Aktionen gegen die Suspendierung von nicht Geimpften in Krankenhäusern

Nein – zum Zwang, – zur Suspendierung, – zur Spaltung. Ja – zur Impfung, – zur Verstärkung des öffentlichen Geundheitssystems. Demonstration im ASEP-Krankenhaus gegen die obligatorische Impfung von Medizinischem Personal

The Press Project, 1.9.2021:
„Als Reaktion auf die Suspendierung von der Arbeit mobilisieren die Beschäftigten im Gesundheitswesen
Die Uhr tickt für das Gesundheitspersonal, denn das Ultimatum der Regierung für die Pflichtimpfung ist heute, am 1. September, abgelaufen.
Vor diesem Hintergrund eskalieren die Beschäftigten des Gesundheitswesens ihre Reaktionen, indem sie landesweit vor Krankenhäusern und dem Ministerium mobilisieren, da diejenigen, die nicht mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft wurden, vom Dienst suspendiert werden, wobei die anderen Beschäftigten des Gesundheitswesens in die Pflicht genommen werden.

Ab dem 1. September werden diejenigen, die nicht mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft wurden, vom Dienst suspendiert, und um die Lücken im Kampf zu füllen, werden noch mehr geimpfte Mitarbeiter des Gesundheitswesens ins Spiel gebracht, von denen viele ihre Lizenzen zurückerhalten, da die Regierung den Entzug von Lizenzen in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen angekündigt hat.

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Aufruf zu den Bränden in Mani

Umweltkulturgruppe der Mani (PERI.POL.O MANIS):
„In diesem Sommer wird Griechenland wieder einmal von verheerenden Bränden heimgesucht. Unsere schöne Mani, der südlichste Zipfel des Peloponnes und Kontinentaleuropas, brannte im August 2021 zum wiederholten Mal. Das Feuer verbrannte die lokale Flora und Fauna, über 110.000 Hektar Wald, Feldfrüchte, Bauernhöfe, unsere Dörfer und Häuser. Den bisherigen Angaben zufolge sind mindestens 58 Familien völlig obdachlos geworden, Hunderte weitere haben große Schäden an ihrer Infrastruktur erlitten.

Die staatlichen Strukturen zur Verhütung und Bekämpfung von Bränden waren unvorbereitet und haben sich als unzureichend erwiesen! Das hatte zur Folge, dass sich ein kleiner Brandherd zu einer riesigen, kilometerlangen Front entwickeln konnte, die unseren gesamten natürlichen Reichtum verbrannte.

Die Bewohner ignorierten die offiziellen Evakuierungsbefehle und kämpften mit ihren eigenen Mitteln, um zu retten, was sie konnten. In diesem Kampf wurde auch die „Peri.Pol.O. Mani“ ins Leben gerufen.1

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Impfgegner-Demos in Griechenland

Neue Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie sind drastisch, z, B. dass Mitarbeiterinnen im Gesundheitssektor ihren Beruf nicht mehr ausüben dürfen, wenn sie nicht geimpft sind. Der Widerstand gegen diese Maßnahmen ist teilweise ebenfalls radikal.

Deutsche Welle, 29.8.2021:
Corona – Gewalt bei Impfgegner-Demos in Griechenland
Tausende sind am Sonntagabend in Athen und in Thessaloniki auf die Straße gegangen. Ihr Protest richtete sich gegen die Corona-Impfpolitik der griechischen Regierung. Die Demonstrationen endeten mit Ausschreitungen.
Die Maßnahmen der griechischen Regierung, um der Corona-Lage Herr zu werden, sind drastisch – die Reaktion von Impfgegnern ebenfalls. Es gab am Sonntag Protest, der gegen Abend gewalttätig wurde. Tausende demonstrierten in Athen und in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen die Impfpflicht im Gesundheitsbereich und andere Vorhaben der konservativen Regierung.
In Griechenlands Hauptstadt versammelten sich nach Schätzungen des Staatsfernsehens rund 3000 Demonstranten. In Thessaloniki seien es mehr als 5000 Menschen gewesen, melden örtliche Medien.“ weiterlesen

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EU-Kommission mit finanziellem Druck gegen griechische Pushbacks

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Macht die EU-Kommission diesmal wirklich ernst, oder nimmt sie die andauernden Rechtsbrüche weiterhin in Kauf, um Flüchtende aus der EU fernzuhalten ?

