Videokonferenz: „Geflüchtete Menschen in Griechenland schützen: #LeaveNoOneBehind“ am 16. April 2020

leavenoonebehindWO | Im Internet

WANN | Donnerstag, 16. April 2020 von 19:00 bis 21:00

Geflüchtete Menschen in Griechenland schützen: #LeaveNoOneBehind

Heute heißt es: „Bleibt zu Hause“, doch wie soll man an einem menschenunwürdigen Ort ohne Sicherheit und Schutz „Zuhause“ bleiben. Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos leben momentan mehr als 20 000 geflüchtete Menschen – gedacht war das Camp ursprünglich für 3 000 Menschen. Griechenland und die EU haben in den letzten Wochen grundlegende Menschenrechte und das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt es auf den Inseln für die Menschen weder ausreichend Schutzmaßnahmen noch lebensnotwendige medizinische Versorgung.

Sylvia Fessa und Dimitra Kyrillou befinden sich aktuell in Griechenland. Sie werden uns über die Situation in den Lagern informieren, von solidarischen Aktionen und Protestformen berichten und uns Hintergrundinformationen über den Zusammenhang mit der Niederlage der linken Regierung Syriza geben.

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet als Video-Veranstaltung online über Zoom statt. Die Einwahl-Daten findet ihr hier:

Link: https://us04web.zoom.us/j/945943497

Meeting ID: 945 943 497

Veranstalter: DIE LINKE Wedding

[Disclaimer: Es gibt mittlerweile Sicherheitsbedenken gegenüber dem Videochatprogramm Zoom. Bitte informiert euch/informieren Sie sich (bspw. durch Internetrecherche) im Vorfeld darüber. Überlegt euch/überlegen Sie, ob Sie Zoom nutzen möchten. Ihr/Euer Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin]

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Online Podiumsdiskussion: „Menschen schützen statt Grenzen!“ Ein Gespräch über die gesundheitliche Situation und Menschenrechtsverletzungen der EU in der Ägäis-Region am 6. Mai 2020

WO | Im Internet

WANN | Mittwoch, 06.05.2020, 19.00 – 20.30 Uhr

Die Veranstaltung wird online und in englischer Sprache stattfinden!

Die Situation für geflüchtete Menschen auf den griechischen Inseln ist seit Jahren katastrophal. Menschen harren unter widrigsten Bedingungen hinter dünnen Zeltwänden ohne ausreichenden Zugang zu gesundheitlicher Versorgung aus. In den vergangenen Monaten spitzte sich die Lage dramatisch zu und angesichts der drohenden Ausbreitung des Corona-Virus verstärkt sich der akute Handlungsbedarf weiter.
Der Mangel an fließendem Wasser und die Unmöglichkeit der Umsetzung von Hygienevorkehrungen verhindern, dass Menschen selbst Schutzmaßnahmen ergreifen können. Zudem ist der Zugang zu offizieller medizinischer Versorgung stark eingeschränkt. Sollte das Virus vermehrt in den Flüchtlingslagern der Ägäis eintreffen, müssten sich beispielsweise auf Lesbos 80.000 Einwohner*innen und 20.000 Geflüchtete eine Hand voll Intensivbetten teilen.

Was kann die asylpolitisch gespaltene EU angesichts der drohenden Pandemie unternehmen, der die Menschen in überfüllten Lagern schutzlos ausgeliefert sind? Das Versprechen einer „Koalition der Willigen“, insgesamt 1600 Kinder aus den Lagern aufzunehmen, geht nur schleppend voran. Sowohl die Menschen vor Ort als auch zahlreiche Initiativen, zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Politiker*innen fordern ein Handeln der EU und die sofortige Evakuierung der Lager. Wie sieht die Situation vor Ort konkret aus? Was sollte und kann die EU jetzt tun? Diese und weitere Fragen werden bei unserer 90-minütigen Online Veranstaltung behandelt. Moderiert wird die Veranstaltung von Johanna Scherf. Die Psychologin engagiert sich seit 2016 politisch und in der humanitären Hilfe in der Ägäisregion für Geflüchtete.

