[Berlin] Lesung aus „Yanis Varoufakis: Die ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment“ 6. März 2019

WO | Roter Salon der Volksbühne Berlin, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin-Mitte

WANN | 6.3. 2019, Beginn: 19 Uhr

Es lesen Rainer Iwersen, Ulrike Knospe, Christian Bergmann und Prof. Dr. Rudolf Hickel gibt ökonomische Erläuterungen. Mit einer Überraschung.

Die Premiere fand 2018 in der bremer shakespeare company statt.

Textauswahl: Gerd Bock | Lesefassung: Rainer Iwersen

In seinem ebenso brillanten wie spannenden Bericht schildert Varoufakis die Erfahrungen, die er als griechischer Finanzminister mit den Vertretern der EU gemacht hat: Auf 600 Seiten protokolliert und analysiert er das Ringen um eine demokratische und soziale Veränderung der Politik gegenüber Griechenland und Europa generell. Wir schauen hinter die Kulissen der Machtzentren in der Eurozone. Varoufakis’ Protokolle seiner Kämpfe mit ihren Vertretern sind so aufschlussreich wie mitunter komisch. Dabei ist die griechische Niederlage eine Tragödie – nicht nur für die griechische Bevölkerung, sondern für die ganze EU.
Oxi zu dieser Eurozone
In der Nacht vom 5. Juli 2015, als die Griechen mit 63 Prozent »Oxi/Nein« zur Troika-Politik sagten, erklärte Janis Varoufakis gegenüber der Presse: »Unser Nein ist ein majestätisches, großes Ja zu einem demokratischen Europa. Es ist ein Nein zu der düsteren Vision einer Eurozone, die wie ein eiserner Käfig für Europas Völker ist. Aber es ist ein lautes Ja zu einer Vision der Eurozone, die soziale Gerechtigkeit und gemeinsamen Wohlstand für alle Europäer verheißt.«
Ein historischer Satz. Im Rückblick erscheint der Sieg des Berlin/Brüsseler-EU-Establishments über die griechische Bevölkerung wie ein Pyrrhussieg. Vor allem Varoufakis hatte versucht, aus der europäischen Krise einen Ausweg zu weisen. Er wurde dafür massiv verleumdet und medial diffamiert – nicht ohne negative Folgen: Nationalistische Bewegungen haben in Europa weiteren Auftrieb bekommen. Großbritannien hat der EU den Rücken gekehrt und in Italien versucht ein Bündnis mit rechtspopulistisch-rassistischer Schlagseite der Zwangsjacke der herrschenden europäisch-deutschen Agenda zu entkommen. Brillant beschreibt Varoufakis in seinem Buch: »Die ganze Geschichte – Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment (Adults in a room)« die Mechanismen der Macht in der EU. Dieses Ringen um eine demokratische und soziale Veränderung der europäischen Politik 2015 führt er wie eine antike Tragödie vor, deren mächtigsten Figuren deutsche Politiker waren. Die in der »bremer shakespeare company« präsentierten Auszüge aus Varoufakis Text können wichtige Aspekte des Kampfes neu lebendig machen, den Griechenland gegen die vereinte Streitmacht der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der deutschen Massenmedien geführt und verloren hat – zum Nachteil der Menschen in Griechenland und auch zum Nachteil der Zukunft eines vereinten Europas.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin,  Volksbühne Berlin und attac Berlin

 

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„Salam Aldeen rettete Flüchtlinge, nun drohen zehn Jahre Haft“

Von Annika Leister, berliner-zeitung.de, 11.04.18
Vorwurf Menschenschmuggel – Salam Aldeen rettete Flüchtlinge, nun drohen zehn Jahre Haft
Berlin. Weil Salam Aldeen Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten wollte, drohen dem Dänen zehn Jahre Haft. Denn der 35-Jährige wurde in Griechenland wegen Menschenschmuggels angeklagt.
Am 7. Mai startet sein Prozess. Er ist das jüngste Beispiel für Verfahren gegen Flüchtlingshelfer, die Länder wie Dänemark, Italien oder Frankreich seit 2015 verstärkt führen. Das Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung hatte Aldeen am Dienstag nach Berlin eingeladen, um seinen Fall vorzustellen.“
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[Berlin] 15. Griechischer Salon: Filmvorführung und Live-Musik am 14. März 2019

