Anti-Schäuble von Merkels Gnaden?


Mario Centeno (links im Bild neben dem gegenwärtigen Präsidenten J. Dijsselbloem), der portugiesische Finanzminister, wird ab dem 13. Januar 2018 Präsident der Eurogruppe. Er wurde schon Anti-Schäuble genannt – scheint sich aber der Austeritätspolitik unterzuordnen. Dass wohl Merkel und Macron bei seiner Wahl die Fäden gezogen haben, lässt nicht viel gutes erwarten. Mal sehen.
Centeno kommt, die Schäuble-Doktrin bleibt“ titelt Eric Bonse in seinem Blog „Lost in Europe“.   lesen Beitrag von Lost in Europe
Die taz sieht Centeno positiver:
„Ein undogmatischer Volkswirt“ steht über ihrem Artikel zum neuen Eurozonen-Drahtzieher.   lesen Artikel in der taz

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202.000 Unterschriften an den Bundestag

Wir fordern vom Bundestag und von der kommenden Regierung: Deutschland darf sich nicht länger als Zuchtmeister Europas aufspielen, die Privatisierung des Wassers in Griechenland muss gestoppt werden!

Das war die Forderung am 13.11.17 vor dem Brandenburger Tor. Die Petition ist an die EU und an den (ehemaligen) Finanzminister Wolfgang Schäuble gerichtet. Schäuble (noch als Finanzminister) weigerte sich, die Unterschriften entgegenzunehmen. Deshalb haben wir uns an Bundestagsabgeordnete gewandt, um ihnen die Unterschriften zu übergeben.  202.000 Unterschriften wurden an die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen übergeben, die versprach, die Botschaft an den Bundestag weiterzugeben. Mittlerweile haben bereits weit mehr als 205.000 Menschen die Petition unterzeichnet.

Sevim Dağdelen (Mitte), Monika von zur Mühlen und Imke Meyer. Foto: Uwe Hiksch

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„Alexis Tsipras: Vom Revolutionär zum Konservativen“

Telepolis, 04. Dezember 2017, Wassilis Aswestopoulos
SYRIZA verliert sein linkes Gesicht und geht in Richtung Law and Order
Der rasante Wandel des 2015 als linksradikale Partei angetretenen SYRIZA zu einer rechtskonservativen law & order Gruppe scheint immer schneller vonstatten zu gehen. Es ist bezeichnend, dass auf allen Ebenen einst als Fahne hoch gehaltene linke humanitäre Werte von Bord geworfen werden. Innerhalb nur einer Woche wurden zahllose Missstände sichtbar.
Premierminister Alexis Tsipras ist stolz auf die Lebensbedingungen der Flüchtlinge im Land, während internationale Hilfsorganisation ihn ausgerechnet wegen dieser kritisieren.“weiterlesen
Auf den Fotos rechts sind drei der neun in der letzten Woche unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der DHKP-C in Athen festgenommen Kurden zu sehen.
„Bürgerschutzminister Toskas … kann jedoch nicht überzeugend erklären, warum die Festgenommenen, deren Polizeifotos in den griechischen Medien veröffentlicht wurden, offensichtlich geschlagen wurden.“(Wassilis Aswestopoulos)

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Twittern und Facebooken für die Geflüchteten

Vom letzten Winter

Märkische Allgemeine 1.12.2017
„Appell an Tsipras wegen Flüchtlingselend
Geht es nach der Hilfsorganisation Human Rights Watch (HRW), wird der griechische Premier Alexis Tsipras in den nächsten Tagen Abertausende Botschaften auf Twitter und Facebook bekommen. „Es ist Zeit, dass Griechenland endlich die Asylsuchenden auf den griechischen Inseln schützt“, lautet die Botschaft.
Der Aufruf, den HRW jetzt auf ihrer Internetseite veröffentlichte, ist Teil einer gemeinsamen Kampagne von zwölf internationalen und griechischen Menschenrechts- und Hilfsorganisationen. Sie begann am Freitag und soll drei Wochen dauern, bis zum kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember. Das Ziel: Der griechische Premier soll endlich dazu gebracht werden, für menschenwürdige Bedingungen in den Flüchtlingscamps zu sorgen.“ weiterlesen
Petition „schließt Moria“

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Monitor-Video: Moria von innen

ARD-Magazin Monitor, 30.11.2017
Petition: Schließt Moria!

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Black Friday – ein ganzes Jahr! Alles wird privatisiert

Von Ralf Kliche
Vor ein paar Tagen legte die griechische Regierung ihren Haushaltplan für 2018 vor. Sie gibt darin auch einen Ausblick, welches öffentliche Eigentum 2018 privatisiert werden soll.
Damit berichtet sie sehr viel offensiver über ihre Pläne als in den beiden vergangenen Jahren, als Privatisierungspläne erst auf Umwegen bekannt wurden oder nicht durchs Parlament gingen (1). ThePressProject (TPP) führt dies darauf zurück, dass die griechische Regierung darum bemüht sei, die Beziehungen zu den Kreditgebern nicht zu belasten, damit die Überprüfung, ob das Memorandum vollständig umgesetzt wurde, auch das gewünschte Ergebnis zeitigt und Griechenland so im Sommer 2018 das Programm offiziell verlassen kann. Daher wird auch erwartet, dass die Privatisierungen, die in dem Budgetpaket enthalten sind, zügig vorankommen. (2) Weiterlesen

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Die Schlacht um die Immobilien in Griechenland hat gerade erst begonnen.