„Podium“:
Esra Simsir, die regionale Koordinatorin für die Ägäis Region der türkischen Organisation ASAM (Organisation für Solidarität mit Asylsuchenden und Migrant*innen), berichtet über die Situation von Flüchtenden in der Türkei und die Arbeit von ASAM im Gesundheitssektor.
Dr. Apostolos Veizis, der Leiter von „Ärzte ohne Grenzen“ in Griechenland, beleuchtet die Situation aus griechischer Perspektive sowie die Gesundheitsversorgung in den Camps.
Erik Marquardt, Mitglied des Europäischen Parlaments und der Fraktion Greens/EFA, der erst kürzlich auf Lesbos vor Ort war, berichtet über die Rolle der EU.

Wir werden bei der Veranstaltung natürlich auch auf aktuelle Entwicklungen eingehen. Fragen können während der Veranstaltung über die Chatfunktion gestellt werden.

Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden und aufgezeichnet. Nach Anmeldung erhalten Sie einen Link mit dem Zugang zur Veranstaltung. Die Veranstaltung ist auch nachträglich im Netz abrufbar.

Veranstalter*innen:
Heinrich Böll Stiftung Hamburg
Stiftung Leben & Umwelt, Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung
Diakonie Hamburg
Hamburgasyl
Flüchtling Magazin Hamburg

Eine Anmeldung ist erforderlich, wenn Sie sich über die Chatfunktion an der Diskussion beteiligen möchten.
Das Livestreaming ohne Beteiligungsmöglichkeit wird auf unserem YouTube Kanal sowie Facebook Seite zu finden sein:
www.youtube.com/user/bildungswerkboell
www.facebook.com/bildungswerk.boell

Hinweise:
Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist ein Computer, Tablet oder Handy mit Internetanschluss und Lautsprecher notwendig. Eine Aufnahme der Online-Veranstaltung ist untersagt. Die Online-Veranstaltung verwendet das Programm Zoom, welches den Zugangslink bereitstellt.
Den Zugangslink erhalten Sie einen Tag vor der Veranstaltung.

Der Zugangslink führt bei erstmaliger Zoom-Nutzung zum Download eines Client-Programms („Zoom-launcher.exe“), welches heruntergeladen und ausgeführt bzw. auf Ihrem PC installiert werden muss (empfohlen). Möchten Sie einen Download umgehen, klicken Sie auf den Link „Treten Sie mit Ihrem Browser bei“. Hinweis: Diese Option funktioniert nur bei dem Browser Google Chrome oder Microsoft Edge.

Nach der Anmeldung zur Veranstaltung gelten die Datenschutzbestimmungen:
www.bildungswerk-boell.de/de/datenschutzerklaerung

Für die Verwendung der Software ZOOM übernimmt das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom finden Sie unter https://zoom.us/de-de/privacy.html.

[Disclaimer: Es gibt mittlerweile Sicherheitsbedenken gegenüber dem Videochatprogramm Zoom. Bitte informiert euch/informieren Sie sich (bspw. durch Internetrecherche) im Vorfeld darüber. Überlegt euch/überlegen Sie, ob Sie Zoom nutzen möchten. Ihr/Euer Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin]

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Livestream und Video-Diskussion: «Solidarität in der Krise». Zur Situation von Geflüchteten und den (Un-)Möglichkeiten der Unterstützungsarbeit in Griechenland am 6. Mai 2020

WO | Im Internet

WANN | Mittwoch, 06.05.2020, 20:00 – 21:30 Uhr

Solidarität in der Krise. Zur Situation von Geflüchteten und der (Un-)Möglichkeiten der Unterstützungsarbeit in Griechenland.

