„Gut genervt, Tsipras“ – Kommentar in der Frankfurter Rundschau

Alexis TsiprasMit ihrem Widerstand gegen die bisher praktizierte „Eurorettung“ trifft die griechische Regierung tatsächlich einen Nerv: Sie stellt die Politik des marktkonformen Syndikats infrage.

Haben Sie gestern Radio gehört? Dann ist Ihnen vielleicht der Korrespondentenbericht aus Brüssel begegnet, in dem es hieß: Umstritten zwischen Griechenland und seinen Gläubigern seien unter anderem „Vereinfachungen“ bei der Mehrwertsteuer und die Forderung der Geldgeber nach einer „Rentenreform“.

Das war noch die mildere Färbung des vollkommen schiefen Bildes, das uns seit Monaten Tag für Tag um die Ohren gehauen wird. Was die EU, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds da verlangen, das sind vielleicht auch Vereinfachungen, vor allem aber Erhöhungen bei der Mehrwertsteuer. Und es sind nicht „Reformen“, sondern weitere Abstriche bei den längst massiv gekürzten Renten.

Weiterlesen: Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 12. Juni 2015

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[Berlin] „Privatisierungen in Griechenland“ mit griechischen Gewerkschaftern am 2. November

Diskussion / Vortrag
Mit Giorgos Giogos, Kostas Genidounias, Flora Papadede
Montag, 02.11.2015 | 19:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Der Salon befindet sich im 1. Obergeschoss.

Privatisierungen in Griechenland
Welche Auswirkungen wird der Ausverkauf von Post, Bahn, Wasser- und Energieversorgung in Griechenland haben?

Gemeinsam mit der EU hat die Bundesregierung in diesem August die griechische Regierung gezwungen, das dritte Memorandum zu unterschreiben. Die Vereinbarung lässt der Regierung-Tsipras kaum einen Spielraum und ist ein Angriff auf die Demokratie. Denn nur wenn Griechenland Eigentum im Wert von 25 Milliarden Euro privatisiert, darf es von den weiteren Erlösen die Hälfte behalten. Der Rest geht in den Schuldendienst.

Der Privatisierungszwang droht den öffentlichen Sektor Griechenlands völlig aufzulösen. So sollen die Post, die Eisenbahn, profitable Flughäfen, die Wasserversorgung, die staatlichen Energieunternehmen, die Häfen von u. a. Piräus und Thessaloniki, die Autobahn und zahlreiche Immobilien privatisiert werden. Ein Privatisierungsfonds unter Aufsicht der EU soll weitere Betriebe und Immobilien verscherbeln.

Welche Auswirkungen hat der Ausverkauf für die Mitarbeiter_innen der öffentlichen Betriebe, für die Staatseinnahmen und die soziale Infrastruktur Griechenlands? Auf diese Frage wollen wir näher eingehen mit folgenden Referent_innen:

  • Giorgos Giogos (Generalsekretär der Hafenarbeiter_innengewerkschaft OMYLE)
  • Kostas Genidounias (Vorsitzender der Eisenbahngewerkschaft POS)
  • Flora Papadede (Mitglied des Exekutivkomittees der Gewerkschaft der Elektrizitätsmitarbeiter_innen GENOP DEI)“

Moderation: Alexis Passadakis

Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden und ins Deutsche simultan gedolmetscht.

http://www.rosalux.de/event/54355

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Mobivideo zu Europa. Anders. Machen. Demo und Kundgebung am 20. Juni in Berlin

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[Berlin] „Okkupation, Widerstand und Kollaboration in Griechenland 1941–1944“ am 3. November

TopoVorträge:
Widerstand und Kollaboration in Griechenland 1941–1944
Dr. Stratos Dordanas, Thessaloniki
Die „Vergeltungsaktion“ der Wehrmacht in Lyngiádes im Oktober 1943
Prof. Dr. Christoph U. Schminck-Gustavus, Bremen
Moderation: Andreas Sander, Berlin

Dienstag, 3. November 2015, 19 Uhr
Topographie des Terrors Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Teil der Vortragsreihe
Griechenland unter deutscher Besatzung (1941-1944)

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Griechenland im Oktober 1940 durch italienische Truppen überfallen. Eine griechische Gegenoffensive drängte die Invasoren zurück. Um dem Achsenpartner Hilfe zu leisten und die südliche Flanke für den geplanten Überfall auf die Sowjetunion zu sichern, befahl Hitler den Angriff auf Griechenland, der am 6. April 1941 erfolgte.

