„Aberwitzig: 35 Milliarden Euro für die Festung Europa“


Pressemitteilung von Andrej Hunko, MdB, Europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. 19.09.2018:
„Aberwitzig: 35 Milliarden Euro für die Festung Europa. Anstatt eine solidarische Nachbarschaftspolitik zu fördern, setzt die Europäische Union auf verstärkte Abschottung. Für die nächsten Jahre veranschlagt die Kommission 35 Milliarden Euro zur Überwachung und Kontrolle von Migration. Das ist aberwitzig und bringt Europa auf gefährlichen Kurs“, warnt der europapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Andrej Hunko.
Allein die neue Grenz- und Küstenwache soll im mehrjährigen Finanzrahmen (2021 bis 2027) 12,6 Milliarden Euro erhalten. Hinzu kommen 22 Milliarden für die Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Sicherung und Kontrolle ihrer Grenzen. Dazu werden der „Fonds für die innere Sicherheit“ und der „Visa und Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds“ massiv aufgestockt sowie ein „Fonds für Grenzmanagement“ gestartet. All dies wird von der Bundesregierung „ausdrücklich begrüßt“. Deutschland ist größter Beitragszahler für die Finanztöpfe. Weiterlesen

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Margarita Tsomou: „Tsipras Pyrrhussieg: Austerität in Permanenz“

Aus: Blätter für deutsche und internationale Polititk, August 2018
„Es sollte ein für alle sichtbares Signal sein: Die Krisenjahre sind vorbei, es geht wieder aufwärts. Die Zeit der Memoranden – der Kreditvereinbarungen mit den europäischen Gläubigern – endet, und mit ihr die politische Gängelung. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2015 hatte Alexis Tsipras versprochen, er werde erst dann eine Krawatte anziehen, wenn die „Nach-Memorandum-Epoche“ beginnt. Nun ist die dritte und letzte Kreditvereinbarung ausgelaufen, und der griechische Premierminister trat mit Schlips vor die Kameras. Doch irgendetwas an dem sorgsam inszenierten Auftritt wirkte gedämpft. Und das lag nicht nur an der Farbe der Krawatte, die nicht leuchtend rot, sondern in einem dumpfen Burgunderton gehalten war.“ weiterlesen

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[Hannover] Konzert „MIKIS THEODORAKIS. Die Seele Griechenlands“ am 2. September 2022

WO | Kulturzentrum Pavillon (Großer Saal), Lister Meile 4, 30161 Hannover

WANN | Freitag, 2. September 2022, Beginn 19.30 Uhr

Am 2. September vergangenen Jahres ist der großartige Mikis Theodorakis im Alter von 96 Jahren in Athen gestorben. Die Griechenland-Solidarität Hannover ehrt den  Musiker, Komponisten und Freiheitskämpfer an seinem ersten Todestag mit einem Konzert im großen Saal des Kulturzentrums Pavillon in Hannover.

Mitwirkende

Frances Pappas / Gesang
Rolf Becker / Rezitation
Gerhard Folkerts / Klavier, Klavier-Arrangement und Programmkonzeption

Im Dezember 2018 besuchten Frances Pappas und Gerhard FolkertsMikis Theodorakis in seinem Haus in Athen und arbeiteten mit ihm gemeinsam an ihrem neuen Liedprogramm.

Die Griechin Frances Pappas studierte in Toronto und Wien Musik. Sie singt an großen Opernhäusern, u. a. in München, Stuttgart und Nürnberg, zur Zeit in Salzburg. Der Staat Bayern verlieh ihr den Titel einer Kammersängerin für ihre ausgezeichnete Gesangstechnik und ihre dramaturgische Gestaltung. In Hannover singt die Pappas u.a. Kaimos, Sto Perigiali, Asma Asmaton/Lied der Lieder.

Gerhard Folkerts Freundschaft zu Mikis Theodorakis verschafft den vorgetragenen Lied- und Klavierkompositionen eine Nähe zu dessen Auffassung von Musik und geben dem Vortrag etwas Authentisches.

Rolf Beckers besondere Gestaltungskraft und Liebe zu Griechenland faszinieren das Publikum immer wieder. Er gehört seit Jahrzehnten zu den großen Stimmen deutscher Schauspiel- und Rezitationskunst.