Livestream und Video-Diskussion mit Athanasios Marvakis (Thessaloniki) und Mimi Hapig (Ioannina)

Die Corona-Pandemie hat die ohnehin katastrophale Situation vieler in Griechenland gestrandeter Geflüchteter verschärft. Die wenigen Bilder und Berichte, die uns von den Lagern auf den Ägäis-Inseln erreichen, sind erschütternd. Die ausbleibende europäische Reaktion ist erbärmlich.Doch was machen NGOs und internationale Unterstützer*innen? Wie hat sich ihre Arbeit in den letzten Wochen und Monaten verändert? Wie reagiert die griechische Bevölkerung auf die veränderte Situation in Zeiten, in denen sie zunehmend selbst von den Folgen der Krise betroffen ist? Über diese Fragen sprechen wir mit Mimi Hapig und Athanasios Marvakis.

Mimi Hapig arbeitet seit 2016 in dem Projekt habibi.works des Vereins Soup & Socks. Ihr FabLab liegt in der unmittelbaren Nähe einen Camps für Geflüchtete in Katsikas, im Norden Griechenlands bei Ioannina.

Athanasios Marvakis ist Sozialpsychologe und Aktivist in Thessaloniki. Er hat in Tübingen studiert und promoviert. In den vergangenen Jahren ist er immer wieder nach Baden-Württemberg gekommen, um über die Entwicklungen in Griechenland zu berichten.

Die Diskussion verfolgen unter: https://www.facebook.com/RLSBW/live. Über den Link kann die Veranstaltung auch im Stream angesehen werden, ohne einen eigenen Facebook-Account zu haben.

Die Diskussion verfolgen und anschließend mitdiskutieren im «Zoom-Meeting»: https://zoom.us/j/95828476895; Meeting-ID: 958 2847 6895
Zur Durchführung des Online-Meetings verwenden wir «zoom». Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie unter: https://www.rosalux.de/dsgvo-zoom

Für die Video-Diskussion ist eine Dauer von 90 Minuten vorgesehen. Auf Facebook-Live wird nur die moderierte Diskussion zu Beginn gestreamt, nicht die anschließende allgemeine Diskussion, an der sich alle Teilnehmer*innen über Zoom beteiligen können.
Der Meeting-Raum https://zoom.us/j/95828476895 ist ab 19:45 Uhr geöffnet. (Hinweis: Sie können am «Zoom-Meeting» auch über den Browser teilnehmen, ohne den Client zu installieren, indem Sie die Installationsaufforderung zweimal ablehnen und anschließend die Option «Über den Browser beitreten» wählen; falls Sie Schwierigkeiten haben, versuchen Sie alternativ den Browser «Chrome» zu nutzen).

Eine Veranstaltung der Gruppe ZAK³ Tübingen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

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Bundesweites Solitreffen zu Kriegsschuldforderungen der griechischen Regierung/ des griechischen Parlaments

Ende dieses Jahres soll der Bericht eines griechischen Parlamentskomitees zu Reparationsforderungen veröffentlicht werden. Der griechische Premierminister Alexis Tsipras und der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos bestätigten kürzlich die Forderungen Griechenlands. Der Parlamentspräsident Nikos Voutsis sagte im September in einem Interview mit dem staatlichen Radio, dass Griechenland aufgrund dieses Berichtes offizielle Ansprüche gegenüber der Bundesrepublik Deutschland stellen werde.
Das Jahrestreffen der Griechenlandsolidarität in Kassel mit 26 Teilnehmer*innen aus 18 Orten verabschiedete am 18.11.2018 ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen die unten stehende Resolution.

Resolution zu Kriegsschuldforderungen der griechischen Regierung/ des griechischen Parlaments

Während der deutschen Besatzung 1941-1944 wurden 1170 griechische Ortschaften zerstört und etwa 60.000 Zivilpersonen, Frauen, Männer und Kinder umgebracht. 65.000 griechische Jüdinnen und Juden wurden deportiert und ermordet.

