„Medien in Griechenland: Dann schreiben sie eben selbst
Das Medienvertrauen ist in Griechenland fast so gering wie in der Türkei, daran hat auch Premier Tsipras wenig geändert. Neue Plattformen mischen nun die Branche auf.“
Von Elisabeth Heinze, Thessaloniki, 3. Oktober 2017 auf zeit.de
„Auf Demonstrationen in Griechenland gehört ein Sprechchor fest ins Repertoire vieler Teilnehmer: „Journalisten, Gesindel, Spitzel“. Der Slogan ist nicht neu, schon vor den Krisenjahren war er gerade in der linken Protestszene fest etabliert. Aber seit das Land praktisch unter europäischer Insolvenzverwaltung steht, gelten die Journalisten, vor allem die der traditionellen Medien, als willfährige Komplizen der strengen Geldgeber. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte zu seinem Amtsantritt zwar versprochen, gegen Korruption und Misswirtschaft in den Medien vorzugehen, zwei Jahre später jedoch ist davon kaum etwas übrig.“ weiterlesen
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