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Die HanAmerika-Square 2dlung: Der arbeitslose, ultranationalistische Nakos versteht seinen Wohnblock nicht mehr: überall Multi-Kulti, überall geflüchtete Menschen; er fürchtet „Überfremdung“ und heckt einen tödlich-rassistischen Plan aus.
Sein bester Freund noch aus alten Tagen ist der Tattoo-Künstler Billy, doch dieser  – zutiefst menschlich unter der coolen Schale – sieht die Schicksale der Menschen, die neuerdings rund um den Amerika Square leben. So wie die afrikanische Barsängerin Tereza, die ein neues Tattoo will: „Refuse to Sink“. Und so wie Tarek, der mit seiner kleinen Tochter dem Krieg in Syrien entkommen ist und eigentlich weiter will nach Berlin…
In Sakaridis‘ preisgekröntem Film treffen die vier und ihre so unterschiedlichen  Träume in einem packenden Plot aufeinander. Freiheit oder Angst, Kleingeist und Hass oder Solidarität, Geschäft oder Liebe: Was wird die Oberhand behalten?

Im Anschluss an den Film gibt’s Live-Musik mit dem Duo „Eponimoi“. Christos         Gagralis und Themis Letenos spielen Rembetiko und andere griechische Lieder, die Ihr alle kennt (oder endlich kennenlernt). Tanzt und feiert mit: das Leben, den Abend – und die Regenbogenfabrik, die in dieser Märzwoche Geburtstag hat und 38 Jahre alt wird.

Eintritt: 6 Euro, 5 Euro für Student*innen, 4 Euro für Hartz IV-Empfänger*innen.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin

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[Bochum] „Ölausgabe 2019: Europa – fair, solidarisch und lecker“ Event am 23. und 24. März 2019

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WO | Alsenwohnzimmer, Alsenstraße 27, 44789 Bochum

WANN | 23. und 24. März 2019 von 11.00 bis 16.00 Uhr

An diesem Samstag und Sonntag werden über 300 Bochumer und Bochumerinnen das von ihnen bestellte griechische Olivenöl der Ernte 2018/19 bei der Initiative Öl-Connection-Ruhr im Alsenwohnzimmer abholen. Dazu bietet die veranstaltende Griechenland-Hilfsinitiative Hellas-Solidarität Bochum griechische Live-Musik:

Am Samstag (23. März) um 14.30 Uhr Tito Baden, ft. Fawi: Éntechna-Songs (griechischer Rock), Tito ist gebürtiger Syrer, studierte in GR und lebt nun in D. Er hat eine große Fangemeinde in Griechenland und bereits mehrere Videos gedreht. Seine Interpretationen der griechischen Rockmusik schlagen Brücken und manche Songs verbindet er zur Freude des deutschen Publikums mit bekannten Refrains der Toten Hosen.

Sonntag (24. März) um 14.30 Uhr Stávros Anestópoulos, der schon seit drei Jahrzehnten auf Bühnen steht und als würdiger Interpret der – frühen – Lieder von Theodorákis gilt. Am Sonntag singt er bei uns auch Lieder von Hadzidákis u.a., begleitet von Bouzouki und Gitarre.

Die Bochumer Olivenölfreunde können aus Griechenland angereiste Mitglieder der Erzeugerkooperative Messinis Gäa (Vassilis Bournas, Natassa Giannopoulou)  und von Soliexpo (Giórgos Chobdrós) persönlich kennenlernen und sie über die Olivenölproduktion befragen. Sie stehen Euch sehr gerne für ein Interview zur Verfügung (Übersetzer anwesend).

Bereits zum dritten Mal nach 2017 und 2018 findet diese Aktion in Bochum statt. Und die Aktion zieht weiter Kreise. Auch in diesem Jahr wurde mit 300 Mitbestellern das Ergebnis aus dem Vorjahr noch einmal übertroffen. Viele Bochumer Initiativen, Einzelhändler und Künstler unterstützen das Projekt. In diesem Jahr wurde auch das international renommierte Festival Ruhrtriennale auf die Öl-Connection-Ruhr aufmerksam. In der Produktion mit dem griechischen Titel Allileggi (Solidarität) von Barbara Ehnes (ab dem 23. August auf dem Festivalgelände und dem 30. August auf dem Massenbergboulevard in Bochum vor dem Kaufhaus Baltz) wird die Initiative in einer Videoinstallation ihr Verständnis von europäischer Solidarität präsentieren.

