„Griechischer Staat bläht sich erneut auf“

Wiener Zeitung, 01.07.2021:
Freunderlwirtschaft: Griechischer Staat bläht sich erneut auf
Antonis Panoutsos, 73, Pilotenbrille, Kahlkopf, dicker Bauch, ist in Griechenland bekannt wie ein bunter Hund. Seine berufliche Karriere machte Panoutsos, der auch jahrelang in Berlin lebte, als Kolumnist bei führenden Athener Sportzeitungen. Sein Lieblingsthema: Fußball. Keiner kann die Aktionen der Kicker auf dem grünen Rasen anschaulicher analysieren. Oft garniert mit Witz, gerne auch mit beißender Ironie, immer unterhaltsam. Jahrzehntelang tat er das. Panoutsos hatte fanatische Leser, im fußballverrückten Hellas ist er ein Star der schreibenden Zunft.
Plötzlich wollte Antonis Panoutsos Politiker werden. Mit 70. Er stehe politisch rechts, sei ein Konservativer, der nach besten Kräften Kyriakos Mitsotakis, dem Chef der konservativ-liberalen Nea Dimokratia (ND), helfen wolle, Premier Alexis Tsipras vom „Bündnis der Radikalen Linken“ (Syriza) aus dem Amt zu jagen, offenbarte er.
Mitsotakis sei nicht nur ein bekennender Wirtschaftsliberaler, so Panoutsos. Er werde endlich den aufgeblähten, verkrusteten Staatsapparat zu Füßen der Akropolis entschlacken. Mitsotakis, der glühende Reformer, werde seinen Worten Taten folgen lassen und mit dem Klientelismus, der Vetternwirtschaft und der Korruption, den echten Übeln in Hellas, aufräumen. Unverzüglich.“ weiterlesen

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