Gasversorger Desfa wurde privatisiert

Der Ausverkauf Griechenlands zu Schnäppchenpriesen geht weiter – erzwungen von den europäischen Mächten, exekutiert von der Tsipras-Regierung. Ein französisch-italienisch-belgisches Konsortium (Fluxys S.A, Enagás Internacional S.L.U und Snam S.p.A) kaufte am 20.12.2018  66 Prozent des staatlichen Gasversorgers Desfa. Das Konsortium soll 251 Millionen Euro dafür zahlen. (Quelle) In der Presseerklärung des griechischen Privatisierungsfonds ist von 535 Millionen Euro die Rede (Quelle).
Die jährlichen Gewinne des Gasversorgers betrugen über 100 Mio Euro in den vergangenen Jahren (Quelle). Sie gehen dem griechischen Staat in der Zukunft verloren. Was Geheimverträge noch Skandalöses beinhalten, werden wir vielleicht in der Zukunft erfahren – ich verweise auf die Erfahrungen mit den Verträgen zur Flughafenprivatisierung (Fraport-Raub).

Zur Veranstaltung in Hannover 2017 (Bild).

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Human Rights Watch kritisiert gewalttätige Pushbacks


„Griechische Polizisten zwingen Gruppen von Asylsuchenden und Migranten in der nordöstlichen Evros-Region routinemäßig zurück in die Türkei. In manchen Fällen verprügeln sie die Geflüchteten und oft stehlen oder zerstören sie die Besitztümer der Geflüchteten.“
Human Rights Watch, december 18, 2018: „Greece: Violent Pushbacks at Turkey Border – End Summary Returns, Unchecked Violence
Greek law enforcement officers at the land border with Turkey in the northeastern Evros region routinely summarily return asylum seekers and migrants, Human Rights Watch said today. The officers in some cases use violence and often confiscate and destroy the migrants’ belongings.
“People who have not committed a crime are detained, beaten, and thrown out of Greece without any consideration for their rights or safety,” said Todor Gardos, Europe researcher at Human Rights Watch. “The Greek authorities should immediately investigate the repeated allegations of illegal pushbacks.”
Human Rights Watch interviewed 26 asylum seekers and other migrants in Greece in May, and in October and November in Turkey. They are from Afghanistan, Iraq, Morocco, Pakistan, Syria, Tunisia, and Yemen, and include families traveling with children. They described 24 incidents of pushbacks across the Evros River from Greece to Turkey.“ weiterlesen

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„…Autobiographie des griechischen Stadtguerillakämpfers Dimitris Koufontinas…“

Koufontinas während eines Hafturlaubs 2018

Von Peter Schaber. Junge Welt, 17.12.2018:
„Geboren am 17. November. Die Autobiographie des griechischen Stadtguerillakämpfers Dimitris Koufontinas liegt nun auf deutsch vor
Die Täter scheinen gegen alles und jeden zu sein, erzählte der deutsche Botschafter in Griechenland, Karl-Heinz Kuhna, am 17. Mai 1999 dem Spiegel. Wenige Stunden zuvor war das Dach seines Anwesens im Athener Vorort Halandri mit einer Panzerfaust beschossen worden. Obwohl noch kein Bekennerschreiben vorlag, wussten die Behörden sofort, aus welcher Richtung das Projektil kam: »Die Polizei vermutete die Täter in Kreisen der Untergrundorganisation 17. November«, gab der Spiegel wieder. »In den 80er Jahren stahlen Mitglieder zahlreiche Panzerfäuste aus einer Kaserne. Die Polizei fand eine zerbrochene Abschussröhre etwa 100 Meter von der schwerbewachten Residenz entfernt.«“ weiterlesen

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[Leipzig] Film und Diskussion „Liebe und Revolution“ am 5. September 2019

2019-21-Love-and-RevolutionWO | Skatehalle Heiznaus Grünau, Alte Salzstraße 68, 04209 Leipzig. Bei schönem Wetter draußen vor der Halle im Skatepark

WANN | Donnerstag, 5.9.2019, 20 Uhr

Veranstaltung im Rahmen des Filmfests globaLE 2019

„Liebe und Revolution“

Griechenland / 2018 / 86 min / Yannis Youlountas / original mit dt. UT.

Anschließend Diskussion mit Dr. Nadja Rackowitz (Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte). Die Veranstaltung findet im Rahmen des Grünauer Kultursommers statt.

