Am Mittwochabend (6.5.) hat sich eine Gruppe interessierter
Berlinerinnen und Berliner getroffen, um die Gründung eines Komitees für
die Zahlung der deutschen Verbindlichkeiten an Griechenland vorzubereiten.
Ziel ist der Aufbau einer Initiative, die Aufklärungsarbeit über die von
den deutschen Besatzungstruppen während des Zweiten Weltkriegs in
Griechenland begangenen unzähligen schwersten Verbrechen leistet.
Außerdem soll es darum gehen, gemeinsam mit ähnlichen Gruppen in anderen
Städten für die Entschädigung für die von den Besatzern angerichteten
enormen Zerstörungen zu werben. Schließlich machen die Initiatoren in
diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass der griechische Staat
seinerzeit auf Druck der Eroberer Deutschland einen Kredit gewähren
musste, der bis zum heutigen Tag nicht zurückgezahlt wurde. Sowohl die
Reparationen wie auch diese Zwangsanleihe seien eine offene Rechnung mit
einer großen moralischen Dimension. Die Initiatoren legen gesteigerten
Wert auf die Feststellung, dass diese Fragen unabhängig von der
derzeitigen Euro- und Verschuldungskrise zu sehen sind und es
keinesfalls um eine bloße gegenseitige Aufrechnung geht.
Ein Gründungstreffen ist für Mittwoch, den 20. Mai um 19 Uhr im Haus der
Demokratie und der Menschenrechte in der Greifswalder Straße geplant
Für weitere Nachfragen steht Hans Köbrich unter 0174 3457054 oder
hans.koebrich@gmail.com zur Verfügung.

