[WIEN] TSIPRAS IN WIEN: SOLI-KUNDGEBUNG AM Mo. 09. Feb.

[1. Aufruf:]
Tsipras in Wien: Gemeinsam für den Wandel in Europa

Am Montag kommt Alexis Tsipras, Griechenlands neuer Premierminister, nach Wien, um Bundeskanzler Werner Faymann zu treffen.

Die griechische Regierung kämpft derzeit um einen Wandel: weg von der bisherigen Bankenrettungs- und Verarmungspolitik, hin zu einer solidarischen Krisenbewältigung. Viel wird davon abhängen, ob Österreichs politische Führung sie dabei unterstützt. Werner Faymann steht vor der Entscheidung: Folgt er weiter dem bisherigen, gescheiterten Kurs Richtung Abgrund – oder setzt er sich mit Tsipras und SYRIZA für einen Neustart ein?

Wir kommen daher am Montag vors Bundeskanzleramt, um Alexis Tsipras willkommen zu heißen. Unsere Botschaft lautet: Wir sind solidarisch mit den Menschen in Griechenland – und setzen uns mit ihnen für ein anderes Europa ein. Ihr Kampf ist auch unser Kampf!

Wann: Montag, 9. Jänner 2015, 11 Uhr
Wo: vor dem Bundeskanzleramt, Ballhausplatz 2

[2. Aufruf:]
Arbeitsbesuch des griechischen Premierministers Tsipras bei Bundeskanzler Faymann
Bundeskanzler Werner Faymann wird am Montag, dem 9. Februar 2015 den griechischen Premierminister Alexis Tsipras zu einem Arbeitsbesuch im Bundeskanzleramt empfangen. Bei der Begrüßung im Steinsaal besteht die Möglichkeit zu Foto- und Filmaufnahmen. Im Anschluss an das Arbeitsgespräch der beiden Regierungschefs sind Pressestatements geplant.
Termin:
Montag, 9. Februar 2015
11.00 Uhr
Begrüßung durch Bundeskanzler Faymann (Steinsaal)
PRESSSESTATEMENTS von Premierminister Alexis Tsipras und Bundeskanzler Werner Faymann (Kongresssaal)
Simultanübersetzung Deutsch/Griechisch .
Das Pressefoyer wird live auf der Website http://www.bundeskanzleramt.at übertragen.
Bilder zu dieser Veranstaltung werden im Anschluss daran über das Fotoservice des Bundespressedienstes,
http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar sein.

ES ERGEHT DIE EINLADUNG AN DIE GRIECHISCHE GEMEINDE UND FREUNDE/INNEN IN WIEN; FÜR EINE ENTSPRECHENDE PRÄSENZ ZU SORGEN:
TREFFPUNKT AB 10.00 VOR BUNDESKANZLERAMT.
BITTE FÄHNCHEN (GRIECHISCHE FAHNE) MITBRINGEN

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[Witten] „Rote Rosen aus Athen – oder weiterhin die Staatschulden-Geldmaschine?“ am 10. Feb.

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Finanzwissenschaftler Prof.Dr. Helge Peukert von der Universität Erfurt (Wiss. Beirat Attac)
erklärt finanztechnische Fakten, beantwortet Fragen und diskutiert mögliche Optionen für Syriza.

 

 

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[Frankfurt] „Eulen aus Athen – welche Botschaft bringt die Wahl in Griechenland für Europa?“ am 10. Feb.

„Eulen aus Athen – welche Botschaft bringt die Wahl in Griechenland für Europa?“ am 10.02.15

Roter Club 10.Februar DGB Haus

+CC Lizenz / Odysseas Gp / flickr.com

Griechenland hat am 25. Januar ein neues Parlament gewählt. Die Partei Syriza, die erst vor wenigen Jahren von den Plätzen ins Parlament eingezogen ist, stellt jetzt die Regierungsfrage und fordert ein Ende der Austerität in Europa.

Wie hat sich die EU-Krisenpolitik der letzten Jahre in Griechenland ausgewirkt? Wie kam es dort und andernorts in den letzten Jahren zu einer Neuorganisation der gesellschaftlichen Linken? Welche Bedeutung und welche möglichen Folgen hat das Ergebnis der griechischen Wahlen für Europa? Ist es der Anfang einer neuen solidarischen und gerechteren Politik?

Zusammen mit den Jusos Hessen-Süd möchte ich Sie ganz herzlich dazu einladen, über diese und weitere Fragen gemeinsam mit der Aktivistin und Soziologin Lisa Mittendrein und mit dem Politikwissenschaftler und Ökonom Mario Candeias zu diskutieren.

Mit:  Lisa Mittendrein & Mario Candeias

Am: Dienstag, den 10. Februar 2015, um 19:00 Uhr

Im:  DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Saal
Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, 60329 Frankfurt

Lisa Mittendrein ist Vorstandsmitglied bei Attac Österreich und setzt sich als Soziologin, Sozioökonomin und Aktivistin insbesondere mit finanz- und wirtschaftspolitischen Themen auseinander. In ihrem Buch „Solidarität ist alles was uns bleibt“ aus dem Jahr 2013 analysiert sie die Grundlagen und Dynamiken der Solidarischen Ökonomie in Griechenland seit dem Beginn der Krise.