In Hannover hören wir Musik und Texte, die erfüllt sind von Schönheit und Liebe zu den Menschen, die uns erfreuen, berühren, erschüttern und stärken.

Eintritt 34,90/29,50/24,00 Euro (50% Ermäßigung auf Hannover-Aktivpass / 20% Ermäßigung im Vorverkauf des Kulturzentrums Pavillon bis zum 1. Juni 2022)

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[27 Städte] Dokumentarfilm „NASIM – Ein Leben in Moria“ – Kinotour im September/Oktober 2022

Dokumentarfilm von Ole Jacobs und Arne Büttner

Deuschland 2021, Länge: 120 min.; OS mit Untertiteln DE/EN

Gestrandet in Moria, dem größten Geflüchtetenlager der EU, kämpft Nasim gegen ihre eigenen Ängste und die Widrigkeiten des Camps für ein selbstbestimmtes Leben. Die 38 jährige Afghanin kam im Februar 2020 aus dem Iran. Sie flüchtete über die Türkei nach Griechenland. In der Nacht vom 8. auf den 9. September 2020 zerstört ein Großbrand das komplette Lager und Nasim und ihre Familie stehen vor dem Nichts. Es folgen Demonstration, Obdachlosigkeit und Polizeigewalt. Doch Nasim kämpft weiter um ihre Zukunft.

Der Dokumentarfilm feierte seine erfolgreiche Weltpremiere im deutschen Wettbewerb des DOK Leipzig 2021 und wurde dort mit dem DEFA Förderpreis und dem ver.di Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness ausgezeichnet.

Kinostart ist am 8. September 2022 in Halle, auf den Tag genau zwei Jahre nach dem verheerenden Brand in Moria. Der Film wird anschließend bundesweit touren. Von Berlin, nach Köln, Bremen, Hamburg… alle Infos unter: www.rosenpictures.com/News/Kinotour-Nasim

Im Anschluss an jede Filmvorführung wird es ein Podiumsgespräch mit den beiden Filmemachern Ole Jacobs und Arne Büttner geben. In einigen Orten wird Nasim, die Protagonistin ebenfalls dabei sein.

Mehr Infos zum Film unter: https://nasim-film.com/

Trailer: https://youtu.be/CU56pXcL6no

Tourdaten:

  • 08.09 | Do. | 18:30 Uhr
    Halle – Puschkino
  • 09.09 | Fr. | 19:00 Uhr
    Leipzig – Cinematheque
  • 11.09 | So. | 19:00 Uhr
    Magdeburg – Kiezladen Platz*machen
  • 12.09 | Mo. | 20:00 Uhr
    Göttingen – Lumière Kino
  • 13.09 | Di. | 18:00 Uhr
    Erfurt – Sprachcafé Erfurt
  • 14.09 | Mi. | 20:00 Uhr
    Leipzig – Ost Passage Theater
  • 15.09 | Do. | 21:00 Uhr
    Zwenkau – Kulturkino Zwenkau
  • 16.09 | Fr. | 19:30 Uhr
    Weimar – Lichthaus Kino im Straßenbahndepot
  • 17.09 | Sa. | 19:00 Uhr
    Leipzig – Cineding
  • 18.09 | So. | 19:00 Uhr
    Chemnitz – Weltecho
  • 19.09 | Mo. | 19:00 Uhr
    Braunschweig – Universum
  • 20.09 | Di. | 18:45 Uhr
    Köln – Rex Kino
  • 22.09 | Do. | 18:00 Uhr
    Düsseldorf – Metropol
  • 29.09 | Do. | 19:00 Uhr
    Weimar – Kino mon ami
  • 30.09 | Fr. | 19:00 Uhr
    Berlin – Moviemento
  • 01.10 | Sa. | 17:00 Uhr
    Berlin – FSK Kino Oranienplatz
  • 02.10 | So. | 17:00 Uhr
    Potsdam – Spartacus
  • 04.10 | Di. | 19:30 Uhr
    Kiel – Die Pumpe
  • 05.10 | Mi. | 19:00 Uhr
    Rostock – Lichtspieltheater Wundervoll
  • 06.10 | Do. | 19:30 Uhr
    Husum – Filmclub Husum
  • 07.10 | Fr. | 19:00 Uhr
    Hamburg – 3001
  • 08.10 | Sa. | 20:00 Uhr
    Bremen – City 46
  • 09.10 | So. | 11:00 Uhr
    Hannover – Kino am Raschplatz
  • 11.10 | Di. | 17:00 Uhr
    Münster – Cinema Münster
  • 12.10 | Mi. | 18:30 Uhr
    München – Monopol Kino
  • 15.10 | Sa. | 20:00 Uhr
    Kempten – Lollipop e.V.
  • 18.10 | Di. | 19:00 Uhr
    Saarbrücken – Kino Achteinhalb
  • 21.10 | Fr. | 20:00 Uhr
    Stuttgart – Delphi Arthaus Kino
  • 22.10 | Sa. | 19:00 Uhr
    Kirchheim unter Teck – Kinobetriebe Frech
  • 23.10 | So. | tba.
    Frankfurt Main – Orfeos Erben
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Tsipras: Griechenland wird sehr bald Reparationen fordern


