Arte-Film: Sarah Mardini seit August im Gefängnis


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[Berlin] 17. Griechischer Salon: „Der Schattenstaat: Politik und Gesellschaft in Griechenland nach dem Bürgerkrieg (1949-1967)“ – Vortrag und Diskussion am 12. Dezember 2019

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WANN | Donnerstag, 12.12.2019, 19.30 Uhr

WO | RegenbogenKino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Die knapp zwei Jahrzehnte zwischen dem Ende des Bürgerkriegs 1949 und dem Militärputsch von 1967 waren voller Widersprüche. Die „kümmerliche Demokratie“ wurde durch außerparlamentarische Machtfaktoren dominiert: durch den König, die USA und den „Schattenstaat“ (Parakratos), d.h. Geheimdienst, Polizei, Militär und rechtsextreme Gruppen.
Gleichzeitig wurde den Verlierern des Bürgerkriegs eine bedingte Teilhabe am politischen Leben gewährt. Immer wieder empfanden die Sieger dies aber als bedrohlich und unterdrückten skrupellos.

Dieselbe Zeit ist von einschneidenden sozialen Umbrüchen markiert, die das Bild der griechischen Gesellschaft grundlegend verändert haben. Dazu gehören nicht nur die massive Arbeitsmigration nach Athen und ins Ausland, nicht zuletzt in die Bundesrepublik, sowie der Wiederaufbau und Wirtschaftsboom unter Karamanlis. Es gab auch den kulturellen Aufbruch der 60er Jahre, der die Zeit vor der Diktatur im Nachhinein als einen griechischen „verlorenen Frühling“ erscheinen lässt.
Im Vortrag werden diese Aspekte in den internationalen Kontext gestellt, sowohl was die machtpolitischen Determinanten des Kalten Kriegs betrifft als auch die Bedeutung von übergreifenden kulturellen Trends und den Vergleich mit zeitgenössischen Entwicklungen in West und Ost.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Achtung, schon jetzt vormerken: Am 9. Januar 2020 zeigen wir zur selben Thematik den legendären Film „Z Anatomie eines politischen Mordes“ von Costa-Gavras, die vielleicht eindrucksvollste Darstellung des Parakratos der 50er-60er Jahre in Griechenland. Es handelt sich um DEN Klassiker des Politthriller-Genres. Der Film wurde mit zwei Oscars sowie zwei Preisen beim Filmfestival in Cannes prämiert.


Der GRIECHISCHE SALON ist die Veranstaltungsreihe des Bündnisses Griechenlandsolidarität Berlin und verschiedener Kooperationspartner.
Ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt zur bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland unter: https://griechenlandsoli.com.

 

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>„Makedonien“-Problematik spaltet nun auch Griechenlands Schüler<

Schüler-Demonstration am 29.11.2018 in Athen mit dem Motto „Faschisten aus den Schulen raus“. Foto: Griechenland Zeitung

Von Elisa Hübel, Griechenland Zeitung, 30. November 2018:
>„Makedonien“-Problematik spaltet nun auch Griechenlands Schüler.
In Griechenland stehen zahlreiche Schulen unter Besetzungen. Vor allem in Nordgriechenland protestieren Schüler damit gegen die Nutzung des Begriffs „Mazedonien“ durch das Nachbarland FYROM. Doch es gibt auch Gegenproteste. Einige politische Parteien versuchen, die Lage für sich auszunutzen.
Viele Schulen in Griechenland sind derzeit von Schülern besetzt. Wie das Bildungsministerium am Donnerstag bekannt gab, sind 13,9 % der Bildungseinrichtungen besetzt.
Die meisten dieser Aktionen werden in Nordgriechenland durchgeführt. Das Ziel ist ein außenpolitisches. Die Schüler protestieren gegen eine Lösung der Namensfrage der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (UNO-Kurzbezeichnung: FYROM). Eine entsprechende Vereinbarung haben im Sommer die Außenminister der beiden Länder unterzeichnet. Künftig soll das Nachbarland „Republik Nordmazedonien“ heißen. Dieser Name hat bereits das Parlament in Skopje passiert. Nun muss noch die Volkvertretung in Athen dafür stimmen. < weiterlesen

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Freisprüche für die Goldminen-Aktivisten

Transparent: Solidarität mit den Kämpfern auf der Chalkidiki, Sofortige Freilassung, Raus mit Eldorado

Von Ralf Kliche
Mit Freisprüchen endete am Freitag, 30.11.2018 das Gerichtsverfahren gegen insgesamt 21 Aktivisten der Anti-Goldminen-Bewegung vor einem Berufungsgericht in Thessaloniki. (1)
Die Anklage ging zurück auf Ereignisse aus dem Februar 2013. Damals wurden im Rahmen des Widerstandes gegen den Betrieb der Goldmine in Skouries, Chalkidiki auch Baufahrzeuge des Konzerns angezündet. Die Aktivisten waren von der Polizei als Verantwortliche ausgemacht worden und u.a. des Raubes, des Besitzes von Sprengstoff, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und des versuchten Mordes angeklagt worden. Es handelte sich um ein reines Strafverfahren, das geschädigte Unternehmen „Ellinikos Xrysos“ war nicht als Nebenkläger aufgetreten. Weiterlesen

