28. November 2018: Streiks und Demonstrationen gegen die Regierung

Von Hansgeorg Hermann. Junge Welt, 29.11.208: „Wut auf Armutsdiktat, Griechenland: Generalstreik gegen neuen Haushaltsplan der Regierung. Protest zeigt den wahren Zustand des Landes
Ein Generalstreik legte am Mittwoch das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm. Der Protest gegen den neuen Haushaltsplan der Regierung unter Alexis Tsipras zeigt, dass sich die Lage der Griechen seit dem in Brüssel mit falschem Optimismus verkündeten Ausstieg aus dem sogenannten Hilfsprogramm der EU-Kommission nicht einen Deut gebessert hat.
Die Masse der elf Millionen Griechen steht auch in diesem Winter unter schwerem finanziellen Druck. Die meisten Wohnungen in den Großstädten werden unbeheizt bleiben, für Nahrung und Kleidung werden die Menschen in den kommenden Monaten noch weniger ausgeben können als in den Vorjahren.“ weiterlesen

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28. November 2018: „Parlament genehmigt Erleichterungen von 710 Millionen Euro“

Von Elisa Hübel, Grichenland Zeitung, 29. November 2018: „Am Mittwoch hat das griechische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das für viele Bürger finanzielle Erleichterungen in Höhe von insgesamt 710 Millionen Euro mit sich bringt. Darunter fällt etwa eine Senkung der Immobiliensteuer ENFIA. Davon profitieren werden etwa 5,5 Millionen Griechen.
Vor allem die Besitzer eher bescheidener Liegenschaften können aufatmen: Wenn der Wert unter 60.000 Euro liegt, können sie sich auf eine Steuersenkung von bis zu 30 Prozent freuen. Auch Unternehmen haben einen Grund zum Lächeln, wenn auch nur verhalten: Der bisherige Satz der Gewinnsteuer wird pro Jahr um ein Prozent reduziert. Von bisher 29 % sinkt er bis zum Jahr 2022 auf 25 %.“ weiterlesen

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„53jährige Putzfrau vorübergehend aus dem Gefängnis freigelassen“

Von Elisa Hübel, Griechenland.net, Mittwoch, 28. November 2018:
„Ein Gericht der mittelgriechischen Stadt Larissa hat am Mittwoch (28.11.) entschieden, dass eine 53jährige Putzfrau das Gefängnis von Theben, ebenfalls in Mittelgriechenland, verlassen darf. Eine gegen sie verhängte zehnjährige Haftstrafe wurde ausgesetzt bis das Landeshöchstgericht, der Areopag, eine endgültige Entscheidung getroffen hat.“ weiterlesen

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[Berlin] Filmvorführung „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 18. Februar 2020

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WO | Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin – Prenzlauer Berg

WANN | Dienstag, 18.02.2020, 18 Uhr

Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland. Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis
(Griechenland 2018, 101 min., OmdU)

Mit anschließendem Gespräch mit Hilde Schramm (Respekt für Griechenland e.V.) zur deutschen Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland.

Hintergrund:

Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland wird wegen seiner wunderbaren Aussicht der »Balkon« genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines Massakers, das hierzulande noch kaum bekannt ist. Am 3. Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer zweiundachtzig Dorfbewohner, überwiegend Kinder und alte Leute, und zerstörten fast alle Häuser.

Der Regisseur des Films stammt aus Lyngiades. Die Hintergründe des Verbrechens recherchierte vor drei Jahrzehnten der Rechtshistoriker Christoph Schminck-Gustavus (s. sein Buch »Der Feuerrauch«). Jetzt führt er durch den Film. In diesem hören die Nachgeborenen vor Ort, oft erstmalig, Erinnerungen von Überlebenden. Es sind Dokumente der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas. Und es sind Einblicke in die unterlassene Aufarbeitung in Deutschland und in die verweigerte Wiedergutmachung.

Weitere Termine der Filmvorführung im Lichtblick-Kino:

Dienstag, 17. 03. 2020, Beginn: 18:00 Uhr.
Dienstag, 21. 04. 2020, Beginn: 18:00 Uhr.

Jeweils mit anschließendem Gespräch mit Reiner Schiller-Dickhut (Respekt für Griechenland e.V.).

 

 

 

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Varoufakis kandidiert von Berlin aus

Es ist amtlich, ZDF-heute, 25.11.2018 19:47 Uhr: „Europawahl – Varoufakis kandidiert von Berlin aus. Die Verhandlungspartner der Griechenland-Rettung dürften noch ein Lied von ihm singen können: Ex-Finanzminister Varoufakis. Nun tritt er zur Europawahl an – von Deutschland aus.
Der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis will in Deutschland für die Europawahl 2019 kandidieren. Es gehe darum, dass transnationale Demokratie Wirklichkeit werde, sagte der Linkspolitiker am Sonntag in Berlin. In einer Versammlung der Partei „Demokratie in Europa“ wurde er auf den ersten Platz einer Liste für die Wahlen zum Europaparlament im Mai kommenden Jahres gesetzt. Die Partei ist den Angaben zufolge ein deutscher Ableger von Varoufakis‘ europäischer Bewegung „Democracy in Europe Movement 2025″ – kurz Diem25. Varoufakis sagte, er habe die Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllt – dazu gehört für Bürger anderer EU-Länder, einen Wohnsitz in Deutschland zu haben.“ weiterlesen