Mit dem Aufbau der Öl-Connection-Ruhr will die Hellas-Solidarität Bochum eine nachhaltige, solidarische und gemeinwohlorientierte europäische Ökonomie fördern, die es griechischen Kleinbauern ermöglicht, wieder von der Olivenölproduktion leben zu können. Die Bauern erhalten faire Preise und mittels einer stabilen partnerschaftlichen Handelsbeziehung zwischen Daras, Messinia und Bochum profitieren beide Seiten – denn auch die Olivenölkonsumenten haben eine Qualitätsgarantie auf ein hochwertiges Nahrungsmittel, weil sie zu deren Produzenten persönliche Beziehung aufbauen.

Pro Liter Öl geht zudem 1 Euro an ein medizinisches Hilfsprojekt im strukturschwachen und von der Krise besonders getroffenen westgriechischen Stadt Arta, der dortigen Sozialen Arztpraxis und Apotheke. Bereits seit Juni 2015 unterstützt die Bochumer Initiative Hellas-Solidarität mit ihren Spenden dort Menschen, die sich einen Besuch beim Arzt oder spezielle Medikamente nicht leisten können.

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[Leipzig/Berlin] Buchvorstellung – Lesung und Gespräch mit Maria Stefanopoulou „Athos der Förster“ am 24. und 25. März 2019

Athos_der_Foerster1943 – Im griechischen Bergdorf Kalavryta ermordeten vor 75 Jahren Soldaten der deutschen Wehrmacht die gesamte männliche Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund spielt Maria Stefanopoulous preisgekrönter Roman „Athos der Förster“.

Drei Termine:

1. WO | Leipziger Buchmesse, Forum „Die Unabhängigen, Halle 5, Stand H 309 | WANN | Sonntag, 24.03.2019, 12.30 – 13 Uhr

  • Die Autorin und ihr Verleger Ingo Drzecnik sprechen über das Trauma der Überlebenden von Kalavryta und was Literatur für die Erinnerungsarbeit leisten kann.
  • Michaela Prinzinger stellt ihr Arbeitsjournal zur Übersetzung vor.

Organisation: Elfenbein Verlag und Diablog Vision e.V.

 

2. WO | Europa-Haus Leipzig, Markt 10 | WANN | Sonntag, 24.03.2019, 18 Uhr

  • Die Autorin und der Moderator Kostas Kipouros sprechen über die historischen Ereignisse und ihre literarische Umsetzung.
  • Michaela Prinzinger stellt ihr Arbeitsjournal zur Übersetzung vor.
  • Musikalische Einlage von K. Kipouros.
  • Signierstunde mit kleinem Buffet.

Organisation: Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Thessaloniki e.V., Elfenbein Verlag und Diablog Vision e.V.

 

3. WO | Literaturhaus-Kaminzimmer, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin-Charlottenburg | WANN | Montag, 25.03.2019, 19.30 Uhr

  • Die Autorin und die Moderatorin Cornelia Jentzsch sprechen über den preisgekrönten Roman und seinen historischen Hinergrund.
  • Michaela Prinzinger stellt ihr Arbeitsjournal zur Übersetzung vor.

Organisation: Elfenbein Verlag und Diablog Vision e.V.

 

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[Berlin] Filmvorführung „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 31. März 2019

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WO | Eva Lichtspiele Blissestraße 18, 10713 Berlin

WANN | Sonntag, 31.03.2019, 17:30 Uhr

WAS | Respekt für Griechenland e.V.“ und die Eva Lichtspiele laden ein: Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland. Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis
(Griechenland 2018, 101 min., Original mit deutschen Untertiteln)

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur, Chrysanthos Konstantinidis, der aus Lyngiades stammt, und seinem Protagonisten, Christoph Schminck-Gustavus, auf dessen alten Ton- und Bildaufnahmen der Film weitgehend basiert.

Hintergrund:

„Nicht vergessen“ ist das Leitmotiv dieses eindrucksvollen Films!

Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland: wegen seiner wunderbaren Aussicht der „Balkon“ genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines Massakers, das hierzulande noch viel zu wenig bekannt ist: Am 3. Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer 82 Dorfbewohner und zerstörten fast alle Häuser.

Der Rechtshistoriker Christoph Schminck-Gustavus aus Bremen recherchierte und dokumentierte vor drei Jahrzehnten die Hintergründe dieses Verbrechens (s. sein Buch „Der Feuerrauch“). Jetzt führt er durch den Film. In diesem hören die Nachkriegsgenerationen am Ort, oft erstmalig, Erinnerungen von Überlebenden. Es sind Dokumente der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas. Und es sind Einblicke in die unterlassene Aufarbeitung in Deutschland und in die verweigerte Wiedergutmachung.