 

Inhalt

Fast zehn Jahre EU-Austeritätspolitik gegen Griechenland. Liberalisierung, Privatisierung, Sozialkürzungen, – Schleifung eines ganzen Landes, seiner Ökonomie und seiner Bevölkerung. Die Auswirkungen der brutalen, vor allem durch die deutsche Bundesregierung in der EU vorangetriebenen Politik sind fatal und heute vielfältig sichtbar.
Der große Teil der europäischen Medien behauptet, dass die Politik der Sparmaßnahmen in Griechenland ein Erfolg war und Ruhe eingekehrt sei. Der Film beweist das Gegenteil. Eine musikalische Reise vom Norden in den Süden Griechenlands mit Menschen, die von Liebe und Revolution träumen.

Über das Filmfest

„Die 15. globaLE findet vom 16. Mai bis zum 8. November 2019 statt. Freu Dich auf globalisierungskritisches Kino in Leipzig undspannende Diskussionen. Das Projekt globaLE ist ein politisches Filmfestival auf Initiativevon attac Leipzig. In neoliberalen Zeiten scheinen kollektive Träume von einer anderen Gesellschaft keinen Platz mehr zuhaben. Wir wollen das ändern. Wir wollen Zusammenhänge und Auswirkungen kapitalistischer Ökonomie dokumentieren, aberauch den Widerstand gegen Ausbeutung und Ausgrenzungaufzeigen und wie Menschen kämpfen und ihren Mut, ihre Würde und ihre Hoffnung nicht verlieren. Wir sind überzeugt: Eine andere Welt ist möglich! Wenn viele mitmachen.“

Der Eintritt ist frei!

 

 

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[Bochum] Olivenöl und Kanister-Upcycling beim Alsenstraßenfest am 15. September 2019

oelconnectionruhrWO | Alsenstaße, 44789 Bochum

WANN | 15. 09. 2019, 11 bis 18 Uhr

Die Initiative Hellas-Solidarität-Bochum lädt zum Straßenfest in der Alsenstraße in Bochum ein am Sonntag, den 15. September 2019. Es gibt dort Flaschen und Kanister des Olivenöls ‚Mazí‘ der Kooperative Messinis Gäa.

Außerdem lädt die Gruppe dazu ein, die leeren Kanister zu upcyceln, indem sie beim Fest gemeinsam mit bunten Lacken angemalt und gestaltet werden. Bringt also Eure leeren Kanister mit und gebt sie am Stand ab oder malt selbst. Die Initiative stellt die Farben zur Verfügung.

 

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[verschiedene Städte] „Eingebrannt – Frauen auf Kreta 1941-1945“ Filmvorführungen am 24. September, 15. Oktober, 3. November 2019

EingebranntWANN und WO |

24. September 2019 um 18 Uhr
Waggonhalle Marburg
Rudolf-Bultmann-Strasse 2A
35039 Marburg
Tel.: 06421 – 690626

15. Oktober 2019 um 20 Uhr
Filmhaus Saarbrücken
Mainzer Straße 8
66111 Saarbrücken
Tel.: +49 681 399297

3. November 2019 um 12 Uhr (Matinee)
DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum Frankfurt
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

 

Eingebrannt – Frauen auf Kreta 1941-1945

Dokumentarfilm von Barbara Englert und Leonie Englert,
Deutschland 2019, 117 Minuten, Griechisch, Untertitel in deutscher Sprache

Eine Reise durch die Geschichte kretischer Frauen während der deutschen Besatzung auf Kreta von 1941-1945.

Die Handlung:

Zweiundzwanzig Kreterinnen sprechen über ihren Widerstand, ihre Solidarität, über Ängste und Hoffnungen, ihren Überlebenskampf und den Umgang mit den Besatzern. Die Beteiligung am Widerstand war für die meisten dieser Frauen selbstverständlich. Sie durchleben im Film mit ihrer eigenen Stimme ihre Vergangenheit; traurig, wütend, stolz.
Die innere Resonanz der Erzählungen wird von Puppen gespiegelt.
Der Dokumentarfilm zeigt, wie die Auswirkungen dieser Erlebnisse auf das Leben der Frauen auch heute immer noch deutlich sichtbar sind. Ihre lebendige Erinnerung ist eine Reise durch ihre Geschichte und über die rauen Berge und Küsten Kretas. Es zeichnet ein anderes Bild der Insel, die viele nur als Urlaubsparadies kennen.

Gedreht wurde der Film in Kooperation mit dem Filmkollektiv Obscura Lab und der Puppentheatergruppe Firdin Migdin aus Rethymno.