Mario Candeias ist Politik- und Wirtschaftswissenschaftler und seit 2013 Direktor des Instituts für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er forscht schwerpunktmäßig zur Krise des Finanzmarkt-Kapitalismus und radikalen Strategien sozialökologischer Transformation. Gemeinsam mit Eva Völpel hat er 2014 das Buch „Plätze sichern! ReOrganisierung der Linken in der Krise. Zur Lernfähigkeit des Mosaiks in den USA, Spanien und Griechenland“ geschrieben.
Gern können Sie diese Einladung weiterverbreiten und weitere interessierte Gäste zu der Veranstaltung mitbringen.

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[Berlin] Protestkundgebung anlässlich des Treffens der Eurogruppen-Finanzminster am 11. Feb.

Kundgebung vor der EU-Vertretung am Mittwoch, 11. Februar, 16.30 Uhr, Unter den Linden 78, Nähe Brandenburger Tor

Unterstützt den politischen Aufbruch in Griechenland!

Die Vertreter der Troika versuchen die neue Regierung in Athen zu zwingen, die Sparmaßnahmen der abgewählten Regierung Samaras fortzusetzen. SYRIZA soll seine Wahlversprechen aufgeben. Merkel, Schäuble, Gabriel und die Verfechter der Austeritätspolitik aus anderen europäischen Ländern wollen nicht, dass in Griechenland

  • die Privatisierungen gestoppt oder rückgängig gemacht werden;
  • gewerkschaftliche Rechte und die Tarifautonomie wieder in Kraft treten;
  • Minirenten und der Mindestlohn auf 750 Euro erhöht werden;
  • drei Millionen Menschen, die aus den Sozialversicherungen gedrängt wurden, eine kostenlose Gesundheitsversorgung erhalten;
  • die kostenlose Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und Strom für völlig verarmte Familien garantiert wird.

Am Mittwochabend werden die Menschen in Athen und anderen griechischen Städten auf Massenkundgebungen ihre neue, frei gewählte Regierung unterstützen. Sie verlangen, dass das Ergebnis demokratischer Wahlen anerkannt wird und die Politik in Griechenland nicht mehr aus Brüssel und Berlin gesteuert wird.

Wir rufen auf, zeitgleich vor der EU-Vertretung in Berlin zu demonstrieren. Denn es wäre ein schwerer Rückschlag für alle Gewerkschaften, für die sozialen Bewegungen und für die Linke in allen europäischen Ländern, sollten sich die „Sparkommissare“ aus der Troika durchsetzen. Unsere Unterstützung gehört deshalb den Menschen in Griechenland, die seit fünf Jahren Widerstand leisten und mit ihrer Wahlentscheidung ein Signal gesetzt haben.

Change Greece – Change Europe – Chance4All!

Zur Kundgebung rufen u.a. auf:

Real Democracy Now! Berlin/GR, Ortsgruppe Berlin von SYRIZA, Das Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, die Neue antikapitalistische Organisation (NaO), Naturfreunde Berlin

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„Sie wollen, dass SYRIZA vor ihnen zu Kreuze kriecht“ Beitrag von Paul Michel

Merkel Schäuble Juncker Draghi:

Sie wollen, dass SYRIZA vor ihnen zu Kreuze kriecht

Die Menschen in Griechenland haben mit ihrem Votum ein deutliches NEIN zu der von der Troika verordneten und von der ihren griechischen Statthaltern durchgeführten Politik der gnadenlosen Sozialkürzungen und Privatisierungen zum Ausdruck gebracht.

Dieser Wahlausgang ist auch eine Niederlage für die Bundesregierung von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble. Mit dem Regierungswechsel in Athen hat die Position der deutschen Regierung als Zuchtmeister Europas   gewisse Schrammen davongetragen. Ihr Versuch, die Menschen in Griechenland von einer Stimmabgabe für SYRIZA abzuhalten, indem man ihnen für den Fall, dass sie nicht weiter nach der Pfeife der Troika tanzen, mit dem Zudrehen des Geldhahns drohte, hat sich als Rohrkrepierer erwiesen. Ihr penetrant wiederholter Hinweis darauf, dass die von ihnen verordnete Sparpolitik ein Erfolg sei, hat angesichts real steigender Staatsverschuldung und massiver sozialer Verwüstungen in Griechenland deutlich an Überzeugungskraft eingebüßt.

