Kooperation – gegen Depression und Verelendung


„Dieses Video stellt die Initiative „Gärtner“ vor. Es ist eine Selbstversorgungsgruppe, die Honig, Käse, Joghurt, Tomatensoße, Marmeladen, Pilze und Olivenöl produziert. Auf der Basis von Spenden verteilt die Initiative verschiedene Nahrungsmittel an mehr als 30 Familien, darunter Öl aus aufgelassenen Olivenhainen und Fische, die von Fischern gespendet werden. Auch „Respekt für Griechenland“ in Berlin hat für diese Initiative gesammelt und den Transport von Fisch und Öl unterstützt.
Ansprechpartner ist: Filippos Polatsidis, fb: filippos polatsidis, Mail: filippos@lycos.com .“
Klaus Prätor (kpraetor@me.com)

Hintergrundinfo: der Spendenaufruf Fisch und Oliven

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Update: Merkel: Griechenland ist unser Hotspot!

EuropaUpdate 7.3.2016: Scheinbar hält Merkel an offenen Grenzen fest, aber wohl nur, um gegenüber Tsipras nicht als wortbrüchig dazustehen. (siehe hier). –

Die Bundeskanzlerin ist umgefallen. Anstatt das einseitige Schließen der Grenzen weiter zu kritisieren, folgt sie jetzt den grenzschließenden Regierungen der Balkanroute. Auch sie will, dass dieser Fluchtweg permanent versperrt wird.  Genau das wird wohl morgen beim Treffen der EU-Regierungschefs festgeschrieben werden.
Infos dazu im Tagesspiegelartikel

Dazu fordert Merkel mit einer Falschrechnung Griechenland auf, die angebliche Verpflichtung, 50.000 Flüchtlinge in Lagern aufzunehmen, einzulösen.
Siehe das Merkel-Interview in Bild am Sonntag

Tatsächlich hatte die griechische Regierung sich im Oktober 2015 bereit erklärt, Plätze für 30.000 Flüchtlinge zu schaffen. Weitere 20.000 sollten die Vereinten Nationen schaffen.
Siehe dazu: Erklärung der Europäischen Kommission vom 25.10.2015

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[Berlin] „Der Spielraum der Linken in der Regierung“ am 2. Juni 2016

Diskussion / Vortrag
Mit Georgios Katrougalos, Susanne Hennig-Wellsow, Martin Schirdewan
Donnerstag, 02.06.2016 | 18:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1

Der Spielraum der Linken in der Regierung

Die Beispiele Griechenland und Thüringen

Foto: Dario Azzellini

Die Erpressung der griechischen Regierung durch ihre internationalen Kreditgeber hält an: Wieder fordern sie weitere «Reformen» (d.h. niedrigere Löhne und Renten, weitere Privatisierungen etc.) und drohen, die nächsten Tranchen der Kredite nicht auszuzahlen, die sie der griechischen Regierung im vergangenen Jahr versprochen hatten. Dabei gibt es durchaus Differenzen zwischen dem IWF und der EU: Der IWF fordert einerseits untragbare Reformen, erkennt aber andererseits zumindest die Notwendigkeit weiterer Schuldenerleichterungen an. Diese werden wiederum von der EU blockiert. Die griechische Regierung konnte nicht von den Differenzen zwischen IWF und EU profitieren. Im Gegenteil: Angesichts der zusätzlichen Forderungen der Kreditgeber und der ungeklärten Fragen droht die griechische Regierung erstickt zu werden.

Die Situation in Thüringen ist trotz vieler Unterschiede in mancher Hinsicht mit der in Griechenland vergleichbar: Auch hier ist die Linke in der Regierung mit einer relativ schwachen Industriestruktur und finanziellen Restriktionen konfrontiert, die ihr durch eine übergeordnete Instanz, die Bundesregierung, aufgezwungen werden.

Was ist der Spielraum der Linken in der Regierung unter solchen Bedingungen? Wie gehen die Regierungen in Griechenland und in Thüringen mit dem neoliberalen «Mehr-Ebenen-System» in der EU bzw. in Deutschland um? Wie beziehen sie sich auf Gewerkschaften und soziale Bewegungen und deren Kritik? Inwieweit ist es trotz der ökonomischen und politischen Restriktionen möglich, die Rechte der Lohnabhängigen zu verteidigen oder auszubauen und die Kräfteverhältnisse progressiv zu verschieben?