Anfang Juni 1941 war die militärische Besetzung Griechenlands abgeschlossen. Das Staatsgebiet wurde in drei Zonen unter deutscher, italienischer und bulgarischer Besatzung aufgeteilt. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 nahmen deutsche Truppen auch dessen Besatzungszone ein. Insgesamt war die deutsche Besatzungsherrschaft, die auf manchen Inseln bis zur Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai 1945 dauerte, blutiger und zerstörerischer als in allen anderen nichtslawischen Ländern. Zu den Opfern gehörten in Konzentrations- und Vernichtungslager deportierte griechische Juden, Opfer von Vergeltungsmaßnahmen und Massenhinrichtungen, Opfer der Hungersnot im Winter 1941/42 und getötete Geiseln und Gefangene, u.a. des Konzentrationslagers Chaidari/Athen.

Die Stiftung Topographie des Terrors hat gemeinsam mit dem Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) der Freien Universität Berlin eine fünfteilige Veranstaltungsreihe konzipiert, die vom 27. Oktober bis zum 8. Dezember 2015 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors stattfindet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Griechenland und Deutschland widmen sich wesentlichen Aspekten der Geschichte Griechenlands in der Zeit der deutschen Besatzungsherrschaft. Auch das Griechenlandbild der Nationalsozialisten gerät in den Blick. Aufgegriffen wird darüber hinaus die Debatte um die Entschädigungsfrage nach 1945, die bis in unsere Tage reicht.

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[Frankfurt/M.] „Griechische Gewerkschafter berichten von Auswirkungen der EU-Sparpolitik“ am 4. November

Bei den Neuwahlen in Griechenland hat die Bevölkerung erneut Alexis Tsipras das Vertrauen ausgesprochen. In den bundesdeutschen Medien ist das Thema Griechenland in den Hintergrund gerutscht, während in Griechenland weiterhin die humanitäre Krise schwere Probleme bereitet. Die politischen Widersprüche im Land nehmen zu: in den letzten Wochen wurde auf breiter Front gegen die Syriza-Regierung demonstriert. Eine Reihe von Gewerkschaften riefen zu Streiks auf und demonstrierten gegen die beabsichtigte Umsetzung den dritten Memorandums. Auf der anderen Seite steht die Regierung unter enormen Druck der Geldgeberländer mit ihren Institutionen um die vereinbarten Kürzungen im sozialen Bereich und die für die breite Bevölkerungsschicht spürbaren Steuererhöhungen umzusetzen.
Wie sieht es konkret vor Ort aus?
Der DGB hat griechische Gewerkschafter eingeladen, die hautnah berichten können wie sich die sozialen Auseinandersetzungen darstellen und auswirken. Und ob es eine Perspektive mit der Syriza-Regierung gibt, weiterhin die neoliberalen Zwänge der aufgezwungenen Memorandumspolitik zu durchbrechen.

Die Veranstaltung findet statt am:
Mittwoch 4. November 2015, 19:00 Uhr
im DGB Haus Frankfurt am Main, Wilhelm-Leuschner-Saal

Es berichten und diskutieren:

Nikolaos Kalogiros (Vorstand Lehrergewerkschaft DOE)

Dikaios Psykikos (solitarity for all, ehem. Gewerkschaft Buch u. Papier)

Dr. Steffen Lehndorff (Institut Arbeit und Qualifikation, Uni Duisburg-Essen)

Die Vorgaben der Troika beinhalteten gegenüber Griechenland eine Reihe von Einschränken originärer Gewerkschaftsrechte. Branchentarifverträge wurden zwangsweise aufgelöste. Haustarifverträgen wurde der Vorrang gegeben. Nun liegen Studien vor, die einen Rechtsverstoß gegen EU-Grundrechte belegen. „Es zeigt sich wie wichtig es für uns Demokraten ist, die Entwicklung in Griechenland zu beobachten und Solidarität zu organisieren, da einmal
gemachte Entwicklungen von den neoliberalen Institutionen auch auf andere Länder ausgedehnt werden. Der Kampf um eine solidarisches, demokratisches und soziales Europa muss vor allem auch in den sogenannten Geberländern geführt werden“, so der Frankfurter DGB-Vorsitzende Harald Fiedler.

DGB Region Frankfurt-Rhein-Main
Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77
60329 Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 27 30 05 – 72
Fax: 069 – 27 30 05 – 79
E-Mail: Frankfurt-Main@dgb.de

http://www.frankfurt-rhein-main.dgb.de

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[Berlin] „Das griechische Bildungssystem heute“ am 5. November

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Thema „Griechenland / EU-Finanzkrise“ ist zwar aus den Schlagzeilen weitgehend verschwunden, nicht verschwunden sind leider die verheerenden Folgen für einen Großteil der griechischen Bevölkerung. Umso mehr möchten wir euch eine Veranstaltung der AG „Solidarität mit Griechenland in der GEW Berlin“ ans Herz legen.