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„Junge Griechen sind laut neuer Studie größte Verlierer der Schuldenkrise“

Von Gerd Höhler, Handelsblatt, 24.11.2018: „Griechenland hat die achtjährige Rezession hinter sich gelassen. Die junge Generation steht aber vor einer langen Durststrecke.
Athen. Schuldenkrise und Sparauflagen haben in Griechenland tiefe Spuren hinterlassen. Die Wirtschaft stürzte in die längste Rezession, die ein europäisches Land in Friedenszeiten erlebte. Viele Menschen verloren mehr als ein Drittel ihrer Einkommen. Aber wer hat am meisten unter der Krise gelitten? Entgegen der landläufigen Annahme sind es nicht die Rentner – sondern junge Griechen.
Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie der Athener Denkfabrik DiaNeosis dokumentiert, welche Einbußen die Rezession den Griechen beschert hat. Mitte 2008 setzte das griechische Wirtschaftswachstum aus. Aber die globale Finanzkrise war für die Griechen nur das Vorspiel zur eigenen Schuldenkrise, die Ende 2009 aufbrach.“ weiterlesen

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[Berlin] Fachgespräch: „ERINNERN. GEDENKEN. AUFARBEITEN – Die Bedeutung unserer historischen Verantwortung für die deutsch-griechischen Beziehungen“ am 2. März 2020

VERANSTALTER | Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion, Arbeitskreis 4

WO | Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Saal E800, Konrad-Adenauer-Str. 1, 10557 Berlin

WANN | 02.03.2020, 16:30 Uhr

BITTE BEACHTEN | Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist für den Zutritt zu den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages aus bis zum 26.02.2020 erforderlich. Zur Anmeldung: https://www.gruene-bundestag.de/termine/online-anmeldungen/erinnern-gedenken-aufarbeiten-die-bedeutung-unserer-historischen-verantwortung-fuer-die-deutsch-griechischen-beziehungen.

PROGRAMM |

16:30 Anmeldung
17:00 Begrüßung

Claudia Roth MdB
Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17:10 Keynote

Hilde Schramm
Respekt für Griechenland e.V.
Trägerin des Moses-Mendelssohn-Preis

17:20 Fachliche Inputs

Matthias Reuß
Wissenschaftliche Dienste, Deutscher Bundestag

Aris Radiopoulos (angefragt)
Buchautor, Athen

Charalampos Karpouchtsis
Deutsch-Griechischer Jugendaustausch
PhD Reseacher, Jena Center for Reconciliation Studies
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Manuel Sarrazin MdB
Sprecher für Osteuropapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18:05 Diskussion

Moderation: Lisa Badum MdB
Sprecherin für Klimapolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

18:50 Schlusswort

Katja Keul MdB
Sprecherin für Rechtspolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

19:00 Empfang
Im Anschluss an das Fachgespräch wird für Interessierte der Dokumentarfilm von C. Konstantinidis „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ (2018) gezeigt.

EINORDNUNG | Während des Zweiten Weltkrieges hat die deutsche Besatzung in Griechenland schwerste Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung Griechenlands wurde ermordet. Zehntausende Menschen wurden als „Vergeltung“ für den Widerstand von Partisanen exekutiert. Weit über 100.000 starben an Hunger und kriegsbedingten Krankheiten. Wir Grüne im Bundestag wissen um diese deutsche Schuld und unsere historische Verantwortung.

Bis heute sind die griechischen Reparations- und Rückzahlungsforderungen hochumstritten. Während die griechische Regierung im Juni 2019 Deutschland offiziell aufforderte, über etwaige Reparationszahlungen in Verhandlung zu treten, betrachtet die Bundesregierung die Forderungen als erledigt. Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages vom Juni 2019 kommt hingegen zu dem Schluss, dass die Position der Bundesregierung völkerrechtlich vertretbar, aber keineswegs zwingend ist.

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wollen wir uns erneut mit der historischen Verantwortung Deutschlands auseinandersetzen. Wir wollen den aktuellen Stand der deutsch-griechischen Aussöhnung und Erinnerungskultur beleuchten und diskutieren, welche Rolle die Reparationsdebatte bis heute spielt und wie wir durch Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen sowie im Erinnern und Gedenken an die deutschen Verbrechen in Griechenland zu einem stärkeren Miteinander kommen können.

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Freiheit für die Putzfrau! Bitte den Aufruf unterschreiben!


