„Wir wurden von der Küstenwache versenkt“

Video des European Council on Refugees and Exiles

Efsyn 19.06.2023:
>“Wir wurden von der Küstenwache versenkt“

Ein weiterer Bericht über das Abschleppen des Fischerbootes durch die Küstenwache, das zum Untergang des Bootes führte, wird von einem syrischen Überlebenden des tödlichen Schiffsunglücks gegenüber einem Vertreter der Consolidated Rescue Group gegeben.

Die Tonaufnahme der Aussage mit englischen Untertiteln ist auf dem Twitter-Account von ECRE (European Council on Refugees and Exiles) zu finden, einem der größten europäischen Netzwerke von Organisationen mit 117 Mitgliedern in 40 europäischen Ländern.

„Alle überlebenden Migranten sagten, dass die griechische Küstenwache uns versenkt hat“, sagt der syrische Überlebende in seiner Aussage.

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BBC widerlegt die unsägliche Lüge der Küstenwache

das Boot mit den Geflüchteten, Screenshot des BBC-Videos

Ein zentrales Argument der Küstenwache, warum sie das Boot mit den Geflüchteten nicht retteten, ist dass es während der vielen Stunden, die sie es beobachteten, es sich kontinuierlich in Richtung Italien vorwärts bewegt habe. Der BBC hat nachgewiesen, das das eine unglaubliche Lüge ist. Das Schiff bewegte sich in der ganzen Zeit so gut wie überhaupt nicht vom Ort. Das Video im Artikel beweist es. Der Redakteur des BBC erklärt im Video die Analyse der Schiffsbewegungen (auf englisch).


Link zum BBC-Video

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„Wir haben die einzige Küstenwache der Welt, die Schiffbrüche verursacht, anstatt Schiffbrüchige zu retten“

Iasonas Apostolopoulos wird am 23.Juni in Berlin sprechen. (Veranstaltungshinweis HIER)

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In den Videos unserer Veranstaltung vom 24.März dieses Jahres kann man die Analysen der griechischen und europäischen Politik gegen Geflüchtete von Iasonas Apostolopoulos bereits nachsehen und hören:

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Dimitris Angelidis interviewt Iasonas Apostolopoulos zum Schiffsunglück von Pylos,
efsyn 17.6.2023:
„Iasonas Apostolopoulos, Seenotretter: „Wenn Griechen an Bord wären, aufgestapelt wie Sardinen, mit Babys an Bord, unfähig, sich zu bewegen, unfähig, ihr Geschäft zu verrichten, würde man ihnen erlauben, weitere 500 Kilometer zu fahren? Der Einsatz eines Seils ist kein Stabilisierungsversuch und schon gar kein Rettungsversuch, sondern ein Versuch, sie zurückzudrängen.“
Der Seenotretter Iasonas Apostolopoulos, mit viel Erfahrung auf Rettungsschiffen von Organisationen im zentralen Mittelmeer und ein vehementer Verteidiger der Rechte von Geflüchteten in unserem Land, spricht mit „Ef.Syn.“ über das tödliche Schiffsunglück in Pylos, eines der tödlichsten im Mittelmeer seit Jahren, benennt Widersprüche und Unwahrheiten in den Erklärungen, die die Küstenwache und die Regierung zu geben versuchen, spricht über die kriminelle „Logik der Nichtrettung“, die eine gängige Praxis der griechischen Behörden für die überladenen Schiffe mit Geflüchteten auf dem Weg nach Italien ist, und spricht von einem vorhersehbaren und erwarteten Verbrechen, das nicht vertuscht werden sollte.

