Fraport will 14 profitable Flughäfen in Griechenland betreiben – ein sozialer und politischer Skandal!

klaut FlughäfenRedebeitrag zur 147. Montagsdemo (sie richten sich gegen Flughafenausbau und Nachtflüge) am 7. September 2015 auf dem Frankfurter Flughafen

Von Dieter Hooge, Griechenland Solidaritätskomitee Frankfurt Rhein/Main

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
ich bedanke mich im Namen des Griechenland-Solidaritätskomitees ganz herzlich, dass ich heute hier auf der Montags-Demo zu dem mehr als fragwürdigen geplanten Fraport-Deal in Griechenland eine Stellungnahme abgeben kann. Ich arbeite aktiv im Solidaritätskomitee mit und wohne in Sachsenhausen unter der Einflugschneise. Weiterlesen →

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„Die europäischen Staaten müssen den Vorschlag der Vereinten Nationen zur Restrukturierung von Staatsschulden unterstützen!“

MerkelAm 10. September wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen über Prinzipien der Restrukturierung von Staatsschulden entscheiden. Aus diesem Anlass haben 19 bekannte Ökonomen (unter ihnen Piketty und Varoufakis) einen öffentlichen Aufruf mit der Überschrift „Die europäischen Staaten müssen den Vorschlag der Vereinten Nationen zur Restrukturierung von Staatsschulden unterstützen!“ verfasst. Sie fordern die europäischen Staaten auf, für diese Prinzipien zu stimmen, damit sich das griechische Drama nicht wiederholt, in dem Demokratie durch Schuldenknechtschaft ausgehebelt wurde.
Der öffentliche Aufruf ist HIER zu lesen.

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Wer hat uns belogen? Politpädagogen! – Sigmar Gabriel zu Besuch in Jena – Ein Bericht und viele Berichtigungen

[Beitrag übernommen von der Netzseite griechenlandsolijena.wordpress.com]
Im Rahmen der Image-Kampagne der Bundesregierung „Gut Leben in Deutschland“ besuchte Sigmar Gabriel am 24. August das Volkshaus in Jena und stellte sich dem offenen Gespräch. Diese Einladung zum „Bürgerdialog“ wollten wir uns als Griechenland-Solidaritätsnetzwerk nicht entgehen lassen. Die Deutsche Bundesregierung war als Hardliner führend daran beteiligt, eine brutale, wirtschaftlich desaströse Sparpolitik und einen massiven Demokratieabbau in Griechenland zu erzwingen. Sigmar Gabriel – in seinen Funktionen als SPD-Vorsitzender, Wirtschaftsminister und Vizekanzler – hat diesen Kurs nicht nur mitgetragen, sondern sich auch mehrfach als rechtspopulistischer Scharfmacher und Verhandlungsblockierer betätigt. Unmittelbar nach dem Referendum gegen weitere drastische Sparauflagen am 5. Juli diesen Jahres verkündete Gabriel Griechenland habe die letzten Brücken für einen Kompromiss für Europa eingerissen (1). Bereits vor dem Referendum machte Gabriel in der Bild-Zeitung Stimmung gegen den neuen Verhandlungskurs in Griechenland und verkündete – ganz auf der Höhe zeitgenössischer rechter Propaganda – dass man „die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung“ nicht durch „die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen [werde]“ (2). Weiterlesen →

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Bericht des AK Distomo vom Gedenken an das Massaker vom 10. Juni 1944

Distomo2Der AK-Distomo aus Hamburg nahm auch dieses Jahr am Gedenken zur Erinnerung an das Massaker vom 10. Juni 1944 teil. An diesem Tag überfiel eine Einheit der SS das griechische Dorf Distomo und ermordete 218 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Täter wurden nie bestraft. Die Opfer und ihre Angehörigen erhielten von dem deutschen Staat keine Entschädigung.

Rund um die Gedenkfeierlichkeiten hat der AK Distomo vom 3.-12.6.2015
befreundete Jurist_Innen, Genoss_Innen und Freund_innen in Athen und Distomo besucht und in diesem Rahmen verschiedene Veranstaltungen organisiert oder daran teilgenommen.
(Brian)

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attac: „Deutsche Regierung als Totengräberin Europas“

oxi attacDie deutsche Regierung zerstört Europa. Mit ihrer Forderung nach einer bedingungslosen Unterwerfung Griechenlands unter das Austeritätsdiktat werden Schäuble, Merkel und Gabriel zu den Totengräbern Europas. Aus der europäischen Idee einer immer intensiver werdenden Gemeinschaft macht die Bundesregierung ein Monstrum aus sozialem Kahlschlag und Demokratieabbau. Jeder Versuch einer Alternative zur Kaputtsparpolitik wird mit Gewalt unterbunden. Mit Recht sprach einer der griechischen Verhandler in Brüssel von einer an den Kopf gehalten Pistole.

