Mitsotakis mit leeren Händen in den „Vereinigten Schurkenstaaten“ (FAZ)

Immer wieder hatte der griechische Minsterpräsident geäußert, dass er den libysch-türkischen Vertrag zur Aufteilung von Teilen des östlichen Mittelmeers und die türkische Intervention in Libyien gegenüber Trump ansprechen würde. Als er Trump am 7.Januar tatsächlich traf, reagierte dieser allerdings nur ausweichend auf diese Themen. Trump hat sich ja selbst als „Fan“ von Erdogan bezeichnet. Selbstverständlich fand Mitsotakis auch kein Wort der Kritik an dem US-amerikanischen Attentat auf iranische und irakische Militärführer oder an der Drohung, iranische Kulturstätten zu zerstören. Dazu titelte die FAZ am 7.1.2020: „Bombenziel Kultur – Auf dem Weg zu den Vereinigten Schurkenstaaten“. Die erwartbare Kritik von Syriza ist natürlich angesichts des Verhaltens von Tsipras als Minsterpräsidenten gegenüber den USA nicht glaubhaft (siehe „Ziemlich gute Freunde“).

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Thanos Mikroutsikos ist tot



Von Ralf Kliche
Die griechische Presse wie auch zahlreiche Beiträge in den sozialen Medien kennen heute nur ein Thema: Am Samstag, 28. Dezember 2019 ist der große griechische Komponist Thanos Mikroutsikos mit 72 Jahren einem langen und schweren Krebsleiden erlegen.
Die zahlreichen Beileidsbekundungen reichen von Mitsotakis bis Theodorakis und zeigen, dass Mikroutsikos, obwohl er sein ganzes Leben ein „militanter linker Aktivist“ geblieben ist (wie die Kathimerini schreibt), über alle politischen Lager hinweg großes Ansehen genoss, sicher auch, weil er ein international hoch angesehenes Werk aus nahezu allen Sparten der Musik geschaffen hat. Theodorakis etwa schreibt in seinem persönlichen Nachruf: „Im schwierigen Kampf um die Schaffung und Verbreitung griechischer Lieder nimmt Thanos Mikroutsikos eine der Spitzenpositionen ein, sein Verlust schmerzt nicht nur seine Freunde, Mitarbeiter und Fans, sondern hinterlässt auch ein tiefes Trauma für das griechische Lied und allgemein für die kulturelle Entwicklung.“

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„Vorbei die Zeiten der Solidarität“

Constantinos Bogdanos, links im Bild. Foto: Wassilis Aswestopoulos

Von Wassilis Aswestopoulos, telepolis, 22. Dezember 2019:
„Griechenland: Vorbei die Zeiten der Solidarität
Die Stimmung ist komplett gekippt: Kein Willkommen mehr für Flüchtlinge
Die Situation für Flüchtlinge und Migranten in Griechenland hat sich in den letzten Monaten dramatisch geändert. Am 18. Dezember 2019, dem internationalen Tag der Migranten, befanden sich 41.363 Asylbewerber auf den griechischen Inseln. Ende April 2019 waren es nach offiziellen Angaben weniger als 15.000.
Eine in der vergangenen Woche erfolgte Meinungsumfrage zeigte, dass 55 Prozent der Griechen nicht mit der Asylpolitik der Regierung einverstanden sind. Die Umfrage stellt nicht klar, in welche Richtung die Politik gehen sollte. Allerdings zeigen zahlreiche Indizien auf, dass die Stimmung im Land komplett gekippt ist. Vorbei die Zeiten, als sich eine Mehrzahl der Griechen solidarisch zeigte.“ weiterlesen

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Spiegel online: „Europas Gefängnisinsel“

Von Giorgos Christides und Steffen Lüdke und Gianmarco Maraviglia (Fotos), Spiegel online, 21.12.2019:
„Griechenland baut Haftlager für Flüchtlinge. Europas Gefängnisinsel
Auf der griechischen Insel Samos harren Tausende Asylbewerber in nassen und kalten Zelten aus. Schon bald sollen viele von ihnen in ein geschlossenes Lager hinter hohe Mauern und Stacheldraht umziehen. Helfer sind entsetzt.
Als die Büsche Feuer fangen, liegt die 42 Tage alte Raghad in den Armen ihrer Mutter Hazar Hassan. Der Brand frisst Äste, Sträucher und Büsche, nur wenige Meter entfernt von den beiden, am Hang des Flüchtlingslagers von Samos. Der Rauch zieht über das Zelt, in dem Hassan und ihr Mann ausharren, starr vor Angst, von außen dringt das Knistern des Feuers hinein. “ weiterlesen

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Heribert Prantl: „Es ist ein inhumanes, es ist ein tödliches, es ist ein kriminelles Warten“

„Weihnachten ist dann, wenn Flüchtlinge gerettet werden“

Von Heribert Prantl, nwzonline.de:

