Tagesschau: „13.000 Stühle für Moria“

Video von Epoch Times Detusch

Tagesschau.de, 07.09.2020: Im Rahmen einer bundesweiten Aktion gegen Rassismus haben mehrere Organisationen Tausende Stühle vor dem Reichstagsgebäude aufgestellt. Sie fordern die Aufnahme weiterer Flüchtlinge, vor allem aus den überfüllten griechischen Lagern.
Als „Symbol der Aufnahmebereitschaft für schutzsuchende Menschen aus Moria und allen überfüllten Lagern an den EU-Außengrenzen“ haben mehrere Flüchtlingshilfsorganisationen 13.000 weiße Stühle vor dem Reichstagsgebäude in Berlin aufgestellt.
„Humanitäre Katastrophe an den Außengrenzen“
Die Gruppen Seebrücke, Sea-Watch, #LeaveNoOneBehind und Campact fordern damit die Politik auf, „die humanitäre Katastrophe an den europäischen Außengrenzen endlich zu beenden und die Lager zu evakuieren“. Die Stühle symbolisierten die Menschen, die momentan im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos lebten, erklärten die Organisationen. Zugleich sollten sie „den Platz und die Aufnahmebereitschaft der Städte, Länder und Zivilgesellschaft“ verdeutlichen.
Die Lage in den überfüllten griechischen Lagern habe sich zuletzt noch verschärft, hieß es weiter mit Verweis auf die Feststellung des ersten Corona-Falls in Moria. Ähnliche Aktionen im Rahmen der antirassistischen Aktionstage von „We’ll Come United“ soll es auch in etlichen anderen deutschen Städten sowie in Wien geben.“ weiterlesen

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Vom „Ochi“ bis zu Covid19. Die letzten fünf Jahre in Hellas als Film

Oxi-Kundgebung am 3.7.2015 zum Referendum

Yorgos Avgeropoulos hat für seinen neuen Film „Kampf um Griechenland“ viele der wichtigsten Ereignisse der letzten fünf Jahre aufgezeichnet. Wenn er nicht direkt dabei sein konnte, so hat er die Handelnden noch am selben Tag des Geschehens interviewt (u.a. Tsipras und Varoufakis). Es geht um die durch die Europäische Union aufgezwungene Austeritätspolitik und den Widerstand dagegen. Der Film zeigt uns aber nicht nur die „große Politik“ hautnah, sondern auch exemplarisch Menschen in bestimmten Situationen: Arbeitslose, die auswandern müssen, um Arbeit zu finden; Geflüchtete an verschiedenen Stationen ihrer langen Flucht. Auch das Schicksal des 2018 ermordeten schwulen Aktivisten Zak Kostopoulos wird durch Interviews mit ihm selbst lebendig. Die Mutter des von der Goldenen Morgenröte ermordeten Pavlos Fissas wird bei vielen Etappen ihres Kampfes gegen die Faschisten begleitet.
Ein spannender Aufklärungsfilm – sehr zu empfehlen!
Der Film wird am Dienstag, 8. September um 22.45 Uhr auf Arte ausgestrahlt. In der Arte-Mediathek kann man ihn seit heute (6.9.) und bis zum 6.12.2020 sehen.

Link zum Film „Kampf um Griechenland“

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Schulden gegen Freiheit

Am 2.9.2020 starb der US-amerikanische anarchistische Universitätsdozent und Bestsellerautor David Graeber. Sein bedeutendstes Buch „Schulden – die ersten 5000 Jahre“ handelt davon wie Schulden die Unterdrückung generieren.
Siehe dazu die Beiträge des „Freitag“: „Seit der Erfindung des Kredits treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.“ Weiterlesen

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Erster Corona-Fall im Camp Moria

Foto: Anna Pantelia/MSF

Spiegel, 2.9.2020: „Auf der griechischen Insel Lesbos im berüchtigten Flüchtlingslager Moria ist der erste Corona-Fall registriert worden. Die Behörden verhängten eine 14-tägige Quarantäne für das Camp.