Die Gelassenheit des Pokerspielers

Zunächst gab man sich in Brüssel und in Berlin demonstrativ gelassen angesichts des Wahlsiegs von SYRIZA, während man gleichzeitig mantramäßig wiederholt, dass man natürlich keine Zugeständnisse zu machen gedenkt. Offensichtlich setzt man darauf, dass SYRIZA, angekommen in der Realität des Regierens, die kämpferische Rhetorik des Wahlkampfes ablegt wie eine schmutzige Unterhose und von nun an handzahm wird. Die Stimmung drehte sich aber als man erkennen musste, dass SYRIZA nicht nur Wahlversprechen gemacht hatte, um einen Wahlkampf zu gewinnen.

Bereits zwei Tage nach dem Wahltag kündigte die neue Regierung an, die Privatisierungen im Land wie die der Elektrizitätsfirma DEI und des Hafens von Piräus zu stoppen; Entlassungen aus dem öffentlichen Dienst wie die der Schulwächter, der Putzfrauen im Finanzministerium werden rückgängig gemacht, der von Samaras geschlossene Sender ERT soll wieder eingerichtet werden. Es sollen arme Familien bei den Strom- und Wohnkosten finanziell unterstützt und der Mindestlohn angehoben werden. Auch das Tarifrecht, das von der Samaras Regierung ausgehebelt worden war, wurde wieder in Kraft gesetzt. Darüber hinaus will die SYRIZA Regierung Zwangsversteigerungen verhindern, wenn arme Leute ihre Hypothekenkredite nicht mehr bedienen können.

Als zentraler Konfliktpunkt erweist sich – wie nicht anders zu erwarten war – die Frage eines Schuldenschnitts für Griechenland. Die griechische Regierung setzt darauf, im Rahmen der EU und unter Verbleib im Verbund des Euro eine Lösung zu finden. Sie sieht sich mit knallharten, ihre Machtposition gnadenlos ausspielenden Europäischen Institutionen konfrontiert. Immun gegen jegliche Argumente setzen politische Führungsfiguren aus den Machtzentren der EU auf Erpressung mit variierender ideologischer Begleitmusik. Martin Schulz, der eitle, machtversessene         Präsident des EU-Parlaments, versucht es im Bierzeltstil („Tacheles reden“); Eurogruppenchef Dijsselbloems, ein rhetorisch weniger versierter Bürokrat, droht mit ernsten Folgen für den Fall, dass die griechische Regierung sich nicht weiter den Befehlen der Troika unterordnet. Beide, Schulz und Dijsselbloems schafften es in ihren ersten Begegnungen mit Tsipras und Varoufakis nicht, die Griechen „auf Linie zu bringen“. Stattdessen mussten sie erleben, dass ihre griechischen „Partner“ ungewohnt selbstbewusst auftraten.

Die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der Troika seitens des griechischen Finanzministers Varoufakis wurde von Bürokraten in Brüssel und bei Politikern mit Feldwebelallüren in Berlin und Brüssel zu Recht als Absage an die neoliberale Politik verstanden. Verschärfend mag aber hinzukommen, dass die Herren es wohl als ausgemachte Frechheit empfinden, wenn Repräsentanten eines Landes, die bisher immer den „Ratschlägen“ aus Berlin folgten, nun plötzlich nicht mehr parieren.

Wutgeifern in der zweiten Reihe

Die zweite Reihe der Politik in Deutschland schäumt jetzt angesichts griechischer Unbotmäßigkeit vor Wut. Der nassforsch großmäulige Martin Schulz ignoriert geflissentlich, dass er und nicht Tsipras mit den Folterwerkzeugen gedroht hat, und warnt den neuen griechischen Premier vor weiteren(??) verbalen Attacken auf die Bundesregierung. Der zweitklassige EU-Kommissar Günter Oettinger ereifert sich: »Die Brüskierung der EU-Institutionen« sei »ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte« und bezeichnet den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras als »frech und unverschämt«. CDU Fraktionschef Kauder, durchaus ein Mann fürs Grobe, inszeniert sich als Sensibelchen. »Der Ton aus Athen gefällt mir auch nicht. So geht man in Europa nicht miteinander um.“

„So geht man in Europa nicht miteinander um“

Als unbedarfter Zaungast der gegenwärtig von Teilen der deutschen Politikerkaste inszenierten Diskussion wäre man/frau vielleicht geneigt zu sagen: Genau! Schaut euch mal selbst im Spiegel an! Das würde allerdings unterstellen, dass es sich bei diesen Herren (mit einer Dame namens Merkel an der Spitze) um Menschen handelt, denen es bei ihrem politischen Treiben um die Verbesserung der Lebensumstände der Mehrheit der Menschen geht. Wäre es so, so müsste die humanitäre Katastrophe, die die von ihnen seit Jahren verfochtene Austeritätspolitik in Griechenland angerichtet hat, ebenso Grund zum Überdenken der bisherigen Praxis sein wie die Tatsache, dass alle von der Troika getroffenen Voraussagen hinsichtlich der positiven Folgewirkungen dieser Maßnahmen sich als völlig falsch erwiesen haben. Bekanntlich kam es nicht, wie von der Troika verkündet, nach vorübergehenden Einschnitten zu einem Aufschwung der Wirtschaft und der Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Griechenland, sondern zum Gegenteil. Die Volkswirtschaft stürzte immer schlimmer ab und infolge der rabiaten Sparmaßnahmen im sozialen Sektor und bei der Bildung wurden immer größere Teile der Bevölkerung Griechenlands in bittere Armut gestürzt.

