
„Jetzt entscheiden wir über unser Leben“ – Tsipras am 10.06.2019 bei der Bekanntgabe des Wahlprogramms im Saale
Von Ralf Kliche
Nach dem Debakel für SYRIZA bei den Europa- und Regionalwahlen ist Alexis Tsipras am 10.06.2019 zu Staatspräsident Pavlopoulos gegangen, damit die Neuwahlen offiziell auf den 7. Juli 2019 vorgezogen werden können. Am Abend hat er dann in einer Athener Konzerthalle das Wahlprogramm der Partei bekanntgegeben. Zentrale Ziele einer neuen SYRIZA-Regierung sollen sein:
1. 500.000 neue und hochwertige Arbeitsplätze
2. keine Stunde unbezahlter Arbeit
3. Erhöhung des Mindestlohns um 7,5% in den Jahren 2020 und 2021
4. Neueinstellungen von 10.000 Personen im Gesundheitswesen und 15.000 im Bildungswesen
5. Kindergärtenplätze für alle Kinder
6. Grünes Wachstum: 32% erneuerbare Energien und 32,5% Einsparungen bis 2030
7. Verdoppelung der ausländischen Direktinvestitionen und Exportausweitung auf 50% des BIP bis 2025
8. Senkung des Steuervorschusses auf 50%
9. Ermäßigung der ersten Einkommenssteuerstufe auf 20%
10. Erlass der Solidaritätsabgabe für Einkommen bis zu 20.000 €.
11. Voll digitalisierte Öffentlichkeit
12. Standesamtliche Trauung für Homosexuelle (1)
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Von Stefanie Meinecke, SWR, und Michael Lehmann, ARD-Studio Athen: „Im griechischen Dorf Distomo jährt sich eines der brutalsten Kriegsverbrechen der SS. Hinterbliebene fordern eine Entschädigung. Doch für die Bundesregierung ist die Sache geklärt.

Von Elena Panagiotidis, Neue Zürcher Zeitung, 5.6.2019: „Moisis Elisaf ist zum Bürgermeister von Ioannina gewählt worden. Das ist ungewöhnlich in einem Land, in dem kaum noch Juden leben und antisemitische Vorstellungen weit verbreitet sind. Eigentlich ist die Wahl zum Bürgermeister von Ioannina, einer mittelgrossen Universitätsstadt im Nordwesten Griechenlands, kein Ereignis, das international Beachtung findet. Doch wenn sämtliche griechischen Medien an einem Tag denselben Titel für ihre Berichterstattung wählen, lässt das aufhorchen: «Moisis Elisaf ist der erste jüdische Bürgermeister des Landes.
Spät, aber doch:
Vion Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 3.Juni 2019: 