Abschließend stellt der Verein „Respekt für Griechenland“ seine gerade begonnene Kampagne zu „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“ vor.

 

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[Bochum] Filmvorführung „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 5. April 2019

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WO | Endstation Kino; Wallbaumweg 108; 44894 Bochum

WANN | 5. April 2019 um 19.00 Uhr

WAS | Dokumentarfilm „The Balcony – Memories of Occupation“ von Chrýsanthos Konstantinídis, (Griechenland 2018, 101 Min, OmdeuU, FSK: 18, Griechisch mit deutschen Untertiteln)

Anschließend: Filmgespräch mit dem Regisseur und Prof. Christoph Schminck-Gustavus.

Hintergrund:

„Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“

„Und nicht vergessen“, ist das Leitmotiv dieses Films!
Ligiádes, ein Dorf in Épirus: wegen seiner wunderbaren Aussicht der „Balkon“ von Ioánnina genannt. Doch die Idylle kann die Geschichte eines Nazi-Verbrechens nicht verdecken, die ein deutscher Historiker im Film recherchiert und dokumentiert. Die Nachkriegsgenerationen hören durch ihn zum ersten Mal die Stimmen ihrer Vorfahren, die das Verbrechen beschreiben. Es sind Dokumente der Erinnerung und der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas.

Ligiádes, Sonntag, 3. Oktober 1943: Die Hälfte der Dorfbewohner ist zur Walnussernte im Dorf Karyes in Zagori. 5 bis 6 Personen, Gäste einer Nomadenhochzeit und Verwandte des Bräutigams,sind am Berghang zu sehen. Sie wollen eine Braut abholen, nach lokalem Brauch. Am späten Nachmittag dringen deutsche Gebirgsjäger der Edelweiß-Division in das Dorf ein. Sie töten wahllos Babys, Kinder, Frauen, Alte, während die Häuser in Flammen aufgehen. Einige verbrennen bei lebendigem Leib. Stunden später kehren die übrigen Bewohner zurück und finden ihre Familien ‒verkohlt. Noch am folgenden Tag wird ein 14 Monate altes Baby von seinen Mitbewohnern gefunden, an der Brust seiner toten Mutter und erstochen von einem Bajonett.

1989: Ein deutscher Historiker, Christoph U. Schminck-Gustavus, Professor für Rechtsgeschichte an der Universität Bremen, besucht das Dorf und nimmt die Zeugenaussagen auf Audiokassetten auf. Später in diesem Jahr recherchiert er in deutschen Militärarchiven.

2010: Schminck-Gustavus gibt nach Abschluss seiner Forschung u.a. das Buch „Feuerrauch: Die Vernichtung des griechischen Dorfes Lyngiádes am 3. Oktober 1943“ heraus.

2014: Bei einem offiziellen Besuch in Ligiádes bittet Bundespräsident Joachim Gauck im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs um Vergebung.

Der Regisseur des Films, Chrýsanthos Konstantinídis, hört die Geschichten von Ligiádes, seinem Heimatort. Um sie zu erzählen, beginnt er im Jahr 2013Zeugnisse von Überlebenden und deren Nachkommen mit seiner Kamera festzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt kennt er Christoph Schminck-Gustavus bereits und legt dessen Recherchen seinem Film zugrunde. Schließlich kehrt Konstantinídis mit umfangreichem Filmmaterial aus Ligiádes und Deutschland zurück.

Veranstalter: Initiative Hellas-Solidarität Bochum in Kooperation mit dem Kino Endstation und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

Link : https://hellassolidaritaetbochum.wordpress.com/2019/03/10/der-balkon-wehrmachtsverbrechen-in-griechenland-filmscreening-u-filmgespraech/


 

Το Μπαλκόνι – Μνήμες Κατοχής

« Μην ξεχνάτε! », είναι το κύριο θέμα αυτής της ταινίας. Λιγκιάδες: Το “Μπαλκόνι” των Ιωαννίνων με την υπέροχη θέα. Αλλά το ειδύλλιο αυτό δεν μπορεί να αποκρύψει την ιστορία ενός ναζιστικού εγκλήματος που ένας Γερμανός ιστορικός ερευνά και τεκμηριώνει στην ταινία. Οι μεταπολεμικές γενιές ακούν μέσα του για πρώτη φορά τις φωνές των προγόνων τους που περιγράφουν το έγκλημα. Είναι έγγραφα μνήμης και θλίψης με φόντο το συλλογικό τραύμα.

