[Köln] Solidaritätsdemo am 03. Juli

Aufruf Köln, Freitag, 03. Juli um 18 Uhr Hauptbahnhof Köln Solidaritätsdemo

“Oxi „- „NEIN” – „NO” zur Sparpolitik! – Ja zur Demokratie!

Solidarität mit den Menschen in Griechenland!

Am Wochenende haben die EU, der IWF und die EZB die Verhandlungen mit Griechenland über weitere Kredite scheitern lassen. Die griechische Regierung unter der linken Partei Syriza hat daraufhin in demokratischer Tradition ein Referendum (Volksabstimmung) für Sonntag 5.7. angesetzt. In diesem Referendum wird die griechische Bevölkerung darüber abstimmen ob sie das erneute Spar- und Steuer- erhöhungsdiktat der EU annehmen will oder nicht.
Die griechische Regierung ruft dabei dazu auf, mit Nein (gr. Oxi) zu stimmen und so ein deutliches Zeichen gegen die drastische Kürzungspolitik und Sparmaßnahmen besonders im sozialen Bereich durch die Institutionen/Troika zu setzen. Maßgeblicher Akteur beim Scheitern der Verhandlungen war die CDU/SPD Regierung der Bundes- republik Deutschland.
Die wirtschaftliche und soziale Situation in Griechenland ist nach den EU- und IWF- Spardiktaten der letzten Jahre verheerend. Es gibt höhere Staatsschulden und gestie- gene Arbeitslosigkeit, stark gekürzte Löhne und Renten. Krankenhäusern fehlen Medikamente zur Behandlung. Obwohl die Sparmaßnahmen ihr Ziel verfehlten, sollen sie weitergehen. Shit and Bullshit
Nach der Ankündigung des Referendums brach in den bundesdeutschen Medien und von den Regierungsparteien ein neuer Shitstorm über Griechenland herein. Da wurde von Verrat und Undankbarkeit geredet und behauptet, dass die Regierung Tsipras sich feige hinter dem Volk verstecke, statt selbst Verantwortung zu übernehmen (so sinngemäß der deutsche EU-Parlamentsvorsitzende Martin Schulz). Ja, das ist das Demokratieverständnis unserer Herrschenden. Alles Bullshit: Das Gegenteil ist der Fall. Die griechische Regierung hatte gegenüber den Institutionen schon weitgehende Zugeständnisse gemacht. Vielen in Griechenland gehen sie zu weit. Aber vielen EU Länder Regierungen – allen voran der BRD-Regierung – geht es auch gar nicht mehr um ein Verhandlungsergebnis. Es scheint, dass eine demokratisch gewählte linke Regierung gestürzt werden soll, um mögliche weitere Linksregierungen in Europa zu
verhindern. Denn auch in anderen EU-Ländern – z.B. in Spanien Podemos – erleben linksalternative Projekte großen Zuspruch in der Bevölkerung und erzielen als neue Parteien erste Wahlerfolge.
Protest and Action
Europa- und bundesweit finden deshalb in dieser Woche Solidaritätsaktionen mit den Menschen in Griechenland statt. In der BRD gibt es Kundgebungen und Demonstrationen und andere kreativen Aktionen unter anderem in Berlin, Stuttgart, Frankfurt am Main, Hamburg und auch hier in Köln! Der Protest richtet sich gegen die fatale Politik der Bundesregierung von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Gabriel (SPD).
Sowohl bei Verdi als auch im DGB insgesamt regt sich erfreulicherweise Widerstand gegen die harte Haltung der bundesdeutschen Regierung. Überall werden die Parteibüros von SPD und CDU besucht, so auch in Köln. Unsere Forderungen: Die griechische Bevölkerung muss selbstbestimmt handeln können, die Wahl der Regierung von Syriza und das Referendum am Sonntag sind demokratisch legitimiert. Es geht um die Verhinderung weiterer Privatisierungen, weiterer Lohn- und Renten- kürzungen. Armut, Angst und Erpressungspolitik sollen Europa nicht weiter beherr- schen… Wir sagen Ja zu Demokratie und Solidarität in Europa.

“Überall ist „OXI”! – Alle sagen Nein!
Unsere Solidarität gegen ihre Politik der Angst”

[Dieser Aufruf im Netz HIER]

Griechenland Solidarität Komitee Köln und Blockupy Köln V.i.S.d.P.: Alexis Sorbas, Luxemburger Str. 93, 50674 Köln

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[Hamburg] Kundgebung „Für ein solidarisches Europa – Nein zur Troika, Ja zur Demokratie!“ am 3. Juli

Kundgebung in Hamburg: Für ein solidarisches Europa – Nein zur Troika, Ja zur Demokratie!

Freitag 3.Juli , 18 -20 Uhr , Jungfernstieg (Flaggenplatz)

Der Widerstand der griechischen Bevölkerung gegen Erpressung, Verelendung und Entmündigung braucht unsere entschiedene Solidarität. Die Vorbereitung der Aktion basiert auf dem Internationalen Aufruf für diese Woche: http://www.altersummit.eu/accueil/article/nein-zur-sparpolitik-ja-zur.
Weitere Infos: http://www.attac-netzwerk.de/hamburg/startseite/

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Wellen der Wut mitten in Madrid

»Bürgerfluten« demonstrieren gegen die Troika und für Solidarität mit Griechenland
Spaniens Hauptstadt Madrid wurde am Sonntag von verschiedenen »Mareas« (Flutwellen) bei einer Großdemonstration durchspült.

