[Berlin] Aktion zur Solidarität mit Griechenland auf der Demo „Wir haben es satt!“

Auf der Demo „Wir haben es satt!“ führt das Bündnis „Griechenlandsolidarität Berlin“ am Samstag, den 17. Jan. eine Aktion durch. Vor dem Bundesfinanzministerium werden Großpuppen darstellen, wie die Troika Griechenland (er)würgt, und was Solidarität bewirken kann.

Veröffentlicht unter vergangene Veranstaltungen/Aktionen, Was tun? | Hinterlasse einen Kommentar

[Berlin] Veranstaltung zur Frage Griechenland und wo ist der Widerstand bei uns am 25. Feb.

Wo bleibt der Widerstand? Linke Antworten auf die deutsche Gleichgültigkeit in der europäischen Krise

Mittwoch, 25. Februar
um 19:00
Münzenberg-Saal, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Podiumsdiskussion mit:
Raul Zelik, Schriftsteller und Politikwissenschaftler
Sahra Wagenknecht, MdB DIE LINKE
Alex Demirović, Sozialwissenschaftler

Gastgeber: Blockupy Plattform Berlin

In der Europäischen Union wird neben der katastrophalen Sparpolitik in den „Krisenländern“ auch ein autoritärer EU-Integrationsschub durchgesetzt, der für alle Mitgliedstaaten neoliberale Reformen technokratisch festlegen soll.

Während in Südeuropa linke Bewegungen und Parteien wie Podemos und Syriza dagegen aufbegehren, drückt sich in Deutschland das Gefühl politischer Ohnmacht vor allem über rechtspopulistische Bewegungen wie die AfD und PEGIDA aus.

Warum schafft es die gesellschaftliche Linke in Deutschland nicht mit einer emanzipatorischen Kritik an der autoritär-neoliberalen EU-Politik zu überzeugen? Ist ein breites Aufbegehren gegen die neoliberale Offensive möglich, ohne dabei in nationalistische Denkmuster zu verfallen?

Kann ziviler Ungehorsam wie bei Blockupy an die Unzufriedenheit der Bevölkerung anknüpfen, oder wirkt er abschreckend? Was sind abstrakte Solidarität und Symbolpolitik wert?

Veröffentlicht unter Allgemein, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

„Klinik der Solidarität“ im nordgriechischen Thessaloniki

Die „Klinik der Solidarität“ im nordgriechischen Thessaloniki wurde im Herbst 2011 von engagierten Kolleg_innen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich gegründet. Die Ambulanz wird von den behandelnden Ärzt_innen, Krankenpfleger_innen und Therapeut_innen selbstverwaltet geführt. Bis zu 100 Patient_innen nehmen täglich die Leistungen der Ambulanz in Anspruch. Wegen fehlenden Versicherungsschutzes und massiver Einsparungen im Gesundheitssystem nimmt die Zahl der Patient_innen stetig zu. Die Gesundheitsambulanz versteht sich als politisches Projekt und setzt sich neben der konkreten Arbeit in der Ambulanz auch aktiv gegen Gesundheits- und Sozialabbau, Rechtsextremismus und Rassismus ein.

http://weltnetz.tv/video/473
Der Zwölf-Minuten-Clip vom 18. Mai 2013 ist zwar nicht der neueste, aber informativ ist er.

Veröffentlicht unter Allgemein, Gesundheitssytem | Hinterlasse einen Kommentar

Für eine faire Berichterstattung über demokratische Entscheidungen in Griechenland

Für eine faire Berichterstattung über demokratische Entscheidungen in Griechenland.
Appell von Deutsch-Griechen und Griechen-Deutschen

1. Zurecht sagt Syriza: Das Europäische Haus kann nicht als Privateigentum der ‚Märkte‘ und ihrer Kernmächte (vor allem Deutschlands) betrachtet werden. In ihm wohnen Länder wie Griechenland nicht bloß auf Widerruf zur Miete, um bei Mietrückstand von der Polizei auf die Straße gesetzt werden zu können. Das Europäische Haus wird Kondominium sein oder gar nicht.

