Griechische Regierung gibt gegenüber Minenfirma nach

Aber die kanadische Minengesellschaft „Eldorado Gold“ pokert weiter: Erst wenn sie auch an anderer Stätte ungehindert abbauen kann, will sie wieder investieren.

Ausführlicher Artikel auf mining.com (auf englisch).
Siehe auch „Kanadische Minenfirma erpresst Tsipras“

 

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Tsipras übergibt Gentiloni die griechische Bahn – Eisenbahner streiken dagegen

Griechenland.net , 14.9.2017: „Die Verpachtung des griechischen Bahnunternehmens Trainose an die italienische Ferrovie Dello Stato für 45 Millionen Euro ist unter Dach und Fach. Die Italiener haben sich zudem dazu verpflichtet, 500 Millionen Euro in das griechische Eisenbahnnetz zu investieren.
Der Abschluss des Vertrages erfolgte nach einem Treffen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras mit seinem italienischen Amtskollegen Paolo Gentiloni. Ort der Begegnung war die Insel Korfu im Ionischen Meer.“ weiterlesen

Siehe auch italienische Staatseisenbahn kauft griechische Eisenbahn

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Die toten Flüchtlinge klagen an !

Foto: Hans Köbrich

 

Auf Vorschlag von Flüchtlings-und Friedensinitiativen sollte in der letzten Bundestagssitzung vor den Parlamentswahlen eine Schweigeminute für die zahlreichen toten anonymen Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa ums Leben kamen, eingelegt werden. Weiterlesen

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Macron auf der Seite der Griech*innen?

Foto: Wassilis Aswestopoulos

Von Ralf Kliche, 12.09.2017

Über Emmanuel Macrons Staatsbesuch in Griechenland ist allseits berichtet worden, je nach redaktioneller Ausrichtung und Organisation aus der Politikredaktion oder der Wirtschaftsredaktion. Der Besuch war sicher beides und schon der Titel des Artikels von Wassilis Aswestopoulos bringt seinen Doppelcharakter auf den Punkt und in Gegensatz zur verbreiteten „europhorischen“ Darstellung in vielen Medien: „Macron auf PR- und Einkaufstour in Griechenland“. Der Text hält, was der Titel verspricht. Trotzdem lohnen sich einige Detaillierungen und Ergänzungen.

Die europapolitischen Grundsatzreden von Macron und Tsipras hatten ihre wesentlichen Adressaten in Berlin sitzen, und auch den französischen Unternehmern ging es darum, im griechischen Ausverkauf ihre Interessen u.a. gegenüber Deutschland wahrzunehmen und ihren Einfluss auszubauen. Immerhin waren in der mehr als 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation, die die Hintergrundgespräche in Athen führte, die entscheidenden französischen Unternehmen vertreten: von Total (Öl und Gas) und Alstom (Züge, öffentliches Transportwesen) über Saur und Suez (Wasser), Sanofi (Pharma) und Vinci (Bau und Betrieb von Infrastrukturen) bis hin zu Konzernen der Lebensmittelindustrie und des Tourismus (Quelle1, Quelle2). Weiterlesen

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Kanadische Minenfirma erpresst Tsipras

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„Die Kanadier stellen ihre umstrittene Investition in Griechenland ein“
Telepolis, 11. September 2017, Wassilis Aswestopoulos
„Einen Tag nachdem der griechische Premierminister Alexis Tsipras zur Eröffnung der Internationalen Messe von Thessaloniki Griechenland als ein für Investoren freundliches Land feierte, ließ die kanadische ElDorado Gold mit einer Pressekonferenz im Athener Hilton Hotel eine Bombe platzen. Die Firma stellt zum 22. September die Investitionen in Griechenland, sprich die aktiven Tätigkeiten ihres Tochterunternehmens Hellas Gold, ein, ließ das Unternehmen über den CEO von ElDorado, George Burns, die griechische Öffentlichkeit wissen. Als Grund werden schleppende Genehmigungsverfahren und politische Widerstände gegen die Investition genannt.“  Weiterlesen

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Archäologen streiken gegen Nichtanerkennung von archäologischer Stätte für Privatisierung

