Corona im Lager Ritsona ausgebrochen

Erik Markquart News (Telegram), 6.4.2021:
„Im überfüllten Lager Ritsona in Griechenland ist Corona ausgebrochen. Einfachste Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und regelmäßige Handdesinfektion können aufgrund der unwürdigen Bedingungen aber schlicht nicht eingehalten werden.“

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Gedenkveranstaltung „6. April 1941 – Einmarsch der deutschen Truppen in Griechenland“

WO | Vor der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V. Mittelstraße 33, 12167 Berlin-Steglitz. Die Kundgebung findet im Freien statt, unter Beachtung der Vorschriften des Senats von Berlin zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Leider sind keine Anmeldungen mehr möglich.

WANN | 06.04.2021,   12–13 Uhr

PROGRAMM

Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V., Panagiotis Matlis.

Zeitzeugengespräch mit Kostas Balanos (94 Jahre, Berlin), der als Jugendlicher am griechischen Widerstand teilnahm und später die Militärdiktatur bekämpfte.
Das Gespräch führt Magda Resta-Petersdorff.

Grußbotschaftvon Gerry Woop, Staatssekretärfür Europa in der Berliner Senatsverwaltung.

Kostas Kosmas, Kreisvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen Steglitz-Zehlendorf, zur Debatte im Deutschen Bundestag auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen: „80 Jahre Überfall der Wehrmacht auf Griechenland“.

Christoph Ehmann (SPD), Staatssekretär a. D.Deutsche Kriegsschuld und Folgen für heute.

Schlussbetrachtung: Reiner Schiller-Dickhut (Respekt für Griechenland e.V.)

Moderation: Hilde Schramm (Respekt für Griechenland e.V.)

Veranstalter: Respekt für Griechenland e.V. | Kontakt: Hilde Schramm hilde.schramm@t-online.de

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Vor 80 Jahren (6.4.1941) überfiel die deutsche Armee Griechenland – Kriegsschuld wird systematisch geleugnet

Deutsche Artillerie beschießt griechische Verteidigungsanlagen

Was attac vor einem Jahr veröffentlichte, hat nicht an Aktualität verloren.
attac, 08.05.2019:
Griechenland: Deutsche Kriegsschuld wird systematisch geleugnet
Attac unterstützt Forderung nach Entschädigung

Das globalisierungskritische Netzwerk Deutschland Attac unterstützt die Entscheidung des griechischen Parlaments, Deutschland offiziell zu Entschädigungszahlungen aufzufordern.
„Deutschland muss endlich Verantwortung für Taten der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg übernehmen und in Verhandlungen über Entschädigungszahlungen eintreten. Es ist beschämend für uns Deutsche, dass die Griechinnen und Griechen 75 Jahre nach Kriegsende immer noch Gerechtigkeit einfordern müssen“, sagt Georg Brzoska von der Attac-Arbeitsgruppe Griechenland von Attac Berlin.
Die deutsche und die griechische Geschichte sind seit dem deutschen Wüten in Griechenland von 1941 bis 1944 furchtbar miteinander verstrickt. Am Ende des Krieges waren 9,5 Prozent der Griech*innen getötet oder invalide. Deutsche Soldaten verübten viele hundert, teils bestialische Massaker an Zivilist*innen. Die griechische Wirtschaft wurde systematisch ausgebeutet, so dass es zu Hungerkatastrophen und Massenelend kam. Die griechische Infrastruktur wurde zerstört und die Nationalökonomie ruiniert, wodurch Griechenland in den Status eines Entwicklungslandes zurückgeworfen wurde. Dazu kam eine so genannte Zwangsanleihe in Höhe von 476 Millionen Reichsmark (heute zwischen acht und elf Millarden Euro), die das besetzte Griechenland zwischen 1942 und 1944 an die Nazis zahlen musste.“ weiterlesen

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Widerstand gegen Liberalisierung der Wochenmärkte

Griechenlandzeitung, 5.4.2021:
„Am Mittwoch (7.4.) werden Verkäufer auf vielen griechischen Wochenmärkten ihre Produkte kostenlos abgeben. Damit wollen sie ihren Unmut gegen eine aktuelle Gesetzesnovelle des Ministeriums für Entwicklung und Investition zum Ausdruck bringen, mit der der Markt liberalisiert werden soll.

