Ganz augenscheinlich eine bestellte Brandsstiftung. Zwei der Täter reisten extra aus Athen an. Wer gab den Auftrag? Blick.ch, 21.03.2020: „Brandstifter von Schweizer Flüchtlingszentrum auf Lesbos in Haft Nach dem Brand in einem Schweizer Gemeinschaftszentrum auf der griechischen Insel Lesbos hat die Polizei drei Männer festgenommen. Die mutmasslichen Brandstifter wurden infolge ausgewerteten Materials von Überwachungskameras benachbarter Unternehmen festgenommen.“ Weiterlesen
Tim Szent-Ivanyi, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 19.03.2020: “ FDP fordert Notplan für Corona-Ausbruch in Flüchtlingslagern
Derzeit konzentriert sich Deutschland darauf, hierzulande mit den Problemen der Coronapandemie klar zu kommen.
Die Vorsitzende des Menschenrechts-Ausschusses des Bundestags, Gyde Jensen (FDP), mahnt jedoch, die Flüchtlinge nicht zu vergessen.
Man müsse auf einen Corona-Ausbruch in griechischen Flüchtlingslagern vorbereitet sein.
Berlin. Die Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Gyde Jensen (FDP), hat Bundesregierung und Europäische Union aufgefordert, Notfallpläne für den Fall eines Corona-Ausbruchs in griechischen Flüchtlingslagern vorzubereiten. “Die Lage in den Flüchtlingslagern in Griechenland, insbesondere auf Lesbos, wird sich verheerend verschlechtern, sobald es dort die ersten Coronafälle gibt”, sagte Jensen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).“ weiterlesen
In dem Beitrag heißt es u.a.: „Welche akribischen Hygienemaßnahmen müssen Menschen in den Lagern auf den Inseln anwenden, in denen Wasser und Seife fehlen? Was bedeutet „Gleichzeitigkeit vermeiden“, wenn Menschen übereinander gestapelt leben, da die Bewohnerzahl das zehnfache der Kapazität beträgt? Was bedeutet es, öffentliche Räume zu desinfizieren und zu reinigen, wenn sich ein Großteil der Struktur im Freien befindet, wo improvisierte Zelte errichtet werden?“
Archiv- und Symbolbild: Flüchtlingslager in Ritsona. Foto: W. Aswestopoulos
Bereits mehr als 289.000 haben unterschrieben !!!Unterschreiben Sie auch !
Petition an Europäische Kommission und an die europäischen Regierungen: „Angesichts der großen Herausforderung, die wir zu bewältigen haben, braucht es viele Zeichen der Solidarität. Kleinstaaterei oder Egoismus werden uns nicht den Weg weisen. Besonders hart wird das Corona-Virus diejenigen treffen, die es ohnehin schon schwer haben. Dazu zählen auch die Geflüchteten an unserer Außengrenze und Obdachlose, Alte, Kranke. Die Corona-Krise lässt das Leid von Schutzsuchenden, die Gewalt und die humanitäre Katastrophe in den Hintergrund treten. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, zusammen zu halten.“ Weiterlesen
Die Rede von Y. Varoufakis im griechischen Parlament in der letzten Woche. Er analysierte die Zusammenhänge mit der weltwirtschaftlichen Krise, die schon vor der Viruskrise existierte und mit der Troikapolitik und die gegensätzlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der ökonomischen Krise in verschiedenen Ländern der Welt. Außerdem schlug er konkrete Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Virusausbreitung und zur Milderung der ökonomischen Krise vor.
Mehrere Medien berichten, dass heute Mittag in einem Container im Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos ein Feuer ausbrach. Ein 6-jähriges Kind sei dabei lebendig verbrannt. Das Löschen sei sehr schwierig, weil die Wohneinheiten auf engstem Raum nebeneinander stehen würden. Es gibt unterschiedliche Berichte darüber, ob das Feuer mittlerweile gelöscht werden konnte.
Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 15. März 2020: „Das öffentliche Leben des Landes ist nahezu komplett stillgelegt, nur die Kirche genießt noch Ausnahmezustand
In Griechenland werden trotz vergleichsweise wenigen Corona-Infektionen sehr strenge Quarantänemaßnahmen erlassen. So wurde das öffentliche Leben des Landes mit Wirkung ab Freitagnacht 24 Uhr nahezu komplett still gelegt. Zwei Nachbarstaaten, Albanien und Nordmazedonien haben ihre Grenzen zu Griechenland bereits geschlossen. Griechenland hat seinerseits den Flugverkehr mit Italien eingestellt. Somit bleibt dem Land, das den Grenzverkehr mit der Türkei nicht nur wegen der Flüchtlingskrise eingeschränkt hat, als Landverbindung nur die Grenze zu Bulgarien. An der Grenze zur Türkei werden Reisende hinsichtlich ihres Fiebers kontrolliert. Die gemeldeten Infektionszahlen aus Griechenland werden künftig nur noch die Fälle enthalten, bei denen die Erkrankung mit verstärkten Symptomen ausbricht. Personen, die unter leichteren Symptomen leiden, sollen zu Hause bleiben und sich unter Quarantäne stellen. Dabei sollen sie vermeiden, die Krankenhäuser für Tests aufzusuchen. Tests für Personen mit geringeren Symptomen sind lediglich für Personal der Gesundheitsdienste und für gesundheitlich gefährdete Personen vorgesehen. Dies hat Auswirkungen auf die neuen Fallzahlen, die am Samstagabend offiziell mit 228 angegeben wurden. Drei Personen sind bereits an der Infektion verstorben. Zu den Infizierten gehören indirekt auch der Regierungssprecher sowie ein Abgeordneter der Nea Dimokratia. Ein bei den übrigen Kabinettsmitgliedern durchgeführter Test ergab bislang kein positives Ergebnis. Der Regierungssprecher Stelios Petsas steht, trotz noch negativem Testergebnis, unter Quarantäne, weil seine Ehefrau erkrankt ist.“ weiterlesen
PM von Pro Asyl, 14.3.2020: „Mitglieder der griechischen Gewerkschaft der Polizei von den Inseln Lesbos, Chios, Samos, des Nord- und Süddodekanes protestieren auch aus Gründen der öffentlichen Gesundheitsgefährdung in aller Eindringlichkeit gegen die unmenschlichen Behandlung von Schutzsuchenden.Seit dem 1. März 2020 gilt, dass Flüchtlinge keine Asylanträge mehr stellen dürfen, sondern umgehend zurückgebracht werden sollen. Deshalb kommen Neuankömmlinge auf den Inseln seit dem 1. März nicht in die – bereits vielfach überfüllten – lokalen Hotspots sondern in geschlossene Bereiche im Hafenbereich. (Lesbos, Militärschiff)Am 13. März protestiert sogar die griechische Gewerkschaft der Polizei in einem offenen Brief gegen die inakzeptable Lage, die dadurch auf den Inseln der Nordägäis entsteht. Ausgerechnet Polizisten von Lesbos, Chios, Samos beschweren sich bei ihren Vorgesetzten über „die für die Menschenrechte und die öffentliche Gesundheit inakzeptable Situation auf unseren Inseln.“ Erstmals wird dadurch der zahlenmäßige Umfang der menschenrechtswidrigen Behandlung öffentlich.“ Weiterlesen
Mediziner ohne Grenzen, 13.3.2020: „Sollte das Coronavirus die EU-Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln erreichen, droht eine Verschärfung der ohnehin katastrophalen Situation. Wir müssen jetzt handeln und den Menschen helfen, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden. Ärzte ohne Grenzen fordert angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus COVID-19 die umgehende Evakuierung der EU-Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln. Die entsetzlichen Lebensbedingungen in den überfüllten Hotspots auf den Inseln sind ein idealer Nährboden für COVID-19, warnte die internationale Hilfsorganisation am Donnerstag. Nachdem die erste Infektion auf Lesbos bei einer Griechin bestätigt wurde, ist es dringender denn je, die Menschen in eine sichere Umgebung zu bringen. Angesichts der mangelhaften Hygienebedingungen und der äußerst eingeschränkten medizinischen Hilfe ist die Gefahr groß, dass sich das Virus unter den auf den Inseln festgesetzten Bewohnern der Lager verbreitet, sobald sie ihm ausgesetzt sind. In einigen Bereichen des Lagers Moria auf Lesbos gibt es nur eine Wasserzapfstelle für 1.300 Bewohner, und Seife ist nicht erhältlich“, sagt Hilde Vochten, medizinische Koordinatorin der Projekte von Ärzte ohne Grenzen in Griechenland. „Fünf- oder sechsköpfige Familien müssen auf lediglich drei Quadratmetern Fläche schlafen. Für sie ist es schlicht unmöglich, die empfohlenen Maßnahmen zu befolgen und sich regelmäßig die Hände zu waschen und Distanz zu anderen zu halten.“ Weiterlesen