Hr. Dendias, griechischer Außenminister, zeigte seine Zufriedenheit mit der Unterzeichnung einer Reihe von Vereinbarungen mit Saudi-Arabien. Teil des Deals war, dass griechische Rüstungsgüter an dieses kriminelle Regime exportiert werden, das im Jemen Tausende von Toten und Zerstörungen, brutale Menschenrechtsverletzungen, Hinrichtungen und außergerichtliche Ermordungen von kritischen Journalisten verursacht. Eine Schande für die griechische Regierung. Wissen sie nicht, dass Waffenexporte den Exodus von Flüchtlingen provozieren? (Text: Dimitris Christopoulos)
Heute, am 3.6.2021 kommt der bekannte Regisseur Costa-Gavras (u.a. Z – Anatomie eines politischen Mordes, Der unsichtbare Aufstand, Vermisst) zur Schweizer Kino-Premiere seines Films „Adults in the Room“ nach Genf. Der Film stellt den Kampf Griechenlands gegen die Mächtigen Europas in der ersten Hälfte des Jahres 2015 authentisch und spannend dar. Grundlage für den Film ist das Buch von Yanis Varoufakis „Die ganze Geschichte…“ (Originaltitel „adults in the room“). Er wird in folgenden Kinos mit deutschen Untertiteln gezeigt: Basel (kult.kino atelier), Genf (Les Cinémas du Grütli) und Porrentruy (Cinémajoie) Website zu den Vorstellungen
Dukumentation der Gedenkveranstaltung am 6. April 2021 „Anlässlich des Einmarsches der deutschen Truppen in Griechenland vor 80 Jahren – am 6. April 1941 – veranstaltete Respekt für Griechenland eine Gedenkveranstaltung vor der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V.. Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V., Panagiotis Matlis. Zeitzeugengespräch mit Kostas Balanos (94 Jahre, Berlin), der als Jugendlicher am griechischen Widerstand teilnahm und später die Militärdiktatur bekämpfte. Das Gespräch führt Magda Resta-Petersdorff. Grußbotschaft des Staatssekretärs für Europa im Berliner Senats. Gerry Woop Kostas Kosmas, Kreisvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen Steglitz-Zehlendorf, zur Debatte im Deutschen Bundestag auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen: „80 Jahre Überfall der Wehrmacht auf Griechenland“ Christoph Ehmann (SPD), Staatssekretär a.D. Deutsche Kriegsschuld und Folgen für heute. Schlussbetrachtung: Reiner Schiller-Dickhut (Respekt für Griechenland e.V.). Moderation: Hilde Schramm (Respekt für Griechenland e. V.)
Von Gerd Höhler, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 31.5.2021: „Die beiden verfeindeten Nato-Partner Griechenland und Türkei wollen an einer Beilegung ihrer Streitfragen arbeiten. Das unterstrichen die Außenminister beider Länder am Montag in Athen. Aber der Konflikt um die Erdgasvorkommen im Mittelmeer schwelt weiter. Umarmungen zur Begrüßung, Umarmungen zum Abschied: Griechenlands Außenminister Nikos Dendias empfing am Montag seinen türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu wie einen alten Freund. Nicht nur die Körpersprache der beiden Minister signalisierte Entspannung. Auch bei ihren gemeinsamen Pressestatements gaben sich beide alle Mühe, Harmonie zu demonstrieren. Dendias gratulierte dem „lieben Mevlüt“ zum Titelgewinn von Anadolu Efes Istanbul in der Basketball-Euroleague, Cavusoglu bedankte sich dafür ausführlich bei seinem „lieben Freund Nikos“. “ weiterlesen
NDR Weltspiegel Reportage, Samstag, 29. Mai 2021, 28 Min. „In Griechenland sind während des Lockdowns und teils im Verborgenen Pläne für gigantische Windparks entwickelt oder umgesetzt worden. Mit der Folge, dass europäische Naturschutzgebiete und Kulturdenkmäler zerstört werden. Energiewende um jeden Preis Griechenland will bis 2030 die Energiewende weg von der Kohleverstromung hin zu erneuerbaren Energien schaffen. Doch was die Regulierungsbehörde an Anlagen genehmigt hat, übersteigt die dafür benötigten Ziele um mehr als 100 Prozent. Es geht also auch um das Geschäft mit der sogenannten grünen Energie: um den Profit beim Bau der Infrastruktur und Windräder sowie um den Export von grünem Strom.
