Auf der griechischen Insel Kos werden Geflüchtete systematisch illegal in Haft genommen

Equal Rights Beyond Borders, 3. August 2021:
„Die Insel Kos beherbergt das letzte Abschiebegefängnis auf den Ägäischen Inseln. Fast alle Personen, die auf Kos ankommen, werden dort inhaftiert. Viele für mehr als ein Jahr. Die meisten Personen werden derzeit inhaftiert, um ihre Abschiebung „vorzubereiten“. Eine Abschiebung wird jedoch nicht stattfinden – die Türkei hat 17 Monate lang niemanden zurückgenommen. Der griechische Ombudsmann hat nun in 19 Fällen bestätigt, dass diese Inhaftierung ohne jede Rechtsgrundlage und damit unrechtmäßig ist. Laut Gesetz müssen sie freigelassen werden, wenn es keine Aussicht auf Abschiebung gibt. Die griechische Regierung wird nun aufgefordert, die Haftanordnungen zu überprüfen, und die betroffenen Personen müssen freigelassen werden.“

Weitere Infos über die Intervention des griechischen Ombudsmanns

Infos über das Abschiebegefängnis auf Kos

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Souvernir from Euboea

Bild: Yorgos Konstantinou/ Imagistan

Der griechische Staat hat die Zahl der Feuerwehrleute kontinuierlich verringert – die Zahl der Polizisten exorbitant vergrößert.
Konsequent die Strategie gegen Brände: Polizisten hindern Bürger daran, selbst die Brände zu bekämpfen.

Sechzehnte Grafik von Yorgos Konstantinou/ Imagistan auf griechenlandsoli.com.
Visuelle Aufklärung vom Feinsten.

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Brände: die Folgen

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis 09. August 2021:
„Griechenland: erst saniert, dann verbrannt. Welche politischen und wirtschaftlichen Folgen die Waldbrände haben werden. Und wie die Menschen auf das Staatsversagen regieren
Seit Wochen brennt es – wie in mehreren Staaten Südeuropas – in Griechenland. Die Feuer werden auch in dieser Woche nicht gelöscht werden können. Mit am stärksten betroffen ist die Insel Euböa vor der Hauptstadt Athen.
Zwar hat es die Regierung mit ihrer Politik der sofortigen Evakuierung bedrohter Orte bislang geschafft, Todesopfer zu vermeiden. Bislang starb „nur“ ein freiwilliger Feuerwehrmann durch einen Unfall bei der Kollision seines Motorrads mit einem Hochspannungskabel.
Bei der Katastrophenbekämpfung hat die Regierung jedoch versagt. Kaum jemand traut ihr zu, die Folgen der Brände zu bewältigen. Zunächst hat sie das Verbot bis zum kommenden Freitag verlängert, Wälder, Naturschutzgebiete und Stadtparks zu betreten.
„Wir sind allein, die schicken uns nur lächerliche Nachrichten zur Evakuierung“, kommentierte der Bürgermeister von Istiaia am Sonntagmorgen im Fernsehen. Was geschehe, sei eine „eine Schande für den griechischen Staat“.
Der Bürgermeister bemängelte das Fehlen von Feuerwehrwagen, Feuerwehrleuten und Löschflugzeugen. Er bettele jeden Tag um Luftunterstützung. Selbst der zur konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia gehörende Regionalgouverneur Fanis Spanos räumte mehrfach das Versagen des Staatsapparats ein.“ Weiterlesen

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Polizisten im Überfluss – aber keine Feuerwehrleute

„Dafür fehlen die Worte“ https://twitter.com/TassosMorfis/status/1423764377736556544

AthensLive Wire Newsletter, 7.8.2021:
„Ein noch nie dagewesenes Ausmaß an Waldbränden macht das Leben zur Hölle.

