Piräus, Griechenland, EU und China: Wer kämpft hier wofür?

Von Ralf Kliche
Weitgehend unbeachtet von den internationalen Medien befand sich der griechische Außenminister Kotzias vom 27. bis 29. August zu seinem vierten Besuch in China.
Für die Galerie wurde aus seiner Rede vor der Akademie der Sozialwissenschaften in Peking berichtet, Medien zufolge der „größte Think Tank Asiens“. Hier versuchte er, einerseits die Attraktivität seines Landes für China, sprich: chinesische Investitionen zu betonen: „Griechenland ist der südöstliche Eingang zur EU. Als südlicher Seehafen für Europa, insbesondere nach Mittel- und Osteuropa, kann es das Bindeglied zwischen der Welt Chinas und der EU sein. Es ist das Land, das beide Seiten versteht.“ (1) Andererseits betonte er die gemeinsamen außenpolitischen Prinzipien beider Länder: Sie seien beide konsequente Verfechter von Souveränität und territorialer Integrität von Staaten (sprich: unterstützt uns in der Zypern-Frage gegen die Türkei). Und begründet wurde das im Kern mit dem Beitrag beider Länder zur Kultur in der Welt: „Unsere Kulturen, unsere Geschichte, die Errungenschaften unserer Völker haben uns einige gemeinsame Merkmale gegeben. Das, was China für Asien ist, ist Griechenland für Europa. Wir sind nebeneinander groß geworden und haben beide Großes geleistet.“ Weiterlesen

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SYRIZA, die neue PASOK? Zur Kabinettsumbildung.

Wassilis Aswestopoulos über das neue Kabinett der griechischen Regierung, Telepolis, 29.8.2018:
Nach dem Ende des Sparprogramms bemüht sich Tsipras um rechtskonservative Wähler, auch fremdenfeindliche Tendenzen sind vertreten
Der griechische Premierminister Alexis Tsipras hat am Dienstag sein Kabinett umgebildet. Heraus kam mit nunmehr 52 Mitgliedern die bislang größte Regierungsmannschaft, seit 1974 die Demokratie im Land wiederhergestellt wurde. Nach dem Ende des dritten Kreditprogramms der Institutionen wollte Tsipras eigentlich die ursprünglich von Syriza versprochene links-soziale Politik umsetzen. Zumindest hatte er dies in den vergangenen Wochen versprochen.“ weiterlesen

 

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Spiegel: Deutsche Besatzung in Griechenland

Von Solveig Grothe und Giorgos Christides, Spiegel.de, 29.8.2018
„Deutsche Besatzung in Griechenland
Das Grauen in Block 15
Dreieinhalb Jahre lang wütete die Wehrmacht. Griechenland verdrängte die Epoche – von der Okkupation ab 1941 blieben kaum Spuren. Erst jetzt kommen Zeugen wie Eleni Georganta zu Wort. Sie war KZ-Häftling in Athen.
Block 15″ – der Taxifahrer im Zentrum von Athen scheint davon gehört zu haben. Wie genau man hinkommt, weiß er nicht. Woher auch. Mit dem Taxi darf er dort ohnehin nicht vorfahren. Zu Block 15 geht man zu Fuß. Und nur nach schriftlich begründeter Anmeldung, Tage im Voraus.
Block 15 steht auf einem Kasernengelände der griechischen Armee im Athener Vorort Chaidari. Der zweistöckige Kasten gehörte einst zum größten und berüchtigtsten deutschen Konzentrationslager auf griechischem Boden. Frisch verputzt und umrahmt von blühenden Sträuchern wirkt er jetzt verstörend freundlich.
Für viele Griechen symbolisiert Block 15 den Widerstand während der Okkupation im Zweiten Weltkrieg. Er steht aber vor allem für einen schweigsamen Umgang mit dieser Epoche. Denn in Griechenland, kritisieren Historiker, sei die Zeit der deutschen Besatzung unsichtbar. Nicht etwa, weil sie glimpflich verlaufen sei. Im Gegenteil, trotz der Kriegsgräuel der Nazis.“ weiterlesen

