„Größte Tageszeitung Griechenlands am Abgrund“

taneaauf www.griechenland.net:
„Die auflagenstärkste Tageszeitung Griechenlands „Ta Nea“ ist am heutigen Dienstag nicht erschienen. Grund dafür ist ein Streikbeschluss der etwa 500 Arbeitnehmer vom gestrigen Montag. Sie wollen wiederholte 24-stündige Arbeitsniederlegungen durchführen, weil sie seit etwa fünf Monaten nicht bezahlt worden sind.
Die Traditionszeitung kam zum ersten Mal im Mai 1931 (damals noch unter dem Namen Athinaika Nea) auf den Markt und ist seit 1945 mit ihrem heutigen Namen im Umlauf. Sie gehört zur Mediengruppe Lambrakis, die zuletzt von Stavros Psycharis geleitet wurde. Im europäischen Vergleich erreicht die Auflage der „Ta Nea“ mit etwa 13.000 landesweit nur geringe Höhen. Griechischen Medienberichten zufolge sind auch andere Presseprodukte in schwerer Bedrängnis und schulden ihren Arbeitnehmern seit Monaten Zahlungen. Das soll sowohl die Wochenzeitung Real News als auch die Tageszeitung „To Ethnos“ betreffen. Letztere gehört zur Mediengruppe Pegasus des Bauunternehmers Bobolas.“

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„IWF-Chefin wegen Fahrläsigkeit verurteilt“

Poul Thomsen, Europa-Präsident des IWF und Verhandlungsführerin des IWFs für Griechenland Delia Velculescu. Die griechische Regierung wäre froh, wenn der IWF aus der Quadriga austeigen würde

Poul Thomsen und Delia Velculescu, IWF-Manger verantwortlich für Griechenland. Die griechische Regierung wünscht ein Ausscheiden des IWF aus der Quadriga

Jetzt ist die Frage, ob sie ihre Position behalten wird… „Christine Lagarde hat als französische Finanzministerin fahrlässig gehandelt. Es ging um die Frage, ob der Staat zu Recht 400 Millionen Euro an einen Geschäftsmann überwiesen hat. Das hat ein Sondergericht entschieden. Eine Strafe verhängen die Richter gegen die heutige IWF-Chefin aber nicht.

IWF-Chefin Christine Lagarde ist im Prozess um eine umstrittene Millionenzahlung der Fahrlässigkeit schuldig gesprochen worden. Eine Strafe gegen die frühere französische Finanzministerin verhängte der Gerichtshof der Republik aber nicht.

In dem Prozess ging es um „Fahrlässigkeit im Amt“ und einen Fall, der viele Jahre zurückliegt. Eine zentrale Rolle spielt der Ex-Besitzer von Adidas, Bernard Tapie. Er behauptet, er sei 1993 beim Verkauf des deutschen Sportartikelherstellers betrogen worden – und zwar von der damaligen Staatsbank Crédit Lyonnais. Das wollte Tapie vor Gericht klären. Als damalige französische Finanzministerin entschied Lagarde, den Rechtsstreit außergerichtlich zu lösen.

Der Adidas-Verkauf landete vor einem Schiedsgericht. 2008 sprach es Tapie eine Entschädigung von 403 Millionen Euro zu. Lagarde verzichtete darauf, diese großzügige Zahlung anzufechten. Inzwischen aber laufen Betrugsermittlungen gegen mehrere Beteiligte von damals, weil es Verbindungen zwischen Tapie und einem der Schiedsleute gegeben haben soll. Der Schiedsspruch wurde deshalb bereits von Gerichten aufgehoben, Tapie wurde zudem verurteilt, die Entschädigung zurückzuzahlen.“ weiterlesen auf süddeutsche.de

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Costa-Gavras als Ehrengast des Filmfestivals Hellas Filmbox Berlin am 18. Januar 2017

costa-gavras„Die HELLAS FILMBOX BERLIN freut sich sehr, im Januar 2017 den international renommierten und erfolgreichen griechischen Regisseur Costa-Gavras als Ehrengast zu empfangen.

Gavras wird zum Opening des Festivals am 18.1.2017 im großen Saal des Babylon Kinos in Berlin-Mitte erwartet, wo er für sein künstlerisches Wirken und seinen großen Beitrag zum griechischen Film geehrt wird.

Ihm zu Ehren eröffnet das Festival seine zweite Edition mit seinem Film „Der Stellvertreter“ (2002). Ulrich Tukur, der in diesem Film die Hauptrolle spielt, wird eine Laudatio auf Gavras halten.

