[Berlin] Griechenland ist nicht allein! Bericht über die Kundgebung anlässlich des Besuches von Alexis Tsipras bei Merkel am 23. März

Unter dem Motto „Griechenland ist nicht allein!“ hießen DemonstrantInnen Alexis Tsipras willkommen.Tsipras bei Merkel_z ElinaElina Skarpathioti (Griechenland) und Ruben Maximo Farrah (Argentinien, beide Foto oben) und eine weitere Musikgruppe sorgten für musikalische Ermunterung. Katja Kipping, Annette Groth (beide Partei Die Linke), Mariangeles Sanchez (Podemos), Kostas Papanastasiu (beide siehe Foto unten) und Georg Brzoska (beide Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin) hielten Reden.
(Fotos: Uwe Hiksch)

mARiangelesKostas

Kieka Ma Film Berlin  hat die Kundgebung gefilmt:

Die Linke beschrieb die Kundgebung so:

Am 23.3.15 versammelten sich ab 16 Uhr ca. 400 Menschen gegenüber dem
Kanzleramt, um den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, der
zu seinem ersten Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gekommen war,
willkommen zu heißen und ihre Solidarität mit der griechischen Regierung
und dem griechischen Volk und ihren berechtigten Forderungen zu
bekunden. Der Protest richtete sich gegen die Sparpolitik der EU und
gegen die Erpressungspolitik gegen Griechenland mit dem Ziel, eine neue
alternative Politik in Europa zu verhindern und die neue griechische
Regierung scheitern zu lassen. Mehrere Bundestagsabgeordnete der Linken
( Inge Höger, Sabine Leidig, Katja Kipping, Eva-Schröter-Bulling,
Kathrin Vogler usw..) nahmen an der Solidaritätsaktion teil.

Tsipras

Foto: Michel Dickler

Katja Kipping und Annette Groth hielten erklärten in ihren Reden ihre
Solidarität mit Griechenland. Ein Vertreter des Solidaritätskomitees,
zwei griechische Aktivisten und Journalisten meldeten sich auch zu Wort
und berichteten über die enge Unterstützung des griechischen Volkes
durch die neue griechischen Regierung.
Eine Musikgruppe begleitete die Solidaritätsaktion und sang
Solidaritätslieder in griechischer Sprache.

Katja Kipping betonte, dass die griechische Regierung große Aufgaben im
Land und in den internationalen Verhandlungen zu bewältigen habe und
deshalb die Solidarität der Linken brauche. Der bisherige
wirtschaftliche Kurs, für den die Bundesregierung zentral
mitverantwortlich sei, habe nicht nur die betroffenen Länder in soziale
Katastrophen getrieben, sondern sei auch volkswirtschaftlich
unvernünftig. Wenn ein Land schon in der Krise sei und dann weiter
kürzen müsse, führe das zu einer Negativspirale, was zurzeit in
Griechenland konkret der Fall sei. Das beträfe auch als nächstes andere
europäische Länder, z.B. Spanien, wenn diese Politik fortgesetzt werde.

Die Strategie der Troika diene dazu, die Gürtel enger zu schnallen und
die Bürger in Griechenland ärmer zu machen. Sie habe bisher aber in
keinem Land eingefordert, Millionäre und Konzerne stärker zu besteuern.

Annette Groth, Vorsitzende der deutsch-griechischen Parlamentariergruppe
im Bundestag,forderte hingegen eine Zahlung von elf Milliarden Euro an
Griechenland. „Es ist eine moralische Verpflichtung Deutschlands, das
Geld zu zahlen, selbst wenn es völkerrechtlich dazu verschiedene
Meinungen gibt“, sagte Groth auf der Kundgebung.

Alexis Tsipras traf kurz vor 17 Uhr am Kanzleramt ein. Anstatt sich an
das Protokoll zu halten, nahm er sich Zeit für Demonstranten und
begrüßte alle, die dort ihre Unterstützung für seine Politik
demonstrierten.

Gegen 17.30 Uhr ging die Solidaritätsaktion zu Ende.

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