[Berlin] Diskussion „Muss Deutschland an Griechenland Reparationen zahlen?Alles erledigt oder Neustart für eine faire Regelung?“ am 25. Januar 2023

WO | Haus der Demokratie , Greifswalder Straße 4 , 10405 Berlin

WANN | 25.01.2023 um 19:00 Uhr

Eine öffentliche Diskussion mit:

Aris Radiopoulos (Autor einer aktuellen Forschungsarbeit in den Dokumenten des griechischen Außenministeriums, Diplomat)
Dr. Gregor Gysi (MdB Die Linke, Außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke)

Moderation:

Georgios Pappas (Vorsitzender des Vereins der ausländischen Presse in Deutschland)
Otto Jäckel (Vorstand IALANA Deutschland)


Grußwort:

Johanna Bussemer (Referatsleiterin Europa der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Eine Veranstaltung der IALANA Deutschland – Vereinigung für Friedensrecht e.V. Deutsche Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms in Zusammenarbeit mit dem Länderbüro Athen der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Weitere Informationen: info@ialana.de

Veröffentlicht unter Allgemein, Besatzung, Kriegsschuld, Reparationen, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | 2 Kommentare

Eine Flüchtlingshelferin, die im Gefängnis landete

Von Lars Spannagel, Tagesspiegel, 6.9.2018:
Sarah Mardini – Eine Flüchtlingshelferin, die im Gefängnis landete
Ihre Flucht durchs Meer hat sie und ihre Schwester berühmt gemacht. Nun will die Berlinerin Sarah Mardini anderen helfen – und wird auf Lesbos verhaftet.
Der Laptop steht aufgeklappt auf dem Tisch, das Handy liegt zwischen Weinglas und Wasserflasche. Es brummt, schon wieder. Aber Sven Spannekrebs muss jetzt erst etwas essen, die letze Mahlzeit hat er vor zehn Stunden eingenommen, in irgendeinem Café in Athen. „Mir sagen im Moment alle, ich muss besser auf mich aufpassen“, sagt er, während er sein Steak hinunterschlingt. „Sonst kippe ich irgendwann um.“ Seine rotblonden Haare hat der 38-Jährige unter einer Schirmmütze versteckt, seine Augen sind rot und verquollen, seit zwei Wochen hat er kaum geschlafen. Erst ein paar Stunden zuvor ist sein Flugzeug aus Griechenland in Berlin gelandet, nun spricht er in einem Spandauer Restaurant über die Angelegenheit, die ihm keine Ruhe lässt. Über Sarah.
Sarah Mardini, 23 Jahre alt, sitzt in Athen im Gefängnis. Vor zwei Wochen wurde sie am Flughafen von Lesbos festgenommen. Die Vorwürfe: Menschenschmuggel, individuelle Bereicherung durch Spenden, Geldwäsche, Spionage und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Ihr droht eine mehrjährige Haftstrafe.
Die vergangenen acht Monate hat sie als Freiwillige für eine NGO Flüchtlinge auf Lesbos betreut – auf der griechischen Insel, die für sie im Sommer 2015 selbst zum Schicksalsort wurde. Gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Yusra war Sarah Mardini aus dem syrischen Bürgerkrieg geflohen. Die Geschichte ihrer Reise über das Mittelmeer, bei der die beiden Leistungsschwimmerinnen ein havariertes Flüchtlingsboot hinter sich herzogen und 18 Menschenleben retteten, hat sie berühmt gemacht. Beim Verein Wasserfreunde Spandau 04 und Trainer Sven Spannekrebs fanden sie ein neues Zuhause, als Mitglied des erstmalig startenden Flüchtlingsteams durfte Yusra 2016 bei Olympia in Rio antreten. In aller Welt wurde über sie berichtet, sie traf US-Präsident Barack Obama, den Papst und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, ist offizielle Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR.“ weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Geflüchtete. | Hinterlasse einen Kommentar

[Mainz] „Die deutschen Kriegsschulden an Griechenland“ Lesung und Gespräch am 26. Januar 2023

WO | Regionalbüro Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz, Neckarstraße 27, 55118 Mainz

WANN | Donnerstag, 26.01.2023, 19:00 – 21:00 Uhr

Mit Aris Radiopoulos, Autor der Studie „Die griechischen Reparationsforderungen gegenüber Deutschland“, Diplomat und Konzertpianist, seit Juni 2021 Vertreter Griechenlands in Edirne (Adrianopel / Türkei)

Die Besetzung Griechenlands durch die Wehrmacht 1941 bis 1944 hinterließ vielerorts „verbrannte Erde“. Im Gegensatz zur deutschen Gesellschaft ist die Erinnerung an den Besetzungsterror in Griechenland äußerst lebendig. Nach wie vor erhebt der griechische Staat die Forderung nach Kriegsreparationen gegen die Bundesrepublik. Daneben ist die Rückzahlung eines vom Deutschen Reich auferlegten Zwangskredits weiterhin anhängig. Im Gegensatz zur griechischen Seite betrachten die Bundesregierungen diese Fragen für abgeschlossen. Anträge zur Änderung dieser Position wurden 2021 im Bundestag mehrheitlich abgelehnt.


