Mikis Theodorakis ist gestorben

Vor etwas mehr als einem Jahr, am 30.März 2020, starb Manolis Glezos. Wir veröffentlichten dazu eine Notiz mit dem Titel „Ein Held ist gestorben„. Heute starb vielleicht der letzte Held Griechenlands. Ein Held des Kampfes gegen die gnadenlosen deutschen Besatzer, später gegen die griechischen Diktatoren und vieler anderer Kämpfe. Mehr als ein Held war er ein sehr großer Künstler. Es ist schon sehr viel über ihn geschrieben worden – heute und in den nächsten Tagen wird sicherlich viel zu lesen sein. Für den Moment empfehlen wir als Bericht über seine politischen Aktivitäten
https://www.efsyn.gr/politiki/308580_i-politiki-drasi-toy-miki-theodoraki
(man/frau kann sich den griechischen Text im Internet übersetzen lassen)

Zu seinem unglaublich vielfältigen musikalischen Werk: https://www.efsyn.gr/efsyn-city/synantiseis/308582_mikis-theodorakis-o-synthetis-poy-allaxe-ti-moysiki-toy-20oy-aiona

Zu seinem Leben, „einem Roman“: Μίκης Θεοδωράκης: Μια ζωή – μυθιστόρημα

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Eine Antwort zu Mikis Theodorakis ist gestorben

  1. kokkinos vrachos schreibt:

    In der Autobiografie „Mikis Theodorakis Die Wege des Erzengels“ (Insel, Frankfurt am Main 1995) beschreibt Theodorakis ausführlich seine Zeit in der Verbannung auf Ikaria (1947 und 1948-1949).

    Bei seiner ersten Verbannung im Juli 1947 auf Ikaria war Theodorakis im Dorf Vrakhades. Das Haus liegt oberhalb vom Dorf und steht heute leer. Andere kamen ins Dorf Oxe.

    Bei der zweiten Verbannung war Theodorakis im Dorf Dafni und in Evdilos. Andere waren im Dorf Akamatra.

    Das Buch gehört zu den Büchern, die mich bis heute am meisten berührt haben.

    „Mein Vater und die Familie waren Jahre zuvor, also während des Bürgerkrieges, nach Kreta zurückgekehrt. Ich wollte sie wiedersehen, nach so vielen furchtbaren Monaten, die ich im Lager überstanden hatte. Nie habe ich vergessen, dass ich Kreta riechen konnte – noch bevor ich seine Küste vom Schiff aus sah. Es duftete nach Zitronen und Orangen. Nebel lagen über dem Wasser und dann, endlich, tauchten aus dem warmen Dunst des Oktobers die hellen Gipfel der Lefká Óri, der Weißen Berge, auf. Es war einer der wunderbarsten Momente meines Lebens. Ich bin auch heute, mit meinen 85 Jahren, zuallererst ein Kreter – danach erst Grieche und Europäer.“

    (Mikis Theodorakis im Merian „Kreta“ Ausgabe Juli 2010)

    „Von dem Moment an, in dem man Kretischen Boden betritt, fühlt man sich frei!“ (Mikis Theodorakis)

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