Als Regiemeister und Drehbuchautor internationaler Größe bedarf es bei Costa-Gavras keiner großen Einführung. Er ist – und das schon seit Jahrzehnten – ein würdiger Vertreter Griechenlands auf dem europäischen, aber auch internationalen Parkett. Der in Arkadien geborene und an der Sorbonne studierte Sohn eines griechischen Widerstandskämpfers hat mehr als 20 Filme geschrieben und realisiert, die meisten davon in Frankreich. Seinen Vornamen Konstantinos kürzte er bei seiner Einbürgerung 1956 ab : „der Bindestrich in Costa-Gavras wurde hinzugefügt um Verwirrung zu stiften“. Weiterlesen →

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Sozialdemokraten stemmen sich gegen Dijsselbloem

zunterwerfDie Fraktion der Sozialdemokraten im Europaparlament forderte am 15.12.2016 ein Sondertreffen der Fraktionsführer des Parlaments mit dem Präsidenten der Eurogruppe  Jeroen Dijsselbloem. Dijsselbloem müsse seine nicht akzeptable Entscheidung, die Schuldenerleichterungen für Griechenland auszusetzen, erklären. „Niemand in der Eurogruppe  kann eine Entscheidung zurücknehmen, ohne überhaupt alle Euro-Finanzminister befragt zu haben.“ sagte Pervenche Berès, die Sprecherin für Wirtschaft und Währung der Fraktion der Sozialdemokraten im Europaparlament.

Hier die Presseerklärung der Sozialdemokraten

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„Ihr habt keine Wahl, also wählt!“ Stücke von Volker Braun im Berliner Ensemble

braunInterview mit Volker Braun (aus Lunapark21, Heft 36)
„Volker Braun, 77, war einer der bedeutendsten Dramatiker und Dichter der DDR. Er war lange Zeit Dramaturg im Berliner Ensemble. Als Dissident wurde er wiederholt von der Stasi verfolgt. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.“

„Ihr habt keine Wahl, also wählt!“

„Die Griechen“ und „die Putzfrauen“ von Volker Braun im Berliner Ensemble.

„Was ist Griechenland? Oder genauer gefragt: Was ist Griechenland nicht? „Irland ist nicht Griechenland“, verkündete 2010 Angela Merkel. „Frankreich ist nicht Griechenland“, echote Christine Lagarde, und ähnliches wiederholten für ihre Länder Silvio Berlusconi, Mariano Rajoy und andere in Europa. Somit distanzieren sie sich von einem Land, das, wie es Wolfgang Schäuble abschätzig formulierte, eine „Ausnahme“ darstellt – finanziell wie politisch. Griechenland war das, was die anderen Länder nicht sein wollen, ein schauriges Götzenbild, das sie möglichst schnell durch den Grexit los haben wollen. Mit seinen Politikern und seinem Volk war kein Staat zu machen, mit den Parias Europas unterhalten sie nur widerwillig Kontakt. Weiterlesen →

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„Die Arbeitsrechte in Griechenland müssen auf den europäischen Standard angehoben werden!“

achtsioglouDie neue griechische Arbeitsministerin Effie Achtsioglou zeigte sich am 15.12.2016 auf der Veranstaltung mit dem griechischen Finanzminister Euklides Tsakalotos, Gesine Schwan, Jürgen Trittin und Axel Troost bezüglich der laufenden Verhandlungen über die Arbeitsrechte in Griechenland optimistisch. Der IWF vertrete in den Verhandlungen zwar hartnäckig Positionen, die den Interessen der Arbeitnehmer entgegenstehen würden. Die  griechische Seite habe aber aufgrund des Berichtes der internationalen Expertenkommission gute Chancen, sich durchzusetzen. Die internationale Expertenkommission stützte die Positionen der griechischen Regierung: Der wichtigste Streitpunkt ist, dass die griechische Regierung das Recht der kollektiven Aushandlung von Tarifverträgen in Griechenland wiederherstellen will.

Effie Achtsioglou veröffentlichte am 14.12.2016 einen Beitrag auf huffingtonpost.com zu diesem Thema mit dem Titel „Die Arbeitsrechte in Griechenland müssen auf den europäischen Standard angehoben werden!“:
„Labour Rights In Greece Must Rise To Meet The European Standard
The results of the Italian referendum earlier this month confirms that the European Union is facing a perpetual stress test and that the future of Europe as a social project is at stake. If Europe wants to keep right-wing populism at bay, it needs to deal with its problems head-on rather than postponing them until it’s too late.“ weiterlesen

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Die Hyänen streiten über das Opfer

hyaenenTsipras wird für seinen Ungehorsam bestraft.
Heftige Kritik des IWF an Schäuble und Co..
Die Hyänen streiten über das Opfer.

Schäuble braucht nicht mehr selbst den Rammbock der europäischen Reaktion zu spielen. Mit dem neuen Troika/Quadriga-Mitglied Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) gibt es einen neuen Akteur, der Schäuble in dieser Funktion ablöst. Nicht zufällig ist der Chef des ESM ein Deutscher, Klaus Regling, und nicht zufällig liegt er völlig auf der Linie von Schäuble. Das Blog lostineurope titelte vor ein paar Tagen „Ein neuer Zuchtmeister (nicht nur) für Griechenland„. Der Beitrag in lostineurope endet mit den Worten: „Finanzminister Schäuble möchte Regling zum Oberaufseher über alle Staatshaushalte der Eurozone machen, also auch Italiens und Frankreichs. Er läuft sich schon warm.“

