
Von Isabel Armbrust
Eine Energie-Genossenschaft auf Kreta zeigt, wie eine sozial akzeptierte Energiewende funktionieren kann: Unter Beteiligung der Menschen.
2019 gegründet hat Minoan Energy Community mit Sitz in Arkalochori in Zentralkreta inzwischen rund 1000 Mitglieder: Privatpersonen, Geschäfte, Gemeinden der Region, die Bezirksregierung, das Bistum.
Zwei Solarparks versorgen die Mitglieder mit billigem Strom, weitere sollen dazukommen. Wer 3.300 Euro in die Genossenschaft einzahlt, hat ausgesorgt und erhält den Strom für immer kostenlos. Minoan Energy wirbt denn auch mit dem Spruch: „Bei uns ist Strom nicht nur billig. Es ist deiner“ https://minoanenergy.com/ Der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft Charalampos Giannopoulos, Ex-Bürgermeister von Arkalochori, hat sogar die Vision, dass niemand auf Kreta jemals wieder für Strom zahlen muss.
Doch Griechenlands Regierung, die das Land bis 2025 klimaneutral machen will, setzt nicht auf solche demokratischen Ansätze, sondern auf große Player. Der Marktführer ist Terna Energy, der bereits über 50 Windparks im ganzen Land betreibt. Er ist unlängst von einer Firma aus Abu Dhabi aufgekauft worden.











