Nordgriechenland zeigt. Dort verloren kürzlich 5 Arbeiterinnen bei der „angekündigten Katastrophe“ einer Gasexplosion ihr Leben. Warnungen von Gewerkschaftsvertreter_innen angesichts von Gasgeruch waren in den Wind geschlagen worden. Der jüngste Newsletter von AthensLive Wire berichtet über die Hintergründe der Katastrophe und verweist auf die dramatische Unterbesetzung von regionalen Arbeitsschutzbehörden.
AthensLive Wire 340:
>„Violanta“ war keine Tragödie – es war ein angekündigtes Unglück
Als wir unseren Newsletter vergangene Woche verschickten, waren die ersten Meldungen gerade eingetroffen. Am Montag hatte es eine katastrophale Explosion in der Violanta-Keksfabrik im Gebiet Trikala–Karditsa gegeben.
Unter den Trümmern des eingestürzten Daches wurden fünf Frauen tot geborgen:










