Dritter Teil der europäischen Gerichtsakten zum Agrar-Betrug

Laura Kövesi. Bild: YouTube CC-BY; AGERPRES, cropped by Ionutzmovie; YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=u0dhLmUmEso

Vor fünf Wochen leitete die europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) der griechischen Justiz neue Fallakten zu den Betrügereien der Agrarbehörde OPEKEPE zu (Siehe https://griechenlandsoli.com/2026/04/02/bringt-das-opekepe-2-0-erdbeben-das-mitsotakis-regime-zu-fall/ ).
Jetzt gibt es Informationen über den dritten Teil der Beweise der EPPO. Sie kommen von einem Journalisten des Fernsehsenders MEGA Channel (s.u.).

tvxs.gr 9.5.2026:
Neue Gerichtsakten gegen OPEKEPE / Ehemaliger Minister und weitere „blaue“ Funktionäre im Visier der Europäischen Staatsanwaltschaft
Die Europäische Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Laura Kövesi treibt die Erstellung einer weiteren Ermittlungsakte zu den illegalen Subventionen des OPEKEPE sowie zu Vorwürfen umfangreicher Eingriffe in die Verwaltung landwirtschaftlicher Fördermittel voran.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Telefonmitschnitte aus dem Zeitraum 2021–2023, die nach vorliegenden Informationen Interventionen politischer Personen gegenüber Funktionären der Organisation dokumentieren. Dabei soll es um Anliegen gegangen sein, die mit Gefälligkeiten für Wähler und einer bevorzugten Behandlung bestimmter Fälle zusammenhingen.

Laut dem Fernsehsender MEGA Channel betreffen die Untersuchungen insgesamt 16 Mitarbeiter des OPEKEPE, die im Zeitraum 2022–2023 von der griechischen Polizei und der Dienststelle für interne Angelegenheiten überwacht wurden, nachdem schwerwiegende Vorwürfe wegen Korruption, Bestechung und illegaler Eingriffe in das Verfahren zur Vergabe von Subventionen erhoben worden waren.

In dem gesammelten Material sollen Gespräche zwischen Abgeordneten, Regierungsvertretern und Verwaltungsbeamten der Organisation enthalten sein, in denen konkrete Erleichterungen und „Regelungen“ für Fälle von Bürgern verlangt wurden, die mit ihrem politischen bzw. wahlbezogenen Einfluss verbunden waren.

Demselben Bericht zufolge stehen im Fokus der Ermittlungen:

  • ein ehemaliger Minister, der eine bedeutende Rolle im wirtschaftspolitischen Team der Regierung innehatte,
  • zwei Personen mit Verbindungen zum Ministerium für Landwirtschaftliche Entwicklung,
  • sowie zwei weitere politische Funktionsträger, die direkt von der Europäischen Staatsanwaltschaft untersucht werden.

Die neue Ermittlungsakte, die auf Grundlage von Informationen der Antikorruptionsbehörde erstellt wurde, enthält Berichten zufolge Hinweise auf umfangreiche Unregelmäßigkeiten bei der Verwaltung und Verteilung von EU-Fördermitteln und sorgt damit für neuen politischen Druck auf die Regierung.

Die europäischen Behörden prüfen inzwischen sowohl den Inhalt der aufgezeichneten Gespräche als auch die Ergebnisse interner Untersuchungen äußerst gründlich. Die weiteren Entwicklungen gelten für den Fortgang des Falls in der kommenden Zeit als besonders entscheidend.“

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