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Regierungsumbildung:“Tsipras krebst in Griechenland zur Mitte“

Von Markus Bernath, derStandard.at, 29. August 2018:Die jüngste Regierungsumbildung soll die politische Basis der links geführten Regierung vor Neuwahlen verbreitern
Viermal in ebenso vielen Regierungsjahren hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bisher sein Kabinett umgebildet. Auch die vierte Umstellung am Dienstagabend war ein Schritt weg vom linken Rand hin zur politischen Mitte. Tsipras gab einer langjährigen Politikerin der konservativen Nea Dimokratia (ND) einen Posten als Vizeministerin im Ministerium für Bürgerschutz. Eine ehemalige Parteifunktionärin und Ministerin der soialdemokratischen Pasok wurde Ministerin für Verwaltungsreformen. Nicht zum Zug kam dagegen der linke Syriza-Abgeordnete und Londoner Jusprofessor Kostas Douzinas. Er galt als Anwärter für das Amt des Justizministers.“ weiterlesen

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[Berlin] Vortrag und Diskussion: „Die Orbanisierung Griechenlands – das autoritäre System des Kyriakos Mitsotakis“ am 24. März 2023

WANN | Freitag, den 24. März 2023, um 18.30 Uhr

WO | Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Mitte der 2010er Jahre war Griechenland ein großes Thema in Europa. Die EU, der IWF und die Europäische Zentralbank zwangen Griechenland, die Staatsausgaben extrem zu senken, was zu humanitärem Elend führte. Mittlerweile interessiert sich die deutsche Öffentlichkeit nur selten für das Land am Rande Europas. Sie hat nicht gemerkt, dass Griechenland den Weg Polens und Ungarns eingeschlagen hat.

Die Illustration wurde u.a. in den Beiträgen Wer über Pushbacks reden will, beleidigt angeblich das griechische Volk und Kritische Journalistin ihres Lebens in Griechenland nicht mehr sicher auf griechenlandsoli.com bereits veröffentlicht.

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[Berlin] 30. Griechischer Salon: „SoliOli e.V. – die Idee, die Kampagne, und… DIE PARTY!“ am 13. April 2023

WANN | Donnerstag, 13. April 2023, 19:30 Uhr

WO | Regenbogenkino/Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Bei diesem Griechischen Salon präsentiert sich SoliOli selbst und in allerbester Stimmung. Es ist bereits die achte sehr erfolgreiche Kampagne des Vereins, der im Zeichen solidarischer Ökonomie Olivenprodukte und Feigen aus griechischen Kooperativen einmal im Jahr im Direkthandel zum Kauf anbietet. Und nicht zuletzt mit dem Ertrag weitere politische und soziale Projekte in Griechenland unterstützt.

Der Abend selbst wird sich grob in drei Teile gliedern:

  • Im ersten Teil werden Britta, Ursel und Luca von SoliOli den Verein vorstellen, seine Geschichte und aktuelle Entwicklungen. Aber natürlich werden auch die griechischen Kooperationspartner Greenland, Modousa und Nostos kurz portraitiert.
  • Danach wird im zweiten Teil die kulinarische Komponente zum Tragen kommen. Verschiedene Produkte der Kooperativen, Olivenöl, Oliven und die Feigen stehen zur Verkostung bereit. Getränke dazu können wie immer an der Theke des Regenbogenkinos käuflich erworben werden.
  • Und im dritten Teil wird dann endlich gebührend gefeiert und getanzt. Wir freuen uns auf stimmungsvolle griechische Live-Musik des Duos „Emis ke Emis” mit traditionellen und neuen Liedern.