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Der Brexit aus der Sicht eines Grexit-Befürworters

Costas Lapavitsas

„Nach dem großen Wahlsieg von Boris Johnson und der Konservativen Partei am 12. Dezember 2019 führten Konstantinos Poulis und Thanos Kamilalis von ThePressProject am 15.12.2019 in ihrem Radioprogramm ein telefonisches Interview mit Costas Lapavitsas zur Analyse der Wahlergebnisse. (1) Lapavitsas ist nach einem Studium der Sozialwissenschaften in London seit 2008 Professor an der School of Oriental and African Studies SOAS. Er war auch Abgeordneter von SYRIZA im griechischen Parlament, wurde aber in der Griechenlandkrise vor allem bekannt und auch kritisiert, weil er die Minderheitenposition eines Ausstieg aus dem Euro vertrat.
Seine Analyse der englischen Wahlergebnisse stellt nicht nur aus langer Erfahrung die Politik der englischen Labour Party ins Zentrum, er zieht auch Verbindungslinien zur griechischen Erfahrung und Situation der Linken in Europa.
Zuletzt hatte Lapavitsas Anfang 2019 ein Buch „Die Linke gegen die EU“ (The Left Case against the EU) veröffentlicht, in dem er die Argumente eines so genannten Lexits, also einer linken Variante des Brexits, darstellt und systematisch über die Diskussion in Griechenland und in vielen englischsprachigen Medien berichtet. (2)

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Proteste gegen die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen die Goldene Morgenröte

Von Ralf Kliche.
Die Wendung der Staatsanwaltschaft im Mordprozess um die Ermordung von Pavlos Fyssas hat schnelle, heftige und breite Reaktionen auf der Linken hervorgerufen. Nachdem jahrelang versucht worden war, die Verstrickung der Partei und Parteiführung der faschistischen Goldenen Morgenröte in die Ermordung des linken Musikers nachzuweisen, sieht die Staatanwaltschaft nun plötzlich nur noch eine individuelle Schuld des Täters und fordert den Freispruch für die mitangeklagten Parteirepräsentanten.

In Reaktion darauf haben zahlreiche Organisationen für den 21.12.2019 um 13:00 Uhr zu großen Demonstrationen in Athen aufgerufen. Das zentrale Motto der Demonstration lautet: „Nein zur Reinwaschung der mörderischen Goldenen Morgenröte – das Volk auf die Straße! Zerschlagt den Faschismus – Widerstand gegen die staatliche Unterdrückung!“ Auch die Vereinigte Bewegung gegen Rassismus und Faschismus KEERFA sowie mehrere migrantische Organisationen und Einzelpersonen haben zu einer Demonstration eine Stunde später am selben Ort aufgerufen. (1)

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Für ehemaligen Siemens-Chef: internationaler Haftbefehl und „mindestens sechs Millionen Euro persönliche Kosten“

Heinrich von Pierer, Foto: Andreas Bohnenstengel, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27646689

Der langjährige Vorstandsvorsitzende von Siemens Heinrich von Pierer war am 2.12.2019 in Griechenland zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Mittlerweile wurde ein internationaler Haftbefehl gegen ihn erlassen. Das heißt, dass ihm eine Verhaftung droht, sobald er Deutschland verlässt. Da die Siemens AG nicht für ihren ehemaligen Manager haften wollte, muss er seine Anwaltskosten selbst zahlen. Laut dem Artikel von Claudia Tödtmann vom 21. Dezember 2019 im „Management-Blog“ der Wirtschaftswoche sind das bereits „mindestens sechs Millionen Euro“.

Info 1 zur Verurteilung von Heinrich von Pierer

Info 2 zur Verurteilung von Heinrich von Pierer

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Mordfall Fyssas: Staatsanwaltschaft fordert Freisprüche für Führung der Goldenen Morgenröte

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Online-Voting Fairtrade Awards 2020 Solidarisch und fair gehandeltes Olivenöl

Wir brauchen Eure Stimmen, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitbestellerinnen und -besteller der Öl-Connection-Ruhr! Denn unsere Öl-Connection-Ruhr will den Publikumspreis der Fairtrade Awards 2020gewinnen.Bitte stimmt für uns ab im Online-Voting,und klickt hier auf diesen Link: www.fairtrade-deutschland.de/awards-publikumspreis/Oel-Connection-Ruhr/
Wir sollten den Publikumspreis gewinnen…
•Weil wir seit 2017 ehrenamtlich insgesamt ca. 7.500 Liter fair, solidarisch und nachhaltig produziertes Koroneiki-Olivenöl „Mazi“ der Erzeugerkooperative „Messinis Gäa“ aus dem griechischen Dorf Daras auf dem Südpeloponnesdirekt nach Bochumgebracht haben und dies in 2020 fortsetzen wollen.

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