
Während Syriza langsam aus dem Schock der letzten Wochen erwacht, sucht Premier Alexis Tsipras nach seiner Rolle. Griechenland nach Referendum, Bankenschließung und Brüsseler Diktat. Eine Recherche.
von Robert Misik, Wien Hier lesen

Während Syriza langsam aus dem Schock der letzten Wochen erwacht, sucht Premier Alexis Tsipras nach seiner Rolle. Griechenland nach Referendum, Bankenschließung und Brüsseler Diktat. Eine Recherche.
von Robert Misik, Wien Hier lesen
zum Artikel „Lohnpolitischer Paradigmenwechsel in der EU“ von Michael Mesch im blog.arbeit-wirtschaft des österreichischen Gewerkschaftsbundes: HIER
Die Putzfrauen fordern die Abgeordneten von SYRIZA auf, gegen das neue Memorandum zu stimmen.
Wir haben nicht 22 Monate gekämpft, damit uns ein neues Memorandum aufgezwungen wird!
Wir, die kämpfenden Putzfrauen des Finanzministeriums, möchten öffentlich unseren Widerspruch kundtun gegen die Politik der Memoranden, die nun von der SYRIZA-Regierung umgesetzt wird.
Wir haben 22 Monate gekämpft. Wir beugten uns weder der Hitze noch der Kälte und auch nicht der Polizeigewalt durch die Regierungskoalition von Samaras und Venizelos.
„SYRIZA-Debatte: Deutschlands hegemoniale Ignoranz als Schlüssel zum Verständnis der Eurokrise“
In diesem Artikel finden sich eine ganze Reihe von anregenden Gedanken zur gegenwärtigen Debatte über Deutsche und GriechInnen
Von Alban Werner aus der Neuen Deutschland vom 25.07.2015 HIER LESEN
GRIECHENLAND: ÜBER DAS VEREINBARTE MEMORANDUM UND
SYRIZAS ZUKUNFT 21. Juli 2015
Die Vereinbarung vom 13. Juli, die nach Monate dauernden Verhandlungen, geleitet von der Syriza- Anel Regierung, erreicht wurde, ist zweifellos eine riesige Niederlage für die radikale Linke in Griechenland. Der beispiellose Staatsstreich, der von den Gläubigern ausgeführt wurde, war nur die letzte Episode in einer Serie von totalen Erpressungen, die die Regierung in eine auswegslose Sackgasse brachten.
Es wäre jedoch ziemlich schräg ( elliptical ), das Ergebnis der Verhandlungen so zu
interpretieren, als wäre es einzig bestimmt von den Entscheidungen der Gläubiger.
Wir sind verpflichtet, es negativ zu bewerten, dass die Machtbeziehungen in der
EU unterschätzt wurden. Das gilt auch für die unerschütterliche Überzeugung, dass rationale Argumente die” Institutionen” dazu bringen könnten, für eine eine Vereinbarung zu sein, die von gegenseitigem Nutzen ist. Weiterlesen
Mexikaner Europas – Die Vorbilder der „Dr. Schäuble“-Strategie und warum sie einen neuen Kolonialismus etabliert. Von Stephan Lessenich Süddeutsche Zeitung, 27. Juli 2015
„Merkel rettet Griechenland mit unserem Geld“ titelte die Bild-Zeitung nach einem weiteren nächtlichen Brüsseler Drama um die Zukunft des Euro. Schön wär’s gewesen. Leider aber lag das wichtigste deutsche Schlagzeilenmedium in allen Punkten seiner Lagebeurteilung falsch: Weder ist Griechenland gerettet, noch sind die in Frage stehenden Milliarden „unser“ Geld – und schon gar nicht war die Bundeskanzlerin die zentrale Gestalt in dem zugegeben äußerst undurchsichtigen europäischen Ringen. Sicher, Angela Merkel ist gerne zu Gast bei Endspielen, und an jenem Wochenende war ein solches Endspiel angesetzt. Aber die Brüsseler Fäden zog allem Anschein nach ihr Finanzminister: „Dr. Schäuble“, wie er spätestens seither in Europas Süden, also dort, wo man angeblich nicht so gerne früh aufsteht und auch mal fünfe gerade sein lässt, mit ehrfurchtsvollem Hass tituliert wird. Weiterlesen: Mexikaner Europas
Es sieht so aus, als ob genau das mit den 14 griechischen Flughäfen passieren wird, die die deutsche Fraport übernehmen will:
[MONITOR am 23.07.2015 um 21:45 Uhr im Ersten]
Siehe dazu auch folgenden Beitrag: „Privatisierung der Flughäfen = ca. 15 Mrd. Euro Verlust für den Staat“ von greek independent news: HIER
„Ob höhere Steuern auf Agrardiesel oder verkaufsoffene Sonntage: Die Forderungen an die griechische Regierung gingen in den letzten Wochen sehr ins Detail. Erstaunlich nur: Was deutsche Politiker von Griechenland so vehement einfordern, lehnen sie im eigenen Land entschieden ab. Mit den gleichen Argumenten wie die von ihnen kritisierte griechische Regierung.“ MONITOR am 23.07.2015 um 21:45 Uhr im Ersten
„Völlig zu Recht werden die Griechen jetzt endlich zu Sparen und Reformen gezwungen. Schließlich wollen sie weitere Milliarden von unserem Geld.“ So denken viele. Aber es ist falsch. Warum? Weiterlesen
Die blitzartige Kapitulation der griechischen Regierung nach dem komfortabel gewonnenen Referendum gegen das Austritätsprogramm von EU und IWF kam für alle überraschend. Die absehbaren Folgen werden verheerend sein: Erneut wurde den Bevölkerungen in Europa vorgeführt, dass auch unter einer linken, Anti-Austeritätsregierung kein Ausweg aus den neoliberalen Zerstörungsorgien in Sicht ist. TINA regiert weiter. Erneut hat eine linke Regierung das Vertrauen, das die Bevölkerung in sie gesetzt hat, schmählich verraten und damit die Glaubwürdigkeitskrise der Linken verstärkt. Es steht zu befürchten, dass dies den Kräften der nationalistischen, extremen Rechten weiter Auftrieb geben wird. Weiterlesen