EU und Griechenland verhindern Asyl

zAsylHIER Video der ARD-Sendung Monitor vom 12.5.2016

Die Europäische Union und die griechischen Behörden wollen nicht, dass Flüchtlinge, die in Griechenland festsitzen, Asyl bekommen. Deshalb schickt die EU nur tröpfenweise Asylantragsbearbeiter, Übersetzer usw. nach Griechenland, obwohl sie schon vor Wochen versprach, hunderte dieser Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Der Monitor-Videobeitrag schildert, wie der Familiennachzug, für den ein eindeutiger Rechtsanspruch besteht, verhindert wird.

Pro Asyl hat die EU-Asylverhinderung HIER und die menschenunwürdige Situation der Flüchtlinge in Griechenland HIER dokumentiert.

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[Hannover] Informations- und Diskussionsabend „Zwangsprivatisierungen – Ausverkauf der öffentlichen Infrastruktur in Griechenland“ am 28. November 2017

WANN:Zwangsprivatisierungen_GR

28. November 2017, 19.30 Uhr

WO:

Kulturzentrum Pavillon in Hannover

MIT:

Skevos Papaioannou, Soziologe, Uni Kreta, Gastprofessur in Kassel;
Elias Tsolakidis, Initiator des Selbsthilfe-Projektes „O Topos Mou“ aus Katerini;
Gregor Kritidis, Moderator, Publizist und Sozialwissenschaftler aus Hannover;

THEMA: 

Nach herrschender Legende soll die Privatisierung von öffentlichem Eigentum dazu beitragen, die Schulden des griechischen Staates abzutragen. Dazu wurde nach deutschem Vorbild eine Treuhand-Behörde gegründet, deren Mitarbeiter qua Gesetz vor der Strafverfolgung geschützt sind. Die Resultate der Privatisierungen sind ähnlich wie die in der ehemaligen DDR: Wenige große Unternehmen eignen sich die Filetstücke an, Teile werden abgewickelt und Defizite verbleiben bei der öffentlichen Hand. Selbst Bereiche, die wie die Wasserversorgung in Europa dem Markt weitgehend entzogen sind, kommen in Griechenland unter den Hammer. Gleichzeitig steigt die öffentliche wie private Verschuldung weiter an. Welche Widersprüche, Widerstände und Konflikte mit der Privatisierungspolitik verbunden sind, wollen wir mit Skevos Papaioannou (Universität Kreta) diskutieren.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Griechenland Solidarität Hannover.

 

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Die nächste Unterwerfung

zunterwerfWas kam beim Treffen der Eurofinanzminister am 9.5.2016 heraus?

Haben die Griech*innen etwas gewonnen?
Vielleicht ein ganz klein bisschen. Auch Schäuble musste unterschreiben, dass die Gläubiger über eine Schuldenerleichterung beraten werden – aber erst 2018, falls Griechenland alle Bedingungen erfüllt hat und auch nur dann, wenn  zu dem Zeitpunkt eine Schuldenerleichterung als notwendig erachtet wird.
Ist das zynisch? Ich denke: ja.

Schlimm erscheint mir, dass der griechische Finanzminister Tsakalotos unterschrieben hat, dass das griechische Parlament vor dem 24.Mai 2016 einen Vorratsbeschluss verabschieden wird. Darin soll festgelegt werden, dass automatisch weitere Kürzungsmaßnahmen getroffen werden müssen, falls ab und nach 2018  ein Haushaltsüberschuss von 3.5 % nicht erreicht wird. Dass Griechenland einen Haushaltsüberschuss in der Höhe erreicht, ist unwahrscheinlich. Weiterlesen →

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[Chemnitz] Trio QUIJOTE: „Hier ist die Erde bitter“. Dokumentarisch-musikalisches Programm über die deutschen Kriegsverbrechen in Griechenland 1941-44. Premiere am 8. Dezember 2017

quijote

WANN:
Freitag, den 8. Dez. 2017 um 19 Uhr.

WO:
Schloßbergmuseum, Schlossberg 12, 09113 Chemnitz

Akteure: Trio QUIJOTE

Sabine Kühnrich: Gesang, Querflöte, Nachdichtungen
Ludwig Streng: Gesang, Piano, Bouzouki, Nachdichtungen
Wolfram Hennig-Ruitz: Gesang, Gitarre

Eintritt: 10 € / 6 €

Für Millionen Deutsche ist Griechenland ein beliebtes Urlaubsland. Man kennt die Badestrände und die antiken Stätten. Aber wer kennt die Orte, an denen die deutschen Besatzer wüteten?

Das faschistische Deutschland überfiel Griechenland im April 1941. Es kamen unheilvolle Jahre für das kleine Land. Alles was von Wert war, wurde geraubt. Wo man Partisanen vermutete, wurden ganze Dörfer niedergebrannt und die Bevölkerung abgeschlachtet. Fast alle Juden wurden in Konzentrationslager deportiert – nur wenige kamen zurück. Tausende starben an Hunger und Seuchen. Als die Deutschen abzogen, hinterließen sie nichts als verbrannte Erde. Davon konnte sich Griechenland nie erholen.