Von Von Rodothea Seralidou und Otto Langels, Deutschlandfunk, 29.5.2021: „Griechenland und Deutschland – Streit um Kriegsentschädigungen Im Zweiten Weltkrieg hinterließen die Nationalsozialisten Tote und Verwüstung in Griechenland. 80 Jahre später gibt es zwar viel griechisch-deutschen Austausch und Zusammenarbeit. Doch in der Frage finanzieller Kriegsentschädigungen stehen sich beide Länder nach wie vor unversöhnlich gegenüber. „Chania steht in Flammen. Straße um Straße muss kämpfend genommen werden. Nach zwölf Tagen Kampf ist Kreta fest in deutscher Hand. Das Hakenkreuz weht über Kreta.“ Die deutsche Wochenschau berichtete im Frühjahr 1941 vom Kriegsschauplatz im Mittelmeer. Das Unternehmen Merkur – auch bekannt als die Schlacht um Kreta – war eine der größten Luftlandeoperationen der Geschichte. Nach dem Überfall der Wehrmacht Anfang April besetzte Deutschland damals innerhalb kürzester Zeit ganz Griechenland. Was folgte, nennt der Historiker Hagen Fleischer, langjähriger Professor an der Universität Athen, ein brutales Besatzungsregime.“ weiterlesen
25.5.2021 Man kann immer eine Entschuldigung finden, die Gewalt rechtfertigt. Aber Gewalt ist nie die Lösung. Nie wieder. #SaveSheikhAlJarrah
Sechste Grafik von Yorgos Konstantinou/ Imagistan auf griechenlandsoli.com. Immer freitags visuelle Aufklärung vom Feinsten. imagistan.com y0rgos @instagram imagistan @youtube imagistan @facebook
op-online.de, 26.5.2021: „Die Regierung hätte den Bundestag bei der Griechenland-Krise vor entscheidenden Treffen mit Euro-Partnern vorab über ihre Verhandlungslinie informieren müssen, sagt das Bundesverfassungsgericht. Karlsruhe – Die Bundesregierung muss den Bundestag „umfassend und zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ über ihre Linien in EU-Verhandlungen informieren. Die Regierung habe Parlamentsrechte verletzt, als sie den Bundestag im Jahr 2015 nicht frühzeitig über ihre Verhandlungslinie zum möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro informiert habe, entschied das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch in Karlsruhe. Das Gericht gab damit einer Klage der Grünen-Bundestagsfraktion statt.“ weiterlesen auf op-online.de
Die efsyn.gr schreibt dazu am 27.5.2021: „…Die Entscheidung des Gerichts ist ein „Sieg für die parlamentarische Demokratie“, erklärt der Vertreter der Grünen in einer gemeinsamen Erklärung von zwei Politikern der Grünen, des für osteuropäische Angelegenheiten zuständigen Manuel Saratsin, und des Haushalts-Vertreters, Sven-Christian Kidler. Wolfgang Schäubles Absicht, „Griechenland aus der Eurozone herauszunehmen, war ein Skandal, geschweige denn diese Initiative vor dem Parlament zu verbergen“. Das Vorgehen des damaligen Finanzministers habe die Zukunft der Eurozone gefährdet. Der Austritt Griechenlands aus dem Euro „hätte unvorhersehbare Folgen für den europäischen Zusammenhalt und den deutschen Haushalt gehabt“. Grüne Politiker halten die Entscheidung des Bundesgerichtshofs für wichtig, Regierungssprecher Stephen Seibert lehnte es ab, sich zu dem Gerichtsurteil zu äußern. Auf eine Frage auf einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag antwortete er, die Regierung werde die Entscheidung „sorgfältig prüfen“ und dann entscheiden, ob und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten.“ (Quelle)