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Tagesschau: Boot kenterte, als Küstenwache es zog

Es ist vielleicht noch unmenschlicher, als wir es uns bisher vorstellen konnten

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Tagesschau 17.06.2023:
Bootsunglück vor Griechenland. Überlebende berichten von drei Pushbacks
Die Ursache des Bootsunglücks vor der griechischen Küste mit Hunderten Toten ist nach wie vor ungeklärt. Mehrere Überlebende berichteten dem WDR unabhängig voneinander, die griechische Küstenwache habe das Schiff zuvor dreimal gezogen.
Nach dem Bootsunglück vor Griechenland mit vermutlich hunderten Toten gibt es schwere Vorwürfe gegen die griechische Küstenwache, das Unglück verursacht zu haben. Die Rede ist von so genannten Push-Backs. Darunter versteht man Maßnahmen, mit denen flüchtende Menschen daran gehindert werden, die Grenze zu übertreten und einen Asylantrag zu stellen. In der EU-Grundrechte-Charta wird das Recht auf Asyl gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention allerdings garantiert.“
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Ein aktueller Beitrag der efsyn bestätigt den Tagesschau-Artikel:
Es häufen sich die Zeugenaussagen über das Abschleppen des tödlichen Schiffes durch die Küstenwache“

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Iasonas Apostolopoulos: „Die Küstenwache ist für die 600 Toten strafrechtlich verantwortlich“

Es besteht der Verdacht, dass die Küstenwache das Boot der Geflüchteten versenkt hat, als sie versuchte, es mit einem Seil in italienische Gewässer zu ziehen. Für diese These spricht, dass es angeblich überhaupt kein Videomaterial von dem Untergang der Bootes gibt, obwohl die Schiffe der Küstenwache automatisch ständig filmen.
Aber wenn die Küstenwache sie nicht auf diese Weise ermordete, dann dadurch, dass sie die Geflüchteten viele, viele Stunden lang nicht rettete, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wäre. Letzteres kann diese grausame „Elite“ nicht zugeben, dann müsste sie ja ihre unmenschliche Haltung gegenüber Geflüchteten ändern – sie retten anstatt sie mit Gewalt daran zu hindern, um Asyl zu ersuchen.

Iasonas Apostolopoulos

www.rosa.gr 16.6.2023:
>Iason Apostolopoulos: „Die Küstenwache trägt die strafrechtliche Verantwortung für die 600 Toten“
Wenn sie ein Schiff loswerden wollen, kümmern sie sich nicht um das Leben der Menschen an Bord.“

Iason Apostolopoulos sprach im Radiosender „Sto Kokkino“ mit Aleka Zoumi über die Verantwortung für das tragische Schiffsunglück vor Pylos, das Hunderten von Menschen das Leben kostete, und dekonstruierte dabei jedes Narrativ der Regierung und der Küstenwache vollständig.

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Willkommen im zivilisierten Europa!

Willkommen im zivilisierten Europa! (Kalenderblatt ThePressProject 15.06.2023)

14. Juni, Mittwoch
[Schild der Frau:] „Krankenwagen nur für Griechen“
[Schild des Gerippes:] „Friedhöfe nur für Griechen“
[Hai:] „…und Unmenschlichkeit für alle anderen“

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Admiral der Küstenwache: Die Küstenwache hätte helfen müssen und tat es nicht

Efsyn 15.06.2023:
Internationaler Experte: Die Küstenwache hätte helfen müssen und tat es nicht
Die griechischen Hafenbehörden tragen die Verantwortung für das tödliche Schiffsunglück vor Pylos, so die Aussage des pensionierten Admirals der Küstenwache und internationalen Experten Nikos Spanos, der die Rolle der Küstenwache klarstellte.

In einem Gespräch mit dem staatlichen griechischen Fernsehen (ERT) sagte Spanos, dass die Küstenwache in jedem Fall hätte eingreifen müssen, auch wenn die Insassen des „schwimmenden Friedhofs“ die Rettung abgelehnt hätten. Er erklärte auch, dass der Küstenwache die Mittel zur Verfügung gestanden hätten, um dies sofort zu tun.

Bezeichnenderweise betonte er: „Das Schiff war ein schwimmender Friedhof, ein sehr altes Boot ohne jegliche Zertifikate. Die Tragödie ist unaussprechlich.