Ende dieses Jahres soll der Bericht eines Parlamentskomitees zu Reparationforderungen veröffentlicht werden. Der Parlamentspräsident Nikos Voutsis sagte in der letzten Woche in einem Interview mit dem staatlichen Radio, dass Griechenland aufgrund dieses Berichtes offizielle Ansprüche gegenüber der Bundesrepublik Deutschland stellen werde.
Der griechische Premierminister Alexis Tsipras hatte sich lange nicht mehr öffentlich zum Thema Reparationsforderungen geäußert. Als er am 5. September die Gedenkstätte für Naziopfer in Kandano auf Kreta besuchte, sagte er „Reparationen von Deutschland zu fordern, ist für uns eine historische Pflicht“. Er bezog sich in seiner Rede auch den Bericht des Parlamentskomitees.
Voutsis ergänzte im Interview: „wie ich schon früher gesagt habe, wollten wir während der Kreditverhandlungen nicht den Eindruck erwecken, wir würden dieses heilige Thema des griechischen Volkes mit den Kreditobligationen vermischen wollen.“
Auch der griechische Präsident, Prokopis Pavlopoulos, äußerte kürzlich in einem Artikel die Ansicht, dass Deutschland Griechenland Reparationen schulde. (Quelle)
Siehe dazu den Beitrag „Ist die deutsche Reparationsschuld verjährt. 

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[Berlin] 27. Griechischer Salon: „Goldene Morgenröte. Unser aller Angelegenheit“ Filmvorführung und Diskussion am 29. Oktober 2022

WO | Regenbogenkino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

WANN | Samstag (!), 29. Oktober 2022, 19:30 Uhr

Fünf Jahre nach ihrem Dokumentarfilm „Goldene Morgenröte. Eine persönliche Angelegenheit“ hat Angélique Kourounis mit ihrem neuen Film eine Fortsetzung und Einordnung des Themas vorgelegt.

Im Mittelpunkt der Dokumentation aus dem Jahr 2021 steht der Verlauf des fünfeinhalb Jahre dauernden Gerichtsverfahrens gegen die Führungskader der Nazipartei Goldene Morgenröte. Im Oktober 2021 wurden die Angeklagten als kriminelle Vereinigung zu langen Haftstrafen verurteilt.

Der Film ist nicht nur chronologische Berichterstattung über das Gerichtsverfahren. Er zeigt auch das Anwachsen des antifaschistischen Bewusstseins in der griechischen Zivilgesellschaft und spiegelt die Versuche wider, eine passende Antwort auf den Anstieg des Faschismus zu geben. So wird in dem Film der Frage nachgegangen, wie in Europa auf den Vormarsch der extremen Rechten zu reagieren ist. Wie soll dieser Kampf geführt werden?

Darüber hinaus gibt die Dokumentation Einblicke in die Funktionsweise der Goldenen Morgenröte und begleitet Magda Fyssa, die Mutter des im Jahr 2013 ermordeten linken Rappers Pavlos Fyssas.

GR 2021 | 117 Minuten | Orig. (griechisch) mit deutschen Untertiteln

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Der nunmehr 27. GRIECHISCHE SALON wird präsentiert vom Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin in Zusammenarbeit mit der Regenbogenfabrik, SoliOli und attac Berlin.
Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt zur bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland findet ihr unter: https://griechenlandsoli.com.