Ein Hoch der Scheinheiligkeit

Die ersten Maßnahmen der neuen griechischen Regierungen zur Linderung der humanitären Katastrophe müssten als erste Schritte einer längst überfälligen Umkehr begrüßt und die SYRIZA Regierung bei ihrem Bemühen um mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Demokratie unterstützt werden –so sollte mensch meinen.

Aber was tut das Spitzenpersonal in der Politik, den Europäischen Institutionen real? Stellvertretend für die Machtelite der Eurobürokraten und dem politischen Spitzenpersonal in Brüssel und Berlin sei hier der Vize-Chef der EU-Kommission Jyrki Katainen genannt. Er warnt die neue politische Führung in Griechenland vor einer Abkehr vom beschlossenen Reformkurs. »Wir erwarten, dass die Regierung die versprochenen Verpflichtungen einhält« so das Mantra, das praktisch in identischen Worten auch von Juncker, Dijsselbloem, Gabriel, Schäuble, Merkel und jedem zweit- oder drittklassigem Politiker in Berlin zu vernehmen ist.

Scheinheilig wird so getan, als ob die ungerechten Verträge, die man vor einigen Jahren einer willfährigen griechischen Oligarchenregierung sozusagen mit gezückter Waffe abgepresst hat, Verträge unter gleichberechtigten Partnern gewesen seien und deshalb natürlich auch von der gegenwärtigen griechischen Regierung einzuhalten seien. Die als Begleitmusik der griechischen Regierung abgezwungenen Maßnahmenpakete der sozialen Grausamkeit, die „Memoranden“ wurden damals und werden auch heute ganz im Sinne Orwellscher Propaganda sprachlich zum „Reformkurs“ verklärt. Wohlwissend, dass von den 240 Mrd € der sogenannten „Rettungspakete für Griechenland“ 90 Prozent nur einen logischen Moment auf einem Konto der griechischen Regierung verblieben und dann sofort weiterwanderten auf Konten der Gläubiger und sonstiger Akteure des Finanzsektors, wird nach uns nach wie vor als „Solidarität mit den Griechen“ verkauft, was in Wirklichkeit gigantische Rettungspakete für deutsche und französische Banken waren.

Die Euro-Zone lässt Tsipras auflaufen

Während die zweite Reihe tobt, halten sich Schäuble und Merkel, aber auch Juncker und Draghi mit aggressiven öffentlichen Äußerungen zurück. Ausgehend von dem Kalkül, dass in absehbarer Zeit den Griechen das Geld ausgeht , falls es zu keiner Regelung mit den Machthabern der EU und der EZB kommt, lehnen sie sich scheinbar entspannt zurück, wobei sie die griechische Regierung bei jeder Gelegenheit wissen lassen: Ihr könnt neue Gelder bekommen, wenn ihr von euren Plänen ablasst und euch wieder reumütig dem neoliberalen Diktat der Memoranden unterwerft. Dass eine SYRIZA, die ihr Wahlprogramm verrät damit politisch erledigt wäre, ist gewiss Teil des zynischen Kalküls. In den Medien gibt es Hinweise, dass Merkel und Schäuble, die sich gegenüber der griechischen Regierung in der Öffentlichkeit betont desinteressiert geben, hinter den Kulissen extrem geschäftig sind. In der „Stuttgarter Zeitung“ vom 5.2.2015 findet sich die lapidare Bemerkung: „Einseitige öffentliche Erklärungen aber bleiben aus. Dazu ist in zahllosen Telefonaten zwischen Juncker, Merkel, EZB-Chef Draghi und den anderen Entscheidungsträgern zuvor alles viel zu gut abgestimmt worden.“…“ Er (Tsipras) bekommt auf seiner Europatour jetzt überall zu hören, was nicht geht“ sagt ein EU-Diplomat.“ Die Auswirkungen dieser Telefondiplomatie bekamen Tsipras und Varoufakis bei ihrer Rundreise durch verschiedene europäische Hauptstädte zu spüren. Ob in Brüssel, Rom oder Paris – der Empfang ist zwar stets freundlich, es wurde gescherzt, ab und zu gab es eine freundlichen Klaps. In der Sache aber gab es keinerlei positive Zusagen für das Anliegen der Griechen. Der frisch gebackene EU-Ratspräsident Donald Tusk fordert Athen auf, sich mehr anzustrengen , von Juncker gab es unverbindliche Floskeln, Francois Hollande sprach davon, dass man sich an die Regel halten müsse. macht keine Zugeständnisse. Nachdem auch das Treffen mit EZB Chef Draghi ohne greifbares Ergebnis geblieben war, hatte das „Handelsblatt“ allen Grund, zufrieden zu sein: „Eurozone lässt Athen auflaufen.“

