Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass nicht Griechenland, sondern die französischen und deutschen Banken durch die Milliardenkredite der Troika gerettet wurden. Die Rettung der europäischen Banken hört aber nicht auf. Sie sind nach wie vor marode, das betrifft auch die Deutsche Bank und die Commerzbank.
Im Moment können wir beobachten, wie italienische Banken auf Kosten der Mehrheit der Menschen gerettet werden. Auch hier geht es wieder maßgeblich um die Rettung der Deutschen Bank.
Dazu ein Beitrag von den Machern des Filmes „Wer Rettet Wen?, Leslie Franke und Herdolor Lorenz.
„Es wird wieder gerettet
Am Freitag, dem 29.07.2016 wird der Stresstest für überschuldete
italienische Banken veröffentlicht. Die älteste Bank der Welt, die
italienische Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS), hat in diesem
Jahr mehr als 70 Prozent an Marktwert verloren. Besonders bedroht sind
auch die HVB-Mutter UniCredit und Intesa Sanpaolo. Voraussichtlich 360
Mrd. EURO fauler Kredite schlummern zum größten Teil seit der Krise
2009 in ihren Büchern. Jetzt will der Ministerpräsident Italiens
Matteo Renz mit voraussichtlich 40 Mrd. EURO Steuergelder die Banken
rekapitalisieren. Auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, die in
diesem Jahr ähnliche Kursverluste wie die italienischen Pleitebanken
verbuchen müssen, David Folkerts-Landau, meldet sich zu Wort. Nach ihm
sei der öffentlich kolportierte Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro
viel zu konservativ kalkuliert. Er hält die Rettung der italienischen
Banken, in denen die Deutsche Bank milliardenschwere Anleihen hält und
verlieren könnte, für derart dringlich, dass er dafür einen Bruch mit
den erst seit einem halben Jahr gültigen Regeln der
EU-Banken-Richtlinie in Kauf nimmt. Weiterlesen →