„Ein Jahr Griechenland-Rettung…“

schäubleWas Thomas Fricke in seiner Kolumne auf Spiegel Online als Ergebnis seinem Beitrag voranstellt, ist schon mal bemerkenswert:

>>Was macht eigentlich der Grieche? Vor einem Jahr drängte Deutschlands Finanzminister die Regierung in Athen dazu, einem Rettungspaket zuzustimmen, das ihr Volk gerade abgelehnt hatte. Gebracht hat das: nichts.<<

Und selbst wenn man nicht jedem seiner Argumente zustimmen mag, auch ansonsten ist der Artikel unbedingt lesenswert – allein schon wegen der Kritik an Schäubles politisch motiviertem ökonomischen Feldzug gegen Griechenland.

(Zum Artikel)

Selbiger hält allerdings unbeirrt an seiner Strategie der ökonomischen Erpressung fest, wie aus einem internen Positionspapier des Bundesfinanzministeriums hervorgeht, das dem SPIEGEL vorliegt und in einem weiteren Artikel thematisiert wird:

>>Flüchtlinge, die in Europa ankämen oder aus humanitären Gründen nicht abgewiesen werden könnten, „müssten in grenznahen Auffanglagern gesammelt, registriert und nach Quoten“ auf die Mitgliedstaaten verteilt werden, heißt es in dem Papier weiter. „Vollumfängliche Kooperation Griechenlands ist sicherzustellen, auch unter Anwendung finanziellen Drucks. Ansonsten droht Rückzug auf eine erst im Westbalkan haltbare Grenzlinie.“<<

(Zum Artikel)

Das erinnert sprachlich dann nun doch schon mehr an Depeschen eines Hermann Neubacher (des „Sonderbeauftragten des Reiches für wirtschaftliche und finanzielle Fragen in Griechenland“ ab Oktober 1942) und anderer Besatzer, als an Politiker, die von sich behaupten, sich für ein demokratisches Europa einsetzen zu wollen!

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