Draghi zieht die Daumenschrauben weiter an – und spielt mit dem Feuer

Kurz nach dem Gespräch von Draghi mit Varoufakis zog die EZB gegenüber der griechischen Regierung die Daumenschrauben weiter an. Gemäß dem Motto `Wenn ihr nicht tut was wir wollen, drehen wir Euch den Geldhahn zu`, kappte die EZB eine Sonderregelung für griechische Staatsanleihen und nahm den Banken des Landes damit eine wichtige Geldquelle. Vom 11. Februar an können nach dem Beschluss der Notenbank griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite genutzt werden. Die Begründung: Griechenland habe die Zusammenarbeit mit der Troika aufgekündigt. Martin Schulz, das Großmaul dessen Mund zuweilen größer ist als sein Verstand, spricht offen den Zweck der Übung aus: Er droht im „Handelsblatt“ Griechenland offen mit der Staatspleite, sollte die neue Regierung nicht die Knebelverträge der alten Regierung einhalten.

Die Scharfmacher von Bundesbank und Bundesregierung hatten diesen Schritt schon seit Tagen gefordert. Mit dieser Entscheidung positioniert sich Draghi auf der Seite der Hardliner um Finanzminister Wolfgang Schäuble. Beim Versuch auszutesten, inwieweit die griechische Regierung bereit ist, ihre Forderungen zurückzuschrauben, spielt Draghi va Banque. d.h. er nimmt auch eine Staatspleite Griechenlands im Kauf. Draghi spielt hier mit dem Feuer. Denn es ist Beileibe nicht ausgemacht, dass eine Staatspleite Griechenlands und ein “Grexit“ so schön beherrschbar sind, wie das offenbar Planstudien in Schäubles Finanzministerium glauben machen. Der angebliche Feuerlöscher erweist sich als Brandstifter. Wolfgang Münchau von der „Financial Times“ erwartet für den Fall eines „Grexit“ einen massiven Finanzschock, der um ein Mehrfaches größer ist als der, der durch den Kollaps von Lehman Brothers ausgelöst wurde.

Die Sympathie auf die Straße bringen!

Die dominierenden Machteliten verhalten sich so, wie man es erwarten musste. Selbst auf bescheidene Verbesserungen der Lebensbedingungen in Griechenland reagieren sie extrem aggressiv und unter Einsatz der ihnen zur Verfügung stehenden ökonomischen Druckmittel. Die politischen Statthalter des Kapitals können und wollen es nicht zulassen, dass SYRIZA mit einer Linkswende hin zu sozialer Gerechtigkeit und wirklicher, nicht nur formaler Demokratie Erfolg hat. Weil sie fürchten, dass ein Ausbruch des kleinen Griechenland aus dem neoliberalen Zwangsregime Vorbildcharakter haben könnte, wollen sie den Versuch bereits im Ansatz ersticken.

In der Situation, wo weite Teile der europäischen Machteliten die Schlinge um den Hals der griechischen Regierung immer enger zu ziehen versuchen, brauchen die griechischen GenossInnen unsere Solidarität wie die Luft zum Atmen. Leider gab es mit Ausnahme von Spanien keine großen Solidaritätsaktionen.

Natürlich sind in dieser Situation besonders wir in der BRD, im Herzen der Bestie, besonders gefragt. Hierzulande haben die Aktivitäten der Griechenland Solidaritätsgruppen im Vergleich zum letzten Herbst sicherlich stark zugenommen. Das ändert nichts daran, dass sie immer noch viel zu schwach sind im Verhältnis zu dem, was erforderlich wäre. Aber es gibt einige Ansatzpunkte zur Ausweitung unserer Aktivitäten. Die SYRIZA Regierung hat einiges getan, was ihr auch bei den Menschen in Deutschland Sympathien eingebracht hat: Da ist zunächst der Umstand, dass sie ihren Worten auch Taten hat folgen lassen, hat sie auch bei den Menschen in der BRD an Ansehen gewonnen. Dass die neue griechische Regierung die Luxuskarossen abschafft hat und sich mit Mittelklassewägen zufrieden gibt, findet ebenso Beachtung wie das erfreulich unkonventionelle und couragierte Auftreten von Tsipras oder Vourafakis. Sowas ist man von „unseren“ Politikern nicht gewöhnt. Auch das grundlegende Anliegen, etwas für die Schwachen zu tun, kommt gut an.2015 besteht im Unterschied zu 2010-2012 keine Atmosphäre für die Neuauflage des „Griechen-Bashing“.