2. Kaum ist in Griechenland nach der Verfassung eine allgemeine freie, gleiche und geheime Wahl angekündigt, heult der Mainstream der deutschen mediopolitischen Klasse (von ehrenhaften Ausnahmen abgesehen) wie eine einzige Boje so auf, als ob dort eine Diktatur errichtet werden sollte. Wie in einem unter Sprachregelung stehenden Land hagelt es monoton und täglich, es drohe der (demokratische!) Wahlsieg einer „europafeindlichen“, „europakritischen“, „populistischen“, „reformfeindlichen“, „linksradikalen“, „wirtschaftsfeindlichen“ usw. Partei, die ‚das griechische Volk um die Früchte seiner schweren Opfer bringen‘, die ‚internationalen Geldgeber vor den Kopf stoßen‘ und ‚Europa zurück in die Krise stürzen‘ wolle.

3. Dieses Delirium von Sprachregelung und Einäugigkeit droht das Verhältnis zwischen unseren Völkern zu vergiften. Es ist einäugig, so zu tun, als ob die griechische Misere 100 Prozent ‚hausgemacht‘ wäre und als ob „unsere Märkte“, allen voran die großen westlichen Banken, daran keinen Anteil gehabt hätten – als ob ‚sie uns anstecken‘ wollten – und als ob „unsere Märkte“ und „unsere“ Brüningpolitik nicht ganz Südeuropa mit ihrer großen Krise, die eben keinesfalls überwunden ist, angesteckt hätten. Die Krise ist unsere gemeinsame Krise.

4. Aber gibt es denn etwa keine hausgemachten griechischen Krisenverstärker? Doch, es gibt sie durchaus, nur ist es nicht das ganze Volk gleichermaßen, es sind die griechischen steuerbetrügerischen Oligarchen, die aber wie die russischen und ukrainischen gern gesehene Partner unserer „Märkte“ waren und sind, und die (neben unseren eigenen Banken) vor allem von ‚unseren Rettungsgeldern‘ profitiert haben. Und die von Siemens, Rheinmetall usw. im großen Stil bestochen werden konnten. Und ausgerechnet jetzt, wo erstmals die Chance besteht, dass es diesen griechischen Oligarchen endlich an den Kragen gehen kann, toben „unsere Märkte“ durch ihre Medien nicht etwa gegen die angeblich „proeuropäischen“ politischen Vertreter dieser Oligarchen, sondern gegen genau die Politiker, die ihnen an den Kragen gehen wollen. Dabei geht die wesentliche Information völlig unter: Syriza ist antioligarchisch, und seine Gegner von der bisherigen Regierung sind prooligarchisch. Mit dem weltbekannten griechischen Mythos gesagt: Unsere Medien toben in ihrer Mehrheit nicht gegen den Augias und seinen bis nach Deutschland stinkenden Stall, sondern gegen den Herakles, der ihn ausmisten will.

5. Sage uns also, mediopolitische Klasse: Wie hältst du es eigentlich mit der Demokratie? Du warst gegen diese Wahlen, weil sie „die Märkte“ stören würden. Einer der typischen Prooligarchen, der Chef der sozialdemokratischen PaSoK Venizelos, brachte seine Demokratieauffassung anlässlich einer (nur für sehr kurze Zeit) erfolgreich platzierten Anleihe unübertrefflich naiv auf den Begriff, indem er triumphal verkündete: „Die Märkte haben Griechenland gewählt!“ Also die Wähler dieser Art Demokratie sind die „Märkte“: Es muss also Agorakratie (Herrschaft der Märkte) heißen, nicht Demokratie.

6. Die menschlichen Wählerinnen und Wähler dagegen wurden durch 4 Jahre aus Berlin und Brüssel diktierte Brüningpolitik regelrecht verelendet. Deutsche Kinder lernen in der Schule, dass Hitler 1933 an die Macht kam, weil das deutsche Volk durch die Brüningpolitik verelendet war: 6 Millionen Arbeitslose, vor allem Jugendliche, gelten bis heute als katastrophale Schwelle. In Griechenland ist diese Schwelle heute längst (prozentual) überschritten. Hinzu kommt eine Zerschlagung der Massenkaufkraft durch Senkung der noch existierenden Löhne, Steuererhöhungen und Kürzung der sozialen Netze teilweise bis auf Null (bei Medikamenten). Schon Émile Durkheim hielt eine kurzfristig über den langjährigen Durchschnitt steigende Suizidrate für das sicherste Symptom einer schwer kranken Gesellschaft. Das Griechenland des EU-Spardiktats ist ein solcher Fall.