Griechische Bodenschätze wie Chromerz, Zink, Zinn, Kupfer, Bauxit, Mangan und Nickel wurden nach Deutschland abtransportiert. Aber auch die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes wie Tabak, Rosinen, Olivenöl, Baumwolle, Zucker, Reis und die Getreidevorräte wurden weggeschafft. Es wurden archäologische Güter und Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert geraubt.
Mindestens 100.000 Griecheninnen und Griechen verhungerten damals. 400.000 weitere wurden obdachlos. Weiterlesen

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[Skouries] Widerstandscamp „10 DAYS OF STRUGGLE AT THE SKOURIES FOREST“ vom 24. Juli bis 2. August 2020

skouries_struggleWO | Bei Skouries, Chalkidiki, Nordgriechenland

WANN | 24. Juli bis 2. August 2020

ANKÜNDIGUNG |

10 DAYS OF STRUGGLE AT THE SKOURIES FOREST FRIDAY 24 JULY – SUNDAY 2 AUGUST

FOURTEEN YEARS OF RESISTING PARANOIA

In this new situation, both on a national and an international level, the Committee of Struggle in Meghali Panaghia will organize the 7th 10-day meeting in the forest of Skouries. It is not only an urgent necessity for its members, but also for anyone following the attack of mining companies and the general assault against humans and the environment.

We are facing a political and economic system that has failed both financially and morally. Indivualism and total lack of community, total inexistence of society on the one hand, obsessively persistent economic depression on the other. Despite the several recapitalizations, the myth of growth at any cost had already revealed its limitations since the end the 2019. All mainstream analysts were just disagreeing about the exact moment of the official declaration of full-on bankruptcy.

On Greek territory, things couldn’t possibly be better under the government of ‘excellencies’ as they call themselves. From the monoculture of wind-farms and photovoltaic solar panels, a symbol of their new insane vision of development, to the combustion of garbage and waste dumps, from the unapologetic support and actual salvation of Eldorado Gold that was allegedly going to realize the grandest, and most destructive, investment in Greece, of course claiming no money from the Canadian mega-company, as the prime minster and his minsters themselves admitted, to the hysteria of oil self-sufficiecy and the craze of oil drills, there can be no better confirmation of the generalized impasse, of the filth of consumerism and the plastic culture of dioxins.

As for the political and financial scandal of Novartis, let us just say that it is proof of the greed and pettiness of those who are holding on to their parliament seats, as well as of the rapacity of big pharma.

To this adorable normality, if we believe the terminology of the government’s talking heads, the health crisis was added. Real or imagined, it does not really matter since a new global situation was created in its name. Scared, excluded people, bombarded by scientifically sounding data, infused with guilt by patronizing specialists and under the surveillance of the cops, the heroes of the moment playing a major social role. This was the best chance to sell all economic justifications to pass the “environmental bill”, to let unemployment skyrocket overnight from 17 to 22% and go unpunished.

This is how we see the situation unfolding before our eyes, and not only in Greece. We do not want to “return to normality”. We believe we should urgently organize and resist. Without waiting for the declared “acceleration of digital reform” that promises to give us back our jobs and wellbeing, but not quite yet, we are organizing our 7th 10-day meeting of struggle at the forest of Skouries from the 24th of July to the 2nd of August 2020.

For the substance and the success of our meeting the contribution of all those collectivities and individuals who do not accept the politics of delegation to professional politicians of their own affairs, who do not consent, who understand the danger, for both humans and the environment, of the assault by States and capitalism and continue to resist.

MEGHALI PANAGHIA COMMITTEE OF STRUGGLE

Weitere Infos: epitropiagonapanagias.blogspot.com/2020/06/10-days-of-struggle-at-skouries-forest.html

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!! Leider auf unbestimmte Zeit verschoben !! [Berlin] Konferenz: „Deutschlands unbeglichene Schuld(en)“

WO | Haus der IG Metall, Alte Jakobstraße 149 · 10969 Berlin, U Bahnhof Hallesches Tor

WANN | auf unbestimmte Zeit, hoffentlich in die 2. Jahreshälfte verlegt !!