Im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos wurde erstmals ein Coronafall registriert. Vertreter des griechischen Einwanderungsministeriums bestätigten den Fall. Es handelt sich um einen 40-jährigen Mann. Die Behörden versuchen nachzuverfolgen, mit wem er in Kontakt gestanden habe.“ Weiterlesen

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„Wie baue ich mir eine Katastrophe?“

Foto: Wassilis Aswestopoulos

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 31. August 2020: „Griechenland: Klimawandel und Prestigeobjekte

Die jüngste Flutkatastrophe vom 9. August auf der Insel Euböa hat acht Menschenleben gekostet. Zahlreiche Haus-, Nutz- und Wildtiere fanden ebenfalls den Tod. Häuser wurden durch reißende Flutmassen zerstört. Die Strom- und Wasserversorgung in vielen Orten der Insel war auch eine Woche nach der Flut noch nicht wiederhergestellt. Zahlreiche Strände auf der Insel aber auch am gegenüberliegenden Festland sind mitten in der Hochsaison des Tourismus von Treibgut und Tierkadavern überdeckt.“ Weiterlesen

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„Corona-Leugnung in Griechenland strafbar“

Foto: Wassilis Aswestopoulos

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 30. August 2020:
„Corona-Proteste, Maskenverweigerer und Corona-Leugner gibt es auch in Griechenland. Allerdings sind große Demonstrationen wie in Berlin an diesem Wochenende in Griechenland nicht möglich
Die Leugnung der Pandemie, die Verbreitung diesbezüglicher Verschwörungstheorien und der Aufruf zum Brechen der Pandemieregeln sind in Griechenland strafbar.
Auf Anordnung von Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis verfolgt die Staatsanwaltschaft seit Anfang August die Verbreitung von Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Pandemie besonders intensiv. Blogs, Internetmagazine und soziale Netzwerke werden von der Cyber Crime Einheit der griechischen Polizei überwacht.

Wir werden alle rechtlichen Maßnahmen ergreifen, damit die öffentliche Gesundheit nicht durch Fehlinformationen oder Verschwörungstheorien bedroht wird, die im Internet in Umlauf gebracht werden. Das Coronavirus ist nicht für Aufrufe zum Ungehorsam oder Verschwörungsszenarien geeignet. Bei jeder Tat, bei jeder unserer Handlungen müssen die Verantwortung und das Bewusstsein über die Konsequenzen für unsere Mitbürger überwiegen. Der Staat wird die Schaffung von Brutstätten für die öffentliche Gesundheit durch sozial unverantwortliche Verhaltensweisen nicht zulassen.

Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis

Am 21. August meldete die Cyber Crime Einheit, dass bereits 21 Fälle von Corona-Leugnung über soziale Netzwerke staatsanwaltschaftlich verfolgt würden. Zu den bekanntesten Beispielen zählt eine Elterninitiative, die gegen die Maskenpflicht für Schulkinder protestieren wollte.“ weiterlesen

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Ende der Lachnummer „Mauer im Meer“

Lachnumer der BILD vom 29.1.2020: Nicht 2700 km, sondern 2,7 km lang sollte sie werden,

n-tv.de, 28.8.2020: „Griechenlands Plan, mit einer kilometerlangen schwimmenden Barriere vor der Insel Lesbos Flüchtlinge fernzuhalten, ist offenbar gescheitert. Die Küstenwache bezeichnete das Bauwerk als nutzlos. Zudem helfe es Menschen, die nach Griechenland übersetzen wollen – das Gegenteil der eigentlichen Absicht.
Schwimmende Barrieren, die Migranten daran hindern sollen, von der Türkei nach Lesbos überzusetzen, wird es wohl doch nicht geben. Die griechische Küstenwache habe die Kunststoffbarrieren als nutzlos bewertet, berichtete die Athener Zeitung „Kathimerini“ in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Kreise der Küstenwache in Piräus. Die Installation würde Gefahren für die Schifffahrt erzeugen. Zudem könnte sie den Schleusern als eine Art „Wegweiser“ dienen und die Migranten könnten sich auf diesen Barrieren festhalten. Dann wäre die griechische Küstenwache gezwungen, sie zu retten und nach Griechenland zu bringen, befanden Offiziere der Küstenwache dem Blatt zufolge.
Erst im Juni hatte Athen angekündigt, den höchst umstrittenen Plan in die Tat umzusetzen. Innerhalb weniger Wochen sollte eine knapp drei Kilometer lange und mehr als einen Meter hohe Barriere entstehen. Sie sollte Boote daran hindern, sie zu überqueren. Die geschätzten Gesamtkosten lagen bei einer halben Million Euro. Menschenrechtsorganisationen hatten das Vorhaben scharf kritisiert.“ weiterlesen