Veranstalter: SoliOli e.V., Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

GUT ZU WISSEN: Die SoliOli-Kampagne 2023 ist – zumindest was den Bestellzeitraum betrifft – schon wieder Geschichte. Wer jedoch nicht bis zum nächsten Jahr warten kann oder will, hat die Möglichkeit, die Produkte (und mehr) auch ganzjährig bei der „Schnittstelle“, einem Kooperationspartner von SoliOli, zu erwerben. Alles Notwendige zu Produkten, Preisen und Öffnungszeiten findet ihr auf deren Website: https://schnittstelle.berlin/.

Weitere ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt
zur bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland findet ihr unter:
https://griechenlandsoli.com.

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[Berlin] Infoveranstaltung zur Zugkatastrophe in Griechenland: Kollegen von der griechischen Eisenbahn berichten am 4. Juni 2023

WANN | Sonntag, 4. Juni 2023, 17.00 Uhr

WO | ND-Gebäude, Seminarraum 2, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Eisenbahnkatastrophe führt zum Generalstreik und den
größten Massendemonstrationen seit zehn Jahren

Zwei Kollegen von der griechischen Bahn, Panagiotis Kalitsis
und Georgios Koratzanis, berichten über ihren Arbeitskampf,
den Generalstreik und die Demonstrationen vom 8. März.

Am 28. Februar des Jahres ereignete sich die größte Katastrophe
in der Geschichte der griechischen Bahn »TRAINOSE«, nach der
Privatisierung umbenannt in »HELLENIC TRAIN«. 57 Menschen
starben,
Es war ein Unglück mit Ansage. Seit Jahren wiesen die Bahn-
gewerkschaften auf die eklatanten Sicherheitsmängel hin und
warnten vor den damit verbundenen Gefahren ohne bei den
Regierungen Gehör zu finden. Die Sicherheitsmängel waren Folge
einer völlig verfehlten Bahnpolitik – der Privatisierung der ehe-
maligen Staatsbahn, ihrer Aufsplitterung in mehrere Gesell-
schaften, der Trennung von Schiene und Fahrbetrieb und dem
horrenden Personalabbau. Im Jahr 2000 beschäftigte die grie-
chische Eisenbahn 12.500 Menschen, 2021 waren es nur noch
2.000 Mitarbeitende.
Nach dem Unglück traten die Bahnbeschäftigten tagelang in den
Ausstand, der am 8. März zu einem Generalstreik führte. Zu ihm
hatten die beiden Dachverbände der griechischen Gewerkschaften
(ADEDY und GSEE) aufgerufen. Hunderttausende in zahlreichen
griechischen Städten folgten dem Aufruf zu Arbeitskämpfen und
Demonstrationen. Sie brachten ihre Wut über die Regierung zum
Ausdruck, die mit dem Hinweis, „menschliches Versagen“ sei für
die Tragödie verantwortlich, von den strukturellen Ursachen und
ihrer eigenen Verantwortung für das Unglück ablenken wollte.

Eine Veranstaltung der EVG Berlin.

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[Berlin] Film Screening and Discussion „Solidarity with refugees – Against pushbacks and E.U. criminal migration policy“ on June 23, 2023

WHERE/WO | Gemeinschaftsgarten Prachttomate, Bornsdorfer Str. 9-11, 12053 Berlin-Neukölln

WHEN/WANN | Freitag, 23.06.2023 um 19:30

(English)

The solidarity group „Auswärts- Εκτός Έδρας“ invites you to the second day of the Film festival „Aus der Nacht heraus 5“ for an evening dedicated to:

Solidarity with refugees – Against pushbacks and E.U. criminal migration policy

The programme will start with a panel discussion followed by a screening of the film related to the topic.