Und trotzdem begegnen die Griechen den Deutschen immer offenen Herzens.

Und umgekehrt? Die Rückzahlung eines Zwangskredits an Griechenland, die Entschädigung der Opfer, die Rückerstattung des geraubten jüdischen Vermögens, aus dem die Fahrkarten nach Auschwitz bezahlt wurden – alles offene Fragen.

Die Künstler haben etliche Orte der Verbrechen besucht, an einigen haben sie sogar konzertiert. Nun also ein Programm, das dieses dunkle Kapitel der griechisch-deutschen Geschichte facettenreich beleuchtet. Nicht nur mit Augenzeugenberichten, historischen Dokumenten und Beschreibungen der Ereignisse dieser Zeit, sondern auch mit Liedern. Lieder der griechischen Partisanen. Rembetiko-Lieder des Widerstandes. Lieder der sephardischen Juden aus Thessaloniki. Und Lieder des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, der als junger Mann im Widerstand gegen die Deutschen aktiv war und in die Fänge der SS geriet.

Weitere Informationen: http://www.quijote.de/

 

 

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[Berlin] Filmvorführung „DIALOG VON BERLIN“ am 10., 12. und 13. Dezember 2017

dialogvonberlin
WO UND WANN:

  1. BUNDESPLATZKINO, Bundesplatz 14, 10715 Berlin,
    Sonntag, 10.12.2017 als Matinee um 11.00 Uhr in der Reihe „Berlin Film Matinee –  Filme mit Berlinbezug“. Der Regisseur und eine der Mitwirkenden werden anwesend sein.
  1. KLICK KINO, Stuttgarter Platz, Windscheidstraße 19, 10829 Berlin
    Dienstag 12.12. 2017, 20:00 Uhr. Anschliessend Filmgespräch mit Regisseur und einer der Mitwirkenden.
    Mittwoch 13.12. 2017, 18:00 Uhr. Anschliessend Filmgespräch mit Regisseur und einer der Mitwirkenden.

INHALT:

Ein Filmessay bestehend aus Dokumentarischem, Fiktionalem und philosophischer Reflexion über das wechselvolle Spiel der verschiedenen Kulturen des europäischen Nordens und Südens anhand eines ständigen Hin und Her´s zwischen Deutschland und Griechenland.  Eine Art Reise durch das Labyrinth der jüngeren europäischen Geschichte, in welcher sich Ethnographisches, Historisches, Kultur und Alltag, sowie Politik und Selbsterlebtes miteinander vermischen.
PRODUKTIONSDETAILS:
Drehbuch und Regie: Nicos Ligouris
Produzent: Jost Hering und Nicos Ligouris
mit der Unterstützung des Greek Film Centre
Deutschland / Griechenland, 80 Min., Griechisch mit deutschen Untertiteln
Jost Hering Filme
Helmstedter Strasse 21
10717 Berlin
http://www.josthering.de
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Euro-Finanzminister ersticken Griechenland

1mai2Anlässlich der Sitzung der Euro-Finanzminister am 9.5.2016:

Die Strangulierung Griechenlands muss endlich beendet werden! Schuldenerlass jetzt!

Europa muss sofort die Flüchtlinge aufnehmen, die wegen der Grenzschließungen in Griechenland festsitzen!

Vieles erinnert an das Drama des letzten Sommers: Wieder geht dem griechischen Staat das Geld aus, weil die Troika und der IWF die Zahlungen, die schon vor vielen Monaten erfolgen sollten, verweigern. Die Tsipras-Regierung muss deshalb jeden Cent von allen staatlichen Organen eintreiben, um noch Gehälter und Pensionen zahlen zu können. Die Regierung verspeist eine politische Kröte nach der anderen. Sie peitscht immer neue Kürzungsgesetze durch das Parlament – so erneut am letzten Wochenende.
Nur eines hat sich gegenüber dem letzten Sommer verändert. Es ist eine weitere Belastung des bereits vielfach gebeutelten Landes hinzugekommen. Mehr als 50.000 Flüchtlinge werden wohl auf Jahre im Lande bleiben müssen, weil die europäische Politik versagt… Weiterlesen →

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Griechischer Finanzminister: „gescheiterter Staat“ (failed state)

ztsakalotosDas Treffen der europäischen Finanzminister am 9. Mai 2016 wird vielleicht zu einer Entscheidung führen. Im Vorfeld zu diesem Treffen schrieb der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos einen Brief an seine Amtskollegen. Darin beschreibt er, dass es für jede Regierung unmöglich wäre, der neuen Forderung der Quadriga nachzukommen. Schäuble und die anderen Falken verlangen weitere Kürzungen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Diese waren nicht im Kürzungsdiktat vom letzten Sommer enthalten. Tsakalotos schrieb weiter, die Forderungen der Quadriga würden dazu führen, dass Griechenland zu einem „gescheiterten Staat“ (failed state) werde.
Weitere Infos dazu: Handelsblatt + Channelnewsasia

