Makis Voridisi: „In der westlichen Welt gibt es inzwischen einen Führer, der die Interessen der westlichen Hemisphäre tatsächlich verteidigt: Donald Trump“

Von Antonis Telopoulos, efsyn 05.01.26ii:
„Die nationale Linie, ein Opfer auf dem Altar Trumps
Die öffentliche Stellungnahme des Ministerpräsidenten zu den Entwicklungen in Venezuela ist nicht lediglich ein Kommentar zu einer weit entfernten Krise, sondern ein mögliches Wendepunkt-Signal für die griechische Außenpolitik. – Türkische Journalisten sprechen bereits von einer Angleichung Athens an Israel und an die Logik roher Gewalt.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wirkt eine öffentliche Erklärung eines griechischen Ministerpräsidenten nicht nur als ein weiteres diplomatisches Statement zu einer fernen internationalen Krise, sondern als ein klares Zeichen eines Doktrinwechsels. Die Stellungnahme von Kyriakos Mitsotakis zu den Ereignissen in Venezuela – und insbesondere die Aussage, „es sei nicht der richtige Zeitpunkt, die Rechtmäßigkeit der jüngsten Handlungen zu kommentieren“iii – kann nicht als unglückliche Momentformulierung abgetan werden. Sie stellt potenziell einen Wendepunkt dar: die erste offene Abkehr von der über Jahrzehnte geltenden nationalen Linie, nach der Griechenland ohne Einschränkungen den Respekt vor dem Völkerrecht in den Vordergrund stellte und diesen von allen einforderte – von Verbündeten wie von Gegnern.
Diese Verschiebung betrifft nicht nur die Außenpolitik. Sie hat auch eine tiefgreifende innenpolitische und gesellschaftliche Bedeutung. Kyriakos Mitsotakis erscheint nun nicht mehr als Vertreter eines gemäßigten, liberal-europäischen Profils, sondern als Anhängsel des reaktionärsten Flügels der Nea Dimokratia, der seit Längerem versucht, seine ideologische und politische Agenda durchzusetzen. Es ist kein Zufall, dass die Erklärung zu Venezuela gerade von diesem innerparteilichen Block mit Begeisterung begrüßt wurde.











