„Über Tücken des ästhetischen Ausschlachtens“
Artikel von Margarita Tsomou in der „OXI“ vom Okt. 2016
„Die letzten Jahre haben Griechenland zu einem historischen Exempel gemacht. Politiker, soziale Bewegungen und Ökonomen schauen auf das „Versuchslabor des Neoliberalismus“ und ziehen Lehren aus Athen – nun zieht auch die Kunst nach: die Documenta, die größte Bildende Kunstausstellung der Welt, trägt, in ihrer 14ten Edition, den Titel „Von Athen lernen“ und wird in 2017, neben Kassel auch in Athen stattfinden. Der künstlerische Leiter, Adam Szymick, nimmt Griechenland als Ausgangspunkt, da es die „globale Situation und die ökonomischen, politischen, sozialen Dilemmata Europas verkörpert“.
Seit der Ankündigung, dass das renommierte Kunstflagschiff in Athen landen wird, ist die Stadt zum „place-to-be“ der internationalen Kulturszene geworden. Künstler*innen ziehen nach Athen, kaufen Ateliers und Appartments, führen Projekte durch und verlegen ihre Urlaube nach Griechenland, um sich vom Krisenland inspirieren zu lassen. Die schlechte Schülerin Europas wird zum Lieblingskind. Weiterlesen






23.9.2016: Colonialism as usual