Kritische Intellektuelle und linke Politiker appellieren an EU-Regierungschefs

„Kritische Intellektuelle und linke Politiker appellieren an EU-Regierungschefs: Kreditraten pünktlich auszahlen, keine neuen Kürzungsauflagen, zusätzliche humanitäre Hilfen, Umstrukturierung der Schulden noch in diesem Jahr“…
weiterlesen im Neuen Deutschland

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[Berlin] Griechischer Salon: „Sie verkaufen hier alles!“ – Berichte aus einem geplünderten Land (Politischer Reisebericht) am 14. Dezember 2017

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Die politische Situation in Griechenland ist  geprägt vom Spardiktat der EU-Institutionen:

Das Einkommen von Arbeiter*innen und Rentner*innen wurde massiv abgesenkt. Öffentliches Eigentum – Stromnetze, Eisenbahnen, Telekommunikation, Häfen und Flughäfen, Wasserwerke und verschiedene Ländereien  – wurde verkauft oder steht über die staatliche „Treuhand“ zum Verkauf an.  Die Hoffnung vieler, dass eine linke Regierung dem eine andere Politik entgegensetzt, wurde enttäuscht.

Doch die Zahl der Menschen und Initiativen, die andere Wege gehen (wollen), ist groß!

Seit sechs Jahren fahren gewerkschaftlich Aktive unterschiedlicher politischer Strömungen aus Deutschland nach Griechenland, um diese bunte Vielfalt alternativer Projekte kennenzulernen und den Widerstand gegen die Austeritätspolitik zu unterstützen.

Teilnehmer*innen der Reisegruppe 2017 berichten über ihre Reisen in Wort und Bild und diskutieren mit Euch über Möglichkeiten gemeinsamen  solidarischen Handelns.

Der Eintritt ist frei – kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Gewerkschaftliche  Griechenland-Reisegruppe, Regenbogenfabrik und attac Berlin.
Unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

* Der GRIECHISCHE SALON:

Das ist die aktuelle Veranstaltungsreihe des Bündnisses Griechenlandsolidarität Berlin.
Wir laden Euch einmal im Monat ein zu einem Abend:
l Mit Politik und Kultur aus und über Griechenland.
l Mit engagierten Debatten zum Europa der Sparpolitik.
l Mit frischen Infos und Terminen aus der bundesweiten Griechenlandsolidarität.
l Mit Musik und Meze, um bei Kräften und Laune zu bleiben.
l Mit wechselnden Mitveranstaltern.
l Jeden 2. Donnerstagabend im Monat.
l Immer in der Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22 in Berlin-Kreuzberg.
l Immer mit Euch? Das würde uns freuen! Herzlich willkommen.
Am 11. Januar geht’s weiter:
„Deutsches Hegemoniestreben – gestern und heute“ (gemeinsam mit der Initiative „Deutschlands unbeglichene Schulden“), Vortrag und Diskussion mit Jörg Kronauer
Gebt diese Information gerne an Interessierte weiter!
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1. Mai: Zeit für mehr Solidarität?

1. Mai 2016Auch dieses Mal waren wir als Berliner Griechenlandsoli-Gruppe wieder mit einem Transparent auf der gewerkschaftlichen Demonstration am „Tag der Arbeit“ vertreten. Die DGB-Kundgebungen standen diesmal unter dem Motto: „Zeit für mehr Solidarität“. Das passte doch gut zu unserem Anliegen. Unser Motto: „Kampf für Arbeitsrechte in Griechenland, Frankreich und überall. Grenzenloser Widerstand gegen Austeritätspolitik!“

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Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit
Am 1. Mai demonstrieren wir für mehr Solidarität – zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen, Schwachen und Starken. Es ist an der Zeit für mehr Solidarität, und wir brauchen Zeit für mehr Solidarität! …
Aufruf als pdf

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„Studie über Hilfsprogramme: Milliardenkredite für Griechenland retteten vor allem Banken“

__Image 11„Griechenland kommt trotz aller Hilfsprogramme nicht aus der Krise. Ein Grund dafür: Weniger als fünf Prozent der Milliardenkredite kamen laut einer Studie im Haushalt an – mit dem Rest wurden europäische Banken gerettet.“
weiterlesen
(Artikel auf Spiegel-online vom 4.5.2016)

attac weist in einer Pressemitteilung vom selben Tag drauf hin, dass eine Attac-Studie schon 2013 zu dem selben Ergebnis kam wie die aktuelle Studie:

Pressemitteilung    Attac Deutschland   Frankfurt am Main, 4. Mai 2016

* Griechenland: Schuldenerlass jetzt!
* Attac-Studie zeigte schon 2013: EU und IWF retten Banken statt Menschen

Eine Studie der European School of Management and Technology (ESMT)
belegt, dass mit den angeblichen Hilfsprogrammen von EU und IWF für
Griechenland vor allem Banken und andere private Gläubiger gerettet
wurden. Nur fünf Prozent des Geldes sind im griechischen Haushalt
angekommen. Weiterlesen →

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