Von Ralf Kliche
Es ist noch keine Woche her, da haben wir hier in einem Bericht über die anstehenden Zwangsversteigerungen einen Ausspruch von Thanos Kamilalis zitiert: „Die Schlacht um die Immobilien in Griechenland hat gerade erst begonnen.“. Heute sind die Medien voll von Berichten und Medienbeiträgen über gewaltsame Auseinandersetzungen in und vor den Gerichten, bei denen die Bereitschaftspolizei MAT und Protestierende, vorrangig aus der Bewegung „Ich zahle nicht“ aufeinander trafen. Exemplarisch kann man den englischsprachigen Bericht bei keeptalkinggreece lesen: Weiterlesen

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Interview mit Mikis Theodorakis

In dem Interview geht es vor allem um den neuen Film über ihn selbst (zum Film siehe auch)

Junge Welt vom 29.11.2017, Interviewer: Hansgeorg Hermann
„»Den Griechen ist schwindelig geworden«
Über die Krise, die Harmonie, die Musik und einen neuen Film über sein Leben

Der Film »Dance, Fight, Love, Die«, den Asteris Koutoulas aus 30 Jahren Ihres Lebens extrahiert hat, ist das cineastische Werk eines Freundes. Erkennen Sie sich wieder? Oder fehlt Ihnen etwas Wichtiges?
Ich erkenne einen Teil von mir wieder, vor allem den musikalischen. Reich an Handlung, ist der Film insgesamt eine große Arbeit. Ich fand viel über meine Beziehungen zu anderen Menschen, zu den Kollegen und Freunden. Diese meine Beziehungen erscheinen in einem milden, freundlichen und einfachen Licht. Es taucht in dem Film allerdings auch der andere Mikis auf – jener Patriot und Kämpfer in einer Gesellschaft, in der oft Fanatismus, Hass, Zorn, Enttäuschung und große Wut meinen eigentlichen Charakter und mein natürliches Verhalten verfälschten. In solchen Phasen konnte ich wild werden und sicher auch ungerecht – weil der Fanatismus zu Taten hinreißt, die die Grenzen deines »Ich«, deines »du selbst« überschreiten. Man wird ein anderer…“ weiterlesen
Ältere Beiträge zu Theodorakis

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Petition: „Schließt Moria“

Petition auf Change.org zur Schließung des unmenschlichen Gefängnisses für Geflüchtete „Moria“ auf Lesbos
„URGENT!!! CLOSE MORIA PRISON FOR REFUGEES! UNHRC fails to protect refugees!

Petitionsbrief an:
Greek minister for migration IOANNIS MOUZALAS!
Prime Minister Prime Minister Alexis Tsipras
European Parliament Cristina Lambotte
Minister of Justice, Transparency, Human Rights Stavros Kontonis
Municipality Municipality Mytilini
Immigration Office Greece

We, signers of the petition, ask the following decision makers and greek authorities,
Prime Minister of Greece, Minister of Migration, Minister of Justice,

Dear Prime Minister, Minister of Justice, Minister of Migration, we ask you kindly and politely and urgently to live up to the standards of universal human rights and the refugee convention 1951. We ask you Sincerely and Urgently to take care of the refugees in despair and in hungerstrike in Mytilini Lesvos now, even women and children! About forty sheltered people who have taken refuge in the European Union are left in the cold air, without food and heating, twenty-four hours a day in the city of Mitlyini.
Five women have struggled through the seventh day of their hunger strike, and neither the Greek Government nor the United Nations, nor the European Union nor the parliamentarians have shown any response to this human tragedy! Weiterlesen

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FAZ: „Der tägliche Überlebenskampf in Griechenland“

Von Tobias Piller FAZ 27.11.2017 „Die Steuern steigen, die Renten schrumpfen, und mancher muss eine ganze Großfamilie über Wasser halten: Mehrere Griechen berichten, wie sie ihren Alltag meistern. ATHEN, 26. November. „Manchmal frage ich mich, wie die Leute überleben können“, sagt der griechische Steuerberater Dimitrios Karapeliotis. Sein Büro liegt über einem kleinen Polstereigeschäft im Athener Stadtteil Paleo Faliro. Die dramatische Krise Griechenlands hat auch ihn getroffen: Achtzig Kunden, vor allem Inhaber kleiner Betriebe, zählte er noch im Jahr 2009. „Wir sind ein gutes, kein reiches Viertel, in dem es früher viele Geschäfte und Restaurants gab. Nun sind nur noch gut zehn Geschäfte für Nahrungsmittel übrig.“ Von seinen Kunden haben fünfzig aufgegeben. Karapeliotis musste von seinen ehemals sechs Mitarbeitern drei entlassen. Zuletzt hat er endlich wieder neue Unternehmenskunden hinzugewonnen.“ weiterlesen

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