THEMA | Wir wollen das Gedenken an den 8. Mai 1945 nicht der offiziellen „Erinnerungskultur“ durch die Bundesregierung überlassen. Bis heute warten viele Opfer des NS-Regimes und des antifaschistischen Widerstandes auf Anerkennung und eine angemessene Entschädigung – bisher nahezu vergeblich. Die Raubzüge und die Massaker der Besatzer hinterließen nicht nur unermessliches menschliches Leiden, sondern in ihrer Folge Hungersnöte, Verelendung, Bürgerkrieg und ökonomischen Niedergang der betroffenen Länder.

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[Berlin] 20. Griechischer Salon: „Zeit der Repression – Arbeiter*innen-Kämpfe, Polizeibrutalität und Einschränkung des Demonstrationsrechts zu Zeiten der konservativen Regierung Mitsotakis “ Vortrag und Diskussion am 17. September 2020

Header Zeit der Repression
Mitglieder der Gruppe reAKT-AKTION, Lefteris Arabatzis und ein*e online zugeschaltete*r Aktivist*in der Rechtshilfe gegen Polizeiübergriffe berichten über Griechenland.

WO | Regenbogenkino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
WANN | Donnerstag, 17. September 2020, 19:30 Uhr

Seit dem Sommer 2019 regiert die Nea Dimokratia  in Griechenland.
In diesem letzten Jahr ist eine zunehmende Militarisierung der Polizei zu beobachten, Überwachung, Übergriffe und Willkür sind an der Tagesordnung. Besetzte Häuser werden geräumt, es gibt ein neues Strafgesetzbuch und die sozialen Rechte der Menschen an ihrem Arbeitsplatz werden eingeschränkt. Neokonservatismus und staatlicher Autoritarismus drohen, sich mit dem Schlagstock durchzusetzen.

Doch es gibt auch Gegenbewegungen, die sich dieser Angstkultur widersetzen: Schon im Sommer 2019 gab es mehrere kleine und größere Arbeiter*innenkämpfe in Griechenland. Im Herbst 2019 wurden zwei Generalstreiks organisiert. Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen stritten während der Corona-Krise für mehr Personal in Krankenhäusern, mehr Intensivstationen und eine bessere Finanzierung des Gesundheitssystems, Lehrer*innen gegen die Privatisierung der Schulen, die Künstler*innen für ein Grundeinkommen während des Lockdowns. Die Kämpfe hatten immer auch einen politischen Inhalt: u.a. für die Beibehaltung des Demonstrationsrechts und die Solidarität mit den Geflüchteten.

Die Referent*innen werden aus erster Hand berichten und die Frage stellen, was die Perspektiven für diese Arbeiter*innenkämpfe gegen die konservative Mitsotakis-Regierung sind.

+++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN +++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN
Wer am 17. September kommen möchte, muss sich unter griechenlandsoli@web.de anmelden! Denn wegen der Corona-Regeln ist die Platzzahl begrenzt. Wir berücksichtigen die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs.
+++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN +++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.
Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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[Freiburg] Filmvorführung „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 3. Oktober 2020

WO |Deutsch-Amerikanisches Institut Heidelberg, Sofienstraße 12, 69115 Heidelbergderbalkon-filmplakat-3

WANN | Samstag, 3. Oktober 2020, 17 Uhr

Der Balkon. Wehrmachtsverbrechen in Griechenland. Die Vernichtung des Dorfes Lyngiádes am 3. Oktober 1943.
Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis.

Lyngiádes, ein Dorf in Nord-Griechenland, wird wegen seiner wunderbaren Aussicht der „Balkon“ genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines Massakers, das hierzulande noch kaum bekannt ist: Am 3. Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer zweiundachtzig Dorfbewohner, überwiegend Kinder und alte Leute und zerstörten fast alle Häuser. Im Film hören die Nachgeborenen vor Ort, oft erstmalig, die Erinnerungen von Überlebenden. Es sind bewegende Dokumente der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas und Einblicke in die unterlassene Aufarbeitung in Deutschland und in die verweigerte Wiedergutmachung.