7. Brüssel und Berlin (und als ihre Sprachrohre die meisten Medien) erklären diese nicht zu leugnende Katastrophe als vorübergehend, als kurzfristig notwendige Schocktherapie, um das Land wieder „wettbewerbsfähig“ und wieder „normal“ zu machen. Das ist die eigentliche Irreführung: Wenn es wieder „Wachstum“ gibt, dann ausgehend von einem abgrundtiefen „Boden“ – und nur noch für ein oberes Drittel, während die zwei unteren Drittel dauerhaft mit einer „neuen Normalität“ vorlieb nehmen sollen, die man in Griechenland selbst als „Drittweltisierung“ bezeichnet. Anders gesagt: Griechenlands „neue Normalität“ nach Brüssels und Berlins Wünschen ist die einer niedrigen, heruntergestuften Normalitätsklasse ohne wesentliche Teile unserer deutschen sozialen Netze – und das auf Dauer.

8. Gegen diese Herabstufung auf Dauer lehnt sich die Mehrheit der Griechinnen und Griechen auf. Als Instrument dieser Auflehnung betrachten nicht wenige Syriza. Um nichts anderes geht es bei der einäugigen Polemik gegen Syriza: Syriza will sich für eine europäische, nicht drittweltige Normalität einsetzen. Die wesentliche Forderung dabei ist die nach einem großen Schuldenerlass. Nur ein solcher großer Schuldenerlass kann dem Land Möglichkeiten von Wirtschafts- und Sozialpolitik zurückgeben – während Zinsen und Tilgungen des riesigen Staatsschuldenbergs in alle Ewigkeit den größten Teil der Steuereinnahmen auffressen werden. Nur ein solcher Schuldenerlass bedeutet endlich eine Rettung der kleinen Leute statt nur der Banken und Oligarchen. Schuldenerlass plus Haftbarmachung der Oligarchie und der Banken – das sind die beiden Hauptpfeiler für jede Verbesserung der Lage in Griechenland. Diese beiden Forderungen unterstützen wir auch von Deutschland aus. Diese beiden Forderungen objektiv, fair und nicht einäugig zu erklären, halten wir für die Pflicht demokratischer Medien und demokratischer Politik. Über diese Forderungen muss die EU ggf. ohne ultimative Vorbedingungen auf Regierungsebene verhandeln, nicht durch eine demokratisch illegitime Technokratie wie die „Troika“.

9. Deutschland und Griechenland sind historisch auf besondere Weise verbunden. Nicht bloß weil die gesamte klassische deutsche Literatur, Kunst und Philosophie auf altgriechischem Erbe beruht. Gerade auch Neugriechenland hat deutsche „Philhellenen“ seit Hölderlin und dem Schubertdichter Wilhelm Müller (dem „Griechen-Müller“) bis heute inspiriert. Griechische Einwanderer seit den 1950er Jahren bis zur neuen Welle aufgrund der Krise haben den deutschen Wohlstand mitgeschaffen. Auch ein großer Teil der begeisterten deutschen Griechenlandtouristen kann als Philhellenen gelten. Uns kann es nicht egal sein, wenn die „proeuropäischen“ (in Wahrheit prooligarchischen und bankenfrommen) Kräfte unter dem Diktat aus Brüssel und Berlin die Strände privatisieren und in all-incluse-Meilen verwandeln sowie ganze Inseln verscherbeln, um kurzfristig „Schulden abzubauen“, die langfristig umso mehr steigen. Syriza will diesem Wahnsinn ein Ende machen und erweist sich allein dadurch als wahrhaft proeuropäisch. Auch können gerade wir deutschen Philhellenen niemals vergessen, was deutsche Besatzungstruppen diesem Volk angetan haben (ohne dass bis heute auch nur die Zwangsanleihe zurückgezahlt wurde). Unsere führenden Politiker und Medienmacher haben es vielleicht vergessen, wir nicht: Der fürchterlich opferreiche Kampf des griechischen Widerstands gegen die Nazibesatzung hat einen absolut substantiellen Beitrag zur Befreiung Europas, und also auch Deutschlands, von Hitler und seinem Dritten Reich geleistet.