Im vergangenen Jahr hat Aris Radiopoulos erstmals in deutscher Sprache die griechische Sicht der Forderungen auf der Basis offizieller Dokumente unter die Lupe genommen. Er plädiert für eine zielführende, faktenbasierte Auseinandersetzung mit dem brisanten Thema der Reparationen. Die Studie soll dazu beitragen, Missverständnisse auszuräumen, und es beiden Ländern ermöglichen, ein gemeinsames Verständnis der Verheerungen der Jahre 1941–1944 zu entwickeln.

An die Buchvorstellung schließt ein Gespräch mit dem Autor an. Die Moderation übernimmt RLS Vorstandsmitglied Manuel Lautenbacher.

Veranstalter: Landesbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Südosteuropa-Gesellschaft e.V.

Informationen zu der kürzlich von Radiopoulos veröffentlichten Studie:
https://diablog.eu/literatur/die-griechischen-reparationsforderungen-gegenueber-deutschland/

Veröffentlicht unter Allgemein, Besatzung, Faschismus, Kriegsschuld, Reparationen, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Berlin] „THE SONG OF LIFE – TO TRAGOUDI TIS ZOIS“ Filmvorführung, Gedenken und Diskussion am 27. Januar 2023

WANN | Freitag, den 27.01.2023, 18 Uhr

WO | Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V., Mittelstr. 33, 12167 Berlin-Steglitz

Aus der Ankündigung:

Am Freitag, den 27.01.2023 um 18.00 Uhr organisiert die Hellenische Gemeinde zu Berlin eine Veranstaltung zu Ehren der griechisch-jüdischen Opfer des Holocaust. Anlässlich der Befreiung des Lagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27.01.1945 wurde der 27. Januar als Internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust eingeführt. Mit freundlicher Genehmigung des Jüdischen Museums von Griechenland wird der Dokumentarfilm von Toni Lykouresis, The Song of Life, zum Thema der Rettung der jüdischen Gemeinde von Zakynthos gezeigt, der einzigen in Griechenland, die vollständig gerettet wurde. Der Film wird von Alexis Detorakis, Doktorand in Neuerer Geschichte, eingeleitet. Es folgt eine Diskussion.

Der Dokumentarfilm „Das Lied des Lebens“ von Toni Lykouresis beschreibt das Leben der zakynthischen Juden, die die Besetzung dank des Mutes des Bürgermeisters der Insel, Loukas Karrer, und des Metropoliten Chrysostomos überlebten, die, als sie von der deutschen Verwaltung aufgefordert wurden, eine Liste der örtlichen Juden zu übergeben, nur zwei Namen waren in dieser Liste. Ihre…
Zakynthos ist die einzige Gemeinde in ganz Europa, die es geschafft hat, ihre gesamte jüdische Bevölkerung, die 275 Personen zählte, zu retten.

Η 27η Ιανουαρίου έχει θεσμοθετηθεί ως Διεθνής Ημέρα Μνήμης για τα θύματα του Ολοκαυτώματος με αφορμή την απελευθέρωση του στρατοπέδου του Άουσβιτς από τον Κόκκινο Στρατό στις 27.01.1945. Με την ευγενική παραχώρηση του Εβραϊκού Μουσείου της Ελλάδος, θα προβληθεί το ντοκιμαντέρ του Τώνη Λυκουρέση, το Τραγούδι της Ζωής με θέμα τη σωτηρία της Εβραϊκής Κοινότητας της Ζακύνθου, της μοναδικής στην Ελλάδα που διασώθηκε πλήρως. Την ταινία θα προλογίσει ο υποψήφιος διδάκτορας Σύγχρονης Ιστορίας, Αλέξης Ντετοράκης. Θα ακολουθήσει συζήτηση.