Trailer: https://vimeo.com/199544506

 

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[Berlin] LUNA PARK / Kosmas Kosmopoulos: „Crossing the Freeway“ Tanzperformance am 27.-29. September 2019

lunaparkWANN | Freitag, 27.09.2019, 19:00 Uhr (Uraufführung), Samstag, 28.09.2019, 19:00 Uhr, Sonntag, 29.09.2019, 17:00 Uhr.
Im Anschluss an die Vorstellung am 28.09.2019: TANZSCOUT-Nachbereitung „dance//think“ mit Amelie Mallmann

WO | Uferstudios (Studio 14), Uferstraße 23 / Badstraße 41a, 13357 Berlin

Beschreibung | Die Natur, die einst den Menschen hervorgebracht hat, muss heute vor ihm geschützt werden. Nicht um ihretwillen, sondern weil der Mensch ohne sie nicht überleben kann. Aber mit dem Wachstum der Menschheit wächst beständig auch der Bedarf an Energie und Rohstoffen. Am meisten unter der ungebremsten Ausbeutungder Ressourcen leiden die Regionen, die nicht zu den Wohlstandszentren gehören. Dort verursacht die Ausbeutung nicht nur großflächige ökologische Verwüstungen, sondern auch immer brutalere Verteilungs- und Vertreibungskriege. Beides führt zwangsläufig zu Fluchtbewegungen, oft zu ganzen Völkerwanderungen.
Die westliche Wohlstandsgemeinschaft lässt Krötentunnel unter ihren Autobahnen bauen, darüber Brücken für Wildtiere, auf dem Weg von A nach B: Crossing the Freeway, als letzter Ausweg für Tiere, den für sie mörderischen Bauwerken der hochindustrialisierten Zivilisation aus dem Weg zu gehen. Menschen indessen
werden auch die letzten Wege versperrt.

In einer existentiellen, reduzierten Tanzsprache versucht der griechischstämmige Choreograf und Brennpunktschulen- Pädagoge Kosmas Kosmopoulos das Unmögliche: Crossing the Freeway, den Freeway zu überqueren. Freiheit ist immer die Freiheit der anderen – also derer, denen keine Hindernisse im Weg stehen?

Die Musik stammt wieder vom griechischen Elektro-Pionier Antonios
Palaskas, Mitbegründer der Bands Stereo Nova und Supermarket. Als Grundlage seines narrativen, atmosphärischen Beats dient ihm dieses Mal Pac-Man, eins der ersten Computerspiele. Doch während Becketts „Try again. Fail again. Fail better.“ wie eine digitale Spielanleitung klingen mag, fragen sich die Tänzer*innen in Crossing The Freeway: Was, wenn es nur einen (letzten) Versuch gibt? Die Tage des Scheiterns scheinen gezählt.

Dauer | 65 Minuten, ohne Pause

Tickets | 15 € an der Abendkasse, 10 € im Vorverkauf und ermäßigt
Reservierungen und Vorverkauf unter luna.park@posteo.de

Produktion und Organisation | Initiative LUNA PARK und Kosmas Kosmopoulos in Zusammenarbeit mit der Gesundbrunnen-Grundschule, unterstützt im Rahmen des Projektes „ANPASSUNGEN“ durch Fördermittel aus dem Projektfonds des QM
Badstraße als Teil des Bundesprogramms „Soziale Stadt“.

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[Berlin] Rolf Becker, Julia Schilinski & Gerhard Folkerts: „Mikis Theodorakis – Ein Leben für die Freiheit“ am 29. September 2019

WO | Schlossparktheater, Schloßstraße 48, 12165 Berlin

WANN | Sonntag, den 29.09., 20 Uhr

Rolf Becker – Rezitation, Julia Schilinski – Gesang, Gerhard Folkerts – Klavier

Programmkonzeption und Klavier-Arrangements: Gerhard Folkerts

Zum Inhalt laut Spielplan | Theodorakis‘ Leben ist das eines tatkräftig und unbeugsam handelnden Komponisten, Dichters und Politikers, es ist ein Leben für die Freiheit. Dies machen Theodorakis Lieder und Texte hörbar, die Gerhard Folkerts für den Abend ausgewählt hat, wie „Rätselhafte Nacht“, „Marina“, „Kummer“, Lieder aus Canto General und Axion Esti, die Julia Schilinski begleitet von Folkerts vorträgt, sowie Theodorakis Gedichte und Stellen aus seiner Autobiografie, die Rolf Becker rezitiert.