Oberstes Ziel von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist offensichtlich die Entmachtung der griechischen Regierung und die Aussetzung der Demokratie in Griechenland. Nach dem Motto „Friss oder stirb“ wird versucht, die griechische Regierung zu zwingen, der faktischen Umwandlung Griechenlands in ein Protektorat der Eurozone zuzustimmen. Unter der Führung von Schäuble fordern die Finanzminister der Eurozone, dass griechische Gesetzesinitiativen künftig im Vorfeld von der auferstandenen Troika abgesegnet werden. Weiterlesen →

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Gegen Spardiktate und Nationalismus – Solidaritätsreise nach Griechenland im September 2015

Unterstützung für Widerstandsprojekte

Reise2014Seit 2012 reisen wir jährlich nach Griechenland und besuchen Projekte, die sich in den verschiedensten Bereichen zusammengefunden haben, um gegen die unmenschlichen Folgen der Sparpolitik aus Brüssel und Berlin praktischen Widerstand zu leisten. Wir sind eine Gruppe von ca. 35 Kolleginnen und Kollegen, Genossinnen und Genossen, die in deutschen Gewerkschaften und in sozialen Bewegungen aktiv sind. Wir kommen aus verschiedenen Branchen und politischen Initiativen. Wir reisen weder im Auftrag unserer Gewerkschaftsvorstände noch von politischen Parteien. Wir betrachten uns als eine Initiative von unten, in der Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen wir durch diese Reise unsere Solidarität zeigen, unsere Erfahrungen austauschen und darüber diskutieren, was es braucht, um ein solidarisches Europa von Unten durchsetzen zu können.
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„Die Linke auf Treibsand – Syriza und ihre Abspaltungen“ von Nikos Chilas

Treibsand(aus der gerade erschienenen FaktenCheck:HELLAS – Solidarität mit der Bevölkerung in Griechenland Ausgabe Nr. 5 – siehe hier)
Er bedauert die Niederlage, er kann sie aber auch verschmerzen. „Ich werde nicht darüber weinen“, sagt der ehemalige griechische Agrarminister Vangelis Apostolou mit Blick auf die jüngste Kapitulation der Regierung Tsipras gegenüber den Gläubigern. „Die Niederlage ist nicht endgültig. Wir kämpfen weiter, um sie rückgängig zu machen“.
Solche Töne hört man in letzter Zeit nicht nur von den Ministern der Syriza-Partei, sondern auch von deren Parlamentsabgeordneten. Nicht von allen allerdings: 23 davon, die der Parteigruppierung Linke Plattform angehören, haben eine neue Partei gegründet, die Volkseinheit. Andere sollen zudem ebenfalls bereit sein, ihnen zu folgen. Bis zu den vorgezogenen Parlamentswahlen am 20. September also könnte die Parlamentsfraktion, die ursprünglich 149 Abgeordnete zählte, noch weiter schrumpfen.
Aber auch Syriza selbst leidet unter den Folgen der Kapitulation. Mehr als 100 Mitglieder des Zentralkomitees (oder rund die Hälfte dieses Gremiums), darunter der Sekretär Tassos Koronakis, sind in den letzten Wochen zurückgetreten. Tausende Mitglieder haben die Partei verlassen, ganze Parteiuntergliederungen haben sich aufgelöst. Die verhängnisvollste und am meisten verbreitete Form des Austritts ist dabei der sogenannte „Anachoritismόs“ – der Weg ins innere Exil und damit der Rückzug aus von jedem öffentlichen Engagement. Weiterlesen →

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FaktenCheck:HELLAS – Solidarität mit der Bevölkerung in Griechenland – Jetzt Ausgabe Nr. 5 bestellen!

