202.000 Unterschriften an den Bundestag

Wir fordern vom Bundestag und von der kommenden Regierung: Deutschland darf sich nicht länger als Zuchtmeister Europas aufspielen, die Privatisierung des Wassers in Griechenland muss gestoppt werden!

Das war die Forderung am 13.11.17 vor dem Brandenburger Tor. Die Petition ist an die EU und an den (ehemaligen) Finanzminister Wolfgang Schäuble gerichtet. Schäuble (noch als Finanzminister) weigerte sich, die Unterschriften entgegenzunehmen. Deshalb haben wir uns an Bundestagsabgeordnete gewandt, um ihnen die Unterschriften zu übergeben.  202.000 Unterschriften wurden an die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen übergeben, die versprach, die Botschaft an den Bundestag weiterzugeben. Mittlerweile haben bereits weit mehr als 205.000 Menschen die Petition unterzeichnet.

Sevim Dağdelen (Mitte), Monika von zur Mühlen und Imke Meyer. Foto: Uwe Hiksch

Aus der Rede, die Clivia Conrad (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di) hielt:  „…Nicht einmal in der EU haben alle Menschen Zugang zu Wasser.  Deshalb kämpft auch ver.di für das Menschenrecht auf Wasser…Es ist unerhört, dass die Troika Privatisierungen in Griechenland fordert – schließlich haben sich mit der Europäischen Bürgerinitiative fast 2 Mio. Menschen in Europa ausdrücklich dagegen ausgesprochen. …
Wir unterstützen den Kampf unserer griechischen Kolleginnen und Kollegen gegen alle Formen der Privatisierung.  Bleibt stark. Kämpft weiter. Wir stehen euch in Solidarität bei.“

Die Sängerin Elina Skarpathioti spielte und sang.

Elina Skarpathioti Foto: Brian Janssen

Links im Bild der Überraschungsgast Wolfgang Schäuble. Neben ihm erschien Yanis Varoufakis.

Dorothea Härlin; Foto: C. Conrad

Dorothea Härlin (Berliner Wassertisch, European Water Movement) sagte unter anderem: „Solidarität heißt nicht Mitleid, es heißt voneinander lernen und sich unterstützen im Widerstand gegen den gemeinsamen Gegner: Heute konkret: die AusteritätspolitikerInnen der EU und die großen Wasserkonzerne.“

 

 

 

 

 

 

Gerald Wolf, Foto: Elisabeth Voss

Außerdem unterhielt der Kabarettist Gerald Wolf mit einer Schäuble- und einer Griechenland-Nummer. Aus letzterer:
„Es war schon dunkel, als die Troika die Weisung gab:
Die Griechenschulden zahlt das Volk, das davon nichts gehabt
Und nicht der Bonze, der sich dran bereichert hat.
Da saßen Männer in dunklem Anzug und mit kaltem Blick
Und von der Bankenlobby hieß es: Holt das Geld zurück!
Die Politik, sie kuschte brav und sang das Lied:
(Refrain):
Griechische Pein – ist uns gänzlich einerlei
Wir schenken Euch ein

Christa Hecht, Foto: C. Conrad

Und wenn Ihr dann elend werdet
ist es damit,
uns der Profit bleibt ganz allein – Ihr müsst verzeih’n“

 

Auch Christa Hecht, die Geschäftsführerin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft, hielt eine engagierte Rede gegen die Wasserprivatisierung in Griechenland und für die Solidarität mit dem Widerstand.

Ca. 100 Menschen mit Fahnen und Bannern von Gewerkschaften und NGOs nahmen an der Übergabe der Unterschriften teil.

 

Foto: Elisabeth Voss

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