Λιγκιάδες, Κυριακή 3 Οκτωβρίου 1943: Οι μισοί κάτοικοι του χωριού βρίσκονται πίσω από το βουνό Μιτσικέλι, στο χωριό Καρυές Ζαγορίου, για τη συγκομιδή καρυδιών. Στην πλαγιά του βουνού, 5 με 6 συγγενείς του γαμπρού ενός σαρακατσάνικου γάμου πάνε στα κονάκια να παραλάβουν τη νύφη σύμφωνα με το τοπικό έθιμο. Αργά το μεσημέρι, Γερμανοί αλπινιστές καταδρομείς της μεραρχίας Εντελβάις εισβάλουν στο χωριό. Σκοτώνουν αδιακρίτως βρέφη, παιδιά, γυναίκες, γέροντες και τυλίγουν τα σπίτια στις φλόγες. Κάποιοι καίγονται ζωντανοί. Ώρες μετά, οι υπόλοιποι κάτοικοι επιστρέφουν για να βρουν τις οικογένειές τους απανθρακωμένες.Την επόμενη ημέρα ένα μωρό 14 μηνών βρέθηκε από τους συγχωριανούς του να θηλάζει στη νεκρή μητέρα του όντας τραυματισμένο από ξιφολόγχη στην πλάτη.

1989: Ένας γερμανός ιστορικός επισκέπτεται το χωριό και με ένα κασετόφωνο συλλέγει μαρτυρίες από τους επιζήσαντες του ολοκαυτώματος. Αργότερα, ανατρέχει στα γερμανικά στρατιωτικά αρχεία για περαιτέρω έρευνα.

2011: Ο ιστορικός αυτός  Christoph U. Schminck Gustavus, καθηγητής Ιστορίας Δικαίου του Πανεπιστημίου της Βρέμης, εκδίδει την τριλογία “Μνήμες Κατοχής”. Το τρίτο βιβλίο επικεντρώνεται στο ολοκαύτωμα των Λιγκιάδων.

2014: Ο πρόεδρος της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας Joachim Gauck επισκέπτεται τους Λιγκιάδες και για πρώτη φορά Γερμανός αξιωματούχος ζητά δημόσια “Συγνώμη” για τα εγκλήματα των ναζί στην Ελλάδα.

Ο σκηνοθέτης Χρύσανθος Κωνσταντινίδης, μεγαλώνει με τις ιστορίες των Λιγκιάδων, του τόπου καταγωγής του. Το 2013, θέλοντας να μοιραστεί τις ιστορίες αυτές κι αφού έχει συναντήσει τον  Christoph U. Schminck Gustavus, ξεκινά να καταγράφει στο φακό του μαρτυρίες από επιζήσαντες και από τους απογόνους τους . Το βιβλίο του καθηγητή γίνεται ιστορικός σύμβουλος και συνοδοιπόρος αυτού του εγχειρήματος. Ο Κωνσταντινίδης επιστρέφει από τους Λιγκιάδες και τη Γερμανία με μεγάλο όγκο κινηματογραφικού υλικού.

Στις 5 Απριλίου 2019 στις 7 μ.μ., η πρωτοβουλία Hellas-Solidarität Bochum, σε συνεργασία με το Kino Endstation και το ίδρυμα Rosa Luxemburg Stiftung NRW θα παρουσιάσουν το ντοκιμαντέρ «Το μπαλκόνι – μνήμες κατοχής» του Χρύσανθου Κωνσταντίδη, (Ελλάδα 2018, 101 λεπτά, Ελληνικά με γερμανικούς υπότιτλους, FSK: 18). Θα ακολουθήσει συζήτηση με τον σκηνοθέτη Χρύσανθο Κωνσταντινίδη και τον καθηγητή Christoph U. Schminck-Gustavus.