Vertreter der Branche wenden sich konkret dagegen, dass durch das zu verabschiedende Gesetz mehr Lizenzen an Nicht-Produzenten für die Wochenmärkte vergeben werden sollen, als das bisher der Fall ist. Derzeit handelt es sich bei etwa der Hälfte der Verkäufer um die Produzenten selbst, die ihre eigenen Produkte absetzen.“ weiterlesen

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„Ein Krankenhausarzt wurde gefeuert, weil er für Gerechtigkeit kämpfte.“

das Krebskrankenhaus Aghios Savvas in Athen

athenslive-Newsletter vom 3.4.2021:
Ein Krankenhausarzt wurde gefeuert, weil er für Gerechtigkeit kämpfte.
In diesen Tagen mussten wir die Verfolgung eines Krankenhausarztes beobachten, der anscheinend die Regierungserzählung über die Situation in den Krankenhäusern verdorben hat. Der Radiologe Kostas Katarachias ist Berichten zufolge der einzige Honorararzt, dessen Vertrag nicht bis Oktober verlängert worden ist. Nachdem er aus Rache vom größten Krebskrankenhaus des Landes Aghios Savvas auf die Intensivstation des Sotiria-Krankenhauses versetzt wurde, wurde er darüber informiert, dass sein Vertrag in wenigen Tagen auslaufen würde. Katarachias hatte als Vorsitzender der Angestelltengewerkschaft des Aghios Savvas Krnankenhauses öffentlich gemacht, dass der von der Regierung eingesetzte Krankenhausmanager eine interne Untersuchung gegen drei seiner Kollegen angeordnet hatte, weil… sie am Coronavirus erkrankt waren, in dem offensichtlichen Bestreben, den Ärzten die Schuld an den Mängeln des Krankenhauses zu geben. Katarachias kämpfte gegen diese Untersuchung. Am Dienstag ging die Bereitschaftspolizei mit Tränengas gegen Krankenhausmitarbeiter vor, die sich vor dem Gesundheitsministerium versammelt hatten, um gegen die Entlassung von Katarachias zu protestieren. Die Beamten des Ministeriums lehnten es ab, mit den Vertretern der Krankenhäuser zu sprechen.
Die Klage von Katarachias vor Gericht, seine Entlassung vorübergehend auszusetzen, wurde am Donnerstag abgewiesen. Der Anwalt des Arztes erklärte, dass die Regierung vor Gericht juristisch und politisch interveniert habe, da der Staat durch einen Anwalt, der den 1. Gesundheitsbezirk vertritt, zugunsten der Krankenhausverwaltung und gegen Katarachias interveniert habe. Außerdem war der Rechtsberater des Gesundheitsministeriums im Gerichtssaal anwesend. Gleichzeitig gab die Krankenhausverwaltung laut Katarachias zu, dass nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus seine Stelle unbesetzt bleiben wird.

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Aktionen gegen Brutalität und Misshandlungen durch Polizisten

Am Sonntag, dem 28.3.2021 wurden in verschiedenen Städten Kundgebungen gegen Polizeirepression in Hellas durch geführt.

München
und Berlin mit Rap und Performance. Quelle: reAKT.AKTION against repression
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Frauenrechte vor und während der Krise

Hunderte griechische Künstler*innen solidarisierten sich unter dem Motto „wir sind alle zusammen“ Anfang des Jahres auf Instagram mit den Opfern sexueller Gewalt

Von Margarita Tsomou, veröffentlicht vom Goethe Institut USA:
Genderpolitik in Griechenland
Frauenrechte vor und während der Krise

Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben Frauen in Griechenland sukzessive rechtliche Gleichstellung erreicht. Dabei veränderten sich zwar auch traditionelle Rollenbilder, für eine nachhaltige Reform müssen sich Feminist*innen jedoch nach wie vor engagieren. Die Herausgeberin des Missy Magazine Margarita Tsomou gibt einen Einblick in historische Errungenschaften und gegenwärtige Auseinandersetzungen. 
Seit die Frauenrechtlerin Kalliroi Parren im Jahr 1887 die erste Zeitschrift für Frauenrechte (Εφημερίς των Κυριών) in Griechenland gründete, engagieren sich griechische Frauen erfolgreich für ihre Rechte. Der Forderung Parrens nach dem vollen Wahlrecht für Frauen wurde 1956 stattgegeben. Schon im gleichen Jahr wurden die ersten Frauen in politische Ämter gewählt. Nach sieben Jahren Militärdiktatur wurde im Jahr 1975 der Grundsatz zur Gleichstellung von Frau und Mann in die griechische Verfassung aufgenommen. In den 1980er Jahren wurde zudem ein Gesetz für Schwangerschaftsabbrüche verabschiedet, das immer noch zu den liberalsten in Europa zählt. So hat das Land eine vergleichsweise gute Gesetzesgrundlage für Gleichberechtigung, was jedoch nicht bedeutet, dass feministisches Engagement obsolet geworden ist: Besonders heutzutage setzt sich eine steigende Zahl von feministischen Initiativen und LGBTQI-Gruppen für die Verschiebung von sexistischen Rollenbildern und gegen patriarchale Strukturen in der griechischen Öffentlichkeit ein.“ weiterlesen

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MeRA25-Abgeordnete erste Frau an der Spitze des griechischen Sportverbandes ΣΕΓΑΣ

Sofia Sakorafa

Ist diese Wahl von Sofia Sakorafa, der ersten Frau an der Spitze des 1897 gegründeten Hellenischen Athletischen Amateur Verbandes (ΣΕΓΑΣ, Σύνδεσμος Ελληνικών Γυμναστικών Αθλητικών Σωματείων) eine Folge der metoo-Bewegung? Ausgelöst hatte Sofia Bekatorou diese Bewegung, eine Sportlerin. Neben der Theater- und Film-Welt war es der Sport, aus dem heraus sich Dutzende von Gewaltopfern seit Januar geoutet hatten. Die Täter im Sport waren Männer, Trainer und Funktionäre. Da liegt es nahe, eine Frau zur Vorsitzenden zu wählen, wenn man in einem Sportverband den Männerseilschaften etwas entgegen setzen will.

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Streaming des Filmes „Der Balkon“

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Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland.
Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis
(Griechenland 2018, OmU, 43’27) Für die Bildungsarbeit vom Regisseur gekürzte Fassung
Zu sehen unter diesem Link:
https://next.onlinefilm.org/de_DE/films/der-balkon-wehrmachtsverbrechen-in-grieche.18654
Der Regisseur hat ihn bis zum 11. April freigegeben. Er kann nur in Deutschland gestreamt werden.
Respekt für Griechenland e.V. empfiehlt den Film der „Der Balkon-Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Erste sehr positive Erfahrungen aus mehreren Schulen in Rheinland-Pfalz liegen vor. Wir suchen weitere Lehrkräfte und andere Pädagogen, die den Film in ihren Lerngrupen zeigen wollen. Begleitmaterial vorhanden. Kontakt: vorstand@respekt-fuer-griechenland.de

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„Migration: Griechenland gibt den Ton an“

Foto vom Winter 2019/20 auf Lesbos. Auch im nächsten Winter werden die Menschen wohl ohne Heizung in Zelten ausharren müssen (Siehe)

Von Florian Schmitz, Deutsche Welle, 30.
03.2021:
Die griechische Insel Lesbos ist zum Symbol europäischer Migrationspolitik geworden. Europäische Ideale bleiben auf der Strecke – auch aus Mangel an Alternativen. Aus Griechenland berichtet Florian Schmitz.
Ylva Johansson und Notis Mitarakis haben grundverschiedene Vorstellungen von dem, wie Europa mit Migration umgehen sollte. Während der griechische Migrationsminister für seine harte Hand bekannt ist, beruft Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres, sich gern auf europäische Ideale.“

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