(Textquelle: Auszüge einer Filmankündigung des Buchladens „Schwarze Risse“ Berlin)

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Gewalt gegen Journalisten: „Dann werden wir alle Waffen dabei haben“

Wassilis Aswestopoulos, Telepolis, 14. September 2018:
„Griechenland: Der Gesellschaft im Land droht die Spaltung. Das zeigt sich auch an Angriffen gegen Journalisten und daran, dass sie in rechten Milieus gutgeheißen werden.
Ebenso wie in Deutschland sehen sich Vertreter der Presse auch in Griechenland einer Welle der Aggression von Seiten eines Teils der Bevölkerung ausgesetzt. Einen vorläufigen Höhepunkt erlebten Fotoreporter am vergangenen Samstag in Thessaloniki. Die Gewalt bleibt indes nicht auf Demonstrationen beschränkt. Auf der Insel Lesbos streiken die Journalisten aus Protest gegen die Gewalt, der sie ausgesetzt sind.
Makedonien-Kämpfer vs Fotografen
Bei der Eröffnung der 83. Internationalen Messe von Thessaloniki gab es, wie in den Jahren zuvor, Demonstrationen gegen die Politik der Regierung. Vor allem seit dem Ausbruch der Staatsfinanzkrise 2010 ist es kaum mehr eine Meldung wert, wenn in Griechenland seitens der Polizei Tränengas eingesetzt wird.
Die Bereitschaftspolizei Griechenlands geht bei Demonstrationen nicht gerade zimperlich mit den Protestierenden um. So gibt es statt einer Aufforderung zur Platzräumung oder einem Aufruf zur Mäßigung direkt und ohne Vorwarnung Kaskaden von Tränengasgranaten und Blendgranaten. Dieses seit Jahren von der jeweiligen Opposition als übermäßige Gewalt der Polizei angeprangerte Phänomen, wird von den gleichen Parteien, sobald sie an der Regierung sind, geduldet.“

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[Berlin] Konzert „Griechische Lieder zwischen Smyrna & Konstantinopel“ am 19. November 2022

WO | Trinitatiskirche, Karl-August-Platz, 10625 Berlin

WANN | 19.11.2022 – Einlass: 19.00 Uhr / Beginn: 20.00 Uhr

Deutsch-Griechischer Chor POLYPHONIA
Chorleitung: Dr. Ursula Vryzaki

& Ensemble

Jannis Stergiou – Oud/Bouzouki
Fotis Papantoniou – Geige
Thanassis Boulis – Bass
Shingo Ali Masuda – Qanun
Markos Vassiliou – Percussion

Aus der Ankündigung

Dieses Konzert ist der Musik der Region Kleinasiens gewidmet. Bis 1922 war diese Region Knotenpunkt zwischen Ost und West und Lebensraum verschiedener Völker und Kulturen, seit der Antike und bis zu osmanischer Zeit auch stark durch Griechen besiedelt. Nationale Bestrebungen, Krieg und Vertreibung setzten der friedlichen Koexistenz verschiedener Religionen und Ethnien ein Ende.

Das musikalische Erbe aus der kleinasiatischen Küste vereint und spiegelt Elemente des Balkans, der Griechen, Armenier, Türken, Juden, Perser, Araber und nicht zuletzt europäische Einflüsse, die in Jahrhunderten zu dieser besonderen Art griechischer Musiktradition führten, aus der auch die zum Weltkulturerbe ernannte Rembetiko-Musik entstand. Bis heute gilt die vielfältige Musik aus Kleinasien als einzigartig und ist weiterhin sehr beliebt.

Sehr stolz sind wir auf das den Chor begleitende Musik-Ensemble von ausgewählten Musikern, die uns mit typischen Instrumenten wie Oud, Quanun, Bouzouki, Geige, Bass und Percussion begleiten. Wir, der deutsch-griechische Chor Polyphonia, freuen uns Ihnen ein bunt erstelltes Lied-Programm “zwischen Konstantinopel und Smyrna” vorstellen zu dürfen.

Eintritt

15,00 € normal (Vorverkauf und Abendkasse)
12,00 € ermäßigt (Schüler, Studenten, ALG II).