Es geht um das griechische Bildungssystem, unsere GesprächspartnerInnen sind Bildungsfachleute aus der Griechischen Botschaft.

Als GewerkschafterInnen werden uns u.a. folgende Themen besonders interessieren:

• Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Lehrkräfte und ErzieherInnen
• Zahlen über Bildungsgänge und Abschlüsse von SchülerInnen
• Privatisierungstendenzen

Die Veranstaltung findet statt kurz nach den Herbstferien:

am Donnerstag, 5. November 2015, um 16 Uhr in der GEW-Geschäftsstelle

Mit solidarischen Grüßen
die Bezirksleitung der GEW
Charlottenburg-Wilmersdorf
i.A. Margit Mauersberger

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[Berlin] Re-Volt Athens am 6.+7. November

i_revolt athensPerformance, Musik, Neue Medien

in der Neukoellner Oper Berlin, 6.+7. November 2015, 21.30 Uhr

Karl-Marx-Strasse 141 (Heimathafen), 12043 Berlin

Athen: eine Stadt, ein Mythos, ein Vorstellung oder die Primadonna der Krise? ODC Ensemble lädt Sie ein in den chaotischen Alltag des krisengeschüttelten Athens.

REVOLT Athens : ein Schmelztiegel von Touristen, Flüchtlingen,Unruhen, visuellen und musikalischen Impressionen eine personalisierten Athen: Reflektionen über die europaeische Krise.

Vier provokative Kuenstler – Theaterregisseurin Elli Papakonstantinou, Schauspielerin Rosa Prodromou, Bildender Kuenstler Pantelis Makkas und Komponist/ Musiker Tilemachos Moussas – führen in ihrer musikalischen Performance hinter die dunklen Kulissen Athens, reissen Vorurteile nieder und fordern unser Verstaendnis von schwarzem Humor.

Konzept/ Regie: Elli Papakonstantinou
Text: Tsimaras Tzanatos and ODC Ensemble
Live Musik/Sound Design: Tilemachos Moussas
Visuals/Installation: Pantelis Makkas
Performer: Rosa Prodromou
Eine Produktion des ODC Ensemble /VYRSODEPSEIO

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Parlamentarier sammeln Unterschriften: Vereint für eine linke Alternative in Europa. Solidarität mit Syriza!

Gute Nacht MerkelBerlin. Abgeordnete linker Parteien aus ganz Europa haben sich mit einem Aufruf hinter die »Forderungen der neuen griechischen Regierung gegen Kürzungspolitik und für die Rückgewinnung von Würde und Selbstbestimmung« gestellt. Man stehe »vereint für eine linke Alternative in Europa«, heißt es darin und wolle so Solidarität mit SYRIZA zeigen. Damit verbunden wird Kritik an »Verleumdungen gegen die griechische Bevölkerung seitens unserer Regierungen und der Massenmedien unserer Länder«.

Online unterschreiben: www.sign4greece.eu/

Mehr im ND vom 2.6.2015

Aufruf zum Download als pdf

Aufruf von Parlamentarierinnen und Parlamentariern:
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Oh Schuldner! Griechische Intervention auf der Datterich-Promi-Gala im Staatstheater Darmstadt

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[Berlin] „Die Verbrechen der deutschen Wehrmacht in Griechenland. Deportation der jüdischen Bevölkerung“ am 8. November

Während der deutschen Besatzung Griechenlands in den
Jahren 1941 bis 1944 wurde nahezu die gesamte jüdische
Bevölkerung in deutsche Konzentrationslager, insbesondere
nach Auschwitz, deportiert. Etwa 60.000 Menschen jüdischen
Glaubens wurden ermordet. Hiervon waren insbesondere die
jüdischen Gemeinden aus Thessaloniki, Ioannina, Rhodos,
Kos und Korfu betroffen.
Im Kontext des 9. November möchten wir über diese
historischen Tatsachen informieren und zusammen mit euch
überlegen, wie wir die Forderungen der Nachfahren und
Überlebenden nach gerechter Entschädigung unterstützen
können.

Referenten:
Rüdiger Minow (Zug der Erinnerung e.V.)
Martin Seckendorf (Berliner Gesellschaft für Faschismus und
Weltkriegsforschung e.V.)

Vortrag und Diskussion
Sonntag, 8. November 2015 um 18.00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Es laden ein:
Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund
der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.);
Initiative „deutschlandmusszahlen“; Berliner Gesellschaft für
Faschismus- und Weltkriegsforschung e.V.; Stiftung Haus der
Demokratie und Menschenrechte

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