Corona ist in Moria angekommen. Helfen Sie den Geflüchteten!

Pro Asyl: „Ein Osterlicht für Moria
Spendenaktion für die medizinische Versorgung der Geflüchteten

Ostern ist das Fest der Hoffnung, das Fest des Lichtes und der Freude. Aber in diesem Jahr ist es anders. Angst mischt sich in die Vorfreude. Angst vor Corona – hier und überall auf der Welt.  Auch im Camp Moria auf Lesbos ist das Virus angekommen! Von dort erreicht uns der Hilferuf von 20.000 Geflüchteten, von Säuglingen, Kindern, von schwangeren Frauen, von Kranken von Verzweifelten. Wie sollen sie sich schützen?

Efi Latsoudi kümmert sich seit Jahren um die Menschen im Camp Moria und sie braucht jetzt dringend Unterstützung. Unsere Liebsten werden uns fehlen in diesem Jahr – wir können nicht alle zusammen sein an Ostern. Aber wir können gemeinsam ein Osterlicht der Hoffnung entzünden, ein Osterlicht für Moria!

Spenden Sie jetzt dann leuchtet Ihr Licht zu Ostern in Moria.“ weiterlesen

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Spendenaufruf: Ein Generator für Vio.Me

„Seit nunmehr 7 Jahren haben die Arbeiterinnen von Vio.Me ihre Fabrik rückerobert, sich in Selbstverwaltung ohne Bosse organisiert und mit gleichen Löhnen und Jobrotation gearbeitet. Damit sind sie nicht nur in Griechenland zu einem Leuchtturmprojekt für Arbeiterselbstverwaltung und Rückeroberung von Betrieben geworden. Mit vielen anderen, in Griechenland und international, haben wir das Vio.Me-Projekt solidarisch unterstützt, z. B. mit der Sammlung für die Anschaffung eines Autotransporters 2016.

Nun nutzte die Mitsotakis-Regierung die Coronakrise und den von ihr selbst ausgerufenen „Kriegszustand“, um Vio.Me in die Knie zu zwingen. Am 30.3. hat die staatliche Stromgesellschaft DEI die Energieversorgung abgestellt. Nur mithilfe von geliehenen Generatoren kann die Belegschaft ein Minimum an Produktion aufrechterhalten.

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Giftiger Rauch aus der Eurogruppe

Stellungnahme der griechischen Partei MeRA25 zur Eurogruppensitzung vom 10.4.2020:
„Es ist eine Tatsache: Wie der Generalekretär von MeRA25, Yanis Varoufakis, vor einigen Stunden im Parlament vorausgesagt hatte, verkauften die „neun“ (Anm1) die Eurobonds, akzeptierten Kredite des ESM, die zu zerstörerischen neuen Sparmaßnahmen führen werden, unbedeutende Geschäftskredite und ein pseudogegenseitiges Arbeitslosengeld. Im Gegenzug? Die Früchte des Zorns (Anm2), das heißt dauerhafte europäische Armut und folglich eine Explosion von Fremdenfeindlichkeit, Autoritarismus und Zentrifugalkräften, die Europa dekonstruieren und Griechen, Italiener und auf lange Sicht die Deutschen verarmen. Dies ist die Entschlossenheit von Politikern wie Mitsotakis, Conte, Sanchez usw., kein Veto einzulegen und… nicht Varoufakis zu werden.“ (Anm3)

„ESM-Kredite ohne Konditionalität sind ein von Merkel inspirierter Streich: Sicher, nehmen Sie Milliarden neuer Kredite ohne Bedingungen. Aber dann, nächstes Jahr, wird Brüssel „bemerken“, dass Ihr Verhältnis von Schulden zu BIP in die Höhe geschossen ist und nachträglich gigantische, katastrophale Sparmaßnahmen fordern. ESM-Kredite sind nicht einmal Narrengold!“ (vom Twitterkonto @yanisvaroufakis, 9.4.2020)

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„Menschenrechtsgericht: Griechenland muss Flüchtlinge vor Coronavirus schützen“