Regisseur Chrysanthos Konstantinidis stammt aus Lyngiádes und führt mit Rechtshistoriker Christoph Schminck-Gustavus durch den Film. Die Hintergründe des Verbrechens recherchierte er bereits vor drei Jahrzehnten und veröffentlichte sie in seinem Buch Feuerrauch.

BITTE BEACHTEN:

VORVERKAUF | Beschränktes Ticketkontingent, bitte VVK nutzen. Tickets online unter http://www.dai-heidelberg.de, im DAI und bei allen Reservix-VVK-Stellen erhältlich.

VERANSTALTER | Deutsch-Amerikanisches Institut (DAI) Heidelberg

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[Berlin und online] „Der Fall Alois Brunner“ Vortrag und Diskussion am 30. Oktober 2020

WO | A) Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin (max. 18 Teilnehmer*innen, Anmeldung erforderlich)
B) Teilnahme per Zoom-Konferenz (ebenfalls Anmeldung erforderlich)

WANN | Freitag, 30. Oktober 2020, 18:00 – 19:30 Uhr

THEMA |

Der Fall Alois Brunner – Die Strafvereitelung der griechischen und deutschen Behörden und der Kampf der griechischen Jüdinnen und Juden für Gerechtigkeit

Alois Brunner war einer der engsten Mitarbeiter Adolf Eichmanns. Er wirkte an zentraler Stelle an der Verschleppung österreichischer, tschechischer, slowakischer, polnischer, griechischer und französischer Jüdinnen und Juden mit. Brunner war ein Überzeugungstäter, der überall dort eingesetzt wurde, wo die Transporte ins Stocken gerieten und dem auch zahlreiche eigenhändige Morde vorgeworfen wurden.

Tobias Blümel zeigt in seinem Vortrag die Strafvereitelung der griechischen und deutschen Behörden im Fall Brunner auf, der bereits seit 1944 als Kriegsverbrecher gesucht wurde, aber in Syrien Zuflucht fand – lediglich der Zentralrat der Juden Griechenlands (KIS) versuchte die Interessen der wenigen Überlebenden der Shoah und ihrer Nachkommen zu vertreten und drängte seit den 80er Jahren auf eine Auslieferung. Tobias Blümel ist Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Er publizierte zur deutschen Besatzung und Antisemitismus in Griechenland und wirkte unter anderem am Projekt „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ mit.

Moderation: Dr. Jakob Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte

Anmeldung

+ Bitte melden Sie sich per Mail an: veranstaltungen[at]ghwk.de

+ An Ihre Mail muss ein Dokument (ausgefüllt mit Ihrem Namen) angehängt sein, dass Sie auf der Website: https://www.ghwk.de/de/termine/termin/der-fall-alois-brunner finden.

+ 18 Personen können die Veranstaltung in der Gedenk- und Bildungsstätte besuchen. Die ersten 18 Anmeldungen werden von uns darüber informiert.

+ Wir freuen uns über jede weitere Anmeldung: Sie können sich über Ihren Computer ganz einfach mit Ton und Bild zu der Veranstaltung dazuschalten. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen nach Ihrer Anmeldung.

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Jahrestreffen der Griechenlandsolidarität: 17. und 18. November 2018 in Kassel

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Wolf Zimmermann, Kassel

[Wolf Zimmermann hatte die letzten drei Griechenlandsolitreffen maßgeblich organisiert. Er verstarb am 20. August 2018. Wir vermissen ihn.]

Am 17. und 18. November 2018 findet ein weiteres bundesweites Treffen Griechenlandsolidarität statt. Seit 2014 gibt es Treffen der deutschsprachigen Griechenlandsoligruppen und von Menschen, die sich für Griechenland interessieren.
Ort: Café BuchOase, Germaniastrasse 14 (3 Strassenbahnstationen vom ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, Halt Wehlheider Platz)
Beginn: Samstag 17.11.2018 um 12 Uhr (Eröffnung um 13:00 Uhr)
Ende: Sonntag 18.11.2018 um 14:00 Uhr Weiterlesen

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