„Griechenland-Krise: Wie Deutschland profitiert“ – Das deutsche Kapital jubelt

„Griechenland-Krise: Wie Deutschland profitiert“
ist der Titel eines Artikels, der gerade auf WEB.DE und GMX (die nicht gerade für kritischen Journalismus bekannt sind) veröffentlicht wurde und durchaus erhellend ist. Ich zitiere:

„Die Griechen verbrennen „unser“ Geld. Diesen Vorwurf hört man seit Beginn der Krise oft. Dabei profitiert Deutschland wie kaum ein anderes Land von der aktuellen Situation.
Während in Griechenland Banken geschlossen bleiben und das Parlament über neue Sparmaßnahmen abstimmt, verkündet die deutsche Industrie frohe Botschaften. Der Konjunkturindex steige wieder, hieß es im Juli beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. „Griechenland lässt die deutsche Wirtschaft kalt“, kommentierte der Chefvolkswirt der DekaBank am Rande der Veröffentlichung der Daten. Viele deutsche Unternehmen betrachten das Geschehen wohl sogar eher mit insgeheimer Freude. Ihnen spielt die derzeitige wirtschaftliche Lage in Europa in die Karten.“
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Die Troika-Zumutung der Renten-„Reform“ (Winfried Wolf)

aus: Lunapark21, Heft 30

In den Tagen vor dem Referendum in Griechenland versucht die verschworene Gemeinschaft derjenigen Mächte, die dieses Land plattmachen wollen, den Inhalt des Referendums zu verfälschen. Es gehe am 5. Juli in Wirklichkeit um die Alternative zwischen „Ja zu Euro & Europa“ versus „Ja zu Drachme & Europa-Austritt“. Angeblich gibt es kein schriftliches Dokument, das von den Institutionen vorgelegt worden sei, und das einen derart radikalen Beschluss wie denjenigen zur Abhaltung eines Referendums rechtfertigen würde. Man sei wieder einmal „nah an einer Übereinkunft“ gewesen. Vieles von dem, was die griechische Seite an den Forderungen von EZB, EU und IWF kritisiere, sei ja gar nicht in Stein gemeißelt gewesen. Weiterlesen →

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Weg der Würde oder fortgesetzte Erpressung – Griechenland nach dem Referendum (Winfried Wolf)

von Winfried Wolf           aus: FaktenCheck:HELLAS4

Voller Hohn waren die Qualitätsmedien vor dem griechischen Referendum. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung unkte noch am 30. Juni: „Es ist nicht einmal klar, ob die Regierung Tsipras wenigstens das Referendum ordentlich organisieren kann.“ Wie der Boss einer Erpresser-Gang trat die deutsche Kanzlerin auf, als sie im Bundestag am 1. Juli eiskalt erklärte: „Vor dem Referendum kann über kein Hilfsprogramm verhandelt werden“. Frau Merkel setzte dabei voll auf den Sieg des „Ja“, was die britische Financial Times am 2. Juli kommentierte mit: „Die zu allem entschlossene Kanzlerin zieht die Daumenschrauben an“. Mit abstoßendem Zynismus und der Aufforderung, der griechische Ministerpräsident möge doch Selbstmord begehen, machte das in den deutschen Kapitalkreisen führende Handelsblatt am Tag vor dem Referendum auf (siehe Faksimile).1 Weiterlesen →

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Deutsche Medien hetzen gegen Griechenland

Der angebliche Reformverzug in Athen ist eine Ente

Von: Sven Giegold  Mitglied des Europäischen Parlaments   Datum: Wed, 22 Jul 2015 09:49:42 GMT

Zahlreiche deutsche Medien berichten heute, dass die griechische
Regierung versprochene Gesetze nicht fristgerecht verabschieden und
somit den vereinbarten Zeitplan mit den Gläubigern nicht einhalten
würde. So titelt die FAZ: „Schon verzögert Athen Reformen“, Focus
berichtet: „Versprochen ist gebrochen: Tsipras verschiebt wichtige
Reformen klammheimlich“, die tagesschau schreibt: „Tsipras schürt
Zweifel am Reformwillen“. Wie EU-Kommission und EZB bestätigt haben,
sind diese Informationen falsch. Bisher hält sich die griechische
Regierung an den vereinbarten Zeitplan, wie er beim Eurogipfel
beschlossen wurde. Auch wird heute das griechische Parlament über die
geforderten und dringend notwendigen Reformen im Justizwesen und bei
der Bankenabwicklung abstimmen. Weiterlesen →

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Vier Lehren aus der griechischen Niederlage

Alexis TsiprasUngläubigkeit. Rechtfertigungsversuche. Erklärungssuche. Einsicht. Enttäuschung. Resignation. Wut. Das sind Stadien, die viele Menschen in den letzten Tagen angesichts der Ereignisse rund um Griechenland wohl durchgemacht haben. Von fünf auf 35 Prozent in Wahlen, auf 61 Prozent im Referendum mit einer klaren Anti-Austeritätspolitik – und dann unvermittelt der komplette Rückzieher mit schlimmeren Folgen als alles, was zuvor auf dem Tapet war. 
Agnes Peterseil zieht vier Lehren aus der griechischen Niederlage für all jene, die den Weg zu politischer Veränderung beschreiten wollen.