 

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Florence Hervé über die Wasserprivatisierung in Griechenland


„Das Recht auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung ist ein von der UNO deklariertes unveräußerliches Menschenrecht.
Wasser bedeutet Leben. Wasser ist keine Ware. Der Zugang zu Wasser darf nicht durch Privatisierung und Spekulationen von multinationalen Konzernen und skrupellosen Politikern eingeschränkt werden. Auch in Griechenland nicht, wo z.Z. Zwangsprivatisierungen zum nationalen Ausverkauf führen.
Die Privatisierung von Wasser trifft besonders Frauen, die für die Sorge-Arbeit mehrheitlich verantwortlich sind, wozu sauberes Wasser benötigt wird – zum Trinken, Ernähren, Kochen, Waschen, Spülen, Putzen, Pflegen… In manchen ländlichen Regionen kümmern sich Frauen zudem um die Wasserversorgung.“
Florence Hervé, Autorin (zuletzt: „Wasserfrauen“)
Versionen der Petition gegen die Wasserprivatisierung in Griechenland in sechs Sprachen
Petition gegen die Wasserprivatisierung auf deutsch

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[Tübingen] Kino-Matinee „The Balkony – Memories of Occupation“ (Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland) am 7. April 2019

WO | Kino Arsenal Tübingen, Hintere Grabenstr. 20

WANN | Sonntag, 7. April 2019, um 11.00 Uhr

Im Anschluss besteht Möglichkeit der Diskussion mit dem Regisseur Chrysantos Konstantinidis und Prof. Dr. Schminck-Gustavus, der die historische Recherche zum Film gemacht hat.

Eine filmische Dokumentation (2018) über die deutsche Wehrmachts-Besetzung Griechenlands. Aufgrund seiner rundum gut einsehbaren „Balkonlage“ mit Rauchsäulen im Umkreis von mindestens zwanzig Kilometern wurde das Bergdorf Lyngiades am 3. Oktober 1943 als „Sühne“ für den von Partisanen getöteten Wehrmachts-Kommandeur Josef Salminger mit Maschinengewehren beschossen und anschließend fast vollständig niedergebrannt. Nur fünf Menschen überlebten unter brennenden Trümmern, darunter ein Säugling: Vom Regisseur vor der Kamera befragt, äußerte sich der inzwischen über 70jährige Panajotis Poruska mit Ablehnung und Unverständnis auf fromme Formeln, wie sie ohne weitere Konsequenzen aus Deutschland verlauten. Der Film bezieht die über Jahre vor Ort sorgsam dokumentierten Interviews mit den letzten Überlebenden des Massakers ein.

Veranstalter: Gesellschaft Kultur des Friedens und Deutsch-Griechische Gesellschaft Tübingen-Reutlingen

 

 

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„Kalter Krieg in der Ägäis – Griechenland und die Türkei rüsten auf“

Von Gerd Höhler, handelsblatt.com, 08.04.2018
„Erdogans Träume von den Ägäis-Inseln
Die verfeindeten Nato-Partner steuern auf einen neuen Rüstungswettlauf zu. Es ist das Letzte, was der Schuldenstaat Griechenland jetzt braucht.
Seit Jahrzehnten streiten Griechenland und die Türkei um die Grenzziehung in der Ägäis, die Schürfrechte unter dem Meeresboden und die militärischen Kontrollbefugnisse im Luftraum.
„Angelos und Dimitris: Alle Griechen wollen, dass Euer Golgota bald zu Ende ist“ – diesen Gruß sandte der griechische Premier Alexis Tsipras zum orthodoxen Osterfest, das an diesem Wochenende gefeiert wird, ins westtürkische Edirne.
Dort sitzen Oberleutnant Angelos Mitretodis (27) und Feldwebel Dimitris Kouklatzis (25) in der Zelle eines Hochsicherheitsgefängnisses – seit 38 Tagen. Sie waren am 1. März bei einer Patrouille an der griechisch-türkischen Grenze im dichten Nebel auf türkisches Staatsgebiet geraten – versehentlich, wie sie sagen.
Dass die beiden Soldaten immer noch in Haft sind, zeigt, wie zerrüttet die Beziehungen der beiden Nato-Partner sind. Türkischen Medienberichten zufolge prüft die türkische Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen „Spionage“. Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos fürchtet, dass die beiden jungen Männer die nächsten 15 Jahre in türkischer Gefangenschaft verbringen.
Seit Jahrzehnten streiten beide Länder um die Grenzziehung in der Ägäis, die Schürfrechte unter dem Meeresboden und die militärischen Kontrollbefugnisse im Luftraum. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan spekuliert öffentlich über eine Revision des Vertrages von Lausanne, der 1923 die Grenzen zwischen beiden Ländern festschrieb, und phantasiert von einer „Großen Türkei in den Grenzen unserer Herzen“. Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu träumt mit und will 18 griechische Ägäisinseln erobern.“ weiterlesen

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