„Die Sprecher der Bewegungen erklärten ihre »Solidarität mit Griechenland, das von den Schulden erdrückt wird«, und solidarisierten sich mit den Forderungen der neuen SYRIZA-Regierung. Gefordert wird, dass die Schulden bezahlbar sein müssten. Scharfe Kritik gab es am »Austerizid«. Diese tödliche Kürzungs- und Sparpolitik werde Griechenland, Spanien und anderen Ländern von der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgezwungen.“

Neues Deutschland vom 23.2.2015

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Varoufakis: Das Scheitern der europäischen Sozialdemokratie

interessanter Artikel von Yanis Varoufakis in der Zeitschrift „Luxemburg“: Das Scheitern der europäischen Sozialdemokratie in der Eurokrise „Sollte es einer wiedererstarkten Linken nicht gelingen, EuropäerInnen dazu zu bewegen, die toxischen Politiken, die den Angelpunkt von Europas Dekonstruktion bilden, herauszufordern, werden Rassismus, Nationalismus und ein aufkommendes Regime, das ich Bankruptocracy nenne, die einzigen Gewinner sein.“

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Insiderbericht von den Verhandlungen der Finanzminister

Liebe Leute!

Das US-amerikanische Magazin Fortune hat sich mit James Galbraith unterhalten, ein bekannter keynesianisch ausgerichteter US-amerikanischer Ökönom, der zu Beginn seiner Karriere auch 1981/1982 Mitarbeiter im US-amerikanischen Kongress war. Galbraith ist ein enger Freund von Yanni Varoufakis und hat die ersten Schritte der griechischen Regierung aus nächster Nähe verfolgt. Er war auch mit der griechischen Delegation bei den Eurogruppen-Treffen.

Über die Eurozonen-Treffen berichtet er schockierendes:

„For Galbraith, the lack of coordination on the European side was shocking. “I’m an old Congressional staffer,” he says. “To watch an official body function in this slipshod and ad hoc way, to watch the Eurogroup and the way things were done, was really a revelation.”

„Auf deutsch: Für Galbraith war die fehlende Koordination auf der europäischen Seite schockierend. „Ich bin ein alter Kongressmitarbeiter,“ sagt er. „Eine offizielle Institution auf diese schludrige und Ad Hoc Weise arbeiten zu sehen, die Eurogruppe zu sehen und auf welche Art Dinge erledigt wurden, war wirklich eine Offenbarung.“

Außerdem sagt er, dass an besagtem Tag, an dem das Eurogruppen-Treffen platzt, das daran lag, dass Schäuble einfach den Saal verlassen hätte. Man hätte wahrscheinlich nur noch eine halbe Stunde gebraucht, um aus den beiden Entwürfen (von Moscovici und Dijsselbloem) ein gemeinsames Papier zu machen.

Für linke Ohren sicher ungewohnt sagt er auch, dass die Institutionen (also EU-Kommission, EZB und IWF) einen viel konstruktiveren Umgang mit den griechischen Vorschlägen gehabt hätten, als die untereinander tief zerstrittenen Regierungen. Dabei wird auch noch Mal explizit die deutsche Regierung hervorgehoben, die wohl auch noch Mal in sich gespalten sei.

Quelle:

http://fortune.com/2015/02/20/greece-germany-yanis-varoufakis/

Gruß,

Stephan Lindner

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Eurogroup statement on Greece

zum nachlesen hier der Text der Vereinbarung der Eurogroup auf englisch:

www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2015/02/150220-eurogroup-statement-greece/

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[Berlin] Griechenland und seine Gläubiger – am 6. Juli

syrizaDroht der Austritt aus der Eurozone? Was will die Bundesregierung? Stephan Kaufmann mit einem Zwischenstand.

Zwischen der griechischen Regierung unter dem Linksbündnis Syriza und ihren Gläubigern ist es zum Eklat gekommen. Die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds fordern harte Einsparungen und Steuererhöhungen. Athen lehnt ab – braucht aber das Geld der Gläubiger. Andernfalls drohen Staatspleite und Euro-Austritt. Nun will die griechische Regierung am Sonntag ein Referendum über die Sparforderungen abhalten. Dies lehnen wiederum die Gläubiger ab, sie ziehen ihr Angebot zurück, das Bankensystem Griechenlands beginnt zu wanken. Ist der Euro-Austritt Griechenlands unausweichlich? Wo liegen überhaupt die Differenzen zwischen beiden Seiten? Und vor allem: Warum zeigt sich die Bundesregierung so unnachgiebig, worum geht es ihr?

http://www.rosalux.de/event/53630

Montag, 6. Juli, um 19:00, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

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[Berlin] „Griechenland in Europa – Wie weiter?” am 7. Juli