1. Syriza hat gezeigt, dass man mit einer progressiven Agenda Menschen begeistern und mehrheitsfähig werden kann. Weiterlesen →

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Tomasz Konicz im ND: Kampffeld Europa

Will die Linke Griechenland und den europäischen Gedanken retten, muss sie sich dem von Deutschland geführten Wirtschaftskrieg stellen

BoycottGermany – nur im europaweiten Widerstand gegen das deutsche Hegemonialstreben könnte die Idee eines emanzipatorischen Europas noch gerettet werden.

DebtSlavesSeit dem 13. Juli dürfte jedem einigermaßen klar denkenden Beobachter aufgegangen sein: Deutschland führt Krieg. Es ist ein brutaler Wirtschaftskrieg, mit dem Berlin das realisieren will, woran Deutschlands Eliten bereits zwei Mal gescheitert sind – die Hegemonie in Europa. Dies ist keine alarmistische Übertreibung, sondern ein nüchtern zu konstatierendes Faktum, das selbst der Medienmainstream der imperialen Konkurrenz jenseits des Atlantiks inzwischen offen ausspricht. »USA Today« schrieb von einem deutschen Sieg in einem »Krieg«, nachdem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Kanzlerin Angela Merkel während des Marathongipfels vor einer Woche in Brüssel den griechischen Premier zur Annahme eines absurden Diktats nötigten. Die »Washington Post« warnte vor der Rückkehr des »grausamen Deutschen«, bei der in Dekaden akkumuliertes politisches Kapital verspielt würde.

Tomasz Konicz

Weiterlesen im ND vom 20.07.2015

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[Berlin] Die Verbrechen der deutschen Wehrmacht in Griechenland

„Jeder, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht, wird irgendwann dafür zahlen müssen … Auch heute werden solche Verbrechen verübt. Vielleicht nicht in dem Maße wie im zweiten Weltkrieg, wenn wir aber bedenken, wie hoch schon die Selbstmordrate in Griechenland wegen der Krise ist, das sind das dreißig Mal so viele wie die Opfer von Distomo. 218 waren die Toten in Distomo, heute sind es um die 7.000 Selbstmorde wegen der Krise.“ Yannis Stathas, Abgeordneter im griechischen Parlament, Syriza, am 28. Juni 2015 in Berlin

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“Durch Diskussion allein kann die Troika nicht überzeugt werden” von Eric Toussaint

Griechenland: Ein alternativer Vorschlag zur Kapitulation vom 15./16.Juli 2015
von Eric Toussaint

In der Nacht vom 15. auf den 16.Juli hat das griechische Parlament auf Verlangen des Premierministers vor den Forderungen der Gläubiger kapituliert und damit den Willen der griechischen Bevölkerung, wie er am 5.Juli seinen Ausdruck gefunden hatte, mit Füßen getreten. 32 Abgeordnete von Syriza haben die Ehre der Partei gerettet, indem sie dagegen gestimmt haben (hinzu kommen 7 Abgeordnete von Syriza, die sich enthalten haben). Mit der Ablehnung der Kapitulation haben diese Abgeordneten das Wählermandat und das Parteiprogramm respektiert und sich der Erpressung nicht gebeugt. Der Premierminister hat eine Mehrheit bekommen dank der Parteien der Rechten: Nea Dimokratia, Pasok (die nichts Sozialistisches mehr an sich hat), To Potami und die Unabhängigen Griechen. Das hat die Situation radikal verändert. Weiterlesen

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„Was nun, Alexis Tsipras?“ von Niels Kadritzke

Niels Kadritzke  in den Nachdenkseiten vom 17. Juli

Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die zu Anfang der Woche erzielte Vereinbarung über die Griechenland-Krise nur eine vorläufige ist. Sicher ist jetzt schon, dass damit die gesamteuropäische Krise in einem Maße verschärft wurde, die man noch vor wenigen Monaten nicht für möglich gehalten hätte. Und unwiderruflich ist, dass die deutsche Europa-Politik unter der dogmatischen Anleitung Schäubles die Spaltung der EU und der Eurozone vorantreibt, und sich damit gegen ihre proklamierten Ziele und langjährigen Prämissen wendet (Siehe etwa Habermas).  Weiterlesen

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[Stuttgart] Open-Air-Konzert anlässlich des 90. Geburtstag von Mikis Theodorakis am 20. Juli

Die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) und das Theodorakis Ensemble laden ein zu einem Open-Air-Konzert in Stuttgart anlässlich des 90. Geburtstag von Mikis Theodorakis:

Am Montag, 20. Juli 2015, 20 Uhr, Charlottenplatz 17, Innenhof Institut für Auslandsbeziehungen (IFA)

gfk„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“

“ Hommage an Mikis Theodorakis “ – ein Komponist im Spiegel seiner Zeit
mit einem ein Querschnitt und Auszug aus seinem musikalischen Lebenswerk.
Mauthausen, Axion esti, Canto General, Lieder aus der bitteren Heimat und
verschiedene Volkoratorien und klassische Werke und Volkslieder.
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