So verwundert es nicht, dass es jetzt Klaus Regling ist, der gegen den IWF zurückschießt.  Am 12. Dezember hatte der IWF eine Breitseite gegen die EU-Institutionen losgelassen – gleichzeitig auf arabisch, französisch, deutsch, griechisch, englisch und spanisch. Weiterlesen →

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Kritik an der Flüchtlingspolitik. Interview mit Thanassis Kourkoulas

lagerInterview mit Thanassis Kourkoulas vom Bündnis „Rassismus Abschieben“

„Die Europäer haben die Balkanlinie dicht gemacht. Es kommen keine Flüchtlinge nach Deutschland. Nun obliegt es alleine dem griechischen Staat, die Flüchtlinge zu versorgen. Lässt die EU dem griechischen Staat Hilfe irgendeiner Art zukommen?
Die EU gibt Griechenland kein Geld. Sie gibt Geld direkt an NGOs. Das ist eine Privatisierung der Flüchtlingslager und all der Maßnahmen von sozialer Versorgung, die eigentlich europäische Staaten leisten sollten. Der Großteil des Geldes, das die EU gibt, geht in die „Grenzsicherung“, also an FRONTEX und die Hot-Spot Gefängnisse auf den Inseln. In diesen Lagern auf den griechischen Inseln werden die Menschen, Flüchtlinge und Einwanderer viele Monate lang eingesperrt. Ziel ist so viele von ihnen wie nur möglich in die Türkei abzuschieben. Das betrifft auch Flüchtlinge aus Syrien. Was die anderen Flüchtlinge, die Flüchtlinge ohne Papiere, betrifft, so gibt die EU Geld für den Bau von Flüchtlingslagern auf dem Festland. Dort werden festgehalten, bis die Türkei sie aufnimmt um sie ihrerseits abzuschieben oder sie werden direkt in ihre vermuteten Herkunftsländer wie Marokko abgeschoben.“ weiterlesen

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„Sollen die Menschen doch krepieren!“

xBild„Wie die „Wertegemeinschaft“ Europa Griechenland zu Tode rettet – ein sachlicher Aufschrei“  
von Holdger Platta, Online-Magazin „Hinter den Schlagzeilen“

„Um es gleich zu Beginn festzustellen: das, was während der letzten Wochen geschah, hat erneut die totale Irrationalität und totale Dehumanisierung der Politik gegenüber Griechenland unter Beweis gestellt. Doch der Reihe nach – und zunächst einmal einige Blicke zurück auf das, was am 12. Juli 2015 in Brüssel geschah. Heißt: auf das, was Griechenland an diesem Tag an sogenannter „Hilfe“ aufgebürdet und an Zugeständnissen abgepresst worden ist. Dieser Rückblick ist erforderlich, um zu verstehen, was an diesem Tag und während der nachfolgenden Wochen und Monate geschah. Er ist zum zweiten erforderlich, weil die Irrtümer und Missverständnisse zur Griechenland-Politik der sogenannten „“Helfer“ und „Retter“ gar nicht mehr zu zählen sind – dank entsprechender Politikersprüche und dank überwiegend fragwürdigster Berichterstattung darüber in Fernsehen und Presse (wenn überhaupt eine solche erfolgte!). Und beginnen wir deshalb auch genau mit diesen beiden Hauptbegriffen, mit den Begriffen „Hilfe“ und „Rettung“, und demzufolge mit dem seither im Umlauf befindlichen Propagandabegriff „Rettungspaket“. “   weiterlesen

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Petition unterschreiben! Stoppt die Wasserprivatisierung in Griechenland!

— bitte unterschreiben und weiterverbreiten! —
Unterschreiben Sie unsere Petition: HIER

—Update vom 5 .Dezember 2017:
202,000 Unterschriften an den Bundestag

—Update vom 16. September 2017:
dank-aus-thessaloniki-fuer-die-wasser-petition

—Update vom 19. Juli 2017:
189.200-unterschriften-uebergeben-gegen-die-privatisierung-des-wassers/

 Wasser ist Menschenrecht – Stoppt die Wasserprivatisierung in Griechenland!

wasserprivatisierung2

Griechenland soll gezwungen werden, die zwei größten Wasserwerke in Thessaloniki und Athen zu privatisieren. Die Empörung darüber ist groß und der Widerstand wächst. „Die Versorgung mit Wasser ist ein Menschenrecht. Wasser ist ein öffentliches Gut und keine Handelsware.“ Dieser von fast 2 Millionen Menschen unterzeichnete Appell hat 2013 die EU dazu bewogen, Wasser von den Privatisierungsvorhaben auszunehmen – außer in den südlichen Ländern, in denen die Troika die Politik unter Druck setzt, auch die Versorgung mit Wasser zu privatisieren. So musste das griechische Parlament zustimmen, die großen Wasserwerke EYDAP und EYATH in den neu gegründeten, von den Gläubigern kontrollierten Superfond zur Privatisierung zu überführen, andernfalls würden die nächsten Kredite nicht ausgezahlt. Weiterlesen →

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