„Sie gingen mit erhobenen Fäusten in den Tod“

Fotos der Hinrichtung von 200 griechischen Antifaschist*innen während der deutschen Besatzungszeit in Griechenland „haben innerhalb weniger Stunden ein lange gepflegtes Schweigen über diese Geschichte aufgebrochen.“

Interview des Historikers Menelaos Charalambidis von Boris Kanzleiter und Vangelis Koltsidas, rosalux.de 14.04.2026:
Sie gingen mit erhobenen Fäusten in den Tod
Am 1. Mai 1944 erschossen Wehrmachtssoldaten in Athen 200 Kommunisten – jetzt wurden erstmals Fotografien des Massakers gefunden.
Nach über 80 Jahren tauchten bisher unbekannte Fotografien auf, die die Hinrichtung von 200 griechischen Antifaschist*innen während der deutschen Besatzungszeit in Griechenland dokumentieren, angeboten bei einer Online-Auktion eines belgischen Militaria-Händlers auf der Plattform Ebay. Die griechische Öffentlichkeit reagierte geschockt. Im Gespräch mit Boris Kanzleiter und Vangelis Koltsidas erklärt der renommierte Historiker Menelaos Charalambidis, warum die Fotos das kollektive Gedächtnis erschüttern, welche historischen Zusammenhänge sie sichtbar machen und warum sie auch heute noch politische Debatten auslösen.
Herr Charalambidis, zum ersten Mal sind Fotos der Massenerschießung von 200 antifaschistischen Widerstandskämpfern durch die deutschen Besatzungstruppen am 1. Mai 1944 in einem Vorort von Athen öffentlich geworden. Die Bilder haben große Empörung ausgelöst. Was geschah damals?“
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