Die LINKE Steglitz-ZehlendorfÖffentliche Mitgliederversammlung der LINKEN Steglitz-Zehlendorf zum Thema:

“Griechenland in Europa – wie weiter?”

am Dienstag, 7. Juli 2015 um 19:30 Uhr

in der Hellenischen Gemeinde (Mittelstraße 33, 12167 Berlin, U9 und S1: Rathaus Steglitz)

mit :

  • Hasko Hüning, Politikwissenschaftler
  • Lampros Savvidis, ehem. Vorstandsmitglied der Hellenischen Gemeinde Berlin; Bundestagskandidat 2013 für die LINKE. Steglitz-Zehlendorf
  • Kostas Papanastasiou, Schauspieler, Sänger, Gastwirt, Poet
  • Georg Brzoska, Soziologe, Bündnis für Griechenlandsolidarität

Ich freue mich auf eine interessante Diskussion!

Solidarische Grüße,

Franziska Brychcy
Bezirksvorsitzende der LINKEN. Steglitz-Zehlendorf

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Erste Reaktionen auf den Antrag des griechischen Finanzministers vom 19. Feb. : Schäuble: njet; Juncker: positive sign

Germany says Greek proposals are insufficient. Germany has thrown a major spanner in the works, rejecting the proposals put forward by Greece.

Martin Jaeger, a spokesman for the German finance ministry, said in a statement:

The letter from Athens is not a proposal that leads to a substantial solution.

In truth it goes in the direction of a bridge financing, without fulfilling the demands of the programme. The letter does not meet the criteria agreed by the eurogroup on Monday.

12:30

The European Commission has welcomed the bailout extension request from Greece, claiming it could pave the way for compromise and stability in the eurozone.

A spokesman for Jean-Claude Juncker, EC President, said:

President Juncker sees this letter as a positive sign which, in his assessment, could pave the way for a reasonable compromise in the interest of the financial stability in the euro as a whole.

The detailed assessment of the letter and the response is now up to the eurogroup.

Quelle: http://www.theguardian.com/business/blog/live/2015/feb/19/greece-to-seek-bailout-extension-after-33bn-lifeline

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Text des bailout extension request des griechischen Finanzministers vom 19. Feb.

Greek finance minister Yanis Varoufakis has written to the president of the eurogroup, Jeroen Dijsselbloem, to put the bailout extension request into context.

Dear President of the eurogroup,

Over the last five years, the people of Greece have exerted remarkable efforts in economic adjustment. The new government is committed to a broader and deeper reform process aimed at durably improving growth and employment prospects, achieving debt sustainability and financial stability, enhancing social fairness and mitigating the significant social cost of the ongoing crisis.

The Greek authorities recognise that the procedures agreed by the previous governments were interrupted by the recent presidential and general elections and that, as a result, several of the technical arrangements have been invalidated. The Greek authorities honour Greece’s financial obligations to all its creditors as well as state our intention to cooperate with our partners in order to avert technical impediments in the context of the Master Facility Agreement which we recognise as binding vis-a-vis its financial and procedural content.

In this context, the Greek authorities are now applying for the extension of the Master Financial Assistance Facility Agreement for a period of six months from its termination during which period we shall proceed jointly, and making best use of given flexibility in the current arrangement, toward its successful conclusion and review on the basis of the proposals of, on the one hand, the Greek government and, on the other, the institutions.

The purpose of the requested six-month extension of the Agreement’s duration is:

(a) To agree the mutually acceptable financial and administrative terms the implementation of which, in collaboration with the institutions, will stabilise Greece’s fiscal position, attain appropriate primary fiscal surpluses, guarantee debt stability and assist in the attainment of fiscal targets for 2015 that take into account the present economic situation.

(b) To ensure, working closely with our European and international partners, that any new measures be fully funded while refraining from unilateral action that would undermine the fiscal targets, economic recovery and financial stability.

(c) To allow the European Central Bank to re-introduce the waiver in accordance with its procedures and regulations.

(d) To extend the availability of the EFSF bonds held by the HFSF for the duration of the Agreement.

(e) To commence work between the technical teams on a possible new Contract for Recovery and Growth that the Greek authorities envisage between Greece, Europe and the International Monetary Fund which could follow the current Agreement.

(f) To agree on supervision under the EU and ECB framework and, in the same spirit, with the International Monetary Fund for the duration of the extended Agreement.

(g) To discuss means of enacting the November 2012 Eurogroup decision regarding possible further debt measures and assistance for implementation after the completion of the extended Agreement and as part of the follow-up Contract.

With the above in mind, the Greek government expresses its determination to cooperate closely with the European Union’s institutions and with the International Monetary Fund in order: (a) to attain fiscal and financial stability and (b) to enable the Greek government to introduce the substantive, far-reaching reforms that are needed to restore the living standards of millions of Greek citizens through sustainable economic growth, gainful employment and social cohesion.

Sincerely,

Yanis Varoufakis

Minister of Finance

Hellenic Republic

Quelle: http://www.theguardian.com/business/blog/live/2015/feb/19/greece-to-seek-bailout-extension-after-33bn-lifeline

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