Ticketverkauf: https://www.eventim-light.com/

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[Berlin] Kamingespräch „Kriegsgefahr in der Ägäis. Droht ein Angriff der Türkei auf Griechenland?“ am 25. November 2022

WO | Literaturhaus Berlin (Kaminraum), Fasanenstr. 23, 10719 Berlin-Charlottenburg

WANN | Freitag, 25.11.2022, um 19:30 (Einlass ab 19:00)

Dr. Günter Seufert, Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, im Gespräch mit dem Journalisten Georgios Pappas, Griechisches Fernsehen ΕRT

Aus der Ankündigung

Europa und der Westen blicken mit Entsetzen auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der die Grenzen verschieben will und dafür hunderttausende Menschenopfer verlangt. Gleichzeitig scheint der westlichen Aufmerksamkeit zu entgehen, dass die Türkei in der Ägäis und im östlichen Mittelmeerraum die territoriale Integrität Griechenlands
und der Republik Zypern in Frage stellt. Seit Jahren überfliegen türkische Militärjets griechische Inseln, türkische Forschungsschiffe bohren in griechischen und zypriotischen Gewässern nach Gas, Flüchtlinge werden über die Grenzen geschleust um Athen, Nikosia und die EU zu erpressen.

Neuerdings stellt Ankara sogar den Vertrag von Lausanne in Frage, der die Grenzen der heutigen Türkei festschreibt. Der türkische Staatspräsident droht offen mit einer Invasion auf den griechischen Inseln in der Ostägäis.
Ist die Kriegsgefahr in der Ägäis real oder sollen die Drohungen Erdogans nur von den inneren Problemen der Türkei ablenken und ihm helfen, die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zu gewinnen?
Ist die Türkei mit ihrer ambivalenten Haltung gegenüber Russland noch ein verlässlicher Partner des Westens?
Was können Griechenland und die Republik Zypern tun, um die Spannungen zu mildern?
Wollen und können die EU und die USA den neo-osmanischen Ambitionen des türkischen Präsidenten etwas entgegensetzen?

Dr. Günter Seufert studierte Germanistik und Soziologie an der Universität Bremen. Heute leitet er das Centrum für angewandte Türkeistudien (CATS) bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, wo er seit 2010 tätig ist. Von 2001-2004 und 2007-2010 war er als freier Autor und Journalist in Istanbul tätig. Von 2004-2007 unterrichtete er als Visiting Associate Professor an der University of Cyprus in Nikosia.

Georgios Pappas ist Deutschland-Korrespondent beim ERT in GR , bei RIK-Zyprens und Korrespondent der Zeitung „TA NEA“. Er ist amtierender Vorsitzender des Vereins der Ausländischen Presse (VAP) in Berlin. Er studierte Politikwissenschaft in Athen. Von 2003-2009 war er Nachrichtenredakteur und Moderator beim Griechischen Programm der Deutschen Welle (DW) in Bonn.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Veranstalter

Exantas Berlin e.V.

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[Düsseldorf] Buchvorstellung und Diskussion „Die griechischen Reparationsforderungen gegenüber Deutschland“ am 24. Januar 2023

WO | Stadtmuseum – Ibach-Saal, Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf

WANN | Dienstag, 24. Januar 2023, Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr

Auf der Grundlage von griechischem und deutschem Archivmaterial erläutert der griechische Diplomat Aris Radiopoulos die Zerstörung der griechischen Wirtschaft während der deutschen Besatzung und folgt anschließend den verschiedenen Etappen der griechischen Forderungen nach Reparationen.

An die Buchvorstellung schließt ein Dialog mit dem Autor an.


Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin Dimitra Kyranoudi (Deutsche
Welle).


Um Antwort wird gebeten bis zum 20.01.2023: pagouras@de-gr-gesellschaft.com
(Hoffentlich wird das mit der Anmeldung/Rückmeldung nicht ganz so eng gesehen.)

Veranstalter: Deutsch-Griechische Gesellschaft Düsseldorf e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Länderbüro Athen der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Informationen zu der kürzlich von Radiopoulos veröffentlichten Studie:
https://diablog.eu/literatur/die-griechischen-reparationsforderungen-gegenueber-deutschland/

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