10. Deutschlands Kriegsschulden wurden im Londoner Schuldenabkommen von 1953 zum großen Teil erlassen. Die internationale Anerkennung des 2+4-Abkommens statt eines eigentlich vorgesehenen Friedensvertrags hat Deutschland nicht bloß ein zweites Versailles, sondern überhaupt angemessene Entschädigungszahlungen für die Zerstörung des Kontinents erspart. Ein großer Schuldenerlass für Griechenland ist dagegen – um es in der Sprache der „Märkte“ zu sagen – „peanuts“.

(Diese Erklärung können wir auch mitunterzeichnen: http://appell-hellas.de/)

—————————————————————

Dazu dieser Heise-online-Artikel:

„Schuldenerlass plus Haftbarmachung der Oligarchie und der Banken“

Florian Rötzer 21.01.2015

Ein deutsch-griechischer Appell gegen „Einäugigkeit“ gegenüber Syriza und für die Akzeptanz demokratischer Entscheidungen in Griechenland

300 Personen aus der deutschgriechischen Einwanderung und dem deutschen Philhellenismus haben den Appell unterzeichnet, darunter renommierte Namen aus dem Universitäts- und Bildungsbereich, aus dem künstlerischen und kreativen Umfeld und aus Gewerkschaftskreisen (Erstunterzeichner). Sie haben anlässlich der stark polarisierten Wahlen in Griechenland an die deutschen Medien und die deutsche Politik appelliert, fair statt einäugig vor allem über Syriza zu berichten – und für gut geheißen wird auch die Syriza-Politik.

Der ursprünglich von dem Medien- und Literaturtheoretiker Jürgen Link formulierte Appell dürfte auch im Falle eines Wahlsiegs von Syriza aktuell bleiben. Betont wird die besondere historische Beziehung zwischen Deutschland und Griechenland:

>Gerade auch Neugriechenland hat deutsche „Philhellenen“ seit Hölderlin und dem Schubertdichter Wilhelm Müller (dem „Griechen-Müller“) bis heute inspiriert. Griechische Einwanderer seit den 1950er Jahren bis zur neuen Welle aufgrund der Krise haben den deutschen Wohlstand mitgeschaffen. Auch ein großer Teil der begeisterten deutschen Griechenlandtouristen kann als Philhellenen gelten.<

Wegen der besonderen Verpflichtung Deutschlands, das derzeit tonangebende Land der EU, wird auch an die deutsche Besetzung Griechenlands während der Nazizeit erinnert, aber auch daran, dass Deutschland die Kriegsschulden weitgehend erlassen wurden: „Ein großer Schuldenerlass für Griechenland ist dagegen – um es in der Sprache der ‚Märkte‘ zu sagen – ‚peanuts‘.“ Wichtig für das Land sei „Schuldenerlass plus Haftbarmachung der Oligarchie und der Banken“.

In dem Appell von „Deutsch-Griechen und Griechen-Deutschen“ werden 10 Punkte aufgeführt und mit exemplarischen Beispielen belegt. Als „Einäugigkeit“ gilt die stereotype Kennzeichnung von Syriza als „europakritisch“ oder „europafeindlich“, obwohl die Partei gegenüber der Troika-Politik kritisch eingestellt ist: Ist die Troika gleich Europa? Die von Brüssel und Berlin diktierte Sparpolitik wird als „Brüningpolitik“ gekennzeichnet, um daran zu erinnern, dass Deutschland mit dieser Politik katastrophale Erfahrungen gemacht hat. Die Griechen hätten Angst vor der „Schocktherapie“ und würden auch bei Erholung Schlimmes erwarten:

>Wenn es wieder „Wachstum“ gibt, dann ausgehend von einem abgrundtiefen „Boden“ – und nur noch für ein oberes Drittel, während die zwei unteren Drittel dauerhaft mit einer „neuen Normalität“ vorlieb nehmen sollen, die man in Griechenland selbst als „Drittweltisierung“ bezeichnet.<

Veröffentlicht unter Allgemein, deutsche Medien, Resolutionen/Petitionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Bielefeld] „Für ein solidarisches Europa ‒ Kurswechsel jetzt!“ Demo am 27. Feb.