Panel discussion with:
Quitterie Pinton, Legal Coordinator / Human Rights Legal Project (HRLP), active in Samos
Ιasonas Apostolopoulos, Activist / Rescue coordinator of Mediterranea Saving Humans

SCREENING: The Mediterranean: The Refugee Graveyard (2020) by Etienne Huber & Jean-Baptiste Renaud

Although there is constantly less public discussion about refugee flows, thousands of refugees arrive daily at European borders. Instead of solidarity, the E.U. and it’s member states choοse to sharpen their policy, building new fences and practicing violent pushbacks which lead to thousands of deaths.
On the night of the 14th of June, the largest shipwreck of the last decades took place in the Mediterranean Sea, with 78 dead, 568 missing and only 104 survivors. The boat, with more than 750 refugees on board, has been located and supervised by Frontex, the Greek and Italian Coastguard 24 hours prior to it’ s capsize. No intervention was made, against all international guidelines and the law of the sea.
A new solidarity movement is rising against this obvious violation of human rights which aims at rescuing the refugees mainly at the sea borders. We will discuss this topic with activists from Greece, Italy and Germany seeking ways to reinforce the solidarity movement.

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(Deutsch)

Die Soli Gruppe „Auswärts- Εκτός Έδρας“ lädt euch zum zweiten Tag des Filmfestivals „Aus der Nacht heraus 5“ zu einem Abend ein, der dem folgenden Thema gewidmet ist:

Flüchtlingssolidarität gegen die kriminelle EU-Migrationspolitik

Das Programm beginnt mit einer Podiumsdiskussion, gefolgt von einer Vorführung eines zum Thema passenden Films.

Podiumsdiskussion mit:
Quitterie Pinton, Rechtskoordinatorin / Human Rights Legal Project (HRLP), tätig in Samos
Ιasonas Apostolopoulos, Aktivist / Rettungskoordinator von Mediterranea Saving Humans

FILM: The Mediterranean: The Refugee Graveyard (2020) by Etienne Huber & Jean-Baptiste Renaud

In letzter Zeit wird immer weniger über die Ströme der Geflüchteten diskutiert, obwohl täglich tausende Menschen an den europäischen Grenzen ankommen. Statt Solidarität nutzt die EU und die Mitgliedstaaten die Gelegenheit, ihre Migrationspolitik zu verschärfen: Ablehnung von Asylanträgen, Inhaftierung von Geflüchteten, Errichtung von Mauern sowie illegale und gewaltsame Push-Backs, die bereits Tausende von Menschenleben gefordert haben.
In der Nacht des 14. Juni ereignete sich im Mittelmeer der größten Schiffbruch der letzten Jahrzehnte mit 78 Toten, 568 Vermissten und nur 104 Überlebenden. Das Boot mit über 750 Flüchtlingen wurde 24 Stunden vor dem Schiffbruch von Frontex, der griechischen und italienischen Küstenwach lokalisiert und überwacht. Trotz aller internationalen Richtlinien und des Seerechts wurde kein Rettungsversuch unternommen.
Gemeinsam mit Aktivist*innen aus Griechenland, Italien und Deutschland werden wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen und nach Möglichkeiten suchen, die Solidaritätsbewegung zu unterstützen.

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[Berlin] Film Screening and Discussion „Fighting systemic racism: The life reality of Rom*nja“ on June 16, 2023

WHERE/WO | Gemeinschaftsgarten Prachttomate, Bornsdorfer Str. 9-11, 12053 Berlin-Neukölln

WHEN/WANN | 16. Juni 2023, 19.30

(English)

The solidarity group „Auswärts- Εκτός Έδρας“ invites you to the first day of the Film festival „Aus der Nacht heraus 5“ for an evening dedicated to:

Fighting systemic racism: the life reality of Rom*nja

The programme will start with a panel discussion followed by a screening of the film related to the topic.

Panel discussion with:

– Amke Revma (Greece, https://www.facebook.com/REVMA.AMKE)

– Amaro Foro (Germany, https://amaroforo.de/en/home/)

Two Roma citizens in Greece have come under direct fire from the Greek police and were killed in the last two years. October 2021: Nikos Sambanis, December 2022: Kostas Fragoulis. The anger, desperation and injustice of the rampant and murderous police violence, as well as the racist treatment of Roma, led us to look for ways to denounce, address and fight the systemic racism and state marginalisation that the hand of the police officer points in their direction. The state, together with the media, breeds and perpetuates racism and discrimination against Roma. It socialises and legitimises their exclusion. It portrays them first as special and exotic, and later as suspicious and dangerous. It plunges them into poverty, does not accept them and pushes them into ghettoisation. The living conditions, experiences and demands of our Roma fellow citizens in Greece and Germany concern us and we will always fight alongside them.