Το Τραγούδι της Ζωής Ντοκυμαντέρ του Τώνη Λυκουρέση που περιγράφει τη ζωή των Ζακυνθινιών εβραίων που επέζησαν στην κατοχή χάρη στην τόλμη του δημάρχου του νησιού Λουκά Καρρέρ και του Μητροπολίτη Χρυσοστόμου που όταν τους ζητήθηκε από τη γερμανική διοίκηση να παραδώσουν λίστα με τους ντόπιους εβραίους, αυτή περιείχε μόνο δύο ονόματα. Τα δικά τους…Η Ζάκυνθος είναι η μοναδική κοινότητα σε όλη την Ευρώπη που κατόρθωσε να διασώσει όλο τον εβραϊκό πληθυσμό της, που αριθμούσε 275 άτομα.“

Veröffentlicht unter Allgemein, Besatzung, Faschismus, Film, Geschichte, Holocaust, Juden, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Hannover] „Die deutschen Kriegsschulden an Griechenland“ Lesung und Gespräch am 27. Januar 2023

WO | Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

WANN | Freitag, 27.01.2023, 19:00 – 21:00 Uhr

Mit Aris Radiopoulos, Autor der Studie „Die griechischen Reparationsforderungen gegenüber Deutschland“, Diplomat und Konzertpianist, seit Juni 2021 Vertreter Griechenlands in Edirne (Adrianopel / Türkei)

Die Besetzung Griechenlands durch die Wehrmacht 1941 bis 1944 hinterließ vielerorts „verbrannte Erde“. Im Gegensatz zur deutschen Gesellschaft ist die Erinnerung an den Besetzungsterror in Griechenland äußerst lebendig. Nach wie vor erhebt der griechische Staat die Forderung nach Kriegsreparationen gegen die Bundesrepublik. Daneben ist die Rückzahlung eines vom Deutschen Reich auferlegten Zwangskredits weiterhin anhängig. Im Gegensatz zur griechischen Seite betrachten die Bundesregierungen diese Fragen für abgeschlossen. Anträge zur Änderung dieser Position wurden 2021 im Bundestag mehrheitlich abgelehnt.


Im vergangenen Jahr hat Aris Radiopoulos erstmals in deutscher Sprache die griechische Sicht der Forderungen auf der Basis offizieller Dokumente unter die Lupe genommen. Er plädiert für eine zielführende, faktenbasierte Auseinandersetzung mit dem brisanten Thema der Reparationen. Die Studie soll dazu beitragen, Missverständnisse auszuräumen, und es beiden Ländern ermöglichen, ein gemeinsames Verständnis der Verheerungen der Jahre 1941–1944 zu entwickeln.

Veranstalter: Griechenland Solidarität Hannover und Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.

Informationen zu der kürzlich von Radiopoulos veröffentlichten Studie:
https://diablog.eu/literatur/die-griechischen-reparationsforderungen-gegenueber-deutschland/

Veröffentlicht unter Allgemein, Besatzung, Faschismus, Kriegsschuld, Reparationen, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

Verhaftungen von Freiwilligen auf Lesbos, um Hilfs-Aktivitäten einzudämmen?

Von Claus Kittsteiner, Respekt für Griechenland e.V., 5.9.18
Aus aktuellem Anlass zu den Fragen: Wie weiter auf Lesbos? Sind auch unsere Freiwilligen unter polizeilicher Beobachtung und in Gefahr?
Hier eine Zusammenstellung: Der konkrete Fall von Sarah Mardini und weiteren Freiwilligen, nun auf unbestimmte Zeit im Athener Gefängnis festgehalten. (Spiegel-Online-Artikel vom 1.Sept., hier von mir gekürzt/zitiert, siehe Link).
Danach die Darstellung der betroffenen Hilfsorganisation ERCI. Die Arbeit von ERCI und einzelne Freiwillige sind mir durch unsere Freiwilligentätigkeit auf Lesbos seit 2015 bekannt. Die Vorwürfe sind gezielt konstruiert. Sie spiegeln, wie es aussieht, den intensivierten Kurs der griechischen Behörden gegen Helfende aus dem Ausland wider. Besonders fatal ist das für die im völlig überfüllten Camp Moria (Lesbos) inakzeptabel schlecht Untergebrachten, wie der Bericht am Schluss zeigt.
Das harte Vorgehen der griechischen Behörden gegen freiwillige Helfer wie Sarah Mardini ist neu und deutet darauf hin, dass an den Ausländern ein Exempel statuiert werden könnte, um die Aktivitäten von Helfern auf Lesbos einzudämmen.
Die griechische Polizei nennt die Beschuldigten „eine kriminelle Vereinigung, die mindestens seit Ende 2015 aktiv“ gewesen sein sollen und „organisierten Schmuggelnetzwerken direkte Hilfe geleistet“ haben. Ziel sei es gewesen, Profite durch finanzielle und Sachspenden zu erzielen. Sie werden der Schlepperei, der Geldwäsche und sogar der Spionage bezichtigt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geflüchtete. | Hinterlasse einen Kommentar

