Rechtsextreme Minister nicht beliebt

Plevris, Voridis und Georgiadis (v.l.n.r.) vor einem Plakat der Obristenjunta.

Von Elisa Hübel, Griechenland Zeitung, 9.9.2021:
Negative Bewertungen für Regierungspartei nach Kabinettsumbildung
Am 31. August hatte die griechische Regierung eine Kabinettsumbildung durchgeführt. Diese hat ihr – was die Wählergunst betrifft – wohl mehr geschadet als genutzt. Der neue Gesundheitsminister Plevris, ein Politiker vom rechten Rand der regierenden Nea Dimokratia, scheint besonders unpopulär. Außenminister Dendias hingegen rangiert auf der Beliebtheitsskala ganz oben.
Eine Ende August durchgeführte Kabinettsumbildung scheint der griechischen Regierung eher schlecht bekommen zu sein. Lediglich 14 % der Griechen haben dazu eine positive Haltung. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Prorata hervor. Demnach vertreten 38 % der Befragten die Ansicht, dass sich die Regierungsarbeit von nun an verschlechtern werde. Deutlich mehr als vier von zehn Griechen (45 %) glauben hingegen, dass die Arbeit der Regierung unverändert bleiben werde.
Als beliebtester Parteichef schneidet nach wie vor Premierminister Kyriakos Mitsotakis mit 44 % positiven Stimmen ab. Es folgt der Oppositionsführer vom Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) Alexis Tsipras mit 34 %, der damit etwas aufgeholt hat. Dicht auf den Fersen ist ihm der Generalsekretär der kommunistischen Partei KKE Dimitris Koutsoumbas (32 %).
Rechtspopulistisch angehaucht
Besonders schlecht schneiden jedoch drei Minister ab, die ursprünglich von der rechtspopulistischen Partei LAOS kommen und die nun den rechten Flügel der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia (ND) vertreten. So etwa empfinden 67 % der von Prorata Befragten, dass der Einzug von Thanos Plevris an die Spitze des Gesundheitsministeriums ein Fehler sei; in der Vergangenheit hatte er etwa mit antisemitischen Statements für heftige Kritik gesorgt. Gleich zu Beginn seines Amtsantritts sah er sich deshalb dazu veranlasst, sich bei der jüdischen Gemeinde Griechenlands zu entschuldigen, die ihn dazu aufgefordert hatte.
Der zweite Mann aus der Rechtsfraktion im Kabinett ist Entwicklungsminister Adonis Georgiadis, der diesen Posten auch bisher innehatte. Auch er kann nicht gerade als Liebling der Wähler bezeichnet werden: Er erhielt 66 % negative Bewertungen. Innenminister Makis Voridis, seit Januar 2021 Innenminister, schnitt ebenfalls schlecht ab: 62 % negative Stimmen. Seine politische Laufbahn begann der studierte Jurist als führendes Mitglied rechtsextremistischer Gruppierungen, ehe er zur LAOS und später zur Nea Dimokratia wechselte.“
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