Ist die deutsche Reparationsschuld verjährt?


Von Gerd Bock. Zusammenfassung von Ergebnissen aus dem Buch von K.H. Roth und H. Rübner: „Reparationsschuld, Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa“, Berlin 2017

„1952/53 Die Londoner Schuldenkonferenz:
Hier ging es um die Vorkriegsschulden des deutschen Reiches und die im Rahmen des Marshallplans gewährten Kredite. Die Westalliierten forderten von den 16,7 Mrd. US$ noch 7 Milliarden zurück. Das entsprach einem Schuldenerlass von 58%.
(Roth, Reparationsschuld, S. 93). „Auf der Hauptkonferenz blieb die Reparationsfrage tabu – sehr zum Missfallen der >kleinen Alliierten< … (95).  Die Konferenz vertagte die Reparationsansprüche. Der Passus im Abkommen lautete:  „Eine Prüfung der aus dem Zweiten Weltkrieg herrührenden Forderungen von Staaten … wird bis zur endgültigen Regelung der Reparationsfrage zurückgestellt“ (ebda. 96f).  Die deutsche Seite interpretierte diesen Passus immer als Zurückstellung der Reparationsansprüche bis zum Abschluss eines Friedensvertrages. So war es auch im Vertrag zur Ablösung des Besatzungsstatuts (Mai 1952) („Überleitungsvertrag“) festgelegt worden. (ebda. S. 85)"  weiterlesen Reparationsschuld verjährt

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