Gäste:

  • Georgios Katrougalos (Minister für Arbeit, soziale Sicherheit und soziale Solidarität der Republik Griechenland und Professor für Öffentliches Recht an der Demokrit-Universität Thrakien)
  • Susanne Hennig-Wellsow (Fraktionsvorsitzende der Partei DIE LINKE im thüringischen Landtag)

Moderation: Martin Schirdewan (Leiter des Büros Brüssel der Rosa-Luxemburg-Stiftung)

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[Berlin] Film „Als die Deutschen vom Himmel fielen“ am 24. Mai 2016

Dienstag, 24. 05. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Als die Deutschen vom Himmel fielen

Fimvorführung mit Diskussion

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Griechenland unter dem Hakenkreuz“ – „Griechenland unter der Troika“

Der Film erzählt vom Widerstand der Bevölkerung Kretas gegen die deutschen Truppen, die im Mai 1941 die Mittelmeerinsel angriffen. Für die Frauen, Männer und Kinder war es ein Kampf um Freiheit, gegen die Vernichtung ihrer Angehörigen und die Zerstörung der Dörfer.
Doch die Erzählungen offenbaren auch die Konflikte, die sich während der Besatzungszeit innerhalb des Widerstandes an der Frage der politischen Zukunft des Landes entzündeten und unter Einflussnahme der Alliierten und der deutschen Truppen im Bürgerkrieg mündeten.
Den Erzählungen der griechischen Protagonisten folgend greift der Film eine weitere Spur auf. An 1941 errichteten Ehrenmälern pflegen Wehrmachtsveteranen im Schulterschluss mit Bundeswehrsoldaten ihre Geschichtsschreibung: Es ist der Mythos von mutigen und opferbereiten Soldaten, die der Pflicht der Vaterlandsverteidigung gefolgt seien.
Ein Film von Olga Schnell von 2008 (die Filmemacherin wird anwesend sein).
Moderation: Lothar Eberhardt (Berliner Initiative Griechenland unter dem Hakenkreuz)
http://kreta-film.net/Kreta-Film/Start.html

Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, Initiative Deutschlands unbeglichene Schuld(en), Berliner Initiative Griechenland unterm Hakenkreuz

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[Berlin] „Ein Jahr nach dem Putsch“ am 3. Juni 2016

Diskussion / Vortrag
Mit Dagmar Enkelmann, Srećko Horvat, Katja Kipping, Elena Papadopoulou, Hilary Wainwright
Freitag, 03.06.2016 | 20:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Münzenbergsaal, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Ein Jahr nach dem Putsch

Europa zwischen Gewalt und Solidarität

By Ggia (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Nach der Unterwerfung der von Syriza geführten griechischen Regierung kam der Sommer der Migration. Was den Bewegungen gegen die Austeritätspolitik nicht gelungen war, gelang der Selbstermächtigung der Menge: eine tragende Säule der EU, das auf dem Dublin-Abkommen fußende Grenzregime, wurde umgestoßen. Und mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen ist auch das Schengen-Abkommen vorläufig obsolet. Es zeichnen sich heftige Risse im europäischen Machtblock ab. Die Debatte um die Geflüchteten und die Reaktion auf die Terroranschläge mit der Ausrufung des Ausnahmezustandes in Frankreich verweisen auf einen wachsenden Autoritarismus der Regierenden – und einen sich radikalisierenden Rechtspopulismus. Aber es gibt eben auch immer wieder starke Momente der Solidarisierung: Von den Solidarstrukturen in Griechenland und Spanien über die europäischen Krisenproteste und die Griechenlandsolidarität bis zu den Willkommensinitiativen verstehen Menschen ihr Engagement als politische Intervention und Ausdruck demokratischer Lebensweise.

Wie verstehen wir die Situation? Und wie kann eine linke Praxis in der Situation gesellschaftlicher Polarisierung sichtbar und wirksam werden?

Begrüßung:
Dagmar Enkelmann (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Gäste:
Srećko Horvat (DiEM25), Katja Kipping (DIE LINKE), Kate Shea Baird (Barcelona en comú – angefragt) und Ioanneta Kavvadia (Member of the Greek Parliament, Syriza – angefragt), Moderation: Hilary Wainwright (Red Pepper)

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[Berlin] Benefizkonzert: „Musikalische Träume für Kreta“ am 4. Juni 2016

Musikalische Träume für KretaZur Linderung der Not im griechischen Gesundheitswesen singt der deutsch-griechische Chor Polyphonia ernste und heitere griechische Lieder in einer Benefizveranstaltung zu Gunsten des Krankenhauses von Ierapetra auf Kreta – veranstaltet vom Berliner Forum Griechenlandhilfe e.V. in Zusammenarbeit mit Respekt für Griechenland e.V.
Ort: Golgatha-Kirche, Borsigstr. 6, Berlin-Mitte
Datum: Sonnabend, 04.06.16
Zeit: 20:00 Uhr
Eintritt: € 16/ermäßigt € 10
Karten: nur an der Abendkasse ab 19:00 Uhr

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[Berlin] „Plan A, B oder C? Was verbindet uns in Europa?“ am 4. Juni 2016

Diskussion / Vortrag
Mit Loukia Kotronaki, Steffen Lehndorff, Zoe Konstantopoulou, Corinna Genschel, Brid Brennan (angefragt), Mario Candeias
Samstag, 04.06.2016 | 20:00 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Münzenbergsaal, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Plan A, B oder C?