Es gibt sogar eine gewisse Stimmung, wonach in Griechenland Merkels knallharte Sparpolitik gescheitert ist. Weil aber die Informationslage zu Griechenland immer noch eher bescheiden ist, greifen Sprüche wie „Verträge muss man halten“ immer noch. Insofern gibt es immer noch großen Aufklärungsbedarf. Es stellt sich die Aufgabe, das passende massengängige Informationsmaterial zu erstellen und zu überlegen, mit welchen Aktionsformen für unser Anliegen mehr Öffentlichkeit hergestellt werden kann. Auf dem Treffen der Griechenland Solidaritätsgruppen in Köln am 21./22. Februar könnte einer der Schwerpunkte sein, wie wir eine effektive Kampagne für eine Schuldenstreichung und eine Gegenkampagne gegen das verlogene Gerede von wegen `Geschlossene Verträge sind einzuhalten` zu entwickeln. Den Protesttag gegen die offizielle Eröffnung des neuen EZB-Palastes in Frankfurt am 18. März sollten wir nutzen, um die Rolle der EZB gegenüber Griechenland zu thematisieren. Daran können sich auch jene beteiligen, die an diesem Tag nicht nach Frankfurt fahren. Am 21./22. Februar in Köln sollten Termin und inhaltlich-organisatorische Ausgestaltung eines Aktionstags für die Schuldenstreichung Thema sein und wir sollten auch auf die Funktionäre der IG Metall zugehen: Sie könnten bei den Warnstreiks durchaus erwähnen, dass die neue griechische Regierung die Gewerkschaftsrechte wiederherstellt, die die alte Regierung auf Anweisung der Troika abgeschafft hatte…

In diesem Sinne sei an eine alte ESSO Werbung erinnert: Es gibt viel zu tun, packen wir‘s an!

Paul Michel

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Ökonomenaufruf für Griechenland

Scholars‘ Appeal for Greece

We the undersigned call on the governments of Europe, the European Commission, the European Central Bank and the IMF to respect the decision of the Greek people to choose a new course and to engage the new government of Greece in good faith negotiations to resolve the Greek debt.

The government of Greece is correct to insist on new policies because the previous policies have failed.  They have not brought economic recovery. They have not brought financial stability.  They have not brought jobs or foreign investments. They have stressed and damaged Greek society and weakened Greek institutions. There is therefore no value in that approach and no progress to preserve. We urge Greece’s European partners to accept this reality, without which the new government would never have been elected.

Greece needs immediate humanitarian measures, a higher minimum wage, new jobs, new investments, and steps to restore and improve basic services such as education and health care. It needs a stronger and more progressive tax system, less dependent on VAT and better able to tax incomes and wealth. It needs to fight, punish and root out corruption. The new government needs fiscal space to implement these measures and to demonstrate their worth, and it needs continuing financial support from the European Central Bank to stabilize the financial sector meanwhile.  We urge Greece’s European partners and institutions to provide that fiscal space and that support.

The government of Greece is correct to ask for a write-off of debts owed to European partners.  These debts are unsustainable and so will not be paid in any event. There is therefore no economic loss involved, for any other
nation or its taxpayers, in writing them off.  On the contrary, a fresh start for Greece will help bring new activity, income, jobs and profit to her partners. We urge Greece’s creditors to seize this chance, and to explain these facts clearly and candidly to their own peoples.

These issues also engage the future of Europe as a whole.  A policy of menace, threats, deadlines, obstinacy and blackmail will demonstrate to all Europeans that the European project will have failed.  It will have failed
morally, politically, and as a matter of economics. We urge Europe’s leaders to reject and condemn all efforts to coerce the government and people of Greece.

Conversely, success for Greece can show the path toward renewed prosperity and stability for Europe, with a new role for democracy and a new openness to elections that bring constructive change. We stand with Greece and with Europe, with democracy and with change. We urge Europe’s leaders to recognize the special basis of Greek decision-making in hard-fought and decisive democratic choice, and to choose the path of realistic assessment and reasonable negotiation.

Elmar Altvater (FU, Germany)

Philippe Askenazy (CNRS, France),

Clair Brown (University of California, Berkley, US)

Dorothee Bohle (Central European University, Hungary)

Giovanni Dosi, (Pisa Institute of Economics, Italy)

Cédric Durand (Université Paris 13, France)

Gerald Epstein (UMASS, USA)

Trevor Evans (Berlin School of Economics and Law, Germany)

James Galbraith (University of Texas at Austin, US)

Gaël Giraud (CNRS, France)

Stephany Griffith-Jones (Columbia University, US)

Laura Horn (Roskilde University, Denmark)

Robert Jessop (University of Lancaster, UK)

Steve Keen (Kingston University, UK)

Marc Lavoie (Ottawa University, Canada)

Tony Lawson (Cambridge, UK)

Dimitris Milonakis (University of Crete, Greece)

Andreas Nölke (Goethe University Frankfurt/Main, Germany)

Dominique Meda (Paris Dauphine, France),

El Mouhoub Mouhoud (Paris Dauphine, France)

André Orléan (EHESS, France),

Henk Overbeek (VU University Amsterdam, Netherlands)

Mario Pianta (University of Urbino, Italy)

Alfonso Palacio Vera (Computense University of Madrid, Spain)

Anwar Shaikh (New School for Social Research, US)

Jacques Sapir (EHESS, France)

Robert Wade (LSE, UK)

Hier weitere Unterzeichner (unten)

Weiterlesen →

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„Neue griechische Regierung lässt NS-Opfer hoffen“ Pressemitteilung des AK-Distomo vom 5. Feb.