Von Giorgos Christides, Steffen Lüdke und Maximilian Popp, spiegel online 29.08.2021:
Nach SPIEGEL-Enthüllungen zu Pushbacks: EU-Kommission blockiert Zahlungen an griechische Küstenwache
Sie stechen auf Schlauchboote ein, stoppen Asylsuchende mit vorgehaltener Waffe – und setzen sie systematisch in antriebslosen Rettungsflößen auf dem Meer aus. Der SPIEGEL hat die Menschenrechtsverletzungen griechischer Grenzschützer lückenlos dokumentiert.
Nun reagiert nach SPIEGEL-Informationen auch die EU-Kommission auf die sogenannten Pushbacks: Sie will nicht für die brutalen Aktionen an der Grenze zahlen und verweigert der griechischen Küstenwache vorerst weiteres Geld – erst soll die griechische Regierung einen unabhängigen Kontrollmechanismus etablieren.
»Griechenland hat zusätzliche Mittel für den Grenzschutz angefragt, insbesondere in der Ägäis«, sagte die zuständige EU-Kommissarin Ylva Johansson dem SPIEGEL. »Wir haben gesagt, dass eine solche Zahlung mit der Einrichtung des Mechanismus zur Überwachung der Grundrechte verknüpft werden sollte.« Man habe nun eine Arbeitsgruppe gegründet. »Ich erwarte in dieser Sache Fortschritte.«
Millionen für die griechische Küstenwache
Seit 2015 hat die EU Griechenland mehr als 643 Millionen Euro für die Bewältigung der Flüchtlingskrise gezahlt. In Teilen geht das Geld direkt an die griechische Küstenwache. Von 2016 bis 2017 bekamen die Grenzschützer beispielsweise 15 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt, um ihre laufenden Kosten zu decken.“ weiterlesen

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Brände: Anarchisten-Besuch beim Minister


efsyn.gr, 27.8.2021:
Intervention von Roubikon im Haus von Kostas Skrekas
Die anarchistische Gruppe Roubikon (Ρουβίκωνας) intervenierte mit Farben am Haus des Ministers für Umwelt und Energie, Kostas Skrekas, um gegen das zu protestieren, worüber während der Brände gesprochen wurde.

„Wie könnte man einen Staat beschreiben, der zur Bekämpfung von Bränden Hunderte von ungeschickten Polizisten überall hinschickt, um zu überwachen, ob die Wälder ordentlich und sicher brennen, und nur ein paar Dutzend Feuerwehrleute mit minimaler Ausrüstung und Fachkenntnis? Wie kann ein Staat als Staat bezeichnet werden, der den Beruf des Waldbrandbekämpfers als saisonal betrachtet? Wie kann ein Staat charakterisiert werden, der im Winter Gesetze für das erlässt, was im Sommer brennen wird? Für uns ist die Antwort klar und eindeutig: Staat: Brandstifter“, so die Gruppe in ihrer Erklärung.

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Europa war eine Libanesin

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Nach Homer und Herodot war das mythologische Europa eine Prinzessin aus Phönizien. Aus heutiger Sicht würden wir sie als Libanesin, Syrerin oder Palästinenserin bezeichnen. Ihr Bruder Kadmos, der sie nach ihrer Entführung durch Zeus suchte, gründete Theben und blieb dort. Kadmos war also ein Einwanderer aus dem Nahen Osten. Und natürlich sind alle seine Nachkommen, Ödipus, Antigone usw., libanesischer Herkunft.
Die Interkulturalität des antiken Griechenlands wurde durch das neokolonialistische Narrativ, das die Grundlage des modernen griechischen Staatsmythos bildet, und die nationalistischen Ideologien der rassischen Überlegenheit und Reinheit systematisch zum Schweigen gebracht.
(Yorgos Konstantinou)

Achtzehnte Grafik von Yorgos KonstantinouImagistan auf griechenlandsoli.com.
Visuelle Aufklärung vom Feinsten.