Foto: CherryX https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:European_Court_of_Human_Rights.jpg CC-by-sa 3.0/de

wochenblatt.de, 9.4.2020:
„Griechenland muss Flüchtlinge in seinen Lagern vor dem Coronavirus schützen: Zu diesem Urteil kam am Donnerstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Die Straßburger Richter gaben damit einer Eilbeschwerde von drei Migranten statt.
Die drei Geflüchteten – zwei unbegleitete Minderjährige und ein 80-jähriger Mann – hatten die Beschwerde wegen der Überbelegung ihrer Lager in Griechenland und wegen der verheerenden Hygiene-Bedingungen eingelegt.
Das Menschenrechtsgericht verurteilte das Land, die drei Migranten zu verlegen oder ihnen durch anderweitige Maßnahmen eine Unterbringung in Übereinstimmung mit der Europäischen Menschenrechtskonvention zu gewährleisten, die „eine unmenschliche oder entwürdigende Behandlung“ ausschließt.“ weiterlesen

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Vio.Me braucht Unterstützung!

Von Peter Nowak, direkteaktion.org, 8. April 2020: „Repressionen gegen Vio.Me
Nach einem Angriff des griechischen Staates brauchen die Kolleg*innen von Vio.Me nun einen Generator. Denn ihnen wurde der Strom abgedreht.
Die Aktion kam für die Kolleg*innen der selbstverwalteten Seifenfabrik Vio.Me in Griechenland nicht unerwartet. Schließlich hatte die seit einigen Monaten amtierende griechische Rechtsregierung schon im Wahlkampf mehr Repression gegen linke Projekte, besetzte Häuser und selbstverwaltete Fabriken angekündigt.
Am 30. März war es dann soweit. Mit einem großen Polizeiaufgebot wurde Vio.Me der Strom abgestellt. „Ein Kran war bereits aufgestellt und die Polizeiaktion wurde von zwei Einheiten der Spezialeinsatzkräfte mit Einsatzfahrzeugen für Gefangenentransport durchgeführt, was eindeutig auf einen politischen Auftrag hinweist“, beschreiben die Kolleg*innen den Angriff in einer Pressemitteilung. Sie beklagten auch die mangelnde Solidarität der „Kollegen“ des Öffentlichen Elektrizitätsversorgungsunternehmens (DEI), ohne die das Abklemmen des Stroms nicht möglich gewesen wäre.“ weiterlesen

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„Falls Du überlebst – tanze auch für mich!“ Manolis Glezos

Den Schmerz, dass geliebte Menschen umgebracht wurden, hat er schon sehr früh immer wieder erlitten. Er war 21, als sein jüngerer Bruder von deutschen Sodaten hingerichtet wurde. Unter der deutschen Besatzung und danach im Bürgerkrieg verlor er viele seiner Freunde. Da er 97 Jahre alt wurde, überlebte er viele. Immer wieder blieb er zurück.

Zu Manolis Glezos siehe auch
– Ein Held ist gestorben
– Rolf Becker: zum Abschied
– Besatzung
– Bürgerkrieg
– die Jahre des Schattenstaates
– Ein Manifest gegen die Unterwerfung

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Entwicklungsminister Müller: „Es ist eine Schande! Solche Zustände gibt es in keinem Flüchtlingscamp in Afrika.“

Viele reden, auch mehr als 50 CDU-Bundestagsabgeordnete jammern gerade über Moria. Wann wird gehandelt??

Entwicklungsminister Müller: „Deswegen muss die EU das Lager in kleinere Einheiten umbauen und auf die Standards des UN-Flüchtlingswerks bringen.