Was verbindet uns in Europa?

Nuit debout, April 2016 (public domain)

Ein Plan A zur demokratischen Neugründung Europas, ein Plan B als Ausstieg aus Währungsunion oder EU, ein Plan C der solidarischen Ökonomien von unten: Es kursieren derzeit vielfältige strategische Positionen der Linken im europäischen Diskurs. Wie ist das Verhältnis dieser unterschiedlichen Vorschläge zueinander – und was ist eigentlich ihre Realität? Spielen sie eine richtungsweisende Rolle in den Politiken neuer und alter linker Organisationen oder sind sie bloß europapolitische Verkündungen ohne konkrete Wirkung? Erleben wir nicht vielmehr eine Rückkehr zu nationalen politischen Strategien, auch wenn sie von einer Konjunktur europäischer Debatten begleitet werden? Wo ist eigentlich der richtige Ort, einen Plan A, B oder C Wirklichkeit werden zu lassen? Kann es eine wirkungsvolle europäische Strategie der Linken geben? Ist Europa derzeit vielleicht der Horizont linker Politik, aber nicht ihr konkreter Ort?

Begrüßung:
Heinz Bierbaum (DIE LINKE)

Gäste:
Loukia Kotronaki (Diktio – Network for social and political right), Brid Brennan (TNI), Steffen Lehndorff (Initiative «Europa neu begründen»), Zoe Konstantopoulou (PlanB-Paris)
Moderation: Corinna Genschel (Kontaktstelle Soziale Bewegungen der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag) und Mario Candeias (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

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Island of Refuge

Heute ist der letzte Tag, an dem dieses Crowdfunding-Projekt noch unterstützt werden kann und es werden dringend noch Unterstützer_innen gesucht!

Island of Refuge – Trailer from Zed Productions on Vimeo.

What is the ‚Island of Refuge‘ project:

„Island of Refuge“ (#islandofrefuge) is an independent feature length documentary about the refugee crisis on Lesbos, in Greece. The film has a particular focus on the local people and how they have experienced and are responding to the crisis. I am also taking portrait photographs of the local people on Lesbos and these are available in limited addition in the rewards section. There will be a variety of exhibition opportunities for the film and ultimately my aim is to have „Island of Refuge“ seen by as many people as possible as well as being a document summary of this island’s iconic moment in history…“

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[Berlin] „Die griechische Krise: eine griechische Tragödie? am 7. Juni 2016

exantas Berlin e. V. präsentiert: Kamin-Gespräche

Gast: Prof. Dr. Alexander Kritikos, DIW Berlin und Uni Potsdam
im Gespräch mit Niels Kadritzke, Journalist
Thema: „Die griechische Krise: eine griechische Tragödie?“
am Dienstag, den 7. Juni 2016 um 19.30 Uhr
im Literaturhaus Berlin, Kaminraum, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin-Charlottenburg
Eintritt frei

www.exantas.de

 

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1. Bericht aus Idomeni: Katastrophe in Wartezustand

refugeesupportteam, 1. März 2016:

Idomeni, September 2015

Idomeni, September 2015
Foto: Brian E. Janßen

„Seit Montag sind drei unserer Aktiven in Idomeni direkt an der griechisch-mazedonischen Grenze. Dort müssen seit mehreren Wochen Tausende Geflüchtete ausharren. Mazedonien hält seinen Grenzübergang geschlossen oder lässt nur wenige Geflüchtete hinein. Die Situation ist angespannt und die Lebensbedingungen unzumutbar.

Bereits auf der Autobahn, kurz vor der letzten Abfahrt vor Mazedonien, fallen viele Menschen auf, die mit schweren Gepäck zu Fuß unterwegs sind. Ihr Ziel ist ein Gelände bei dem kleinen Ort Idomeni. Um ein Refugeecamp herum haben Geflüchtete aus Platzmangel provisorisch hunderte Zelte aufgebaut – es ist laut, dreckig, chaotisch. Bei Regen versinkt das Gelände im Schlamm. Überall laufen Kinder herum, schlafen Menschen im Freien oder selbst gebauten Unterkünften. Rund um die Uhr kommen weitere Menschen im Minutentakt hinzu.“

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