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(Deutsch)

Die Soli Gruppe „Auswärts- Εκτός Έδρας“ lädt euch zum ersten Tag des Filmfestivals „Aus der Nacht heraus 5“ zu einem Abend ein, der dem folgenden Thema gewidmet ist:

Gegen den systemischen Rassismus kämpfen: Die Lebensrealitäten der Rom*nja

Das Programm beginnt mit einer Podiumsdiskussion, gefolgt von einer Vorführung eines zum Thema passenden Films.

Podiumsdiskussion mit:

– Amke Revma (Griechenland, https://www.facebook.com/REVMA.AMKE)

– Amaro Foro (Deutschland, https://amaroforo.de/en/home/)

In den letzten zwei Jahren wurden zwei Rom*nja in Griechenland durch direkte Schüsse der griechischen Polizei getötet. Im Oktober 2021: Nikos Sambanis, im Dezember 2022: Kostas Fragoulis. Die Wut, die Verzweiflung und das Gefühl der Ungerechtigkeit angesichts der ausufernden und tödlichen Polizeigewalt und der rassistischen Behandlung von Rom*nja haben uns dazu gebracht, nach Wegen zu suchen, den systemischen Rassismus und die staatliche Marginalisierung, die die Hand der Polizisten lenken, anzuprangern, zu thematisieren und zu bekämpfen. Der Staat, zusammen mit den Medien, kultiviert und perpetuiert Rassismus und Diskriminierung gegen Rom*nja. Er sozialisiert und legitimiert ihre Ausgrenzung. Zuerst stellt er sie als etwas Besonderes und Exotisches dar, dann macht er sie zu Verdächtigen und Gefährdern. Sie stürzt sie in Armut, verweigert ihnen Akzeptanz und drängt sie in Ghettos. Die Lebensbedingungen, Erfahrungen und Forderungen unserer Rom*nja-Mitbürger* in Griechenland und Deutschland sind uns sehr wichtig und wir werden immer an ihrer Seite kämpfen.

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[Berlin + online] Vortrag und Diskussion „Eisenbahnunglück in Griechenland: eine Katastrophe mit Ansage“ am 26. Juni 2023

Hintergründe und Folgen des Zugunglücks in Griechenland
Referentin: Evridiki Bersi

WO | Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
WANN | Montag, den 26. Juni 2023, um 19 Uhr

Es gibt viele Parallelen zum Schiffbruch mit geschätzt 600 Toten. Die wütende Parole nach dem Zugunglück war die selbe wie jetzt nach dem Schiffbruch am 14.Juni: Es war kein Unglück – es war ein Verbrechen!

Beim Eisenbahnunglück im Februar starben 57 Menschen. Zehntausende Demonstranten gingen aus Protest gegen den maroden Zustand der Bahn auf die Straße. Die griechischen Eisenbahner waren in einen Dauerstreik getreten. Das Unglück hätte vermieden werden können. Trotz jahrelanger Warnungen der Bahngewerkschafter, der EU und vieler anderer wurde der desolate Zustand von Netz und Bahn nicht verbessert. Durch die verordnete Sparpolitik und den Privatisierungszwang trägt auch die EU ein erhebliches Maß an Schuld. Die Referentin schreibt als Journalistin seit Jahren über diesen Skandal.

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Veröffentlicht unter Allgemein, Arbeitsverhältnisse, Austerität, Bild: Yorgos Konstantinou, Eisenbahn, Generalstreik, Gewerkschaften, Karikatur, Mitsotakis, vergangene Veranstaltungen/Aktionen, Wahlen, Wirtschaft | 1 Kommentar