Für ein solidarisches Europa ‒
Kurswechsel jetzt!

Demo Freitag, 27.02., 17 Uhr – Rathausplatz Bielefeld
Am 25. Januar haben die Menschen in Griechenland als erste mit SYRIZA eine Partei an die Regierung gewählt, die sich konsequent gegen die Fortsetzung der europäischen Verarmungspolitik ausspricht. Doch damit hat nicht nur Syriza, sondern es haben in erster Linie die sozialen Protest-bewegungen einen großen Sieg erzielt.

Mit Hilfe der Finanzkrise soll der europäische Sozialstaat abgebaut werden.

Es ging nie um die Rettung der Griechen, Spanier oder Portugiesen, sondern um die Durchsetzung einer Politik, die durch Entrechtung, massiven Sozialabbau und Privatisierungen die Finanzmärkte und Konzerne bedienen möchte. Federführend hierbei ist die deutsche Bundesregierung, die auch jetzt klarstellt, dass sie die demokratische Entscheidung in Griechenland nicht respektieren wird. Die EZB setzt mit ihrer Geldpolitik den Reigen der Erpressungen gegen die Bevölkerung Griechenlands fort.

Die vermeintlichen Zwänge der Sparpolitik werden von den Regierenden nach unten durchgereicht.

Die Lage in Südeuropa ist katastrophal: Dies zeigt sich z. B. bei den Spaniern, die aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt werden, bei den Jugendlichen, die in Italien in prekäre Job und unbezahlte Praktika gedrängt werden, bei der extremen Armut in Griechenland, die zu erhöhter Kindersterblichkeit führt. In vielen Ländern wird von einer verlorenen Generation aufgrund der extremen Jugendarbeitslosigkeit gesprochen.

Aber auch im wirtschaftlich starken Deutschland wurde die Wettbewerbsfähigkeit mit der weiteren Spaltung der Gesellschaft erkauft. Angefangen mit der Agenda 2010 haben die Bundesregierungen gezielt den Niedriglohnsektor massiv ausgebaut und die Sozialsysteme geschliffen. Die Folgen sind Armut trotz Arbeit, ein unwürdiges Hartz 4 System, steigende Altersarmut dank sinkender Renten und fehlende Investitionen in die öffentliche und soziale Infrastruktur.

Doch es gibt Gewinner: Die Banken sind gerettet und die übergroßen Vermögen steigen weiter.

Ein weiter so darf es nicht geben. Wir erklären uns solidarisch mit den Menschen, Bewegungen, Gewerkschaften und Parteien, die sich gegen den neoliberalen Umbau Europas auflehnen. Die mutige Entscheidung in Griechenland bedroht „uns“ nicht, sondern macht Mut auf ein gemeinsames, solidarisches Europa.

Um diese Solidarität zum Ausdruck zu bringen, rufen wir zu den Blockupy-Protesten am 18.03 in Frankfurt auf. https://blockupy.org/

Für ein solidarisches Europa von unten

*Faire Arbeit europaweit –
Gewerkschaftsrechte schützen!

*Armut bekämpfen – Sozialsysteme ausbauen

*Investitionen in Bildung, Gesundheit, ökolo-
gischen Umbau und öffentliche Infrastruktur

*Höhere Steuern auf große Vermögen, hohe Einkommen, und Kapitalerträge

*Nein zu den Freihandelsabkommen TTIP & Co

.Für ein Europa der Menschen – gegen die Herrschaft des Marktes

Es wird am 18.03. einen Bus von Bielefeld nach Frankfurt (Blockupy-Protest) geben!

