
Von Achim Rollhäuser.
Zur Abwechslung gibt es nach den schrecklichen Nachrichten über die Waldbrände im ganzen Land – überall gibt es wegen der anhaltenden Hitze neue Feuer –Erfreuliches aus Griechenland zu berichten: Auf mehreren Inseln sind von Bewohner*innen Initiativen ins Leben gerufen worden, um der anhaltenden Inbesitznahme von Stränden durch Beachbar-Betreiber und Sonnenschirm-Vermieter Einhalt zu gebieten.
Die griechische Verfassung schreibt vor, dass alle Strände im Land öffentlich zugänglich sein müssen. (Das hatte schon 1981 die damalige Kultusministerin Melina Mercouri durchgesetzt.) Der Staatsgerichtshof hat das vor kurzem noch einmal bekräftigt. Wenn Liegen und Sonnenschirme aufgestellt werden, dürfen diese nicht mehr als 50% des Strands belegen. Zwischen Wasserlinie und der ersten Reihe der Liegen/Schirme muss ein Abstand von 5 m eingehalten werden.
Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Gemeinden die Strände an Unternehmer vermieten, die sie dann komplett zustellen. Jemand, der nur sein Handtuch ausbreiten will, hat überhaupt keine Chance mehr, in die Nähe des Wassers zu kommen. Oft holen die Unternehmer überhaupt keine Genehmigung der Gemeinden mehr ein, sondern nehmen die Strände ohne weiteres in Besitz und lassen sie dann von Security Firmen gegen unerwünschte Besucher*innen abschirmen. Genehmigungen, die für 30 m Strandlänge erteilt wurden, sind um 1000% überschritten und die Liegen auf 300 m verteilt worden.