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Zynisch

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Nicht genug, dass Geflüchtete bestohlen, misshandelt, entführt und auf nicht manövrierfähigen Minischlauchbooten im Meer ausgesetzt werden – jetzt erhalten sie dafür, dass sie ihr Leben retten wollen, noch eine Geldstrafe von 5000.- Euro!

Von Yorgos Pagoudis, efsy.gr 24.8.2021:
Verfolgt und entwurzelt, vergessen Sie nicht, sich testen zu lassen!
Die griechische Polizei dachte sich einen weiteren ungeheuerlichen Trick für eine rachsüchtige Behandlung von Geflüchteten aus: Sie verhängt eine Geldstrafe von 5.000 Euro pro Kopf für Menschen, die mit Booten griechischen Boden erreichen…aufgrund einer Corona-Verordnung.
Geflüchteten, die in Griechenland ankommen, droht nun ein Bußgeld von 5.000 Euro am Tag ihrer Ankunft in Griechenland. Die Polizei hat die im März 2020 eingeführte Praxis wieder aufgenommen, neu ankommenden Geflüchteten Bußgelder zu verhängen, wobei sie sich auf die für Touristen und Besucher des Landes geltenden Rechtsvorschriften zum Coronavirus beruft.
Über die Gültigkeit der Geldbußen wird ebenfalls vor Gericht entschieden werden, nachdem die Opfer dieser zutiefst reaktionären Politik, die die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus zum Vorwand für die Umsetzung der extremen Abschreckungspolitik der Regierung benutzt, Berufung eingelegt haben.

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Die Rückkehr der Grausamkeit

Der griechische Verteidigungminister testet am 20.8.2021 vor der Kamera die Barriere, die afghanische Flüchtende abhalten soll

Von Christos Christou
Vor Jahren hat Umberto Eco behauptet, dass es keine Nachrichten im August geben würde. Die Ereignisse des letzten Monats in Afghanistan haben aber bewiesen, dass der große Semiotiker Unrecht hatte. Vielmehr können wir uns sogar sicher sein, dass die Geschehnisse der letzten Wochen und unsere Reaktionen darauf für eine sehr lange Periode prägend sein werden.

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Viel Neues von Petros Markaris

„Es wird nicht investiert, damit es den Menschen besser geht oder der Mittelstand sich erholen kann, sondern um mit billigen Arbeitskräften hohe Gewinne zu erzielen.“ (Markaris)
Gerade hatte ich den letzten Krimi von Petros Markaris („Zeiten der Heuchelei“) gelesen: Er ist politischer als jeder andere der Kommissar Kostas Charitos Reihe. Da erfahre ich, dass schon der nächste Krimi von Markaris auf deutsch zu kaufen ist. Der beliebte Schriftsteller ist bereits 84 Jahre alt, aber immer noch bewundernswert kreativ. Der gerade erschienene Krimi handelt von Morden an ausländischen Investoren. Das verspricht, ebenfalls ein spannender politischer Plot zu sein. – Viel Neues erfährt man/frau im unten verlinkten Interview.

