„Griechenland-Krise: Wie Deutschland profitiert“
ist der Titel eines Artikels, der gerade auf WEB.DE und GMX (die nicht gerade für kritischen Journalismus bekannt sind) veröffentlicht wurde und durchaus erhellend ist. Ich zitiere:
„Die Griechen verbrennen „unser“ Geld. Diesen Vorwurf hört man seit Beginn der Krise oft. Dabei profitiert Deutschland wie kaum ein anderes Land von der aktuellen Situation.
Während in Griechenland Banken geschlossen bleiben und das Parlament über neue Sparmaßnahmen abstimmt, verkündet die deutsche Industrie frohe Botschaften. Der Konjunkturindex steige wieder, hieß es im Juli beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. „Griechenland lässt die deutsche Wirtschaft kalt“, kommentierte der Chefvolkswirt der DekaBank am Rande der Veröffentlichung der Daten. Viele deutsche Unternehmen betrachten das Geschehen wohl sogar eher mit insgeheimer Freude. Ihnen spielt die derzeitige wirtschaftliche Lage in Europa in die Karten.“
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Ungläubigkeit. Rechtfertigungsversuche. Erklärungssuche. Einsicht. Enttäuschung. Resignation. Wut. Das sind Stadien, die viele Menschen in den letzten Tagen angesichts der Ereignisse rund um Griechenland wohl durchgemacht haben. Von fünf auf 35 Prozent in Wahlen, auf 61 Prozent im Referendum mit einer klaren Anti-Austeritätspolitik – und dann unvermittelt der komplette Rückzieher mit schlimmeren Folgen als alles, was zuvor auf dem Tapet war.
Agnes Peterseil zieht vier Lehren aus der griechischen Niederlage für all jene, die den Weg zu politischer Veränderung beschreiten wollen.