Kreisverbände DIE LINKE in OWL, Interventionistische Linke Bielefeld, DIDF Bielefeld, Bündnis demokratischer Kräfte OWL, Linksjugend Bielefeld, Blaues Wunder Bielefeld, weitere Mitveranstalter sind angefragt

Veröffentlicht unter Allgemein, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Hamburg] „Griechenland gegen die Austeritätspolitik – Eine Chance für Europa!“ am 06. März

Veranstaltung:
Griechenland gegen die Austeritätspolitik –
Eine Chance für Europa!
Freitag, 06.03.2015, 19:00, Saal der Werkstatt 3,
Nernstweg 32 – 34
Nach dem Wahlsieg der Syriza ist eine Medienkampagne angelaufen. Die neue Regierung wird als unseriös und realitätsfern dargestellt. Allen Menschen soll klargemacht werden, dass es zur neoliberalen Austeritätspolitik keine Alternative gibt. Dass genau diese Politik die verzweifelte Lage in Griechenland geschaffen hat und immer weiter verschlechtert und somit
völlig gescheitert ist, wird nicht gesagt.

Mit dem Sieg der Syriza verbinden viele Menschen in Griechenland und in Europa nun die Hoffnung auf einen Politikwechsel. Doch kann die Syriza die Hoffnung dieser Menschen erfüllen? Wie ist die aktuelle politische und soziale Entwicklung in Griechenland wirklich?

Als Begründung der sozialen Kürzungen dienen die griechischen Staatsschulden. Woher kommen eigentlich diese Schulden, und was hat es mit dem Erlass der deutschen Schulden nach dem 2. Weltkrieg auf sich?

Die deutsche Regierung erweist sich als besonderer Scharfmacher gegenüber der neuen Regierung. Warum beharrt die deutsche Regierung auf den Austeritätskurs, wie wird versucht, diesen durchzusetzen, und wie entwickelt sich das Kräfteverhältnis in Europa?

In Deutschland hat sich gegen die Austeritätspolitik die Blockupy-Bewegung herausgebildet. Am 18. März werden viele tausend Menschen aus ganz Europa bei den internationalen Blockupy-Protesten in Frankfurt am Main unmissverständlich deutlich machen, dass sie ein Ende der Verarmungspolitik wollen. Eigentlich war eine große Feier zur Eröffnung der neuen EZB geplant. Doch an der Verarmung von Millionen Menschen gibt es nichts zu feiern – also „Let’s take over the party!“ Näheres zu Blockupy auf unserer Veranstaltung.

Referenten:
Paul B. Kleiser, Studium der Politischen Wissenschaften, Germanistik, Geschichte und Volkswirtschaft, Autor, Lektor und Übersetzer, politisch aktiv bei attac und Sozialforum München. Zuletzt von ihm erschienen: „Griechenland im Würgegriff“

Achim Rollhäuser, Rechtsanwalt, seit 1990 in Griechenland, in den letzten Jahren überwiegend dort lebend; politisch aktiv im Netzwerk für Politische und Soziale Rechte („Diktyo“) sowie im Netzwerk für die Soziale Unterstützung von Flüchtlingen und Migrant_innen („Diktyo Metanastón“). Die Schwerpunkte der politischen Arbeit liegen in den Bereichen Repression, Politische Gefangene, Flüchtlinge und Migrant_innen.

Veranstalter: Hamburger Solidaritätsgruppe Griechenland & Attac Hamburg

Die Solidaritätsgruppe Griechenland trifft sich jeden 1. und 3. Dienstag um 19:00. Das nächste Treffen ist am 03.03.2015 in der Werkstatt 3, 1. Stock im Attac Raum. Kontakt: hhsoligruppe-griechenland@lists.riseup.net

Veröffentlicht unter Allgemein, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Berlin] >Der «tiefe Staat» in Griechenland< am 07. März. Το «βαθύ κράτος» στη σημερινή Ελλάδα και η Ακροδεξιά

–Weiterleitung erwünscht!–
–ακολουθεί η πρόσκληση στα ελληνικά–

Der Aufstieg des Rechtsextremismus in Griechenland wurde in den letzten drei Jahren vielfach diskutiert. Bisher noch nicht genügend bearbeitet ist jedoch sein Eindringen in den griechischen Staatsapparat. Wie stark verankert sind die Rechten inzwischen in der Polizei, in der Justiz, in der Kirche, im Militär? Wie zeigt sich das und welche Folgen hat das? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Studie «Der ‚tiefe Staat‘ im heutigen Griechenland und der Rechtsextremismus. Polizei, Justiz, Militär, Kirche», die Dimitris Christopoulos im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) erstellt hat.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (Berlin & Büro Athen), in Zusammenarbeit mit dem Verein Griechischer Akademiker Berlin Brandenburg (VGABB) und der Hellenischen Gemeinde zu Berlin laden zur öffentlichen Präsentation der Studie mit anschließender Diskussion:

Samstag, 7. März 2015, ab 18:30 Uhr

im Griechischen Kulturzentrum, Mittelstraße 33, 12167 Berlin-Steglitz (S+U Rathaus Steglitz)

ABLAUF

18:30 – 19:00      Ioanna Meitani, RLS Athen / Triantafillia Thiesing-Kostopoulou, Vorsitzende VGABB: Begrüßung und Einleitung

19:00 – 20:00      Dimitris Christopoulos, Professor für Politikwissenschaft an der Panteion Universität Athen und  stellvertretender Vorsitzender von FIDH: Vorstellung der Ergebnisse der Studie, Kommentar über Rechtsextremismus und Neonazismus in Griechenland

20:00  – 20:30     Publikumsdiskussion

Die Diskussion moderiert Dionysis Granas, Mitglied der Hellenischen Gemeinde zu Berlin e.V., Mitglied des VGABB und Promotionsstipendiat der RLS.

In griechischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche. Eintritt frei.

Die Studie wurde im April 2014 in Brüssel und am 7.11.2014 in Thessaloniki vorgestellt. Das Sammelband –herausgegeben von Dimitris Christopoulos und mit Beiträgen von Dimitris Christopoulos, Dimitris Koussouris, Dimosthenis Papadatos-Anagnostopoulos, Clio Papapantoleon, Alexandros Sakellariou– ist im Oktober 2014 auf Griechisch vom nissos Verlag erschienen. Eine Zusammenfassung auf Deutsch, Spanisch und Englisch ist online verfügbar.

Rosa Luxemburg Stiftung | Verbindungsbüro Griechenland | Kallidromiou Str. 17 | GR 10680 Athen | kotini@rosalux.de, meitani@rosalux.de | rosalux.gr | Tel. +30 210 3613769

–προωθήστε ελεύθερα–

Η άνοδος της Άκρας Δεξιάς στην Ελλάδα έχει συζητηθεί πολύ τα τελευταία τρία χρόνια. Ένα ζήτημα όμως που παραμένει ακόμη στο ημίφως είναι η διείσδυσή της στον ελληνικό κρατικό μηχανισμό. Έχει η Άκρα Δεξιά ερείσματα στην Αστυνομία, στη Δικαιοσύνη, στην Εκκλησία, στον Στρατό; Πώς αποτυπώνονται και σε τι συμπεράσματα οδηγούν; Με τα κρίσιμα αυτά ερωτήματα ασχολείται η έρευνα Το «βαθύ κράτος» στη σημερινή Ελλάδα και η Ακροδεξιά, την οποία επιμελήθηκε για το Ίδρυμα Ρόζα Λούξεμπουργκ (ΙΡΛ) ο Δημήτρης Χριστόπουλος, καθηγητής Παντείου Πανεπιστημίου και αντιπρόεδρος της Διεθνούς Ομοσπονδίας Δικαιωμάτων του Ανθρώπου.

Το Ίδρυμα Ρόζα Λούξεμπουργκ (Βερολίνο / Παράρτημα Ελλάδας), σε συνεργασία με το Σύλλογο «Έλληνες Επιστήμονες Βερολίνου-Βραδεμβούργου» (ΕΕΒΒ) και την Ελληνική Κοινότητα Βερολίνου σας προσκαλούν σε εκδήλωση που οργανώνουν στο Βερολίνο το Σάββατο 7 Μαρτίου 2015, στις 18:30 στο Ελληνικό Πολιτιστικό Κέντρο, Mittelstraße 33, 12167 Steglitz (U+S Bahnhof Rathaus Steglitz).