[Berlin] 28. Griechischer Salon: „Lange Schatten der Vergangenheit. Der Griechisch-Türkische Krieg 1919-1922“ Vortrag u.Diskussion am 9. Februar 2023

WANN | Donnerstag, 9. Februar 2023, 19:30 Uhr

WO | Regenbogenkino/Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt und ist auch im Stream zu verfolgen unter: https://youtu.be/jXywveGRD8g

Die Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland sind in den letzten Wochen weiter eskaliert. Manche Beobachter befürchten, dass es zu einer kriegerischen Auseinander- setzung kommen könnte.

Beide Seiten streiten sich u.a. darüber, was in internationalen Verträgen vor 100 Jahren festgelegt wurde, um die beiden Länder nach dem Krieg wieder miteinander zu befrieden.

Aber wieso war es damals zum Krieg gekommen?

Wie sehr haben andere europäische Staaten die Geschehnisse beeinflusst oder gar bestimmt? Warum endete dieser Krieg damit, dass 1,5 Millionen Griech*innen zu Geflüchteten wurden und ca. 400.000 Angehörige muslimischen Glaubens gezwungen wurden, Griechenland zu verlassen? Wieso wurden fünf führende griechische Politiker und der militärische Oberbefehlshaber als Sündenböcke von einem griechischen Gericht verurteilt und hingerichtet?

Diese Ereignisse wirken sich bis heute aus, sie sind die Vorgeschichte der heutigen Konflikte zwischen den beiden Ländern.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, SoliOli und attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Weitere ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt
zur bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland findet ihr unter:
https://griechenlandsoli.com.

Veröffentlicht unter Allgemein, Geschichte, Salons, Türkei, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Berlin] Veranstaltung „Arbeiter*innenselbstverwaltung als soziale Perspektive: Vio.Me in Thessaloniki, Griechenland“ am 18. Februar 2023

WO | New Yorck, im Bethanien, 10997 Berlin, Marielle-Franco-Platz 2A (aka Mariannenplatz 2A)

WANN | 18. Februar 2023, 16.00 Uhr

Aus der Ankündigung:

Die besetzte, selbstverwaltete Fabrik von Vio.Me. besteht nun schon seit 10 Jahren. Nach der Schließung der alten Filkeram-Johnson-Fabrik durch die Eigentümerin beschlossen die Arbeiter*innen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nicht untätig zu bleiben. Mit der Besetzung der Fabrik und der Entscheidung, unter Arbeiterselbstverwaltung zu arbeiten, beschlossen die Arbeiter*innen, die Produktion auf eine soziale und ökologische Weise umzustellen. Aus dem Fliesenkleber stellt Vio.Me. nun ökologische Reinigungsmittel für alle Verwendungszwecke her, und zwar zu Preisen, die für die breite Gesellschaft erschwinglich sind.

In einer Welt, in der Preise, Inflation und Kriege täglich zunehmen, ist das Beispiel von Vio.Me. ein Leuchtturm für die Arbeiter- und Sozialbewegung, der das Projekt der Selbstverwaltung in die Praxis umsetzt und eine nachhaltige soziale Alternative aufzeigt.

Wir, die Perspektive Selbstverwaltung, laden die Arbeiter*innen von Vio.Me. am 18. Februar um 16 Uhr ins New Yorck im Bethanien ein, um mit ihnen über Selbstverwaltung und ihre sozialen und arbeitspolitischen Perspektiven zu diskutieren.

EXKLUSIV: Das Grundstück, auf dem sich Vio.Me. befindet, wurde vom griechischen Staat in einer geheimen Auktion an einen ausländischen Fonds verkauft. Vio.Me. braucht mehr denn je unsere Unterstützung und Solidarität.