Privatisierter ehemaliger Flughafen bei Elliniko

Griechenland.net, 5.9.2017: „Die Archäologen in Athen und Attika legen heute ab 11.30 Uhr bis Dienstende ihre Arbeit nieder. Zudem stellten sie weitere Streikaktionen in Aussicht. Hintergrund ist die Privatisierung des ehemaligen Flughafens bei Elliniko im Süden Athens.
Die Vereinigung der Archäologen Griechenlands (SEA) wirft der Führung des Kulturministeriums einen „Putsch“ vor. Ministerin Lydia Koniordou habe es versäumt, eine dort liegende archäologische Stätte als solche zu deklarieren. Eine entsprechende Anerkennung dieser Stätte stehe seit 2012 aus. Zeitgleich habe man dem Pächter Lamda Development eine Entschädigung zugesprochen, falls „im Nachhinein“ archäologische Funde auf dem Gelände deklariert werden sollten.“ weiterlesen

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EU-Kommissar Pierre Moscovici: Wie mit Griechenland umgegangen wurde, ist ein „demokratischer Skandal“

Als Repräsentant der EU-Kommission in der Eurogruppe (Gremium der Eurozonen-Finanzminister) war er selbst einer der Hauptakteure, aber jetzt kritisierte Moscovici die EU-Strukturen als höchst undemokratisch. Im Buch „Die ganze Geschichte“ von Y. Varoufakis kann man detailliert nachlesen wie Moscovici sich viele Male für Griechenland einsetzte – um im entscheidenden Moment immer gegenüber den Hardlinern nachzugeben.  Weiterlesen

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Geschäftsleute auf Kreta wehren sich erfolgreich gegen Vertreibung durch US-Fonds

US-Fonds haben griechische Hypotheken, die die Schuldner nicht mehr bezahlen konnten, griechischen Banken abgekauft. Ihr Ziel ist es, sich die Immobilien anzueignen, indem sie die Eigentümer vertreiben. Nach Angaben von SAOP (Solidaritäts Vereinigung der Schuldner von Rethymnon)  haben 70% der Bürger der Stadt Rethymnon Schulden bei Banken, dem Finanzamt oder Sozialversicherungen. Mitte Juni habe es 79 gerichtliche Anordnungen gegeben, dass Immobilien abzugeben seien.
Geschäftsleute der SAOP und andere Bürger versuchten, die Polizeikette, die den Gerichtsvollzieher und den Repräsentanten des US-Fonds schützen sollten, zu durchbrechen. Sie warfen Gegenstände auf die beiden. Ein Mitglied der SAOP schaffte es, durch die Polizeikette zu kommen. Er schlug den Gerichtsvollzieher und wurde verhaftet. Es war der dritte Versuch des Fonds, Besitz von dem Haus zu ergreifen. Auch dieser Versuch misslang.
Es ist zu befürchten, dass Vertreibungen demnächst kaum noch zu verhindern sein werden. Die Regierung wird nämlich Online-Auktionen von verschuldeten Immobilien durchführen.   Quelle: keeptalkinggreece

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„Zur jahrzehntelangen Bösartigkeit der deutschen Politik gegenüber Griechenland“

84. Bericht zur Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ von Holdger Platta

griechenlandhilfelogo-300x194„Hilfe“ – das Wort würde normalerweise andeuten, dass der Helfende freiwillig auf Geld verzichtet, das dem Hilfsbedürftigen dann zugute kommt; was ist aber von einer Hilfe zu halten, bei der sich der Spender quasi auf Kosten des Spendenempfängers bereichert? Klingt absurd, unmöglich gar – ist aber europäische Realität. Finanzieller Hauptprofiteur der so genannten „Griechenlandhilfe“ der EU ist – ratet! – dieses unser einig Vaterland Deutschland. Zinseinnahmen in Höhe von 1,34 Millarden Dollar nämlich strichen deutsche Geldinstitute ein – wohlgemerkt: vom ärmsten europäischen Land. Wieder zeigt sich Autor Holdger Platta hellhörig, was das Aufspüren von Gerechtigkeitslücken und verschwiegenen Skandalen rund um Griechenland betrifft. Zum Glück haben unsere Leserinnen und Leser nicht vergessen, wie wirkliche Hilfe aussieht.

weiterlesen auf: hinter-den-schlagzeilen.de

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Der deutsche Staat zwingt den griechischen, dessen gewinnbringende Flughäfen dem deutschen Staat zu geben

„Privatisierung in Griechenland – Invasoren oder Investoren?
Die Privatisierung der griechischen Infrastruktur war eine zentrale Reformauflage der Troika. Nun profitiert davon ausgerechnet ein deutsches Unternehmen: Der Flughafenbetreiber Fraport. Während dieser den Deal als „ausgewogen und fair“ bezeichnet, ist er für Kritiker zum Sinnbild dafür geworden, was bei der Privatisierung falsch läuft.“  Von Leila Knüppel und Manfred Götzke, Deutschlandradio, 01.09.2017
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