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Die Haltung der Küstenwache wirft unerbittliche Fragen auf

Von Dimitris Angelidis, efsyn 15.06.2023:
Die Haltung der Küstenwache wirft unerbittliche Fragen auf
War das verunglückte Fischereifahrzeug in Gefahr, wie uns internationale Organisationen versichern, oder außer Gefahr, wie die griechischen Behörden behaupten? ● Warum hat die Küstenwache den Ortungsmechanismus erst fast drei Stunden nach der Alarmierung in Gang gesetzt und warum hat sie Stunden gewartet, bevor sie mit der Rettungsaktion begann ● Auf diese und Dutzende anderer Fragen muss die Küstenwache Antworten geben.
Trotz des übereilten Versuchs der geschäftsführenden Regierung und der Küstenwache, sich hinter der Verantwortung der Schlepper für den tragischen Schiffbruch in Pylos zu verstecken oder sich auf die Weigerung der Flüchtlinge zu berufen, Hilfe anzunehmen, wirft die Haltung der Küstenwache unablässig Fragen auf.
● Warum hat sie fast drei Stunden verstreichen lassen, von 11 Uhr, als das Integrierte Such- und Rettungskoordinationszentrum der Küstenwache über die Existenz eines Bootes mit einer großen Anzahl von Migranten südwestlich des Peloponnes alarmiert wurde, bis 13.50 Uhr, als ein Hubschrauber von Mytilene aus startete, um das Boot zu lokalisieren, das um 15.35 Uhr gesichtet wurde?
● Warum hat sie nicht sofort eine Rettungsaktion durchgeführt, als sie das verunglückte Fischerboot entdeckte, sondern es stundenlang auf See gelassen, bis es gegen 2 Uhr morgens hin und her schwankte und mit seiner gesamten menschlichen Fracht sank?

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Es ist ein Verbrechen. 600 mal Mord!

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Yorgos Konstantinou:
„Wenn ihr uns nach Kreta gehen lasst, werden wir nicht sterben.“
Zurückweisungen an den Grenzen sind Mord.
Die Heuchelei der Europäischen Union und die politischen Entscheidungen der griechischen Regierung sind Mord.
Wieder und wieder.
Sie zwingen die Menschen, gefährliche Wege zu nehmen, und anstatt 10, 20 oder 300 Meilen zu fahren, fahren sie 1000 und 2000.
Bei dem Unglück in Krotone vor 4 Monaten starben 60 Menschen, heute in Pylos 600.
Eine Schande ist das.
Jeder Europäer und jeder griechische Wähler hat eine Verantwortung.
Es handelt sich nicht um einen Unfall.
Es ist keine Tragödie.
Es ist ein Verbrechen.
Es ist Mord.
Erinnern Sie sich an die Erklärungen:
Mitsotakis: Wir haben das Flüchtlingsproblem gelöst, wir haben die Migrationsströme minimiert, (Leros 12 Juni 2023)
Mitarakis: Griechenlands Migrationspolitik ist streng, aber fair (Zappeion 17.01.2023)

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Drei Todesfälle wegen fehlender Rettungswagen in dieser Woche und zynische ND-Politiker

AthensLive Wire Newsletter vom 10. 6. 2023:
„Ein Nea Dimokratia (ND) Parlamentskandidat erklärte, dass Krebspatienten im Endstadium keine Behandlung erhalten sollten, weil sie viel kosten und ohnehin sterben werden. Die große Empörung hat ihn aus dem Wahlkampf der ND gedrängt. Die ND hat jedoch nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie das Gesundheitswesen privatisieren will.
Diese Woche starben drei Menschen, weil Krankenwagen zu spät oder gar nicht eintrafen. Das Ergebnis von Haushaltskürzungen und Fahrzeugspenden erwies sich als problematisch.

Keine Gnade für Menschen mit Krebs im Endstadium
Dies ist eine der empörendsten Aussagen aller Zeiten.
„Es bedeutet nicht, dass wir den Patienten nicht lieben, wenn wir ihm sagen, dass es keinen Sinn hat, dies für ihn zu tun. Ein Krebspatient im Endstadium wird es nicht schaffen, und er/sie hat keine gute Prognose. Irgendwann sollten wir einen Schlussstrich ziehen, denn es ist kompliziert, die Kosten für die Behandlung mancher Menschen zu bewältigen“.
Dies erklärte der ND-Parlamentskandidat und Medizinprofessor Spyros Pnevmatikos in einem Interview mit SKAI Radio am Donnerstag.

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