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Pressemitteilung des AK-Distomo vom 5. Februar 2015
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Entschädigungsfrage zurück auf der politischen Agenda
Neue griechische Regierung lässt NS-Opfer hoffen

Kaum war der neue griechische Ministerpräsident Tsipras im Amt, legte 
dieser bereits den Finger in die Wunde. Deutschland hat bis heute seine 
Schulden gegenüber Griechenland aus der Zeit der Besatzung von 1941 bis 
1944 nicht bezahlt. Die derzeitige Kampagne deutscher Medien gegenüber 
der neuen griechischen Regierung stellt eine Verdrehung der 
tatsächlichen Verhältnisse dar. Die Forderungen Griechenlands sind 
juristisch, politisch und moralisch begründet.

Deutschland hat seine Reparationsverpflichtungen nicht erfüllt, es hat 
die „Zwangsanleihe“ nicht zurückgezahlt, die das Deutsche Reich der 
griechischen Staatskasse abgepresst hatte, um die Kosten der Besatzung 
aufzubringen und auch große Teile des geraubten Kulturguts wurden nicht 
zurück gegeben. Das sogenannte „Wirtschaftswunder“ in der Bundesrepublik 
Deutschland wäre nicht möglich gewesen ohne die Stundung der 
Kriegsschulden im Londoner Schuldenabkommen von 1953. Spätestens seit 
dem 2+4 Vertrag von 1990 sind diese Schulden aber fällig. Die 
Zahlungsverweigerung Deutschlands ist ein klarer Bruch internationaler 
Verträge.

Die griechische Regierung hat daher allen Grund der deutschen zu sagen: 
„Zahlt erstmal eure Schulden, bevor wir über unsere reden.“
Es gibt eine zweite Schuld, die Deutschland bis zum heutigen Tage nicht 
beglichen hat und die auf keinen Fall mit den Staatsschulden 
Griechenlands verrechnet werden darf. Während der deutschen 
Besatzungszeit von 1941 bis 1944 kamen in Griechenland mehr als 30.000 
Menschen allein durch Massaker zu Tode. Die Überlebenden der zahlreichen 
Nazi-Massaker und die Angehörigen der Ermordeten haben bis heute keine 
Entschädigungsleistungen von der Bundesrepublik Deutschland erhalten. 
Die Opfer der NS-Verbrechen haben Anspruch auf individuelle 
Entschädigung für den erlittenen Schaden und das Leid.

Nach der grundlegenden Entscheidung des Areopag aus dem Jahre 2000 im 
Fall Distomo und der Verhinderung der Vollstreckung der 
Schadensersatzansprüche der Opfer gegen deutsches Staatseigentum in 
Griechenland durch politische Intervention Berlins, waren es zuletzt 
italienische Gerichte, die den Rechtsweg auch für griechische NS-Opfer 
eröffneten. Bahnbrechend war die Entscheidung des italienischen 
Verfassungsgerichts, das am 22. Oktober 2014 feststellte, jeder Mensch 
habe ein Grundrecht, vor den Gerichten Gehör zu finden. Hieran könne 
auch die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag 
von Februar 2012 nichts ändern. Mit dieser hatte Deutschland 
Staatenimmunität für NS-Kriegsverbrechen zugestanden bekommen. Nach 
Auffassung des IGH dürften die Opfer der in ihrem eigenen Land 
begangenen NS-Verbrechen vor den Gerichten ihres Landes nicht gegen 
Deutschland auf Schadensersatz klagen. In Italien ist dies seit Oktober 
2014 wieder möglich.

Die Schadensersatzansprüche der griechischen Opfer könnten aber auch in  
Griechenland befriedigt werden. Dafür müsste die neue Regierung einer 
Vollstreckung der gegen Deutschland ergangenen Urteile zustimmen. Sollte 
Deutschland seine Schulden an die Opfer der NS-Massaker immer noch nicht 
bezahlen wollen, könnten im deutschen Staatseigentum stehende Immobilien 
in Griechenland zwangsversteigert und die Ansprüche der Opfer endlich 
realisiert werden.

Im Gegensatz zu den hier öffentlich erhobenen Prophezeiungen wäre das 
kein Affront gegen Deutschland, sondern ein Akt für den Frieden und für 
die Gerechtigkeit heute. Es wäre das Signal an heutige Kriegstreiber, 
dass Völkerrechtsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit nicht 
mit schönen Worten erledigt werden können, sondern der Schädiger – so 
mächtig er inzwischen sein mag – auch finanziell für das angerichtete 
Unrecht gerade stehen muss, auch noch nach 70 Jahren.