Nach Beethoven gelang es nur noch einem Komponisten, dass die Zuhörer schon nach zwei erklingenden Akkorden Werk und Melodie erkennen: Mikis Theodorakis mit seinem „Zorbas“. Folkerts spielt bei dieser Veranstaltung die von ihm für Klavier-Solo arrangierte Fassung der Zorbas-Musik.

Mikis Theodorakis symbolisiert eine Einheit musikalisch-schöpferischer Kraft und politischen Handelns wie kein anderer Komponist zuvor in der Geschichte.Dem Griechen Theodorakis gelingt es wie keinem anderen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts mit seinen Liedern, dass ein ganzes Volk die Texte seiner großen Dichter und Literatur-Nobelpreisträger singt. 

Ende der 1960er Jahren erreicht seine Musik und das Verständnis für seine unbeugsame Haltung, auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern, vor allem die Menschen, die unter staatlicher Gewalt leiden. Theodorakis Aufruf zum Widerstand gegen die Militärdiktatur in Griechenland hatte zur Folge, dass er inhaftiert, aus seinem Land verbannt und seine Musik verboten wurde. Nach seiner Rückkehr aus dem Exil 1974 setzt er sich ein für Versöhnung in Griechenland und auf Zypern und für die Völkerverständigung zwischen Türken und Griechen, Israelis und Palästinensern sowie die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit der Völker aller Kontinente.

Seine Lieder und Texte geben den Menschen Orientierung, enthalten Freude, Kummer und Glück. Seine Musik macht sie reicher. Sie fordert die Menschen auf, eine bewohnbare Welt zu schaffen.

Eintritt: zwischen 15 – 30 Euro.
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„Eine Geschichte von Verfolgung und Haft“

Von Elmar Schütze, Berliner Zeitung, 13.12.2018:
„Am Anfang waren die Kommilitonen dran, die Freunde, alle, die sich drei Monate lang für sie eingesetzt, mit ihr gebangt, Briefe geschrieben, ihr Mut gemacht haben, Petitionen ans Europaparlament geschrieben, Kontakt zum Auswärtigen Amt und dem Bundespräsidialamt gehalten haben. Umarmungen, Gespräche, Schultertätscheln in gelöster Atmosphäre.
Am Mittwoch hatte Sara Mardini, 23-jährige syrische Flüchtlingshelferin aus Pankow, ihren ersten öffentlichen Auftritt. 106 Tage hatte sie in griechischer Untersuchungshaft verbracht, weil sie Flüchtlingen geholfen hatte.
Jetzt hat ihre Hochschule in Berlin, das private Bard-College in Niederschönhausen, zu einer kleinen Willkommensfeier samt Pressekonferenz eingeladen. Zusammen mit ihrem Freund und Kollegen Sean Binder, einem Deutsch-Iren, und ihrem griechischen Anwalt hatte Sara Mardini viel zu erzählen.“ weiterlesen

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„Erneut Ärger in der Mazedonien-Problematik“


Von Wassilis Aswestopoulos, Telepolis, 12. Dezember 2018:
„Neuwahlen in Griechenland kann nur Tsipras auslösen
Am 15. Januar soll das Parlament in Skopje in der EJR Mazedonien (vorläufiger UNO-Name) oder Nord-Mazedonien (Name gemäß des Vertrags von Prespes) mit einer Abstimmung zur Änderung einiger Verfassungsartikel die letzten Bedingungen für den Vertrag von Prespes hinsichtlich des Namensstreits mit Griechenland erfüllen.
Danach liegt der Ball im griechischen Feld. Je näher die Entscheidung für die Parlamentarier der Vouli der Hellenen, wie das griechische Parlament heißt, rückt, umso fraglicher wird es, ob der Vertrag seine letzte Hürde nimmt.
Bricht Zaev den Prespes-Vertrag?
Die griechischen Medien zeigten mehrfach Videos mit Ansprachen des Premierministers der Nachbarrepublik. Dieser nennt sein Land schlicht Mazedonien und die Sprache, welche die Bürger des Landes sprechen, kurz Mazedonisch. Unabhängig davon, dass außer in Griechenland so ziemlich in allen Ländern der Erde die gleiche Praxis geübt wird, stellt dies streng genommen einen Verstoß gegen den Vertrag von Prespes dar, – meinen nicht nur die Griechen.“ weiterlesen

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