Frontex: griechische Küstenwache schuld an Tod von 8 Geflüchteten

Bild: Yorgos KonstantinouImagistan

Von Matthias Monroy, nd-aktuell.de 05.05.2026:
Frontex-Bericht sieht Schuld bei griechischer Küstenwache
Der Grundrechtsbeauftragte von Frontex hat den Tod von acht Menschen vor Lesbos untersucht und sieht Griechenlands Grenztruppen als Verursacher
Die Besatzung eines griechischen Patrouillenbootes hat bei einem Vorfall vor einem Jahr in der Ägäis mit Stöcken oder einer »Harpune« auf ein Boot mit 31 Migrant*innen eingeschlagen. Dieses sei daraufhin gesunken, sieben Menschen starben, darunter ein Kind. So steht es in einem Bericht, den der Grundrechtsbeauftragte von Frontex am Montag auf der Webseite der EU-Grenzagentur veröffentlicht hat. Dort stellt die Agentur häufig Dokumente online, die über Informationsfreiheitsgesetze angefragt wurden.
Der »Bericht zu einem schwerwiegenden Vorfall« wurde vor zwei Wochen erstellt und betrifft einen Einsatz der griechischen Küstenwache vom 3. April 2025 vor Lesbos. Die Insassen des Schlauchboots stammten aus Syrien und Afghanistan. Überlebende schilderten, ein Boot der griechischen Küstenwache habe das Schlauchboot zweimal in geringem Abstand umkreist und angegriffen. Dadurch sei der Boden des Bootes gerissen und die Insassen ins Wasser gefallen.
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