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Oberste griechische Korruptionsermittlerin fürchtet nach Einbruch um ihr Leben

„Ich bin das Ziel Nummer eins geworden. Als nächstes werden sie mich umbringen“ waren die ersten Worte der Korruptionsstaatsanwältin Eleni Touloupakis, als sie von dem Internetblog „Dikografies“ interviewt wurde. Ralf Kliche berichtete am 20.7.2020
auf griechenlandsoli.com
über die neuerliche Wende im Novartis-Korruptionsskandal. Staatsanwälte und der stellvertretende Justizminister der Tsiprasregierung werden jetzt wegen ihrer Korruptionsbekämpfung vor Gericht gestellt. „Hintergrund waren die 2017 bekannt gewordenen Vorwürfe, Bestechungsgelder von Novartis seien auch in Parteikassen von Nea Dimokratia geflossen“ (Ralf Kliche).
Die Tür des Hauses der Korruptionsermittlerin in Athen war aufgebrochen und unzählige Einrichtungsgegenstände waren durchsucht worden, sogar das Klavier. Frau Touloupakis vermutet, dass die Einbrecher auf der Suche nach Dokumenten waren. Wertgegenstände wurden nicht gestohlen.
Auch der ehemalige stellvertretende Justizminister Dimitris Papagelopoulos wiederholte jetzt, dass er um sein Leben fürchte (Quelle). (Bericht auf englisch)

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Minister Scheuer blockiert deutsche Beobachtungsschiffe in Griechenland

https://twitter.com/teammareliberum/status/1296075387315851271?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet

Von Sebastian Bähr, Neues Deutschland, 20.08.2020:
„Deutsche Behörden haben die zivilgesellschaftlichen Beobachtungsschiffe »Mare Liberum« und »Sebastian K.« festgesetzt. Beide Schiffe dokumentierten für die deutsche Hilfsorganisation Mare Liberum die Menschenrechtssituation in der Ägäis und waren zeitweise vor der Küste der griechischen Insel Lesbos eingesetzt. Erst jüngst haben die Aktivisten in ausführlichen Recherchen über illegale Pushbacks der griechischen Küstenwache gegen Geflüchtete berichtet, die in den vergangenen Monaten unter den Augen der Deutschen Marine stattfanden.
Nach einer kurzzeitigen Unterbrechung hatte Mare Liberum das erneute Auslaufen ihrer Schiffe für Donnerstag angekündigt. Eine Festhalteverfügung der Behörden kam ihnen jedoch zuvor. »Wir sind wahnsinnig wütend«, sagte Hanno Bruchmann, Vorstandsmitglied von Mare Liberum, gegenüber »nd«. »Die deutsche Regierung nimmt die Toten im Mittelmeer hin und dann wird auch noch unser Einsatz für die Rechte Geflüchteter an Europas Grenzen blockiert.«“ weiterlesen

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Räumung von „Terra Incognita“ (Thessaloniki)

Am 17. August 2020, morgens gegen 5 Uhr, stürmte uniformierte Polizei Terra Incognita in Thessaloniki, ein Gebäude, das seit 2004 besetzt ist und ein Wahrzeichen des Kampfes und der anarchistischen Bewegung in der Stadt darstellt. (Quelle; Beitrag übernommen vom Griechenland Solidaritäts Komitee Köln (GSKK))

Ankündigung von Terra Incognita bezüglich der heutigen Räumung (übersetzt aus dem Engl.)
Heute Morgen (17.8.), gegen 5 Uhr morgens, drang der uniformierte Abschaum der griechischen Polizei in Terra Incognita in Thessaloniki ein, ein Gebäude, das seit 2004 besetzt ist und ein Wahrzeichen des Kampfes und der anarchistischen Bewegung in der Stadt darstellt.
Die Polizei evakuierte das Gebäude, während technische und materielle Ausrüstung beschlagnahmt und ein großer Teil der Ressourcen im Gebäude zurückgehalten wurde.
Genauer gesagt wurde die Ausrüstung der folgenden anarchistischen Infrastrukturen beschlagnahmt, die in dem besetzten Haus untergebracht waren: die medizinische Erste-Hilfe-Infrastruktur, die Turnhalle, die Bibliothek und die Druckinfrastruktur sowie ein großes Archiv mit Plakaten und anderem Druckmaterial, das Jahrzehnte alt ist.

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