(Veröffentlicht am 27. August 2015  von  faktencheckhellas)

Update vom 1. September 2015, 18 Uhr: Zeitung ist fertig gestaltet und kommt morgen aus der Druckerei.  Anschauen HIER

Drei Ereignisse in den letzten Augusttagen dokumentieren die neue Situation in Griechenland. Am Mittwoch, dem 19. August stimmte der Deutsche Bundestag neuen Griechenland-Krediten in Höhe von bis zu 89 Milliarden Euro zu. Tags darauf kündigte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Neuwahlen für den 20. September 2015 an; parallel bildete sich im griechischen Parlament eine neue politische Gruppe, bestehend aus 23 SYRIZA-Parlamentariern, die dem linken Flügel dieser Partei angehören. Ebenfalls am 20. August erklärte die Regierung in Makedonien den Ausnahmezustand; sie wollte die Grenze zu Griechenland durch die Armee schließen, um den Zustrom weiterer Flüchtlinge, die über die Türkei und Griechenland kommen, zu verhindern. Jeden Tag gibt es neue Nachrichten über die Flüchtlingskrise auf dem Balkan. Die massive Intervention der EU und insbesondere die Politik der Berliner Regierung trugen maßgeblich dazu bei, dass in Griechenland der ermutigende Versuch, die perspektivlose Sparpolitik zu stoppen und eine demokratische Alternative umzusetzen, ausgebremst wurde. Weiterlesen →

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[Kassel] Die Verbrechen der deutschen Wehrmacht in Griechenland am 22. September

Am Beispiel Distomo (1944) und die Verantwortung der deutschen Politik

Diskussion / Vortrag
Mit Sven Jacobs, AK Distomo
Dienstag, 22.09.2015 | 19:00 Uhr bis 21:30 Uhr

Café Buch-Oase, Kassel
Germaniastr. 14
34119 Kassel

Es ist paradox. Griechenland braucht Geld. Darüber wird viel geschrieben und geredet. Worüber weniger geredet wird: Griechenland  hat Guthaben. Das Guthaben liegt in Deutschland und – als deutsches Staatseigentum im Ausland – in verschiedenen (europäischen) Ländern. Deutschland schuldet Griechenland seit ca. 70 Jahren eine Summe, die aktuell vom griechischen Parlament auf 278,7 Mrd. € beziffert worden ist. Es handelt sich zum einen um die Zahlungsverpflichtungen der auf der Pariser Reparationskonferenz von 1946 festgelegten Reparationen. Zum andern schuldet Deutschland Griechenland außerdem die Rückzahlung der sog. »Zwangsanleihe« von 1942.

Völlig unabhängig von Reparationen und Zwangsanleihe schuldet Deutschland Entschädigung für die während der Besatzung begangenen NS-Massaker, denen mindestens 30.000 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Beim Massaker von Distomo, einer Ortschaft in Mittelgriechenland, töteten am 10. Juni 1944 Angehörige eines Regimentes der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division im Zuge einer sogenannten »Vergeltungsaktion« 218 der – an Partisanenkämpfen unbeteiligten – ca. 1800 Dorfbewohner der Ortschaft und brannten das Dorf nieder. Opfer waren vor allem alte Menschen und Frauen sowie 34 Kinder und vier Säuglinge.

Die Überlebenden und Angehörigen des griechischen Dorfes Distomo, das in jährlichen Zeremonien bis heute der 218 Opfer des NS-Massakers vom 10.Juni 1944 gedenkt, klagten in Griechenland 1995 eine Entschädigungssumme von 28 Millionen Euro ein.

An diesem Abend soll über die deutsche Besatzungspolitik in Griechenland, den Stand der Rechtssache und die gegenwärtigen Aktivitäten informiert  werden.

Der AK-Disotomo unterstützt seit 2001 aktiv und politisch die Entschädigungsforderungen der NS-Überlebenden aus Distomo/Griechenland.

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Paul Michel: Die Solidarität (besser) organisieren!

GR_JA-NEIN_PLAK_D_20150701Einige Anmerkungen zu Stand und Entwicklungsmöglichkeiten der Griechenlandsolidarität in der BRD nach der Kapitulation von Syriza

Die Parole „Solidarität mit der Syriza Regierung“ dürfte wohl in Zukunft eher selten auf Plakaten und Transparenten von AktivistInnen der Griechenland Solidaritätsgruppen zu finden sein. Aber sonst ändert sich eigentlich gar nicht so viel bei der Griechenland Solidarität. Ändern sollte sich allerdings eines: Wir sollten besser werden! Weiterlesen →

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