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[Berlin] 18. Griechischer Salon: Filmvorführung „Z – Anatomie eines politischen Mordes“ am 9. Januar 2020

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Der FilmZ-SW

Frankreich, Algerien 1969, 127 min.
Regie:
Constantin Costa-Gavras
Musik: Mikis Theodorakis
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jorge Semprún
Darsteller*innen: Jean-Louis Trintignant,

Irene Papas, Ives Montand u.a.
Romanvorlage: „Z“ von Vassilis Vassilikos

Die Handlung

Der linke, pazifistische Politiker „Z“ wird bei einer Veranstaltung ermordet. Wer sind die Schuldigen? Die Ermittlungen stoßen auf Widerstand von offizieller Seite – doch ein mutiger Staatsanwalt bleibt dran und findet bald heraus, dass höchste politische Kreise in den Fall verwickelt sind… Schauplatz ist ein fiktiver Staat, doch jedem Leser und jeder Zuschauerin von „Z“ war sofort klar, dass sich Buch und Film mit den realen politischen Ereignissen im Griechenland der 60er Jahre befassten:  mit der Ermordung des Oppositionspolitikers Lambrakis im Jahr 1963 und mit den Hintergründen des Obristen-Putsches.

Der Film bekam u.a. den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film und wurde in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury und dem Preis für den besten Darsteller, Jean-Louis Trintignant, ausgezeichnet.

Eintritt: 6 Euro, 5 Euro für Student*innen, 4 Euro für Hartz-IV-Empfänger*innen

 

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„Syriza wird repressiv“

Eric Vernier (CC BY-SA 2.0)

Von Costas Lapavitsas und Stathis Kouvelakis, Ada Mag:
Syriza wird repressiv. Die Regierung von Alexis Tsipras versprach ein Ende der Kürzungspolitik. Doch sie verteidigt die Banken gegen die Opfer von Zwangsversteigerungen und verfolgt alle, die sich dagegen auflehnen.
Innerhalb der internationalen Linken ist bei vielen der Eindruck entstanden, die Lage in Griechenland würde sich langsam zum Besseren wenden und mit der Syriza-Regierung sei weiterhin eine linke Kraft an der Macht, welche die Interessen von Arbeiterinnen und Armen unter schwierigen Bedingungen verteidige. Für alle, die solche Ansichten vertreten, gab es in letzter Zeit einige böse Überraschungen.
Die bittere Realität ist, dass seit sich Tsipras und seine Regierung der Troika (EU, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) unterworfen haben sie die neoliberale Politik aller griechischer Regierungen seit dem ersten Schuldenpakt mit der Troika im Jahr 2010 fortgeführt haben.“ weiterlesen

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[Berlin] Filmvorführung „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 14. Januar 2020

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WO | Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin – Prenzlauer Berg

WANN | Dienstag, 14.01.2020, 18 Uhr

Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland. Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis
(Griechenland 2018, 101 min., OmU)

Mit anschließendem Gespräch mit Hilde Schramm (Respekt für Griechenland e.V.) zur deutschen Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland.

Hintergrund:

Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland wird wegen seiner wunderbaren Aussicht der »Balkon« genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines Massakers, das hierzulande noch kaum bekannt ist. Am 3. Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer zweiundachtzig Dorfbewohner, überwiegend Kinder und alte Leute, und zerstörten fast alle Häuser.

Der Regisseur des Films stammt aus Lyngiades. Die Hintergründe des Verbrechens recherchierte vor drei Jahrzehnten der Rechtshistoriker Christoph Schminck-Gustavus (s. sein Buch »Der Feuerrauch«). Jetzt führt er durch den Film. In diesem hören die Nachgeborenen vor Ort, oft erstmalig, Erinnerungen von Überlebenden. Es sind Dokumente der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas. Und es sind Einblicke in die unterlassene Aufarbeitung in Deutschland und in die verweigerte Wiedergutmachung.

Kinokarten:

Karten können nicht reserviert werden, sondern müssen über den unten stehenden Ticketlink direkt gekauft werden! Da das Kino sehr klein ist, nur 35 Plätze hat, wird die Aufführung möglicherweise schnell ausverkauft sein. Es empfiehlt sich also, mit dem Kartenkauf nicht zu warten.

