Jedes Jahr wurde ein unbewaffneter jugendlicher Rom erschossen:
Oktober 2021 der 18-jährige Nikos Sampanis
Dezember 2022 der 16-jährige Kostas Fragoulis
November 2023 der 17-jährige Christos Michalopoulos
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AthensLive Wire Newsletter, 19,11.2023:
Ein weiterer jugendlicher Roma wurde von der Polizei erschossen
Die Nachricht wurde zunächst so gemeldet: „Ein Toter in Viotia nach Verfolgungsjagd mit der Polizei – Die Waffe des Polizisten wurde abgefeuert.“
Es war in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 12. November. Es gab eine Verfolgungsjagd – hieß es in dem Bericht. Ein Polizeiauto folgte ein „verdächtiges Fahrzeug mit 3-4 Insassen“. Als das verfolgte Auto in eine Sackgasse fuhr, begannen die Insassen mit den Polizisten zu streiten, so heißt es weiter.
„Während des Streits gelang es einem der Täter, die Waffe eines der Polizisten an sich zu nehmen, und während des Kampfes fiel der Schuss aus der Waffe des Polizisten. Daraufhin fiel einer der Täter tot um.“
Erst im Nachhinein wurde eine ganz andere Version der Ereignisse bekannt.
Zunächst erfuhr man, dass es sich bei dem Opfer um einen 17-jährigen Roma, Christos Michalopoulos, handelte.
Der Anwalt der Familie des Opfers, Ioannis Bagkagiannis, gab bekannt, die Stelle, an der Christos erschossen wurde, sei gesäubert worden, bevor die mit der Spurensicherung beauftragte Polizeieinheit kam. Er sagte auch, dass die Polizisten, die an dem Vorfall beteiligt waren, die Leiche des toten Jungen mit dem Auto, das dieser gefahren hatte, überführten. Der Fahrersitz sei… gereinigt worden, damit der neue Fahrer darauf sitzen konnte. Der Anwalt fügte hinzu, dass eine Probe von den Händen des toten Jungen genommen wurde, um festzustellen, ob er in der Nähe der Waffe war, aber seine Hände waren gewaschen worden. Der Anwalt berief sich dabei auf medizinische Unterlagen.