Der AK-Distomo fordert weiterhin:
Sofortige Entschädigung aller griechischen Opfer des Nationalsozialismus!
Nazi-Verbrechen nicht vergeben, den antifaschistischen Widerstand nicht 
vergessen!
Gemeinsamer Kampf gegen den wiedererstarkenden Faschismus in Europa!

AK-Distomo
Hamburg, den 5. Februar 2015
Kontakt: Martin Klingner Tel. 040-4396001 oder 040-4396002 oder 
0162-1698656
Weitere Informationen:http://ak-distomo.nadir.org/
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Zwingt die deutsche Regierung Griechenland, weiter zu privatisieren?

…according to Reuters, the German government has demanded that

Athens secure revenues of 2.2 billion euros from privatizations in 2015 in

order for the bailout support program to continue… (s.u.)

Confusion over future of sell-off fund TAIPED

During his recent contact with investors in London, Finance Minister Yanis

Varoufakis appeared ready to sell rail operator Trainose for 1 euro, as long

as the buyer commits to an investment plan.

By Vangelis Mandravelis ( ekathimerini.com)

On Wednesday, just days after asking the top executives of sell-off fund

TAIPED to quit their posts, Alternate Finance Minister Nadia Valavani

surprisingly called on them to stay on until further notice and to postpone

any significant decisions on privatizations for at least two to three weeks.

Over the course of a three-hour meeting with the fund’s board at TAIPED

headquarters in Athens, Valavani discussed all issues pertaining to its

responsibilities and also asked Chairman Emmanouil Kondylis and CEO

Paschalis Bouchoris to remain in their positions in order to take care of

the fund’s day-to-day affairs. She also met with TAIPED staff

representatives and assured them that the government does not want anyone to

lose their job.

A Financial Times report has noted that Bouchoris is determined to tender

his resignation by the end of the week. The TAIPED CEO stated that during

his meeting with Valavani she said the new government’s intention is “that

the privatizations policy will not be continued.” However, TAIPED officials

said this view was expressed before Wednesday’s meeting, so Bouchoris might

stay on unless advised otherwise.

Valavani has not given any further signs of the government’s next moves

regarding TAIPED and privatizations. Market professionals believe that the

government has not yet made up its mind on the issue. As a result, the

privatizations program has been effectively frozen, with decision-making,

tender completion etc being subject to extensions and postponements.

Meanwhile, according to Reuters, the German government has demanded that

Athens secure revenues of 2.2 billion euros from privatizations in 2015 in

order for the bailout support program to continue. The 2.2-billion-euro

target is particularly high considering the delays noted to date and the

fact that TAIPED revenues since its establishment have stood at around 1

billion euros per annum on average.

It is also clear that this target cannot be attained without the concession

of the 14 regional airports, and likely the major project at Elliniko in

southern Athens. The former will fetch some 1.28 billion euros – i.e. more

than half the annual target – possibly by this fall, while the latter will

fetch 300 million euros, which could come within the first half of the year.

Notably, Berlin appears adamant on the sell-off program, even on the

privatization of state energy assets, which Finance Minister Yanis

Varoufakis opposes.

In fact, during his recent contacts with investors in London, the minister

appeared ready to sell rail operator Trainose for 1 euro as long as the

buyer commits to an investment plan, while remaining vehemently opposed to

the sale of any Public Power Corporation assets.

Quelle:  ekathimerini.com , Thursday February 5, 2015 (22:28)

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Varoufakis in Berlin

Ca. 100 Menschen zeigen Ihre Solidarität mit Griechenland und ihre Kritik an der Troika, als der Finanzminister Varoufakis den Finanzminister Schäuble am 05. Februar in Berlin trifft.

02.05. Varoufakis in Berlin

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Die EZB zieht die Daumenschrauben an

Gestern Abend (am 04. Feb.) entschied die Europäische Zentralbank (EZB), griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheiten für Bankkredite zu akzeptieren. Die Banken werden, falls diese Entscheidung ab dem 11. Feb. greift, immer noch die Möglichkeit haben, über Notfallliquidität Kredite von der EZB zu bekommen. Allerdings zahlen sie dann 1,55 Prozent Zinsen, anstatt 0,05 Prozent wie jetzt.

Man kann diese Entscheidung als Machtdemonstration und Druckerhöhung der EZB gegenüber der griechischen Reginerung verstehen. Die reagierte entsprechend: >Regierungssprecher Gavriil Sakellaridis sagte am Donnerstag im griechischen Fernsehen zum EZB-Beschluss: «Wir lassen uns nicht erpressen. Wir haben ein Mandat vom griechischen Volk erhalten.»> (http://www.fr-online.de/wirtschaft/griechenland-athen-laesst-sich-nicht-erpressen,1472780,29756290.html)

Mehr Infos zur Entscheidung der EZB: http://www.bloomberg.com/news/videos/2015-02-05/ecb-steps-up-financial-pressure-on-greece

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