Ticketlink: https://www.kinoheld.de/cinema-berlin/lichtblick-kino-berlin/show/2205186581#panel-seats

 

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[Berlin] Hellas Filmbox Berlin – Griechisches Filmfestival vom 15.-19. Januar 2020

Filmbox2020_Babylon_Web-Banner_PlakatWO | Kino Babylon
, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin

WANN | 15.-19.01.2020, unterschiedliche Anfangszeiten

HELLAS FILMBOX BERLIN

ist ein griechisches Filmfestival. Es wurde im Frühjahr 2015 gegründet, um das hochaktuelle und künstlerisch äußerst spannende Filmschaffen Griechenlands in den Fokus des deutschen Publikums zu rücken. Gerade das Medium Film ist wie kaum ein anderes in idealer Weise geeignet, zu einer Erweiterung des Blickwinkels auf die griechische Kultur insgesamt beizutragen.

Hellas Filmbox Berlin 5. Edition

Mit einem klaren cineastischen Fokus findet das griechische Filmfest zum 5. Mal im Babylon vom 15.-19.01.2020 statt. HELLAS FILMBOX BERLIN möchte vor allem für den „Neuen Griechischen Film“ eine Plattform sein und cineastische Einblicke in das Land, die Menschen und inneren Widersprüche und Geheimnisse geben.
„Feminine, sunny & blue“ lautet das diesjährige Motto des Filmfests: feminin, wie das gesamte Fest, insbesondere der Eröffnungsfilm und die Diskussionsrunde, sowie das überwiegend weibliche dynamische Team des Festivals; blau, wie das griechische Meer und sonnig, wie die Sonne des Landes, die sich im diesjährigen Poster wiederfindet.

Μit einer frischen musikalischen Performance von Τhe Boy & Miss Trichromi bei der Eröffnung, dem Abschlussfilm ‚When Tomatoes met Wagner‘’ (Griechenlands Oscar Empfehlung für den besten ausländischen Film), zahlreichen Regisseuren anwesend bei den Q & As, Diskussionsrunden und Veranstaltungen, zeigt die Hellas Filmbox ihr bis dato stärkstes Programm.

Alle Details zum Programm: https://www.hellasfilmbox.de/programm-2020/

 

 

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[Frankfurt a.M.] „Alter Wein in neuen Schläuchen? – Griechenland nach der Wahl“ Vortrag und Diskussion am 22. Januar 2020

WO | Gaststätte Henscheid, Mainkurstraße 27, FFM-Bornheim (U 4 oder Tram 12 bis Bornheim-Mitte)

WANN | Mittwoch  22.01.2020, 18:00 Uhr

WAS | Im Juli 2019 wurde in Griechenland Syriza abgewählt. Seitdem regiert die konservative Nea Demokratia (ND).

Nach einem Vortrag von Nadja Rakowitz wollen wir diskutieren, ob sich die soziale Lage für Einheimische und Flüchtlinge verändert hat. Was hat sich seit Juli 2019 politisch getan und was wird für die Zukunft angekündigt? Wo setzt die ND einfach die Politik der Regierung Tsipras fort und wo ändert sie etwas relativ und wo grundsätzlich? Wie wirkt sich das auf die soziale Lage der Massen aus und welchen Widerstand gibt es?

Referentin:  Nadja Rakowitz

ist Soziologin und arbeitet als Geschäftsführerin des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte und macht Bildungsarbeit für die Gewerkschaft ver.di; seit 2013 ist sie beruflich und privat in der Griechenlandsolidarität aktiv.

Moderation: Martin Krämer

 

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[München] „Krisis“ Filmvorführung und Diskussion am 26. Januar 2020

KRISIS_STILL_005WO | Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München

WANN | Sonntag, 26.01.2020, 17:30 Uhr

Krisis

Dokumentar-Film
Regie + Buch: Wolfgang Reinke | Kamera: Colja Krugmann | 92 min | griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Inhalt

Krise als Chance zur Veränderung: Fünf Krisenjahre haben zu einer ökonomischen und sozialen Katastrophe in Griechenland geführt, so dass elementare Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr befriedigt werden können. Als Reaktion darauf ist eine Solidaritätsbewegung entstanden, zu der auch etwa vierzig sogenannte „Kliniken der Solidarität“ im ganzen Land gehören, die durch Privatinitiaven gegründet wurden. Der Film porträtiert Freiwillige, die Menschen helfen, die keinen Zugang mehr zum öffentlichen Gesundheitssystem haben. Der Film wurde durch Crowdfunding finanziert und von Januar 2015 bis September 2016 in Piräus, Athen und Prosilio gedreht.

In Kooperation mit dem BMBF-geförderten Forschungsprojekt „Transnationale Praktiken der Solidarität“ und dem Lehrstuhl für Politische Soziologie der sozialen Ungleichheit am Institut für Soziologie der LMU München.

Anschließend Diskussion mit Elena Chatzimichali aus der Solidaritätsbewegung in Griechenland und Nadja Rakowitz vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Moderation: Mirko Broll.

 

Eintrittspreise 4 € (3 € für MFZ-Mitglieder).

Reihe: FilmWeltWirtschaft

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