„Wir sind traurig über die Geschehnisse in Griechenland. Wir hoffen, dass das Leben von niemandem in Gefahr ist. Unter diesen Umständen bitten wir um Verzeihung für unsere Freude und Begeisterung. Bei allem Respekt werden wir diesen Erfolg feiern und über die Geschehnisse in Griechenland nachdenken“, erklärte der Leiter der griechischen Wasserball-Nationalmannschaft, Yannis Fountoulis, nach dem Sieg gegen Ungarn im Halbfinale der Olympischen Spiele in Tokio. Eine Aussage, die den olympischen Geist ehrt und beweist, dass der Rauch der Waldbrände, die in Griechenland wüten, für die Griechen sogar den Himmel über Tokio bedeckt hat.

Griechenland leidet jedes Jahr unter ausgedehnten Waldbränden. Aber dieses Mal sind wir in die Hölle hineingeraten. Ein Feuer nach dem anderen bricht in verschiedenen Teilen des Landes aus, Dörfer und sogar Städte werden evakuiert, verängstigte Menschen versuchen, ihr Land und ihre Häuser zu retten, heldenhafte Feuerwehrleute – und ein dichter Rauch hat den sonst so hellen Himmel des Landes bedeckt, so dass man kaum noch atmen kann.

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Verheerende Waldbrände bedrohen auch die Hauptstadt

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis 06. August 2021:
Griechenland: Verheerende Waldbrände bedrohen auch die HauptstadtDem Land stehen dramatische Tage bevor
Griechenland steht eine dramatische Nacht bevor. Die Wetterlage begünstigt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine weitere Ausbreitung des Feuers. Im gesamten Süden des Landes brennt es. Die seit mehreren Tagen andauernde Hitzewelle hat in den Wäldern für so viel Trockenheit gesorgt, dass sich die Brände, knapp 180 an der Zahl, seit dem 3. August auch ohne starke Winde rasant ausgebreitet haben.
Winde begünstigen eine Ausbreitung von Feuer. Es rächt sich, dass das Land auf Vorgabe der Kreditgebertroika die Feuerwehr regelrecht kaputtgespart hat. Einige hundert Feuerwehrleute kämpfen seit Tagen mit den Bränden. Die personelle Unterbesetzung wurde nicht besser, als aufgrund des Erlasses der Impfpflicht bereits Feuerwehrleute vom Dienst abgezogen wurden.“
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Klimakrise. Blackout befürchtet

Von Hansgeorg Hermann, junge Welt, 4.8.2021:
„Klimakrise. Blackout befürchtet
In Griechenland brennen ganze Landstriche – Klimaanlagen überfordern privatisierte Stromversorgung
Peloponnes, Attika, Rhodos – in Griechenland vernichten schwere Wald- und Buschbrände ganze Landstriche. Das Land stöhnt seit Tagen unter einer der schlimmsten Hitzewellen seiner Geschichte. Anhaltende Trockenheit bei Temperaturen von bis zu 47 Grad Celsius und wechselnde Winde erschweren den vielen hundert Feuerwehrmannschaften die Bekämpfung der lokalen Katastrophen. Häuser und Wohnblocks in Großstädten wie Athen, Thessaloniki oder Heraklion sind ohne Klimaanlagen praktisch nicht mehr bewohnbar. Gleichzeitig überfordert der ununterbrochene Einsatz der Apparate inzwischen die Stromversorgung des Landes. Wie schon 1987, als im glühendheißen Sommer mehr als tausend Menschen starben, bieten staatliche Hilfsorganisationen Übernachtungen in klimatisierten Turnhallen und Schulen an.“ weiterlesen

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Entlasst Mendoni !

„Entfernt/entlasst Mendoni [griechische Kultusministerin] [nicht die antiken Funde]“ Bild: Yorgos Konstantinou/ Imagistan

Der Widerstand gegen die Entfernung der archäologischen Funde in Thessaloniki ist groß – siehe dazu den Artikel Wir haben schon genug Antikes in Griechenland und das elfte Bild von Yorgos Der Thessalonikaner ist cool und schüttet zu.

Fünfzehnte Grafik von Yorgos Konstantinou/ Imagistan auf griechenlandsoli.com.
Immer freitags visuelle Aufklärung vom Feinsten.