Von Christiane Müller-Lobeck, taz 8.8.2021:
„Autor Petros Markaris ermittelt: „Haufenweise neue Investoren“
Petros Markaris ist der bekannteste griechische Krimi-Autor und Chronist der Finanzkrise. Ein Gespräch über Corona, Waldbrände und ein Prekariat mit Master-Abschluss.
taz: Herr Markaris, wie geht es Ihnen?
Petros Markaris: Gut. Meine Rettung war, dass ich während der Lockdowns meinen Arbeitstag fortsetzen konnte. Ich habe schon seit Jahren ganz bestimmte Zeiten, zu denen ich schreibe.
Sie sind 84 Jahre jung und ganz gut durch die Coronapandemie gekommen?
Das Einzige, was mich wirklich belastet hat, waren die Abende. Während des Lockdowns war es nicht möglich, mit Freunden ein Glas Wein zu trinken. Jetzt kann man in Athen aber endlich wieder mit bis zu zehn Leuten gemeinsam im Café sitzen und etwas trinken.
Nun haben schwere Brände im Norden Athens gerade auf einige Vororte übergegriffen. Was bekommen Sie in der ­Innenstadt von den Feuern mit?
Es ist sehr heiß, riecht nach Rauch und regnet enorm viel Asche vom Himmel. Man kann draußen kaum noch atmen. Die Behörden empfehlen, dass wir in unseren Wohnungen bleiben sollen.“ weiterlesen

Siehe auch „Petros Markaris: Die Griechen sind keine Faulpelze“

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Der ehemalige Flughafen Elliniko und die Internationale Messe von Thessaloniki sollten aufgeforstet werden! Euböa braucht eine Regeneration der Natur und eine Unterstützung der Menschen!

Es brennt immer noch in Hellas. Ein Großbrand westlich von Athen vernichtet gerade weitere Teile der „grünen Lunge“ der Hauptstadtregion. Der Beitrag „Brände im August 2021: Mythen und Wahrheiten“ von Greenpeace Griechenland (auf griechenlandsoli.com am 13.8.2021 in deutscher Übersetzung veröffentlicht) hat bereits Eckpunkte eines sinnvollen Umgangs mit den verbrannten Wäldern beschrieben.
Der Artikel unten ergänzt diese Forderungen und pointiert das politisch systemische Problem.

Aus synantisi.org, 14.08.2021:Der ehemalige Flughafen Elliniko und die Internationale Messe von Thessaloniki sollten aufgeforstet werden! Euböa braucht eine Regeneration der Natur und eine Unterstützung der Menschen!
Kommentar zu den Ankündigungen der Regierung über den Wiederaufbau von Euböa

Die Maßnahmen, die die Regierung nach der großen ökologischen und sozialen Katastrophe angekündigt hat, lassen nicht hoffen – im Gegenteil: sie erzeugen Besorgnis über deren Folgen.
Die Ankündigung der Wiederaufforstung von 16.500 Hektar mit „neuen, geeigneten Sorten“ (sic) mit Kosten von 224 Millionen Euro (!) ist bezeichnend. Es wird sogar vorgeschlagen, weitere Aufforstungen durch die „Übernahme“ durch Unternehmen vornehmen zu , was den Weg für die Kommerzialisierung der Natur ebnet. Aber das größte Problem ist nicht die Privatisierung der Umweltpolitik. Es ist nicht einmal die übliche Schlamperei bei den Ankündigungen (wer hat eigentlich die „16.500 Hektar“ gezählt, während die Feuer noch brennen und keine Kartierung vorgenommen wurde?), noch die lächerliche Formulierung der „Regeneration“ des Waldes und des Ersatzes von Arten, als ob es sich um einen Park handeln würde.
Das Hauptproblem besteht darin, dass – wie die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler und der Landbevölkerung übereinstimmend feststellt – eine großflächige künstliche Aufforstung mehr schadet als nützt, da sie den Prozess der natürlichen Regeneration stark behindert und durch Straßen und Schlaglöcher die Bodenerosion verstärkt. Die notwendige Wiederaufforstung oder Aussaat erfolgt in begrenztem Umfang und örtlich begrenzt, an den richtigen Stellen und zum richtigen Zeitpunkt – sie eignet sich also nicht für spektakuläre Ankündigungen und groß angelegte Aufträge. Das Gleiche gilt für Hochwasser- und Erosionsschutzmaßnahmen. Der Bedarf an oberflächlicher Kommunikationspolitik, an der Verschwendung öffentlicher Mittel, an der Förderung großer Unternehmen erweisen sich als wichtiger als der tatsächliche Bedarf an der Wiederherstellung verbrannter Flächen.

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