ZDF.de 7.4.2020:
Flüchtlingslager auf Lesbos – Minister Müller: „Es ist eine Schande!“
Entwicklungsminister Gerd Müller prangert „schlimmste Zustände“ im Flüchtlingslager auf Lesbos an. Die EU müsse sofort handeln, um eine Coronavirus-Katastrophe noch zu verhindern.
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat eindringlich an die EU appeliert, die unzumutbaren Zustände in den Flüchtlingslagern auf Lesbos zu beenden. Er hatte sich vor Ort selbst ein Bild gemacht und zeichnet ein sehr düsteres Bild.
Die EU muss schnell handeln
„Die EU muss schnell handeln und als Erstes das Versprechen einlösen, die betroffenen Kinder zu evakuieren“, sagte Müller im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Aber das Problem sei nicht gelöst, wenn 1.600 Kinder von Deutschland und anderen „willigen“ EU-Staaten aufgenommen würden.
Deswegen muss die EU das Lager in kleinere Einheiten umbauen und auf die Standards des UN-Flüchtlingswerks bringen.“ weiterlesen

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Aktionen in vielen Orten für Evakuierung der Flüchtlingslager

Frankfurt/Main

Trotz des Versammlungsverbots führten am 5.4.2020 verschiedene Initiativen, u.a. Seebrücke, Unteilbar, Fridays for Future und Ende Gelände in vielen Städten Deutschlands Aktionen durch, um auf ihre Forderung nach Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland aufmerksam zu machen,

Beispiel Frankfurt/Main
Web,de, 5.4.2020: „Bei einer Aktion für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland am Frankfurter Mainufer hat die Polizei am Sonntag eingegriffen.
Rund 250 bis 300 Teilnehmer hätten am nördlichen Ufer nahe des Eisernen Stegs einen Menschenkette gebildet, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei darauf hingewiesen worden, dass die Einhaltung des in der Corona-Krise vorgeschriebenen Mindestabstands bei solchen Veranstaltungen nicht kontrollierbar sei.“ weiterlesen

Bericht über die Aktionen im Neuen Deutschland

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Manolis Glezos – Ein Manifest gegen die Unterwerfung

Kranzniederlegung (in den 1980er Jahren) für die Studentenrevolte von 1973 gegen die Diktatur. Glezos mit erhobener Faust

Manolis Glezos: Leistet Widerstand!

Ein Manifest gegen die Unterwerfung

Empörung und Zorn reichen nicht aus. Sie müssen in Widerstand umgewandelt werden.

WIDERSTAND
Gegenüber der staatlichen Gewalt, der Unterdrückung seitens der internationalen Strukturen, der Ausbeutung von Menschen durch die kapitalistische Herrschaft über die Arbeit, der Kriege gegen Völker, Nationen und Staaten, welche die Weltherrschaft der Imperialisten nicht hinnehmen, reichen ausdrücklicher Widerspruch, Ärger, Wut und Schimpfen nicht aus. Die Beschimpfung muss sich in politische Praxis verwandeln, die Wut muss in politische Energie übersetzt werden, die Empörung muss zu politischem Handeln werden.

Es bedarf eines Erwachens der Unterdrückten, ihrer Revolte und die Organisation ihrer Einheit in einem gemeinsamen Kampf gegen die Unterdrücker.

Der Widerstandskampf wiederum reicht nicht aus, wenn er nicht versucht, das Regime von Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung zu stürzen.

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Amnesty International: Zwei Männer sicher und eine Frau sehr wahrscheinlich Anfang März von griechischen Grenzern erschossen

griechische Soldaten an der Grenze zur Türkei

Salzburger Nachrichten, 03. April 2020: „In einem am Freitag veröffentlichten Bericht von Amnesty International hat die Menschenrechtsorganisation den Tod von mindestens zwei Migranten an der griechisch-türkischen Grenze Anfang März bestätigt. Zudem dokumentierte die Organisation weitere schwere Menschenrechtsverletzungen, forderte sofortiges Handeln der EU und warnte in Anbetracht der Corona-Krise vor einer weiteren Zuspitzung der Lage. Der Bericht dokumentiert die Ereignisse an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei zwischen dem 27. Februar und dem 27. März sowie die Situation auf den griechischen Inseln zwischen dem 27. Februar und dem 23. März. Amnesty International sprach mit 21 Männern und 13 Frauen sowie mit Menschenrechtsverteidigern, humanitären Organisationen und Einheimischen.“ weiterlesen

Hier der Artikel von Amnesty International (auf englisch)

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