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I. Apostolopoulos: „Griechenland begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Der international ausgezeichnete griechische Seenotretter, der von der Präsidentin ausgezeichnet werden sollte (was in letzter Minute verhindert wurde), klagt die griechische Regierung und die griechischen Medien an.

efsyn.gr 29.07.2021:
„I. Apostolopoulos: „Griechenland begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit
In einem aufrüttelnden Interview mit dem Fernsehsender KONTRA sprach der Seenotretter Iasonas Apostolopoulos über die „industrialisierten täglichen Operationen der Entführung und des Verschwindens von Flüchtlingen in der Ägäis und im Evros, ihre Rückführung in die Türkei, die Gewalt, der sie ausgesetzt sind, und die Diebstahl dessen, was sie besitzen.

Im Gespräch mit der Journalistin Natasha Yamalis wies der international preisgekrönte Retter auch auf das sträfliche Schweigen der meisten griechischen Medien hin, die das Narrativ der Regierung über angebliche Lügen der türkischen Propaganda wiedergeben, während die internationale Presse unter den dokumentierten Enthüllungen stöhnt, und Griechenland zusammen mit Frontex vor europäischen und internationalen Gerichten zur Verantwortung gezogen wird.

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Verhinderte rechtsextremer Politiker Ehrung für Seenot-Retter?

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis 27. Juli 2021: „Keine Ehrung für Seenot-Retter.           Causa Apostolopoulos: Wer verhinderte die angekündigte Verleihung des Goldenen Kreuzes des Exzellensordens an einen „Koordinator von Seenotrettungseinsätzen“ ? Ein rechter Politiker?                                                          Der griechische Seenotretter Iason Apostolopoulos sollte am vergangenen Samstag, den 24. Juli, anlässlich des 47. Jahrestags der Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland von der Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou den Exzellenzorden des Phönix erhalten. So stand es in einer offiziellen Pressemeldung, die von der staatlichen Nachrichtenagentur Athens News Agency / Macedonian News Agency (AMNA) veröffentlicht wurde.“    Weiterlesen      

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Mindestlohn: Opposition wütend wegen Mitsotakis‘ Brosamen für die Arbeiter


efsyn.gr, 26.7.2021:
>Die Partei „Bewegung für den Wandel“ spricht von Verhöhnung der Arbeitnehmer „zu einer Zeit, in der die Verteuerung der Waren überhaupt nicht „symbolisch“ ist und wieder das Einkommen der Haushalte verringert. Die Nea Dimokratia fördert weiterhin ihre zutiefst konservative Vision von billiger und diskreditierter Arbeit, mit Arbeitern ohne Rechte und Verträge“, betont die Partei und fügt hinzu: „Wir erinnern daran, dass die GSEE (Dachverband der Gewerkschaften) nach der 2-jährigen Fixierung des Mindestlohns die sofortige Erhöhung auf 751 Euro vorgeschlagen hat. Ein Vorschlag, der von Herrn Mitsotakis ignoriert wurde. Die Bewegung für Veränderung beansprucht weiterhin ihren eigenen Weg. Ändern Sie das Gesetz und bestimmen Sie den Mindestlohn durch freie Verhandlungen der Sozialpartner mit dem Nationalen Allgemeinen Tarifvertrag für Arbeit. Damit ein angemessener Lebensstandard für Arbeitnehmer und ihre Familien auf Dauer gewährleistet ist.“
Erhöhung – Parodie
„Die Erhöhung – eine Parodie auf den Mindestlohn – ist ein „Einfrieren“ – für ein weiteres Jahr – auf dem miserablen Niveau, auf das er durch Regierungsbeschluss vor einem Jahrzehnt gesenkt wurde, indem der nationale Tarifvertrag abgeschafft wurde. Die Ankündigung der Regierung ist eine Provokation für die Arbeiter, da selbst diese Brosamen durch die allgemeine Teuerung und durch Preiserhöhungen bei Konsumgütern, aber auch durch das jüngste arbeiterfeindliche Gesetz der Regierung, das die Arbeiter noch ‚billiger‘ und ‚flexibler‘ macht, mehr als aufgezehrt worden sind“, so die KKE in einem Kommentar.

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