Mehr Infos: https://viomecoop.com

Veröffentlicht unter Allgemein, Arbeitsverhältnisse, Privatisierungen, vergangene Veranstaltungen/Aktionen, VioMe, Wirtschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Uno kritisiert überfüllte Flüchtlingslager

Das BBC-Video über Moria, das auf Youtube am 28.08.2018 veröffentlicht wurde, passt genau zur Kritik der UNO

Spiegel-online, 31.08.2018:
>“Hotspots“ in Griechenland. Uno kritisiert überfüllte Flüchtlingslager
Sexuelle Belästigung, Gewaltausbrüche: Lager auf den Ägäisinseln sind überfüllt, und das schafft Probleme. Die Uno fordert Griechenland auf, Asylanträge zügiger zu prüfen und Flüchtlinge schneller auf das Festland zu bringen.
Das Flüchtlingshilfswerk der Uno hat die Lage in griechischen Aufnahmelagern scharf kritisiert. Die Stimmung in der Unterkunft auf der Insel Lesbos erreiche einen Siedepunkt, teilte das UNHCR mit. In dem Lager Moria lebten etwa 7000 Menschen, obwohl nur Platz für gut 2000 Menschen sei, sagte ein Sprecher.
Auch die Zentren in Samos, Chios und Kos seien überbelegt. „Wir machen uns besonders Sorgen wegen der unangemessenen Sanitäranlagen, Konflikten zwischen frustrierten Gruppen, zunehmender sexueller Belästigung und Gewaltausbrüchen sowie die zunehmende Notwendigkeit für medizinische und psychosoziale Versorgung.“< weiterlesen

 

Veröffentlicht unter Allgemein, Geflüchtete. | Hinterlasse einen Kommentar

[Berlin] 29. Griechischer Salon: „Repression und Widerstand in Griechenland.“ Bericht der Gewerkschaftlichen Reisegruppe am 9. März 2023

WANN | Donnerstag, 9. März 2023, 19:30 Uhr

WO | Regenbogenkino/Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Solidarität ist keine Einbahnstraße

In Griechenland erleben wir, wie ein Land vom nationalen und internationalen Anlagekapital in die Schuldenfalle getrieben und von Sparauflagen abhängig gemacht wurde. Die rechte Mitsotakis-Regierung betreibt die Privatisierung aller Gesellschaftsbereiche und bekämpft jeden Widerstand.

Seit 10 Jahren fahren wir, als Gruppe linker Gewerkschafter_innen, nach Griechenland um uns mit Aktivist_innen dort auszutauschen. Dabei geht es auch darum, Kämpfe, die im jeweils anderen Land stattfinden, zu unterstützen. Dazu laden wir auch Kolleg_innen aus Griechenland nach Deutschland ein, damit sie unsere Situation hier kennenlernen und über ihre berichten:
 
+ Vom Kampf der Beschäftigten im Gesundheitsbereich, wo der öffentliche Sektor kaputtgeht und die privaten Kliniken Profite machen.
+ Von den Streiks im Hafen von Piräus, der an COSCO verkauft wurde.
+ Vom Widerstand der Auslieferfahrer_innen im Lebensmittelhandel.
+ Vom Kampf der Kolleg_innen von vio.me in Thessaloniki, die ihren Betrieb seit zehn Jahren besetzt haben.
+ Vom Kampf um den Exarchia-Platz als Kampf gegen die Gentrifizierung eines Stadtviertels.

Ein zweiter Teil der Veranstaltung stellt die Frage:

Was passierte mit Vasilis Maggos?

In der Stadt Volos gibt es seit Jahren Widerstand gegen die Vergiftung der Umwelt durch eine Müllverbrennungsanlage. Nicht nur die Gefährdung der Gesundheit, auch die mafiösen Strukturen bei den Müllimporten werden durch die Behörden gedeckt. So wundert es nicht, dass die Polizei massiv gegen Demonstrationen vorging.
 
Ein junger Mensch wurde dabei 2020 von der Polizei festgenommen, zusammengeschlagen und gefoltert. Einen Monat danach erlag er seinen Verletzungen.

Nein zur Vertuschung!
In Kürze läuft der Prozess wegen dieses Polizeieinsatzes. Wir wollen nicht zulassen, dass dieser und ähnliche Fälle unter den Teppich gekehrt werden. Gemeinsam werden wir mit Freunden und Unterstützer_innen dieser Bewegung berichten.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik
und attac Berlin.

Weitere ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt
zur bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland findet ihr unter:
https://griechenlandsoli.com.

Veröffentlicht unter Allgemein, Arbeitsverhältnisse, Cosco, Gewerkschaften, gewerkschaftliche Solireisen, Mitsotakis, ND-Regierung, Polizei, Privatisierungen, Repression, Salons, Solireise 2022, vergangene Veranstaltungen/Aktionen, Widerstand, Wirtschaft | Hinterlasse einen Kommentar