ΠΡΟΓΡΑΜΜΑ

18:30 – 19:00  Ιωάννα Μεϊτάνη, συντονίστρια του Παραρτήματος Ελλάδας του ΙΡΛ και Τριανταφυλλιά Thiesing-Κωστοπούλου, πρόεδρος του ΕΕΒΒ: Καλωσόρισμα και εισαγωγή

19:00 – 20:00  Δημήτρης Χριστόπουλος: Παρουσίαση των συμπερασμάτων της έρευνας και σχολιασμός της κατάστασης εν όψει της δίκης

20:00 – 20:30 Συζήτηση με το κοινό

Συντονισμός: Διονύσης Γρανάς, μέλος της Ελληνικής Κοινότητας Βερολίνου, μέλος του Συλλόγου Ελλήνων Επιστημόνων Βερολίνου-Βραδεμβούργου, υπότροφος υποψήφιος διδάκτορας του Ιδρύματος Ρόζα Λούξεμπουργκ.

Θα υπάρχει ταυτόχρονη μετάφραση από και προς τα ελληνικά και τα γερμανικά.

Συντελεστές της έρευνας, υπό την επιμέλεια του Δημήτρη Χριστόπουλου, ήταν ο Δημήτρης Κουσουρής, ο Δημοσθένης Παπαδάτος-Αναγνωστόπουλος, η Κλειώ Παπαπαντολέων και ο Αλέξανδρος Σακελλαρίου.

Το βιβλίο κυκλοφορεί στα ελληνικά από τις εκδόσεις νήσος. Μια συντομευμένη εκδοχή της έρευνας είναι διαθέσιμη online στα αγγλικά, τα γερμανικά και τα ισπανικά. Τον Απρίλιο του 2014 η έρευνα παρουσιάστηκε στις Βρυξέλλες και στις 7.11.2014 στη Θεσσαλονίκη – τα βίντεο από αυτή την τελευταία εκδήλωση με τον Ηλία Νικολακόπουλο, την Meriç Özgüneş και τον Ανδρέα Τάκη είναι διαθέσιμα online (στα ελληνικά).

Ίδρυμα Ρόζα Λούξεμπουργκ | Παράρτημα Ελλάδας | Καλλιδρομίου 17, 10680 Αθήνα | kotini@rosalux.de, meitani@rosalux.de | rosalux.gr | τηλ. +30 210 3613769

Veröffentlicht unter vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Frankfurt] „Die Politik der EZB in der Euro-Krise“ am 09. März

attac Frankfurt
Die AG Weltwirtschaft und Finanzmärkte lädt ein zur Diskussion mit Dr. Thomas Mayer
und Prof. Dr. Dr. Helge Peukert

Thema:
Die Politik der EZB in der Euro-Krise
Beitrag zur Lösung oder Teil des Problems

Wann und Wo:
Am Montag,
09. März 2015, 19:00 Uhr
Hörsaal 4
Campus Bockenheim
Gräfstrasse

Veröffentlicht unter Allgemein, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

[Frankfurt/M] „Austerität oder Investitionen? – Wege aus der Krise Europas“ am 12. März

Im Vorfeld der Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) lädt der DGB Stadtverband Frankfurt zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Die geplanten Proteste von Blockupy anlässlich der EZB-Eröffnung und nicht zuletzt der Regierungswechsel in Griechenland haben die Debatte um den richtigen Weg aus Wirtschaftskrise und Staatsverschuldung in der EU neu belebt.

Hintergründe und Auswirkungen der aktuellen europäischen Krisenpolitik erklären und hinterfragen:

  • Gabriel Glöckler (Abteilungsleiter im Generalsekretariat der EZB)
  • Dr. Dierk Hirschel (Chefökonom ver.di)
  • Johannes Priesemann (Vice President International and European Public Services Organisation, IPSO)
  • Dr. Thomas Seibert (Blockupy Aktivist)

Moderation: Daniel Baumann (Ressortleiter Wirtschaft Frankfurter Rundschau)

Am 12.03.2015 18:00 – 20:00 – DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt

Kontakt: frankfurt-main@dgb.de

www.verdi.de

Veröffentlicht unter Gewerkschaften, vergangene Veranstaltungen/Aktionen | Hinterlasse einen Kommentar

Flugblatt von verdi: „Europäische Schuldenknechtschaft“

Gute, einfache, überzeugende Stellungnahme der Gewerkschaft verdi:

15_01 Schuldenknechtschaft

Veröffentlicht unter Allgemein, Schulden, Troika | Hinterlasse einen Kommentar