Verschiedene griechische Internetportale haben eine Unterschriftensammlung gestartet und fordern den Präsidenten Griechenlands auf, die zu zehn Jahren verurteilte Putzfrau zu begnadigen. Wassilis Aswestopoulos berichtet auf Telepolis am 23.11.2018 ausführlich über den Fall. Es gab viele Aufschreie in der Öffentlichkeit wegen der offensichtlichen Ungerechtigkeit des Urteils. Auch das höchste Gericht hat sich eingeschaltet. Die Frau muss aber zunächst im Gefängnis bleiben, bis die Mühlen der Justiz ein anderes Urteil produzieren. Immerhin: Inzwischen wurde ein Antrag auf Aussetzung der Vollstreckung der Haftstrafe gestellt. Darüber soll am 28. November entschieden werden.

„Für die Freilassung der Putzfrau – Für ein Einschreiten von Prokopis Pavlopoulos (1)
Eine Putzfrau wurde vor Gericht gestellt und zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Ohne Bewährung. Sie befindet sich bereits im Gefängnis von Theben. Das Verbrechen begann vor etwa vierzig Jahren, als ein zehnjähriges Mädchen die 5te Klasse der Grundschule besuchte. Es hatte acht Geschwister, stammte aus einer armen Familie, wuchs in einem Waisenhaus auf und konnte die Schule nicht beenden, nicht einmal die Grundschule. Als 29 Jahre alte Frau, inzwischen mit einem zu 67% behinderten Mann verheiratet und Mutter von zwei Kindern, fälschte sie das Abschlusszeugnis der Schule, damit sie als Reinigungskraft in der Gemeinde eingestellt werden konnte. Sie schrieb – zu Unrecht -, dass sie die sechste Klasse beendet habe. Dies ist die Frau, die heute im Gefängnis sitzt.

Die Buchstaben des Gesetzes sagen, dass die Putzfrau öffentliche Gelder missbrauchte (diesem Gesetz zufolge wurde sie verurteilt), weil sie bezahlt wurde, ohne dass die formalen Qualifikationen vorlagen, die ihre Einstellung gerechtfertigt hätten. Die „Javerts“ werden immer mit einem Gesetz die „Valjeans“ verfolgen. (2) Weiterlesen

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[Köln] Filmvorführung „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 7. März 2020

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WO |Lichtspiele Kalk, Kalk-Mülheimer-Straße 130-132, 51103 Köln

WANN | Samstag, 07.03.2020, 16.30 – 19.00 Uhr

Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland. Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis
(Griechenland 2018, 101 min., OmU)

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Nachgespräch statt, zum Film und zur von „Respekt für Griechenland e.V.“ gestarteten Kampagne „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“, mit Christoph Schminck-Gustavus (Rechtshistoriker, Bremen) und Hilde Schramm (Respekt für Griechenland, Berlin).

Hintergrund:

Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland wird wegen seiner wunderbaren Aussicht der »Balkon« genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines Massakers, das hierzulande noch kaum bekannt ist. Am 3. Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer zweiundachtzig Dorfbewohner, überwiegend Kinder und alte Leute, und zerstörten fast alle Häuser.

Der Regisseur des Films stammt aus Lyngiades. Die Hintergründe des Verbrechens recherchierte vor drei Jahrzehnten der Rechtshistoriker Christoph Schminck-Gustavus (s. sein Buch »Der Feuerrauch«). Jetzt führt er durch den Film. In diesem hören die Nachgeborenen vor Ort, oft erstmalig, Erinnerungen von Überlebenden. Es sind Dokumente der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas. Und es sind Einblicke in die unterlassene Aufarbeitung in Deutschland und in die verweigerte Wiedergutmachung.

Veranstalter:

Griechenland-Solidaritätskomitee Köln und die POP Initiativgruppe griechische Kultur in der BRD e.V. in Kooperation mit Respekt für Griechenland e.V. Berlin.

Eintritt: 7 Euro.

 

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„Gasfunde im östlichen Mittelmeerraum: Wohlstandsträume mit Konfliktpotential“

Der östliche Mittelmeerraum: Ausschließliche Wirtschaftszonen, bereits bekannte Erdgasfelder, Militärstützpunkte der USA, Großbritanniens und Russlands. Karte: Bernd Schröder/ QGIS

Von Bernd Schröder, Telepolis, 18. November 2018:
Erdgasprofiteure in spe, neue Allianzen, explosive Zukunftsaussichten
Zyprisch-ägyptischer Gasrausch und neo-osmanische Regungen in der Türkei Die Erdgasfunde im östlichen Mittelmeerraum (Die ostmediterrane Gasbonanza) sind im Begriff, die geopolitische Landschaft der Region tiefgreifend zu verändern. Ein zunehmend gefährlicher werdender Konfliktherd schwelt vor der Küste Zyperns. Obwohl die dortige Offshore-Industrie noch keine Förderung vorweisen kann, gab es in letzter Zeit verstärkte Aktivitäten, die die Erschließung der Gasreserven voranbringen sollen. Bisher wurden zwei große Erdgasfelder gefunden: Aphrodite (2011 entdeckt, 200 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Feld vermutet) und Calypso (2018 entdeckt, 170 Milliarden Kubikmeter Erdgas. weiterlesen

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